Das Web 2.0 bietet völlig neue Möglichkeiten für seine Nutzer. Die Menschen nehmen aktiv an der Gestaltung des Mediums teil, tauschen sich aus und arbeiten über das Internet zusammen. Dass diese Entwicklung natürlich auch für Konsumenten gilt, hat kürzlich die PARKO-Studie von Zucker. herausgestellt.
Banyak Films hat nun eine 60-minütige Dokumentation veröffentlicht, die anhand anschaulicher Beispiele deutlich macht, welches Potential das Web 2.0 bietet. Vom Fussball-Verein, der online von den Fans gesteuert wird, hin zu Müttern, die sich im Netz gegenseitig Tipps zur Erziehung geben: Mittlerweile kann sich jeder im Netz einbringen. Welchen Einfluss die User dabei auch auf die Politik haben können, wird in “Us Now” verdeutlicht:
Wer oft U- oder S-Bahn fährt kennt sicher die Handybesitzer, die extra lange warten, bis sie an ihr Telefon gehen, damit auch das ganze Abteil den neu runtergeladenen Klingelton in voller Länge genießen kann. Klingeltöne, die noch vor wenigen Jahren sehr beliebt waren, sind jetzt out. Keiner möchte sich die Blöße geben und sein Handy mit den Standardtönen von Nokia oder T-Mobile oder gar mit “Für Elise” klingeln zu lassen… Denn der Klingelton sagt ja irgendwie etwas über einen aus. Individuell sollte er sein. Er wird quasi zu einer persönlichen Aussage.
Da liegt es nicht fern, Klingeltöne in Kampagnen zu integrieren. Und genau das haben der BBC World Service und die Gates Foundation gemacht. Gemeinsam starteten sie in Indien eine Anti-Aids-Kampagne, die sich rund um einen Klingelton dreht. Und zwar um den Titel “Condom a cappella”. Der Klingelton ist eingängig und witzig. Hören und downloaden kann man ihn unter www.condomcondom.org. Mit Humor sollen so Hemmungen und Tabus im Zusammenhang mit Kondomen überwunden werden.
Mir gefällt die Idee. Bleibt nur zu wünschen, dass die Kampagne Früchte trägt.
In Indien leben nach Angaben der BBC World Service Trust rund 2,5 Millionen HIV-Infizierte. Von den rund 1,1 Milliarden Indern besitzen rund ein Viertel ein Mobiltelefon.
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