How Social Is Your (E-)Bike?

Jedes zwölfte in Deutschland verkaufte Fahrrad ist heute schon ein E-Bike. Tendenz steigend. Dennoch finden sich noch relativ wenige kommunikative Berührungspunkte mit Elektrorädern. Vor allem in Social Media scheinen E-Bikes noch nicht angekommen. Dabei bieten sich gerade hier Chancen, eine jüngere Zielgruppe zu erreichen und das „Senioren-Image“ der Räder aufzupolieren, um so neue Käuferschichten zu erschließen.

Um uns ein genaueres Bild von den Social-Media-Aktivitäten deutscher Fahrradhersteller zu machen, haben wir zusammen mit dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) die offiziellen Facebookpages von 40 Marken untersucht. Als Benchmark dienten Fan-starke Facebook-Seiten internationaler Fahrradhersteller. Ergänzt wurde die Untersuchung durch eine von TNS Emnid durchgeführte Konsumenten-Befragung. Hier wurden Informations- und Nutzungsverhalten sowie Faktoren pro & contra die Anschaffung eines E-Bikes abgefragt.

Das Ergebnis: Unternehmen nutzen Social Media für das komplexe Thema E-Bike ebenso wenig wie für ihre Markenkommunikation. Bei Facebook-Nutzern zeigt sich beim Thema E-Bikes zudem ein erkennbares Informationsdefizit gegenüber Nicht-Nutzern von Social Media.

Obwohl fast alle untersuchten Pages älter als ein Jahr sind, hat nur etwa ein Drittel mehr als 1.000 Fans. Der Median liegt bei 717. Seitenbetreiber suchen und pflegen zudem in auffällig geringem Maß den Dialog. Dennoch war die Faninteraktion im Betrachtungszeitraum relativ hoch, was auf eine große Akzeptanz der Marken bei ihren Fans hinweist. Das komplexe und für Social Media ideale Thema E-Bikes findet jedoch kaum statt. Dort, wo das Thema aktiv durch die Marken gespielt wurde, fand es eine erkennbar hohe Relevanz bei den Fans. Auffällig ist, dass junge und innovative Marktteilnehmer mit einem kleineren und trendigeren Sortiment die Social Media ebenso wenig nutzen wie traditionelle Hersteller.

Kein Wunder also, dass laut Emnid-Befragung die meisten Deutschen ihre Informationen zu E-Bikes über traditionelle Medien beziehen. Während TV/Radio sowie Zeitungen/Zeitschriften das Thema regelmäßig spielen, haben signifikant weniger Facebook-Nutzer das Thema in den letzten sechs Monaten wahrgenommen als die Vergleichsgruppe traditioneller Mediennutzer. Für die Markenhersteller zeigen sich hier große Potenziale: Insbesondere die Imagewerte („Best Ager Image“) sprechen laut der Befragung noch gegen ein E-Bike, ein hoher Preis oder die Diebstahlsgefahr ist hier bei Social-Media-Nutzern geringer als Gegenargument ausgeprägt. Ebenfalls spielen Freunde als Empfehlende für den Fahrradkauf im Vergleich zum Handel eine große Rolle, was für die Nutzung der Social Media mit seinem Empfehlungscharakter spricht.

Eine Kurzfassung der Untersuchung findet ihr hier:

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  1. […] How Social Is Your (E-)Bike? fragte die Berliner Agentur Zucker.Kommunikation in einer Studie zusammen mit dem Zweirad-Industrie-Verband ZIV. Das ernüchternde Ergebnis: Trotz der großen Erfolgs von E-Bikes finden sich in den sozialen Medien noch sehr wenige Berührungspunkte. Ausnahmen bilden Portalangebote mit eigenen Facebookseiten wie zum Beispiel  Elektrobike-Online oder e-bikeinfo.de. Hersteller und Handel sind dagegen mit eigenen Angeboten kaum vertreten und liegen damit deutlich hinter vergleichbaren mittelständisch geprägten Branchen zurück. Damit werden wichtige Potenziale verschenkt, denn Social Media eignet sich exzellent um das Image von E-Bikes gerade zu rücken und jüngere Zielgruppe und Käuferschichten zu erreichen. […]

  2. […] (11081) 370. Aus der Sicht und mit den Worten von… (11131) 371. Tanis Weblog (11228) 372. Zucker.Blog (11237) 373. Verbloggt.net (11284) 374. Oberkreuzberger Nasenflöten-Orchester (11310) 375. […]

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