Eine aktuelle Zucker.-Studie und die Macht des Web 2.0

In den letzten Jahren hat sich das Internet deutlich verändert. Von einem tendenziell rezeptiven Informationsmedium wandelte sich das Netz hin zu einem breiten interpersonalen Kommunikationsmedium, dass über zahlreiche Kommunikationskanäle verfügt. Die Zeiten der „Ich nutze nur die E-Mail, um im Internet zu kommunizieren“-User sind vorbei – im Zuge dieser Entwicklung des Web 2.0 werden immer mehr Rezipienten zu Kommunikatoren, das Internet gewinnt ungemein an Dynamik.

Auf Grundlage dieser Entwicklung konnte Zucker. einen neuen Konsumenten-Typus identifizieren, dessen Einfluss und Kommunikationsreichweite immer bedeutsamer wird.
Die Rede ist von den Partizipativen Konsumenten (PARKOs), die eine Schnittmenge aus intensiven aktiven Web 2.0-Usern und der LOHAS-Zielgruppe (Lifestyle of Health and Sustainability) bilden. Konkret sind PARKOs aktive Marktteilnehmer, die nicht nur bewusst konsumieren, sondern auf Basis ausgeprägter Nutzung des Internets aktiv und kritisch auf die Kommunikationsarbeit von Unternehmen und Marken reagieren.
Ergebnis der im Auftrag von Zucker. durchgeführten repräsentativen Studie ist, dass 21% der Bevölkerung den PARKOs zugeordnet werden kann. Ein Großteil (80%) dieser Gruppe fordert nicht nur Offenheit von Unternehmen für Verbrauchermeinungen und Kritik, sondern echte Dialogfähigkeit.
En detail sind die Ergebnisse der Studie hier einzusehen:

Deutlich wird, dass sich ein signifikanter Teil der Internet-Nutzer aktiv und kritisch and der Kommunikation im öffentlichen Cyber-Raum beteiligt. Welche Dynamik sich dabei im Web 2.0 entwickelt und welches regulative Potential diese Community hat, machen folgende Beispiele deutlich:

Auf der Webseite abgespeist.de werden Nahrungsmittel vorgestellt, die laut Hersteller und Werbebotschaft besonders gesund sein sollen. Foodwatch, der Betreiber von abgespeist.de präsentiert auf der Seite allerdings solche Produkte, bei denen Realität und Werbeversprechen weit auseinandergehen und der Konsument schlichtweg belogen wird. Besucher von abgespeist.de können dann ganz in Web 2.0-Manier vorgefertigte Beschwerde-Mails an die entsprechenden Hersteller senden, die Seite direkt Freunden weiterempfehlen oder Infoflyer, Videos und Banner herunterladen.
Erste Erfolge stellen sich bereits ein: Nach einer Protestwelle nahm Eckes-Granini die Bezeichnung „Gesunder Durstlöscher“ von der Verpackung des Getränks Fruchttiger. Der Fruchttiger ist nämlich alles andere als gesund – vielmehr zerstört der Saft bei täglichem Konsum den Zahnschmelz – dem Fruchttiger ist neben natürlicher Fruchtsäure Citronensäure (E330) beigemischt.

Ein anderes Beispiel: Markus Beckedahl veröffentlichte auf netzpolitik.org ein internes Memo zur Mitarbeiter-Rasterfahndung der Deutschen Bahn. In der Folge mahnte die Bahn Beckedahl ab, forderte eine Unterlassungserklärung von dem Blogger und berief sich dabei auf den §17 UWG und den Verrat von Geschäftsgeheimnissen. Die Abmahnung stellte Beckedahl ebenfalls auf seinen Blog. Der Effekt zeigt einmal mehr, welchen Einfluss die aktiven User im Netz haben: Nach einer gigantischen Solidarisierungswelle gelang das Thema auch in die Mainstream-Medien. Der Vorfall wurde heiß diskutiert, manche sahen im Verhalten der Bahn sogar einen Angriff auf die Pressefreiheit. Mit so einer Resonanz hatte die Bahn nicht gerechnet und durch ihr Handeln einen ungewollt gegenteiligen Effekt hervorgerufen: Durch die Abmahnung wollte man das Thema schnell vom Tisch haben, doch gelang es erst dadurch in die Öffentlichkeit. In der Folge verzichtete die Bahn auf juristische Schritte gegen Beckedahl.

