Archiv für die Kategorie 'Ehrlich gesagt'Page 3 of 4

Von Beruf Blogforscher

John Kelly, extra eingeflogen aus N.Y., hat heute Vormittag den Besuchern der re:publica gezeigt, was man so macht, wenn man Blogforscher von Beruf ist… Man untersucht die Blogosphären verschiedenster Länder auf Themenschwerpunkte und Verlinkungsverhalten. Die kunterbunten Grafiken haben versucht, das zu visualisieren.

Interessant, wie unterschiedlich die Strukturen in den einzelnen Ländern sind. Das erste Foto zeigt, dass die russische Blogosphäre aus einzelnen Interessengruppen besteht, die untereinander nicht wirklich verlinkt sind. Laut Kelly ist der Grund dafür, dass in Russland die Mainstream-Medien keine verbindende Rolle einnehmen, wie z.B. in Deutschland, wo die gesamte Blogosphäre unglaublich oft auf Medien wie Spiegel Online oder Zeit Online verweist.

Everybodys Darling DaWanda

Hach wir sind schon a bissel stolz auf unseren Kunden DaWanda: während Gigant StudiVZ laut des Startup Barometers von ethority gegen ein furchtbar schlechtes Image kämpft, ist DaWanda (schon wieder!) der Liebling unter den innovativen Onlineunternehmen.

Die Revolution fängt anscheinend wirklich im Kleinen an …

Es reibt sich die Haut mit der Lotion ein …

Die Frage danach, was eigentlich der Unterschied zwischen Werbung und PR ist, fällt ja nicht nur von seitens der Famile, Freunden oder jedem, dem man von seiner Arbeit erzählt. Auch im Vorstellungsgespräch wird hin und wieder das Thema darauf gelenkt. Heute soll es hier ganz kurz mal nicht um unser Handwerk PR gehen, sondern um die Werbung. In der aktuellen Galore habe ich nämlich eine Anzeige entdeckt, die ich grandios finde.
Zuerst sieht der gierige Beauty-Junkie eine Creme-Probe einer unbekannten Firma:

Wenn er sie dann – wie ich – aus dem Heft rupft, erscheint der wahre Hintergrund der Anzeige:

“Noch immer sterben tausende Tiere bei Versuchen der Kosmetikindustrie.” teilt uns NOAH mit. Die Creme-Probe ist natürlich leer, weils ja um was Anderes geht.
I love it, was meint ihr?

Lidl als Kameraspezialist…

“Bild” hat endlich einen Partner für ein lang geplantes Video-Projekt gefunden – und zwar… Lidl!
Die Idee ist Folgende: Bild-Leser kaufen sich ab 4.12. bei Lidl eine Digitalkamera für 69,99 Euro und haben damit die Möglichkeit, Videoreporter für Bild.de zu werden. Das besondere ist, dass sich automatisch ein Programm zum Upload auf das Online-Portal von “Bild” öffnet, wenn man das Gerät an seinen Computer anschließt.
Nette Idee, nur dass ausgerechnet Lidl Partner der Aktion geworden ist, ist etwas befremdlich.
Es ist immerhin noch nicht allzu lange her, dass Lidl neagtive Schlagzeilen gemacht hat, weil das Unternehmen seine Mitarbeiter überwacht hat. Und zwar mit versteckten Kameras… “Bild” berichtete damals ausführlich über die “Stasi-Methoden” des Discounters.

Viral Video Award – und was watchberlin dazu sagt

Foot Locker wants you vice and live…


Wir haben nun schon drei Termine der von Foot Locker präsentierten Vice Live Tour mit proppenvollen Locations und tollen Acts hinter uns gebracht – und bald folgt das zweite Bein der Tour. Ich konnte dem Ganzen in München beiwohnen und möchte euch natürlich ein paar Bildbeweise nicht vorenthalten:

Und wer sich lieber selbst davon überzeugen möchte kann sich unter Vice Live noch schnell für die folgenden Termine registrieren.

11.12.08 – Hamburg @ Neidklub
mit THUNDERHEIST, LITTLE BOOTS, THECOCKNBULLKID, MICKEY MOONLIGHT

12.12.08 – Berlin @ Scala
mit THUNDERHEIST, LITTLE BOOTS, THECOCKNBULLKID

13.12.08 – Stuttgart @ Rocker 33
mit THUNDERHEIST, LITTLE BOOTS, THECOCKNBULLKID, MICKEY MOONLIGHT

Die Tickets gibt es nämlich nicht zu kaufen, sondern nur für Registrierte in einem ausgewählten Foot Locker Store abzuholen.

