Zucker.: Working Moms and Dads


 
Das Agenturleben hat nicht gerade den Ruf, familienfreundlich zu sein. Vor allem wenn sich Deadlines für Projekte, Events oder Pitches nähern, ist ein kitafreundlicher Feierabend eher die Ausnahme. Und doch scheint es irgendwie zu funktionieren, alles unter einen Hut zu bekommen. Nie zuvor gab es so viele Mamas und Papas bei Zucker. wie aktuell. Wir haben ein paar von ihnen befragt, wie der Spagat zwischen Beruf und Familie gelingt.

Daniel, eine Tochter (2 Jahre)
„Mir war es wichtig, mehr als die typischen zwei Papa-Monate Elternzeit zu nehmen. Ich habe nach einem ersten Monat nach der Geburt ein halbes Jahr später nochmal sechs Monate drangehängt. Trotz Rechtsanspruch auf Elternzeit sind Arbeitgeber nicht immer begeistert, wenn der Wunsch danach an sie herangetragen wird. Vor allem der Wiedereinstieg in den Beruf kann sich schwierig gestalten. Bei Zucker. hat Elternzeit aber schon Tradition, meine Rückkehr in den Job verlief reibungslos.
Danach war die größte Herausforderung, einen Kitaplatz in Wohnnähe zu finden, was uns wie vielen anderen erstmal nicht gelungen ist. Das erste halbe Jahr mussten wir durch die halbe Stadt pendeln, das Bringen und Abholen war eine echte Orga-Herausforderung. Mir ist es aber trotz Vollzeitjob ganz gut gelungen, meine Arbeit flexibel genug zu organisieren, um meine Tochter nicht nur morgens zur Kita zu bringen, sondern sie auch ein- bis zweimal die Woche abzuholen. Das heißt dann eben, an einem Tag länger im Büro zu bleiben, um an einem anderen schon am frühen Nachmittag gehen zu können. Mittlerweile haben wir einen Kitaplatz ums Eck gefunden und ich genieße es, Lotta morgens ganz entspannt mit dem Laufrad dorthin zu bringen und mich nicht mit Fahrrad und Kindersitz durch den Berufsverkehr kämpfen zu müssen. Auch Homeoffice macht jetzt viel Sinn und erleichtert mir die Work-Life-Integration.“

Tina, ein Sohn (3 Jahre)
„Als Single-Mama benötige ich mehr Freiheiten und Flexibilität, um neben meinem Job auch meinem kleinen Sohn gerecht werden zu können. Diesbezüglich fühle ich mich von meinem Arbeitgeber hervorragend unterstützt. Natürlich bleibt es ein Balance-Akt, da ich auch berufliche Chancen nutzen möchte, wie am Neugeschäft mitzuwirken oder Kundentermine zu betreuen, für die ich ggf. in den Abendstunden oder mehrere Tage unterwegs bin. Ich habe glücklicherweise sehr gute Freunde,  die auch mal einspringen, um den Kleinen z. B. aus der Kita abzuholen und natürlich meine Familie. Ich sehe aber zu, diese herzlichen Angebote nicht zu häufig zu nutzen. Zudem schaffe ich mir alle zwei Wochen mit einer Haushaltskraft etwas Freiraum. So bleiben die Aufgaben im Haushalt überschaubar und ich kann mich nach der Arbeit ganz auf mein Kind konzentrieren, was mir wiederum dabei hilft, abzuschalten und neue Energie zu sammeln.“

Sebastian, ein Sohn (17 Monate)
„Ich persönlich habe in meinem Job bei Zucker. – nicht zuletzt dank der Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten – eine ausgewogene Work-Life-Balance gefunden. Gleich nach der Geburt unseres Sohnes habe ich zudem einen Monat Elternzeit genommen, um meine Frau zu unterstützen und erste Erfahrungen mit dem Baby zu machen. Den zweiten Monat Elternzeit habe ich später genutzt, um meiner Frau den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern und gleichzeitig mit meinem Sohn die Eingewöhnung in der Kita zu machen. Für die Zucker.-Chefs war die doppelte Auszeit gar kein Problem. Ich habe die Zeit mit meiner Familie sehr genossen, und weil der Elternalltag ein hohes Maß an Timing und Organisation erfordert – genau wie im Office von Zucker – bin ich dabei nie aus der Übung gekommen. 😊“
 

