Coole Busfahrer, verstörende Schminktipps und Nahrungsmittelspekulationen: Sieger des Viral Video Award 2012 stehen fest

Der fünfte Viral Video Award ist Geschichte: Am Freitagabend wurden im Rahmen des 28. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin die Preise vergeben.

Als bestes Viral des Jahres zeichnete die Jury „Epic Bus Ad“ des dänischen Verkerhrsunternehmens Midttrafik aus. Die Begründung der Jury: „Noch nie hat es ein öffentliches Verkehrsunternehmen geschafft, so sympathisch rüberzukommen.“ Das Video appelliere „überraschend, visuell rasant, komisch und erfrischend an den Zuschauer, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.“

Den Preis für das beste politische Viral erhielt „Mit Essen spielt man nicht: Nahrungsmittelspekulation stoppen!“ von Oxfam Deutschland. Der NGO „gelingt mit dem Clip eine brillante visuelle Umsetzung des komplexen Themas Nahrungsmittelspekulation. Dabei wird das Thema, das noch nicht in aller Munde ist, mit einer einfachen Idee auf den Punkt gebracht, ohne zu sehr zu vereinfachen“, so die Jury.

Im Online-Voting für den Publikumspreis setzte sich „A crash course to shine“ von Volkswagen durch. Der Clip, der sich als Make-up-Tutorial tarnt und mit einem echten Schockmoment aufwartet, erhielt die höchste Bewertung des Publikums.

Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für den Film „How to look your best the morning after“ aus. Das Video der britischen NGO „Refuge“ nimmt ebenfalls den Trend von Make-up-Tutorials auf, um auf das Problem häuslicher Gewalt hinzuweisen. „Den Machern gelingt dabei eine perfekte Imitation des Genres. Eine einmalige Leistung, das ernste Thema häusliche Gewalt mit solch schwarzem Humor zu zeigen und einer breiten Öffentlichkeit das doppelte Versteckspiel der Betroffenen vor Augen zu führen“, begründet die Jury die lobende Erwähnung.

Insgesamt wurden beim fünften, von Zucker.Kommunikation, interfilm Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung veranstalteten, Viral Video Award 529 virale Filme aus 57 Ländern eingereicht.

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