Archiv für die Kategorie 'Ehrlich gesagt'

Weihnachten hin oder her?!?

Weihnachten nervt! Schon ab September werden wir mit Lebkuchen, Spekulatius und Stollen überhäuft. Essen gibt’s im Übermaß, was zu kontinuierlichem Magendruck oder auch Überzuckerung führt. Zuhause muss geschmückt werden, damit auch ja die gemütliche Stimmung einsetzen kann (obwohl die Staubfänger die Hausarbeit am Ende nur noch erschweren). Das Geschenk wird zum MUSS. Sollte man die verlängerten Lieferzeiten vor den Feiertagen schon überschritten haben, dann kommt man am völlig überfüllten Shopping-Center leider gar nicht mehr vorbei. Und dann ist alles, aber auch wirklich auch alles weihnachtlich geschmückt.

Weihnachten fetzt! Jetzt gibt’s all die Köstlichkeiten, für die es im Sommer zu warm ist und die man ohne Kalorienzählen vor allem zu den Feiertagen genießen darf: Ente, Gans, Klöße, Rotkohl, fette Bratensoße, Karpfen und so weiter und so weiter. Strahlende Augen und Momente der Nächstenliebe, wenn Weihnachtsgrüße, -briefe oder -päckchen abgegeben werden. Die freudigen Gesichter beim Aufmachen der Geschenke. Die Stille, wenn der erste Schnee fällt. Das Außerpustesein nach gewonnener Schneeballschlacht. Die Dekoration auf Balkons, Gärten und in den Fenstern. Und ach ja, schön, wenn dann alles, aber auch wirklich alles weihnachtlich geschmückt ist: ‘Weihnachten hin oder her?!?’ weiterlesen

Knoten in der Korrekturschleife

Vor ein paar Tagen machte eine Panne im Wahlkampf des US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney die Runde durchs Web: In die iPhone-App “With Mitt”, in der man vorgefertigte Fotoschablonen nutzen und so eigene Schnappschüsse mit Wahlkampf-Botschaften erstellen und unter anderem auf Twitter und Facebook teilen konnte, hatte sich ein peinlicher Fehler eingeschlichen. Eine der Schablonen hatte den Slogan “A better Amercia”. “Amercia?” fragte sich der geneigte Nutzer. Hat Romney bereits aufgegeben und tritt nun als Kandidat in einer uns bis dato unbekannten Bananenrepublik an? Wohl kaum. Eher wurde da mal wieder die letzte Korrekturschleife vor Veröffentlichung ein wenig zu schlampig gedreht. Der Spott von Romney-Gegnern war dem Detroiter Multimillionär sicher. Eines hat die App immerhin erreicht: Sie verbreitete sich viral durch die sozialen Netzwerke und Blogs.

Doch die Romney-App ist nicht der einzige Fauxpas, wenn es um Kommunikation im eher technischen Bereich geht. ‘Knoten in der Korrekturschleife’ weiterlesen

An einem Tag um die Welt

Das unbeschwerte Gefühl von Freiheit, Glück und Zufriedenheit – wann befällt es einen, wenn nicht auf Reisen, wenn die Füße in fremden Gewässern baumeln, wenn der Blick an jeder Ecke etwas Neues einfängt, wenn die Sinne Achterbahn fahren, wenn einen die Beine weiter tragen, als für möglich gehalten, und wenn das Herz beim Anblick ungeahnter Entdeckungen Sprünge macht. Kein Wunder also, dass der Wunsch nach diesem Zustand, auch Fernweh genannt, tief in mir und so vielen anderen schlummert. Manchmal ist er schon fast unerträglich stark und manchmal reicht der Besuch eines noch unbekannten Fleckchens in der Wahlheimat Berlin, um den Durst nach neuen Abenteuern zu stillen. Wie soll man da dem Reiz widerstehen und den üblichen Dingen nachgehen, wenn einem die ganze Welt schon mal zu Füßen, oder sagen wir mal zumindest „in Fußnähe“ liegt? ‘An einem Tag um die Welt’ weiterlesen