Kathy, sehr, sehr schwanger frischgebackene Mama
Kathy bekam zum Abschied eine Babyparty samt Tripp Trapp und Windeltorte.„Eine Schwangerschaft bedeutet natürlich auch immer einen gewissen Orga-Aufwand im Team, schließlich muss für den Mutterschutz und die Elternzeit Ersatz gefunden werden. Meine Schwangerschaft habe ich frühzeitig kommuniziert. So konnten sich die Chefs und das Team auf die bevorstehende Veränderung einstellen. Das Kollegen-Verhältnis bei Zucker. ist sehr familiär, alle haben die Nachricht positiv aufgenommen, die Entwicklungen interessiert verfolgt und beim wöchentlichen Agentur-Frühstück wurden saure Gurken und Joghurts extra für mich bestellt. Aktuell plane ich, ein Jahr in Elternzeit zu gehen. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, danach wieder sehr gern gesehen zu sein. Die Kollegen haben mir zum Abschied eine tolle Baby-Party gegeben.“

 
Matthias, Sohn (17) und Tochter (8)
„Das Thema Kinder und Agenturleben begleitet mich bereits quasi seit Gründung von Zucker. Als Vater zweier Kinder mit nahezu allen Erfahrungen und als Arbeitgeber mit den Bedürfnissen der Kollegen und Kolleginnen, ein modernes Familienleben aufzubauen, habe ich einen Blick auf alle Varianten des Themas. Unabhängig meiner eigenen Erfahrungen ist für uns als Geschäftsführung wichtig, dass die Agentur ein leidenschaftlicher Arbeitsplatz ist, aber nie ein Ersatz für die Familie. Das Image der engen Agenturfamilie, die jede freie Zeit und Gedanken aufsaugt, strebten wir nie an. Durch meine eigene Erfahrung und die mittlerweile vielen Momente, die uns mit den Menschen hier verbindet, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unser grundsätzliches unternehmerisches Anliegen. Am eigenen Leib erfahre ich gut, welche Herausforderung man spürt und sich auch selbst auferlegt, dies miteinander in Einklang zu bringen. Manchmal ist eine gefühlte Tatsache, dass in Agenturen die Familie immer zu kurz kommt. Für Zucker. und unsere Verantwortung als Unternehmer gilt, dass auch eine kleine Firma in der Lage sein sollte, Eltern ebenso anzustellen, wie Mitarbeiter bei der Familiengründung zu unterstützen. Mehr noch: Das gilt darüber hinaus für Lebensentwürfe ohne Kinderwunsch. Zum Beispiel für jene, deren Eltern gepflegt werden müssen. Es macht es unlängst schwerer, beidem die gleichen Rechte und Hilfestellungen zu geben. Aber dazu sollten wir, sind wir und werden künftig immer besser in der Lage sein. Die Agentur ist dann wirklich gut, wenn wir auch über gefühlte Einschränkungen nicht mehr diskutieren.“
 
Alex, ein Sohn (2 Jahre)
„Seit zwei Jahren bin ich glücklicher und stolzer Vater meines Sohnes Leonard. Vor seiner Geburt habe ich beim Fernsehen als Aufnahmeleiter gearbeitet. Überstunden, Wochenendarbeit und ein Leben stets auf Abruf waren mein täglich Brot. Irgendwann war es höchste Zeit, etwas in meinem Leben zu ändern, und welch eine glückliche Fügung, dass Zucker. zum richtigen Zeitpunkt auf der Suche nach einem neuen Office Manager war. Neben einem tollen Job habe ich nun mit meiner Teilzeitwoche genügend Zeit, meinem Sohn Leonard beim Aufwachsen zu begleiten.“

Übrigens

Für alle jungen Eltern, Schwangere und deren Freunde und Freundinnen findet noch bis Mitte September das Stokke Summer House im Wunderhaus Berlin statt. Dort erwarten euch neben einer einladenden Café-Atmosphäre viele kostenfreie Veranstaltungen rund um das Elternwerden und -sein. Schaut vorbei!

