Unglaublich: Im November eröffnet McDonald’s eine Filiale in Frankreichs größtem nationalen Museum, dem ‘Palais du Louvre’ in Paris, eine Verkaufsposition! Standort ist das ‘Carrousel du Louvre’ im Basement, wo innerhalb eines Foodcourts mit großer Angebotsvielfalt die Golden Arches Amerika repräsentieren sollen. Aber WARUM? Wer braucht zwischen Leonardo Da Vinci und Paolo Veronese schon Burger und Fritten?! Schlimm genug, dass sich bereits ein Starbucks im Museum befindet. Doch nun trifft der Bodensatz der internationalen Küche, amerikanisches Fast-Food, auf großes Kulturgut in einem Land, dass sich u.a. über Gaumenfreunden und kulinarische Genüsse auf höchsten Niveau definiert. “Counterculture” im Louvre?!

Eins spricht jedoch ganz klar für ein McDonald’s in dem meist besuchten Museum der Welt: Frankreich gehört zu den erfolgreichsten Ländermärkten von McDonald’s. Im letzten Jahr setzte die Marke hier in gut 1.100 Units 3,3 Mrd. € um – ein Plus zum Vorjahr von 10,7 % bei minimalem Betriebewachstum. Während sich der Umsatz vieler traditioneller Brasserien und Bistros im Nachbarland Frankreich fast schon im freien Fall befindet, entwickelt sich das Geschäft der Quickservice-Profis bestens.
Man kann also davon ausgehen, dass McDonald’s mit seinem neuen Louvre-Standort sehr erfolgreich sein wird.
So viel zu dem Klischee des Franzosen mit der Baskenmütze und dem Baguette unterm Arm. Au revoir, Haute Cuisine!!
Bild: Mona Lisa cc by Gutenberg Projekt, Burger cc by VirtualErni












Da “Counterculture” ja eigentlich eine Bewegung gegen den Mainstream meint, das hier aber der Siegeszug des Mainstreams ist, wäre wahrscheinlich “Counterstrike” angebrachter. Aber irgendwie auch wieder nicht, bedenkt man die freiwillige Hingabe an die “Eroberer”.
Genauso hatte ich es auch gemeint! Schwieriges Thema…