Sowohl die Zucker.-Studie wie die Beispiele machen deutlich: der Internet-Nutzer wird immer aktiver und kritischer – und trägt damit zu einer offenen und transparenten Kommunikationsgesellschaft bei, die zunehmenden Einfluss auf Unternehmen und deren Kommunikationsgebahren hat.

Was machen eigentlich Karate Kid, Kevin Allein zu Haus & Co?

Das haben wir uns gestern beim Mittagessen auch gefragt und prompt mal nachgeschaut. Teilweise erschreckend, was aus den Idolen der Achtzigerjahre geworden ist. Bei einigen weiß man nicht so richtig, ob das Erwachsenwerden ein Fortschritt war. Bei anderen guckt man gern ein zweites Mal hin.

Aber seht selbst:

Ralph Macchio als Daniel Larusso („Daniel Son“) in Karate Kid (1984):

(Quelle/Bild (c) Delphi Films“)

Ralph Macchio heute.

Jerry O’Connell als Vern Tessio (rechts im Bild) in „Stand By Me“ (1986):

(Quelle/ Bild (c) Walt Disney Pictures“)

Jerry O’Connell heute ^^heute.

Macaulay Culkin in „Kevin Allein zu Haus“ (1990):

(Quelle/ Bild (c) Hughes Entertainment)

Macaulay Culkin heute – uuaaaahhh!.

Ein Herz für Blogs ist ein ♥ für Blogs ist ein …


Um fünf vor sechs will natürlich auch der Zucker.-Blog es sich nicht nehmen lassen die deutsche Blogliebe zu verbreiten – auch wir machen bei ein Herz für Blogs mit:

Bombenkoffer

Schön, wenn jemand Humor mit unfassbarer Intelligenz verbinden kann. Und gute Musik hört. Und immer schnieke aussieht. (Laura)

Soulrider

Für alle, die ohne Funsport nicht mehr leben können und ohne Wellen vor der Haustür leben müssen. Ein kleiner Trost im Großstadtdschungel! (Lina)

nerdcore

Blog über witziges Zeug, Videos, Bilder etc. Lässt sich aber auch über seine schlecht funktionierende Dusche aus… ist ganz lustig geschrieben. (Hendrik)

Seitan is my Motor

Speichelfluß-stimulierende Bilder, simple Rezepte und das alles auf einem deutschen veganen Rezepte-Blog. Food-Porn at its best – I love it! (Eva)

Snack Attack!!!

Nun hat es auch unsere Agentur erreicht: Der Albtraum jeder Sommerdiät – die Snack Box!
Seit einigen Tagen steht sie in voller Pracht und Schönheit bei uns auf dem Esstisch und bettelt förmlich darum, begrapscht und betatscht zu werden. Die Versuchung in Form von kleinen Schoko – und Weingummisnacks hat es anscheinend auf alle Agenturmitglieder abgesehen. Besonders bei mir war sie bereits „zu“ erfolgreich. Die guten Vorsätze diesen Sommer Giselle Bündchen & Co in kleinerer und bescheidener Ausgabe Konkurrenz zu machen, sind damit auf einen Schlag zunichte gemacht worden.
Also, liebe Kollegen und Kolleginnen: Watch out for Snack Attack!

