#zuckerunterwegs: Von „work and play“ rund um den Globus

Bleisure (Business + Leisure) ist ein Schlagwort, das schon länger in aller Munde ist. Das Zukunftsinstitut definierte bereits 2015 wie folgt: „Das „Bleisure“-Paradigma beschreibt eine selbstbestimmte Form von Glück, die in der positiven Symbiose von Business und Leisure (Freizeit) wurzelt.“

Das lässt sich natürlich immer und überall anwenden, besonders gut und inspirierend wird es allerdings im Reisekontext. Verbindet man als Bleisure Traveller Geschäfts- mit Erholungsreisen, haben alle etwas davon (und witzig klingt es auch noch). Das kann die Verbindung des Business-Trips mit einem Shopping-Wochenende sein, oder auch schon das Entdecken der gastronomischen Angebote vor Ort in der Meetingpause. Eine Expedia-Studie aus dem letzten Jahr zeigt so etwa, dass in den USA schon 43 Prozent aller Geschäftsreisen in die „Bleisure“-Kategorie fallen – gerade für junge Arbeitnehmer wird das Unterwegssein immer mehr zum erstrebenswerten Lifestyle und nicht zum notwendigen Übel.

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Und wer unserem Instagram-Account folgt, weiß es schon länger: Auch wir verbringen unsere Arbeitszeit nicht nur am heimischen Schreibtisch in Berlin-Mitte, wir sind in diversen Rollen auch immer wieder für unsere Kunden unterwegs. Das reicht von Pressereisen über Events bis zu Besuchen beim Kunden vor Ort. Und wenn es zeitlich möglich ist, spricht nichts gegen eine private Verlängerung. Gerade bei unseren Destinationskunden bekommt man so noch einmal ganz andere Eindrücke und Ideen. Hier also frisch aus dem Insta-Feed ein Überblick der Orte, an die es uns mehr oder minder regelmäßig verschlägt – plus Insidertipps für euren nächsten Bleisure-Trip:

London

London, London, London Town: Wir lieben die Trips über den Ärmelkanal, sei es zum Agenturmeeting im Expedia Headquarter in Shoreditch oder für diverse Foot Locker Events. Tipp: Auch in England gibt es mittlerweile gutes Essen! Für den schnellen Lunch to go unter der Woche in Islington den Exmouth Market ansteuern, hier werden an rund 20 Ständen internationale Leckereien verkauft.

 

#Throwback zu unserem @footlockereu Event in London.

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Curaçao

Wir arbeiten immer noch daran, endlich eine Zweigstelle in der südlichen Karibik zu eröffnen. Seit mittlerweile fünf Jahren betreuen wir das Curaçao Tourist Board schon und zeigen seitdem regelmäßig Journalisten und Bloggern das Inseljuwel live und in Farbe (hauptsächlich blau). Tipp: Zum BBQ-Abend nach Williwood. Am Toko (Kiosk) an der einzigen Kreuzung des Orts gibt es sonntags Livemusik und Kabritu Burger (das ist Ziege, ja wirklich).

 

when you are into that „glow in the dark“ neon stuff 😂🎃

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Amsterdam

Grachten, Käse und Tulpen – stimmt, findet man alles in Amsterdam, aber auch noch einiges mehr. Es gibt unzählige kleine Shops und schöne Cafes, die Niederländer haben, insbesondere was Inneneinrichtung angeht, ein gutes Gespür für Trends. Kein Wunder, dass Agenturmeetings für unseren Kunden Blumenbüro Holland oft hier stattfinden. Tipp: Das Café Noorderlicht in Amsterdam-Noord bietet in einem Gewächshaus Organic Food und Konzerte, direkt am Ufer des IJ auf dem Gelände einer ehemaligen Schiffswerft.

 

Modern #dutch #tile #art #royals #amsterdam

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Cannes

Bisher einmaliges Bleisure-Ziel unseres Geschäftsführers Matthias, der in der Jury der Cannes Lions allerdings leider mehr Zeit im Kinosaal als an der Croisette verbracht hat. Naja, beim nächsten Mal!

Schlösserland Sachsen

Auch die sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten stehen regelmäßig auf unserem Pressereisenprogramm, die Schwerpunktsetzung ist dabei ziemlich abwechslungsreich (von Kulinarik über Benno, Sachsens ersten Heiligen, bis zur Gartenkunst und starken Frauen der Reformation). Tipp: Wir lieben Schloss Wackerbarth und das angeschlossene Weingut…

München

Die Medienmetropole in Alpennähe ist im Summer und im Winter schön – oder auch beides zugleich (Stichwort „Christmas in July“). Tipp: In der Burger&Lobster Bank soll es die besten Burger außerhalb der USA geben. Besonders praktisch: In der Schalterhalle werden die Patties bis morgens um 4 gegrillt.