Und alle Jahre wieder…Valentinstag

❤❤❤ 55.000.000 Einträge erreicht der “Valentinstag” bei Google. Zur heutigen Kommerzialisierung des Gedenktages haben einst Blumen- und Süßwarenhändler mit Anpreisung ihrer Produkte beigetragen. Auch 2012 stellt sich bei uns die Frage: Wollen wir in den Wettkampf um das beste Valentinstagsgeschenk in den Ring treten oder ignorieren wir den Tag einfach komplett? Ein Valentinstag – zwei Meinungen:

grinsender Der Valentinstag beginnt eigentlich bereits einen Monat vor dem 14. Februar im Radio, in Zeitschriften und auch in der Fernsehwerbung. Ein Entrinnen ist unmöglich, ausgeschlossen nur diejenigen, die auf jegliche Medien und soziale Kontakte verzichten. Denn spätestens im Bekanntenkreis gibt es die Erinnerung an DEN Tag der Liebe. Wörter wie Grußkarte, Pralinen und rote Rosen haben Hochsaison, nerven anfänglich und lösen zum Ende hin bei Einigen bereits einen regelrechten Würgereiz aus. Bestätigt werden wir im Radiobeitrag am Morgen, wenn Hörerin XY darüber klagt, dass ihr Freund DEN Tag vergessen hat und beide in einen riesen Streit darüber verfallen sind. Dann ist klar: Der Tag gehört abgeschafft…

Heiligenschein Dann gibt es aber doch wieder diese Momente, an denen wir schwach werden. Wenn eine liebe Kollegin an alle Mitarbeiter Schoko-Herzen verteilt (lieben Dank nochmal!!!), dann wird jedes auch noch so vom Gedenktag geschädigte Gemüt erfreut. Und auch für die Geschichte von Bernd aus Münster, der seiner Freundin über die Anzeigetafel auf dem Bahngleis seine Liebe gestand, können wir uns auf einmal erwärmen. Da ist es ganz gleich, ob wir Bernds Mut bewundern oder einfach ganz stolz auf den Bahnmitarbeiter sind, der die ganze Geschichte überhaupt erst möglich gemacht hat. Solche Geschichten mögen das ganze Jahr passieren, werden milde belächelt oder als Kitsch abgetan, aber gerade dieser Valentinstag macht uns doch auch ein bisschen empfänglich und sollte dann wohl auch bleiben ❤❤❤

Tea Time bei Zucker.

Galileo hat’s gezeigt, die Zeit und viele andere haben’s beschrieben, nun hat sich auch die Zucker.-Jury dem Bubble Tea angenommen und gleich mal den Test gemacht. Das Ergebnis der rechtschaffenen Testtrinker:

Daniel probierte die Sorte Earl Grey mit Milch und Tapioka Bubbles
Geschmack: Der “Klassiker” unter den Bubble Teas schmeckt, wie man sich kalten Milchtee halt so vorstellt. Die gelatineartigen Tapioka Bubbles sind relativ geschmacksneutral. Die Kombination ist aber witzig. Ich werde mich auf jeden Fall durch die anderen Sorten probieren.
Preis-Leistung: OK
Fazit: Fan des Bubble Tea

Eva probierte Green Tea mit Passionsfrucht-Sirup und Tapioka Bubbles
Geschmack: …war wie ein leckerer Eistee mit halbaufgelösten Gummibärchen. Mir hätte das Ganze auch ohne die Perlen gereicht, aber dann wäre es ja kein Bubble Tea.
Fazit: wartet lieber auf den nächsten Hype

Jelka probierte die Sorte Green Tea Hibiskus mit Passionsfrucht Boba
Geschmack: …war ich sehr zufrieden, vor allem, da es in der besuchten Filiale auch Grünen Tee gab (nicht immer der Fall). Sehr erfrischend und lecker. Die platzenden Boba waren auch gut, nicht zu süß und sie haben schön gepoppt im Mund.
Preis-Leistung: Preis ist grundsätzlich relativ hoch – auf der anderen Seite sättigt so ein Bubble Tea (vor allem die Tapioka-Variante) unheimlich. Man kann also schon fast von einem Snack sprechen.
Fazit: Ich mag Bubble Tea und das auch schon länger. Die momentan zu beobachtende Bubble Tea Bar-Schwemme ist etwas übertrieben, erinnert an die Frozen Yoghurt Bewegung im letzten Jahr. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was im nächsten Jahr folgt. Usbekische Bisonburger?

