Facebook & Co.

StudiVZ, Facebook und jetzt auch noch Twitter. Die Möglichkeiten der schnellen Kommunikation im Web werden immer größer. Doch ist diese Entwicklung wirklich eine Erleichterung oder einfach zusätzlicher Stress? Ich bin mir dessen nicht mehr so sicher…
Erst gestern Abend habe ich versucht einem Freund ans andere Ende der Welt eine kleine Nachricht über Facebook zukommen zu lassen. Toll, dachte ich, dass ich jetzt nicht für teuer Geld einen Anruf machen oder eine Sms schreiben muss. Was aber als 2-Minuten Aktion gedacht war, stellte sich als ein langwieriges Unterfangen heraus, dass mich am Ende mindestens zehn meiner Lebensjahre und einen entspannten Abend kostete. Zwischen Super Walls, Fun Walls und anderen Applications, war es schier unmöglich die „normale“ Pinnwand zu finden, um die gewünschte Nachricht zu hinterlassen. Dabei installierte ich ungewollt diverse Zusatzfunktionen und verlor mich in einem Jahrhundert-Quiz der Filmgeschichte. Nach einer geschlagenen Stunde fand ich dann endlich zurück zu meinem eigentlichen Vorhaben und hatte nach weiteren 15 Minuten dann auch schon den entsprechenden Gruß auf der richtigen Wall hinterlassen. Einfach ist anders!
Fazit: Das Netz wird mit der Zeit nicht zwingend bequemer, sondern oftmals kompliziert und unübersichtlich. Da fragt man sich, ob die gute alte Email nicht doch das schnellste und einfachste Kommunikationsmittel im Web bleibt. Und was ist eigentlich aus dem guten alten Brief geworden? In meinem Fall zumindest wäre jede Brieftaube schneller gewesen.

4 Kommentare
  1. Snah says:

    Da kann man nur sagen: Entdecke die Möglichkeiten – und halte dich von Quiz-PopUps fern. 😉

  2. Pia says:

    Einfacher wird das ganze wirklich nicht, aber das ist wohl eine ganz natürliche Entwicklung, wenn solche netten und wirklich nur hilfreichen Dienste wie facebook am Anfang mal einer war sich in riesige Unternehmen entwickeln, die natürlich auch ihre wirtschaftlichen Interessen verfolgen. Da muss man heutzutage mit den Möglichkeiten Schritt halten und sich wirklich zwingen, nicht auf alles einzusteigen, was einem angeboten wird. Dann kann man auch noch von facebook profitieren, ganz ohne Stress und vorzeitige Alterung.

  3. Lukas says:

    Ich habe die Einladungen für Apps einfach abgeschaltet und nach anfänglicher Begeisterung auch alle entfernt. Und seit dem steht Facebook wieder Hoch im Kurs bei mir. Man kann dort doch wunderbar losen Kontakt zu Freunden halten und gleichzeitig auch auf sehr elegante Art auf Aktivitäten und Veranstaltungen (auch von Kunden) hinweisen. Außerdem ist FB ein Kanal, wo man seine Meinung über Produkte und Unternehmen loswerden und damit dann auch schon mal schlechte Erfahrungen einer breiteren Öffentlichkeit kundtun kann. Ich habe zudem meinen Twitterkanal mit Facebook gesynct – praktisch und ebenfalls hier: Mehr Aufmerksamkeit.

  4. Lina says:

    Da geb ich Dir Recht, nur scheinen meine Freunde sämtliche Apps und Walls aktiv zu lassen;-(

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