Hamburg

Auch in die andere Medienmetropole im hohen Norden verschlägt es uns regelmäßig für Events und Kooperationen, zuletzt zum Beispiel mit Lys Vintage. Tipp: Die beste Pizza in Hamburg (auf der Karte nach  „Bon Bonito“ suchen) gibt es bei Eisenstein, auf dem Gelände der ehemaligen Schiffschraubenfabrik Zeise.

Bachelor 2.0: Welche Blume erobert dein Herz?

Dass Zucker.Kommunikation sich als PR-Agentur mit grünem Daumen und ausgeprägtem Hang zum Floralen versteht, ist schon längst kein Geheimnis mehr. So gehört für uns zur Berlin Fashion Week neben den neusten Modetrends natürlich auch das farblich passende Blumenbouquet – wie dieses aussehen würde, erfahrt ihr hier.

Fashion, Blogger, und Florales

 (Fotocredit: fotocruz.de)

In diesem Jahr startete die Berlin Fashion Week deshalb mit einem blumigen Kick-Off-Event: Gemeinsam mit Styleranking und verschiedenen Partnern aus dem Lifestyle-Bereich präsentierte sich unser Kunde Tollwasblumenmachen.de beim FashionBloggerCafé. In der sommerlichen Traum-Location Beach Mitte in Berlin hatten 250 reichweitenstarke Influencer, YouTube- und Social-Media-Größen wie Coco Elif, carmushka und Ex-Bachelor-Kandidatin Liz Kaeber die Möglichkeit am floral-bunten Marktstand von Tollwasblumenmachen.de anstatt potenzieller Liebhaber ihre persönliche Lieblingsblume zu daten und das individuell zusammengestellte Blumenglück direkt mit nach Hause zunehmen. Denn wie eine von Goldmedia Research im Auftrag des Blumenbüro Holland durchgeführte neurowissenschaftliche Studie ergab, machen Lieblingsblumen den Beschenkten um rund 200 Prozent glücklicher.

(Fotocredit: fotocruz.de)

War im Speed-Dating mit Anthurie, Hortensie, Pfingstrose, Sonnenblume, Lilie und vielen weiteren Highlights der Tollwasblumenmachen.de Blumenagenda die Lieblingsblume einmal gefunden, gab es Tipps für das passende Blumenarrangement, Pflegehinweise und Stylingmöglichkeiten rund um den Flower-Favoriten. Den krönenden Abschluss und das perfekte Instagram-Motiv bot die Tollwasblumenmachen.de-Flower-Wall, vor der jeder Blumenliebhaber mit seinem neu gewonnenen Schatz posieren konnte.

 

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Und so blüht es bei Zucker.

Würden die Zuckers. gemeinsam einen Strauß aus Lieblingsblumen binden, bestünde dieser wohl größtenteils aus Pfingstrosen. Mit angenehmer Duftnote verkörpern diese in unterschiedlichsten Farbausführungen nämlich den Sommer, ersetzen jede Duftkerze und überflüssige Deko-Elemente (Plüsch-Einhörner ausgeschlossen). Vereinzelt wären im Bouquet allerdings auch Tulpen und Lilien zu finden – absolute Must-haves im Zucker.-Interieur.

Die männlichen Weltenbummler unter uns, Axel und Marc, sprachen sich auf die Frage nach ihrer Lieblingsblume einstimmig für die floralen Exoten aus. Strelitzien lassen sie inmitten des Alltagstrubels von fremden Orten und sorglosem Urlaubsgefühl träumen.

Während sich bei Anna statt der „kitschigen“, klassischen Rose lieber die verspielte Lisianthus in der Vase vorfindet, strahlt eben diese für unseren Sneakerhead Sebastian das absolute Lieblingsblumen-Glücksgefühl aus. So zeigte er die weiche Seite hinter seinen lässigen Caps und kam mit einer rührenden Geschichte aus Kindheitstagen daher.  Alljährlich wurde in seiner Grundschule der Valentinstag gefeiert, zu dessen Anlass jeder einem Mitschüler oder einer Mitschülerin seiner Wahl auf Kosten der Schule eine rote Rose schenken durfte. Da Sebastians damaliger Schwarm ihn mit einer Blume überraschte, die ihn höchstwahrscheinlich gleich 500 Prozenz glücklicher machte, weckt die rote Rose bis heute durchweg positive Assoziationen in ihm.