Und hier noch einmal die wichtigsten Merkmale der Snack Box und Ihrem Beuteverhalten auf einen Blick:
Sie ist klein, überschaubar und extrem gefährlich.
Auf Beutefang geht sie besonders zu der Mittagszeit, nachdem der unwissende Agenturmitarbeiter gerade wertvolle und ausgewogene Nahrung zu sich genommen hat. Durch Ihr kunterbuntes Erscheinungsbild und ihren subtilen Lockrufen suggeriert sie ihrem Opfer, die perfekte „süße“ Abwechslung vor Rückkehr an den Schreibtisch zu sein.
Zu oft schlägt sie auch in Stresssituationen zu – sozusagen ihre Spezialität.
Einziges Mittel zur Abwehr: Ignorieren oder sofort komplett essen und hoffen, dass sie nie wieder kommt!

Viel Glück!

Uuund Äction!

Seit Monaten haben wir an einem Film gebastelt, der anschaulich erklärt, wie Blumen als Marketinginstrument funktionieren. Nun ist es endlich soweit – der Film ist fertig! Anschauen kann man ihn auf dem Blog „Blumen im Business“.

Was hinter der Kamera los war, ist aber mindestens genauso spannend… An dieser Stelle auch noch mal ein großes Dankeschön an unser tolles Team!

Amazonen-Aufstand


Am Ostermontag, von leichter Langeweile und Post-Schokohasen-Trägheit geplagt, las ich auf einem meiner Lieblingsblogs, dass Amazon.com Bücher mit vermeintlichem „Adult Content“ (Erwachsenenthemen klingt seltsam) aus seinen Rankings und Listen streiche. Betroffen seien Bücher wie Annie Proulx „Brokeback Mountain“ und „Wetlands“ (die Feuchtgebiete-Übersetzung). Umso mehr Titel gefunden wurden, umso seltsamer schienen die Auswahlkriterien. Vermeintlich waren vor allem Titel mit schwulen und lesbischen Themen von der „Listensäuberung“ betroffen.
Das fazinierende an der Aktion war allerdings, dass innerhalb von Stunden ein regelrechter Twitter-Sturm losbrach und #amazonfail zum heißdiskutiertesten Thema des Wochenendes wurde. Wie bereits gesagt, war mir etwas langweilig und ich dachte: frag ich doch einfach mal bei Amazon Deutschland an. Heute kam die Antwort:

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Zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust … Berlin Press Days vs. re:publica

Candy, candy, candy I can’t let you go – der letzte Donnerstag und Freitag standen ganz im Zeichen von Cupcakes, Bonbons und natürlich Zucker. Bei den Berlin Press Days feierte Zucker. nämlich den Einstand mit unserem Kunden Foot Locker und der aktuellen Pastry-Kollektion. Pastry bedeutet übrigens „kleines Gebäck“ und von genau diesem sind die Sneaker und Kleidung der Kollektion auch inspiriert. Wir hatten es uns in diesem Zusammenhang natürlich nicht nehmen lassen, unsere eigene kleine Foot Locker Bakery zu kreieren:

Doch wie so oft blieb es nicht nur bei Süßem und Moderedakteuren, die wir durch den Showroom führten, sondern der digitale Ernst des Lebens verlangte in Form der re:publica auch seinen Anteil.
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Von Beruf Blogforscher

John Kelly, extra eingeflogen aus N.Y., hat heute Vormittag den Besuchern der re:publica gezeigt, was man so macht, wenn man Blogforscher von Beruf ist… Man untersucht die Blogosphären verschiedenster Länder auf Themenschwerpunkte und Verlinkungsverhalten. Die kunterbunten Grafiken haben versucht, das zu visualisieren.

Interessant, wie unterschiedlich die Strukturen in den einzelnen Ländern sind. Das erste Foto zeigt, dass die russische Blogosphäre aus einzelnen Interessengruppen besteht, die untereinander nicht wirklich verlinkt sind. Laut Kelly ist der Grund dafür, dass in Russland die Mainstream-Medien keine verbindende Rolle einnehmen, wie z.B. in Deutschland, wo die gesamte Blogosphäre unglaublich oft auf Medien wie Spiegel Online oder Zeit Online verweist.