Selbstorganisation: Fahrplan für eure To-do-Liste

Habt ihr im Angesicht des täglichen Workloads auch mal wieder den Überblick verloren? Was uns morgens noch gut strukturiert durch den Kopf geistert, kann nachmittags schon einen einzigen großen Ball ergeben, den wir mit jeder weiteren Aufgabe munter vor uns her jonglieren. Angesichts von zig Meetings und 60 oder mehr E-Mails täglich ist das keine Seltenheit. Und dennoch muss es ihn doch geben, den richtigen Weg, trotz allem die Oberhand zu behalten.

Gerade im Kommunikations- und Projektmanagement ist eine gute Selbstorganisation als Erfolgsvariable kaum zu überschätzen. Da erscheint sie uns wie der Phönix aus der Asche: Die gute alte (und vor allem sauber geführte) To-do-Liste. Sie gibt uns Halt und unterstützt uns dabei, Aufgaben gezielt und geordnet abzuarbeiten. Wikipedia verrät, worum es sich dabei eigentlich handelt: „Die To-do-Liste […] ist im Aufgabenmanagement oder in der Aufgabenplanung eine Liste, die festlegt, welche Aufgaben anstehen, wer dafür verantwortlich ist und bis wann sie erledigt sein müssen.“ Soweit so gut. Doch der Teufel steckt im Detail beziehungsweise in der Auswahl der Punkte und ihrer Priorisierung.

To-do-Liste: Diese zwei Fallen gilt es zu umgehen

Zwei wesentliche und weitverbreitete Fallen im Umgang mit To-do-Listen lassen sich auf das Belohnungssystem zurückführen, das tief in unserer Persönlichkeitsstruktur verankert ist. Sagen wir auf der einen Seite ist Ben, der seinen Schreibtisch nur mit einem guten Gefühl verlässt, wenn er möglichst viele Punkte seiner Liste abhaken kann. Dieses Belohnungssystem kann ihn dazu verleiten, kleine und weniger wichtige To-dos den Essentials vorzuziehen. Obwohl er jeden Tag viele Aufgaben erfüllt, bleiben wichtige Punkte offen.

Auf der anderen Seite haben wir Mia. Sie fühlt sich nach der Arbeit oft energielos und ineffizient, da sie ihre Aufgabenliste wieder einmal nicht abarbeiten konnte. Anstatt sich auf die für den Tag notwendigen Tasks zu konzentrieren, führt sie kilometerlange Listen, die das Meeting am Nachmittag ebenso beinhalten wie die Vorbereitung des Quartals-Reportings in acht Wochen. Auch hier liegt ein Prioritätsproblem vor, mit dem Ergebnis, dass Mia die stetige Erinnerung an das Nicht-Schaffen aller Punkte und das damit verbundene schlechte Gefühl Energie rauben, die eigentlich in den Arbeitsprozess fließen sollte.

So setzt ihr die To-do-Liste effizient ein

Damit ihr mit eurer To-do-Liste nicht baden geht, haben wir euch nachfolgend ein paar Tipps und Kniffe zusammengestellt:

  1. Der richtige Zeitpunkt: Idealerweise erstellt ihr eure To-do-Listen bereits am Vorabend. Das hat den Vorteil, dass ihr mit freiem Kopf in den Feierabend startet und am nächsten Morgen bereits alle Aufgaben vor Augen habt und keine wertvolle Zeit verschenkt.
  2. Nicht mehr als 10 Punkte: Achtung! Eure To-do-Liste sollte nur die wichtigsten und dringendsten Aufgaben für heute und morgen umfassen. Alles, was länger warten kann, findet in Monats- und Wochenlisten oder eurem Kalender Platz. Zudem nehmen die meisten Aufgaben mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich einkalkuliert. Ihr fahrt also gut damit, nur circa 70 Prozent eures Arbeitsalltags zu verplanen. Der restliche Puffer stellt sicher, dass ihr eure Aufgaben auch schafft.
  3. Die richtige Struktur: Die Abfolge der To-dos sollte bereits eine Priorisierung festlegen. An dieser Stelle bietet sich beispielsweise das Vorgehen nach der 1-3-5 Regel an: Ganz oben steht dabei eine einzige Aufgabe – die mit der höchsten Priorität. Darauf folgen bis zu drei wichtige Aufgaben und darunter bis zu 5 kleine Aufgaben. Der Vorteil: Die Liste ist kompakt, bietet eine sehr gute Übersicht und ist schaffbar.
  4. Aufgaben only: Damit der „Aufgabenzettel“ übersichtlich bleibt, solltet ihr von der Integration von Events und Meetings absehen und stattdessen wirklich nur To-dos aufnehmen.
  5. Große Aufgaben herunterbrechen: Um Fortschritte auch bei unübersichtlichen Projekten greifbar zu machen, ist es sinnvoll, diese in Teilschritte zu zerlegen. Die kleinen Erfolge sorgen für die nötige Motivation. Darüber hinaus ergibt sich aus den Teilaufgaben beinahe automatisch ein Ablaufplan zur Lösung der komplexen Aufgabe.

Next Level: Meistertask und kreatives Austoben

Natürlich sind für eine To-do-Liste nicht zwangsläufig Zettel und Stift notwendig. Neben umfangreichen Projektmanagement- und Kommunikationslösungen, die sich vor allem für Unternehmen und große Teams eignen, gibt es viele pfiffige und teils kostenlos nutzbare Tools, die eine handschriftlich geführte To-do-Liste ersetzen oder diese gar auf das nächste Level heben können. Eines dieser Tools ist Meistertask, das sowohl in Form einer Browser- als auch Smartphone-App (oder im Wechsel) genutzt werden kann. Der Service bietet Raum für verschiedene Projekte und deren Aufgaben, erlaubt das Verschieben der To-dos in die Kategorien Open, In Progress und Done sowie die individuelle Zuteilung von Aufgaben für Personen und verfügt über eine enorm hilfreiche Erinnerungsfunktion per E-Mail. Das Arbeiten mit Meistertask gestaltet sich intuitiv und effizient und sorgt nicht etwa für noch mehr Aufwand.

Wer dennoch auf die alte Schule setzt, dessen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, wie die einfache Suche auf Pinterest zeigt. Es kann etwas dauern, bis ihr die für euch passende Form der To-do-Liste gefunden habt. Der Aufwand zahlt sich jedoch aus – und das tagtäglich!

Was sind eure Tipps zur optimalen Aufgabenorganisation? Wir freuen uns über Anregungen im Kommentarfeld.

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  1. […] Klare Zielvorgaben für mehr Effizienz: Definiert vor eurem Besuch, was ihr während des Aufenthalts im Coworking Space erledigen wollt. Gerade, weil ihr Arbeitsplatz und Kinderbetreuung für bestimmte Zeit bucht, ist es sinnvoll, eine To-do-Liste anzufertigen, um eure Aufgaben gezielt abzuarbeiten. Tipps für den optimalen Aufgabenzettel findet ihr hier. […]

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