Er selbst hat übrigens nicht daran gedacht, seiner Liebsten eine Valentinstagsrose zu überreichen. Männer… Wahrscheinlich hätte sie sich aber eh viel mehr über eine Pfingstrose gefreut 😉

Das große Zucker.Casting

Wie alle Agenturen begrüßt auch Zucker. in regelmäßigen Abständen neue Mitarbeiter. Das ist einerseits schade, weil damit zumeist der Abgang eines Teammitglieds einhergeht, andererseits aber auch spannend, weil jeder Neuzugang eigene Talente und Charakterzüge mitbringt, die unser Team bereichern. Auf die Bewerbungen einiger spannender Kandidaten warten wir bei Zucker. aber noch vergebens. Hier eine kleine Auswahl an potenziellen Kollegen, die unsere Agentur womöglich noch besser machen würden:

Frank Underwood

Zugegeben, Mr. Underwood ist nicht der klassische Sympathieträger. Seine Unnachgiebigkeit, seine Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit sind jedoch durchaus nützliche Eigenschaften, auf die man im Agenturalltag immer wieder zurückgreifen muss. Der Kooperationspartner macht gerade mal nicht was er soll? Ruhig bleiben und mit einem gesunden Maß an forderndem Nachdruck weiterarbeiten – bis zur Präsidentschaft oder zumindest einem fetzigen Clipping.

Donald Duck

Manchmal ist in einer Agentur vor allem eins gefragt: Improvisation. Wann immer Zeitdruck herrscht und vielleicht nicht alles exakt nach Plan läuft, muss man auch mal spontan nach Lösungen für Probleme suchen, die vorher so gar nicht zu erwarten waren. Und wer wäre hierfür besser geeignet als der wohl größte Überlebenskünstler überhaupt?

Schlaubi Schlumpf

Klar, Zucker. steht schon jetzt dafür, seinen Kunden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ganz selbstkritisch muss hier aber festgestellt werden: Die Besserwisser-Fähigkeiten eines Schlaubi Schlumpf haben nicht mal wir. Manchmal mag das anstrengend sein, bisweilen kann Sprücheklopferei aber auch durchaus sinnvollen Input mit sich bringen. Verschlumpft und zugenäht nochmal!

Wall-E

Bei Zucker. sind alle Mitarbeiter ordnungsliebende Menschen. Dumm nur, dass wir regelrechte Experten darin sind, das im Büro zu verheimlichen. Und so stapeln sich zu regelmäßigen Stoßzeiten volle Kartons, leere Kartons, Produktsamples aus sämtlichen Kategorien, Kaffeetassen und hin und wieder sogar Kuscheltiere in unseren Büroräumen. Irgendwann ruft dann die Geschäftsführung zum kollektiven Aufräumen – mit durchwachsenem Erfolg. Wäre es da nicht praktisch, wenn uns die Plackerei jemand abnehmen könnte, der das mit voller Leidenschaft schon im ganz großen Stil gemacht hat? Ganz nach dem Motto: Der letzte räumt die Agentur auf.

Minions

Eine wirkliche Arbeitshilfe wären die gelben Racker wohl nicht, aber als Zucker.-süßes Maskottchen allemal geeignet:

Falls sich einer der angesprochenen Kandidaten zufällig auf diesen Blog verirrt hat: Aussagekräftige Bewerbungen können jederzeit an jobs@zucker-kommunikation gesendet werden.

Reclaim the streets: Finale der Cannes Lions PR-Jury-Arbeit

Am Sonntag, 18. Juni 2017, stand der schwerste, aber auch interessanteste Teil der PR-Jury-Arbeit in Cannes bevor. Es ging um die Edelmetalle. Als Jury sorgten wir dafür, dass etliche Kreative einen Löwen als Frucht ihrer Arbeit nach Hause nahmen. Wir sind die Gärtner im Garten Eden der Löwen am Wegesrand einer herausragenden Pilgerfahrt. Doch genug der Pilger-Analogie. Sie hat etwas Symbolik gebracht – doch ab nun stelle ich sie außer Dienst. Zeit für Fakten.