Kathy probierte die Sorte Green Tea mit Milch (Geschmack Wassermelone) und Tapioka Bubbles
Geschmack: …super frisch mit dem Geschmack der Wassermelone, aber die Bubbles hätten nicht sein müssen.
Preis-Leistung: das Mittag aus dem Trinkbecher, daher völlig OK
Fazit: Eines dieser Nahrungsmittel, die keinen Eigenschmack haben, sondern nur Aufgrund ihrer Konsistenz geliebt/gehasst werden.

Damit bleibt unsere Geschmacksauswertung unentschieden. Es sollte doch aber an dieser Stelle noch erwähnt werden, das den restlichen Zuckers. beim Thema Tapioka mehrheitlich ein “Igitt!” über die Lippen kam. Da müssen wohl weitere Bubble-Varianten her, sonst wird’s nichts mit dem Hype. Eine Reminiszenz an das Ahoi-Brausepulver.

Fehlerfreiheit für alle!

Ab sofort wird bei Zucker. gekillt was das Zeug hält! Denn dank unserem liebsten Schreibwarenhersteller und langjährigen Kunden Herlitz, hält mit dem neuen my.pen Kulgeschreiber endlich ein Kuli mit löschbarer Gel-Tinte Einzug auf unseren Schreibtischen und in Deutschlands Klassenzimmern. Dabei sieht der flotte Schreiberling auch noch richtig gut aus – mein Favorit der sechs Farbvarianten (fünf Grundfarben): “Beere”. my.pen – noch nie waren Fehler so schön! Glaubt ihr nicht? Wir haben unser neues Lieblingsstück für euch getestet!

Max Raabe, sei heut Abend mein Turnschuh-Bräutigam …

Lieber Max Raabe,

mein Herz began für dich zu schlagen, als du (nur für mich natürlich!) das Lied “Eva” zum ersten Mal anstimmtest und jetzt das …

Raabe zu BILD.de: „Bei Turnschuhen muss ich immer an Sportunterricht denken. Ich verstehe nicht, wie man sie auf der Straße tragen kann.“

Schweren Herzens hoffe ich, dass ich auf einen deiner Scherze hereingefallen bin. Du kannst mir auch gerne einen Besuch bei der Arbeit abstatten, da gibt es ganz viele Turnschuhe, die dich vielleicht umstimmen …
Sonst wird das nämlich nichts mit mir als deine Tango-Braut.

Die kleine Trendschau

cc by violarenate

Einen Monat ins Jahr 2011 hinein kommt die kleine Trendprognose der Zucker.-Blogautoren: persönliche Meinung, ohne Geltungsanspruch, dafür mit sicherem “Ha, ich habs euch ja gleich gesagt”, falls sich etwas zum Über-Trend 2011 entwickeln sollte …
‘Die kleine Trendschau’ weiterlesen

No shoes, no shirt, no PR

No Jeans Day
Ich habe es in meiner Zeit bei Zucker. augenscheinlich immer geschafft, am etwa jährlich stattfindenden “No Jeans Day” nicht im Büro zu sein. Keine bewusste Entscheidung, schließlich feiere ich oft genug ohne etwaiges Label dieses heidnische Hochfest. In Zeiten und Branchen in denen nichts spießiger ist als ein “Casual Friday”, weil sowieso schon alle “Business Casual” sind, muss offensichtlich zu härteren Bandagen gegriffen werden. Aber warum das Ganze nicht gleich ad absurdum führen und sich einen Brauch bei den (sowieso immer stylistisch vorauseilenden) schwedischen Labels wie Vagabond und Happy Socks abschauen: den Theme Day. Alle (ver)kleiden sich zu einem mehr oder weniger kreativen Thema, erfordert natürlich etwas mehr Aufwand als den “Nicht-Griff” zur Jeans im Schrank. Ob obligatorisches Mad Men-Thema, 21 Jump Street, Coco Chanel oder Michael Jackson … der schwedische Arbeitnehmer weiß sich zu helfen.

Auch wenn mir schwant, dass sich das bei Zucker., in Deutschland und wahrscheinlich selbst in Schweden nicht breitflächig durchsetzten wird, hier ein paar Vorschläge:
‘No shoes, no shirt, no PR’ weiterlesen

Mein Freund der Ball

So richtig mag man die WM nicht gehen lassen, über verdiente und unverdiente Siege mag man streiten, doch wenn das das Ergebnis eines WM-Titels ist, ist die Welt doch in Ordnung:

Da darf ein Medium ausnahmsweise auch mal etwas “abhängig” sein …
via Indiskretion Ehrensache