Das Grauen hat einen Namen: WM-Song

Grauen WM-Song_Header
 
Bald geht’s los: Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Als Fußballfan saugt man jetzt jede noch so kleine Meldung aus den Trainingslagern der WM-Fahrer auf. Schließlich wollen nicht nur die Profi-Kicker gut vorbereitet sein, wenn das Turnier am kommenden Donnerstag in São Paulo angepfiffen wird.

Im Falle der deutschen Elf hat das zwar hohen Unterhaltungswert, stimmt aber nicht gerade optimistisch: Verletzte und angeschlagene Spieler, wohin man sieht. Dortmunder, die mit Dönern werfen und in Hotels pinkeln. Ein Bundestrainer, der kurz vor einem PR-Termin seine Pappe abgeben muss. Und als tragischer Tiefpunkt der Autounfall bei eben jenem Sponsoren-Termin. Da sehnt man sich nach etwas Entspannung. Nach Musik zum Beispiel, Musik ist toll zum Entspannen. Denkt man sich so. Bis man mal schaut, was der Soundtrack zum Sport-Spektakel so zu bieten hat. Dann, ja dann, nimmt das Grauen Gestalt an.

Aber seht selbst: unser Worst of WM-Songs (in keiner besonderen Reihenfolge):

Fast 2,5 Millionen! So viele Views verzeichnet der WM-Song von Melanie Müller, die – wie man hört – auch „Porno-Melli“ genannt wird und offenbar in diesem Jahr das Dschungelcamp gewonnen hat. Dazu herzlichen Glückwunsch, zu dem Song dagegen eher nicht:

Auch ziemlich nach Porno hört sich der Name der viel versprechenden Künstlerin Aische Pervers an. So schlimm ist es dann aber gar nicht. Es ist schlimmer:

Ach ja, die Vengaboys. Was soll man dazu sagen? Lieber nichts.

Ausnahmsweise mal nicht auf Brüste setzt Fritz in seinem Smash Hit „Haut ihn rein“ – sieht dafür allerdings verdächtig wie ein Kicker aus einer längst vergessenen Zeit aus. Macht’s irgendwie auch nicht besser:

Tja, auf diesem Niveau geht es immer weiter. Und weiter. Und weiter. Und sicherlich ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Bei so viel, äh, Mittelmaß sehnt man sich schon fast die guten alten Zeiten herbei, in denen die Nationalspieler noch selbst zum Mikrofon gegriffen haben. Wahlweise mit Udo Jürgens oder Peter Alexander. Aus dieser Zeit stammt dann immerhin auch der letzte WM-Titel für die deutsche Elf.

In diesem Sinne: Viel Erfolg in Brasilien, Jogi!

PS: Habt ihr auch einen Lieblingssong zur WM 2014? Verratet ihn uns in den Kommentaren.

Update 11.6.:
Und dann kommt kurz vor knapp Deichkind ums Eck und zeigt, dass es auch anders geht. Mein Favorit bislang.

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