Oder, falls jemand nach Italien kommen will…

15.12.08 – Mailand @ Tunnel Club
mit LITTLE BOOTS, THECOCKNBULLKID, GENTLEMAN, PULLING TEETH

16.12.08 – Neapel @ Duel Beat
mit LITTLE BOOTS, THECOCKNBULLKID, GENTLEMAN, CONGOROCK

17.12.08 – Rom @ Lanificio
mit LITTLE BOOTS, THECOCKNBULLKID, GENTLEMAN, CONGOROCK

Wenn ich groß bin werde ich Künstler

Wie ja auch schon angedeutet, ist der PR-Mensch an sich nicht ganz frei von unnötigen Anglizismen. Das wird natürlich auch schön konsequent bei den Berufsbezeichnungen durchgezogen. Da wird aus dem negativ beladenen deutschen Praktikanten gerne mal der wohlklingende englische Trainee. Das ist allerdings noch gar nichts gegen den unglaublichen auf-Englisch-klingts-viel-besser-Euphemismus bei Subway. Ein solcher öffnet bald unweit der Zucker.-Residenz seine Pforten und lockt mit verheißungsvollen Berufen. Dass der Assistent Restaurant Manager falsch geschrieben ist, ist noch nicht das Highlight. Sondern der Job des Sandwich Artist:

Da überlegt man sich schon zweimal, ob man in der PR-Sparte bleiben will, wenn man so einfach die Möglichkeit hat den Einstieg in die Kunstwelt zu finden. Und ganz im Ernst: “Englischkenntnisse erwünscht”? Offensichtlich dringender als man denkt …

gezeichnet Assistant Account Manager PR (bald hoffentlich Sandwich Artist)

Männer mögen keine Blumen?! Weit gefehlt!

Wer den Vorurteilen glaubt, Männer mögen keine Blumen, liegt falsch. Das belegte Jenny Gleitsmann im Rahmen ihrer Diplomarbeit. Was lernen wir daraus? Dass Männer den Frauen ähnlicher sind als angenommen. Nachdem Männer wie David Beckham die Türen für alle Männer geöffnet haben, sich unbelächelt teure Kosmetika kaufen und ins Nagelstudio gehen zu können, fallen jetzt also auch die Hemmungen beim Thema Blumen.

Männer, ihr könnt ruhig Blumensträuße annehmen, ohne peinlich berührt zu sein. Die Studie beweist, dass die Vorbehalte der Befragten gegenüber dem Einsatz von Blumen auf rein gelernten gesellschaftlichen Meinungen beruhen, die eigenen Empfindungen beim Erhalt von Blumen aber durchweg positiv sind.

Aber nicht dass wir uns falsch verstehen: Ihr dürft trotzdem auch noch Blumen verschenken und nicht nur empfangen, gell!?

When in doubt – go viral

Anhand des ersten deutschen Viral-Awards, dem Erfolg von Superjohann beim PR Report und dass selbst die Sparkasse mittlerweile Virals produziert, lässt sich entfernt vermuten, dass diese kleinen Filmchen zum festen Bestandteil unseres Alltag und nicht zuletzt der PR geworden sind. Auch wenn aus Marketing- und PR-Sicht natürlich nur ein Clip mit einer (mehr oder weniger gut) verborgenen Marken-Botschaft ein Viral sein kann, so kann rein theoretisch jedes spannende, lustige, dumme,… Video sich viral ausbreiten.

Ein Beispiel für nachträgliche PR-Nutzung ist das Video von Matt Harding, der sich überall auf der Welt beim Tanzen filmt und mittlerweile von der Kaugummi-Marke Stride gesponsort wird. Das Video ist noch kein Paul Potts, aber wunderbarer One-world-Kitsch für zwischendurch:

Und mein momentanes Lieblings-Viral zum Film Tropic Thunder in dem die Hauptdarsteller versuchen ein Viral zu drehen:

Man weiß, dass man es geschafft hat, wenn Leute Parodien auf einen drehen, daher – Glückwunsch Viral!
Postet doch mal eure Lieblings-Virals – s’il vous plait.

Sinnvolle Zeitverschwendung

Wer das süchtig machende Spiel auf Sueddeutsche.de kennt, weiß wie gefährlich kleine Online-Games für das sogenannte Zeitmanagement sein können. Und eigentlich könnte man dann die Zeit doch auch wirklich nutzen, um was Sinnvolles zu tun…
Für den Zeitverplemperer, der dennoch ein gutes Gewissen haben möchte, gibt es jetzt die feel-good wirklich tolle Lösung: Free Rice.
Es geht einfach darum, jedem englischen (!) Wort ein Synonym aus vier Antwortmöglichkeiten zuzuordnen und schon hat man 20 Reiskörner für die UN-Hungerhilfe gestiftet. Sehr toll um den Englisch-Wortschatz zu verbessern und in den niedrigen Level selbst für Sprach-Anfänger geeignet. Die Seite finanziert sich aus Spenden und Werbebannern.
Übrigens, falls jemand in Deutschland eine solche Aktion starten möchte und eventuell PR-Beratung braucht – call me.