Volksverbohlung, Crackberry, Dönieren – Das war Kiezdeutsch!

Da sage mal einer, die deutsche Sprache sei die Sprache von Goethe oder Schiller: verstaubt, trocken und nie auf den Punkt.

Jeder, der sich jedoch mit der Jugendkultur und dem Jargon auseinandersetzt oder einfach nur mal öfters mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, merkt, dass sich seit Goethe und Schiller doch so einiges getan hat mit der deutschen Sprache. Die Germanisten und Pädagogen unter uns wird dies gewiss schockieren, aber unter wissenschaftlichen Aspekten ist die Weiterentwicklung der Sprache so normal wie die Evolution an sich.

Sprachwissenschaftler bezeichnen die heute gängige Jugendsprache als „Kiezdeutsch“. Da man nie auslernt und ihr bestimmt auch wissen wollt, was denn nun die „Volksverbohlung“ oder ein „Crackberry“ ist, hier die wichtigsten Kiezdeutsch-Vokabeln zum Auswendiglernen:

Beef = Stress im Sinne von Streit, kann in Schlägerei enden
Abhorsten = sich wie ein Idiot benehmen
Hopfenblütentee = Synonym für Bier
Blafasel = leeres Gerede
Bullshit-Bingo = übermäßig viele englische Pseudo-Fachtermini verwenden
Crackberry = die Sucht, ständig erreichbar sein zu müssen, zusammengesetzt aus Crack und Blackberry
Dönieren= Döner essen gehen
Knowbie = Klugscheißer
Mopfer = Kurzform für Mobbingopfer
Pornös = super, toll, geil
Schnüchtern = ein Mensch, der nur im nüchternen Zustand schüchtern ist
Volksverbohlung = zunehmende Verdummung der Bevölkerung durch anspruchslose TV-Unterhaltung

Jugend von heute?

1 Antwort
  1. Jen says:

    Wow, ich kann mich gar nicht entscheiden, welche neue Vokabel ich als erstes benutzen will. Ich glaube, mein Favorit ist „schnüchtern“… ;o)

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