2.300 Einreichungen in der PR-Kategorie

In sechs intensiven Jurytagen wählten wir aus tausenden Einreichungen – 2.300 genauer gesagt – jene 228 Kampagnen aus, die etwas über die PR 2017 aussagen sollen. 44 Prozent der Shortlist erhielten eine Trophäe. Aus 74 deutschen Einreichungen fanden acht einen Weg in die Shortlist. Traditionell waren die USA auch 2017 das stärkste Einreicherland.

Um aus dem Zahlenwerk einen Eindruck der Juryarbeit zu geben, hilft eine schlichte Zeitrechnung: Jede Einreichung ansehen – zwei Minuten. Diskussion, Abstimmung und Ergebnis – zehn Minuten. Das geschah in drei Tagen der Shortlistvorbereitung, bis die Verweildauer je Einreichung explodierte. Zum Ende hin waren es rund 30 Minuten je Kategorie-Sieger.

Am Finaltag hatten wir gegen 15.00 Uhr gerade mal die Hälfte der Nominierten durch und schon zwei Drittel der Trophäen „verbraucht“, die durchschnittlich bei den PR-Lions vergeben werden. Nach 20.00 Uhr waren wir bei den letzten Kategorien angelangt, danach folgte eine weitere Bewertungsrunde der Preisträger. Die Regeln waren recht verbindlich: Keiner darf „heruntergestuft“ werden, allerdings konnte durch ein Plädoyer oder eine Diskussion eine Trophäenklasse verbessert werden. Ab 22.00 Uhr hatte ich aufgegeben an einen geruhsamen Schlaf zu denken. Um 2.30 Uhr waren wir fertig.

Wir waren uns einig

Nach sechs Tagen fühlte sich die Jury sehr nah an. Da ich öfter mal erwähnte, dass ich überraschende Erscheinungen genutzter Medien – wie Klopapier oder Wartenummern – als intelligent befinde, galt ich nunmehr als „Mr. New Media“. I like. Andersherum ahnte ich längst, wie die meisten Juroren dachten: Ich konnte nach einer Wortmeldung die Gegenrede quasi wörtlich „mitdenken“. Harmonie wäre ein zu milder Begriff. Ich würde einfach sagen: Wir waren uns einig.

Für viel Diskussionsstoff allerdings sorgten immer wieder die Zahlen, mit denen die Einreichungen zu punkten versuchten. Es ging dabei um teils irrsinnige, unbestimmte Metriken wie „Reach“ oder das Gruselwort „Impressions“. Das schmerzte insbesondere, da es in der PR eine besonders wichtige Rolle spielt, welche Ergebnisse erzielt werden. Und zwar in Konsistenz zu den benannten Zielen. Hier könnten die PR-Einreichungen per se zulegen. Hoffentlich ab 2018!

Die PR „zurückgeholt“

Fazit: Was hat nun die PR 2017 aus Cannes mitzunehmen? It’s not the glam, it’s storytelling! Sei es eine Produktvariation, die eine bessere Geschichte als das Hauptprodukt erzählt, ein Prototyp, der nur für die PR geschaffen wurde oder ein neuer Blick auf das eigene Produkt. Das war unter vielen Markeneinreichern der neue Erzählstrang. Etwas anders verhielt es sich bei den sehr zahlreichen Charity-Einreichungen. Doch auch hier gilt: Eine engagierte Kampagne ist noch keine Geschichte! So relevant sie sich für unser Mitgefühl auch auswirkt.
Ich glaube, es ist uns als Jury insbesondere gelungen, aus den tollen Kampagnen jene zu identifizieren, die es nicht nötig haben, PR neu definieren zu müssen. Wir haben die PR schlicht „zurückgeholt“. Storytelling, Branded Content und Content Marketing – all das schwirrt seit Jahren durch jede Hauptkategorie in Cannes. In diesem Jahr, so hoffe ich, konnten wir die Straße zurückerobern.

Und so ist unser gemeinsamer Schlachtruf in der PR-Lions-Jury: Reclaim the streets!

Statistik

  • Gesamtzahl der PR-Einreichungen: 2.300
  • Shortlist: 228 gesamt, 8 Platzierungen aus Deutschland (von 74 deutschen Einreichungen = 4%)
  • 2016 waren es 83 Einreichungen

Trophäen

  • Gesamt: 100 (2016: 83)
  • 50x Bronze (+ 25% im Vergleich zu 2016), 32x Silber (+ 14% im Vergleich zu 2016), 18x Gold (= 2016)
  • Deutschland: 2x Bronze