Fake News vs. PR: Die Herausforderungen für den Journalismus

Ein Querschnitt der State-of-the-Media-Umfrage 2018

Wir leben im Zeitalter der gefälschten Nachrichten – die Menschen zweifeln heute vieles an, was sie früher per se geglaubt hätten. Gerade Zahlen, Daten und Fakten stehen auf dem Prüfstand. Das macht es den rational politisch Handelnden in der bereits hitzigen Debatte schwer. Und auch für Unternehmen sowie die Kommunikationsbranche kann das zunehmend zum Problem werden, weil das Thema Glaubwürdigkeit komplette Kommunikationsstrategien torpedieren kann. Fake News pointieren nicht nur die aktuellen politischen Debatten, sondern vergiften obendrein das gesellschaftliche Klima. Insbesondere in den sozialen Netzwerken verbreiten sie sich oft wie ein Lauffeuer, das nicht zu bändigen ist. Was bedeutet das für die Kommunikationsbranche?

Journalismus vor zahlreichen Herausforderungen  

Es ist kein Geheimnis, dass sich der Journalismus mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert sieht und sich zahlreichen Herausforderungen stellen musste und muss: Fake News, Anti-Media-Sentiments sowohl von Bürgern als auch Politikern und ein überwältigendes Angebot an konkurrierenden Inhalten haben es professionellen Journalisten und Meinungsbildenden schwer gemacht, die notwendige Aufmerksamkeit und Bühne zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund ist ein Blick in den Cision’s Globale State of the Media Report 2018 interessant, in dem 1.355 Journalisten aus sechs Ländern zu ihrer Wahrnehmung der Medien- und Kommunikationsbranche befragt wurden. Für eine erfolgreiche und vor allem glaubwürdige Berichterstattung ist den Befragten zufolge vor allem die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Fachleuten, die genaue und aktuelle Informationen liefern können, eine essenzielle Grundlage. Dabei ist einer großen Mehrheit von drei Vierteln eine hundertprozentige Genauigkeit in der Berichterstattung wichtiger als eine schnelle Story oder das Versprechen von Exklusivität.

Fake News sind ohne Zweifel schlecht für die gesamte Kommunikationsbranche, da sie das Vertrauen in alle Medien drastisch minimieren. Je geringer das Vertrauen in die Medien wird, desto mehr schwindet es auch bei aktiver Kommunikation von Marken und Unternehmen. In Zeiten, in denen Internetnutzer häufig nicht mehr zwischen wahren und falschen Nachrichten unterscheiden können, müssen Kommunikationsbranche, Medienhäuser und Internetkonzerne wie Google, Facebook und Twitter enger zusammenarbeiten, damit wieder ein Raum geschaffen werden kann, in dem Wahrheit einen Wert hat und in der das Vertrauen in Medien steigt. Denn mehr als die Hälfte der von Cision Befragten gab an, dass Fake News ein ernst zu nehmendes Problem seien und stimmten der Einschätzung zu, dass sie Menschen wesentlich misstrauischer gegenüber allen Inhalten machten, die sie konsumieren.

Grafik: Cision’s State of the Media Report 2018

Vertrauen wichtiges Thema

Fast drei Viertel der befragten Journalisten sind zudem der Meinung, dass die Öffentlichkeit das Vertrauen in die Medien im letzten Jahr verloren habe. Das ist zwar ein Rückgang von 20 Prozent gegenüber 2017, dennoch eine alarmierende Zahl. Das Thema der mangelnden Glaubwürdigkeit macht die Kommunikation insgesamt schwieriger, weil viele Dinge, die früher per se geglaubt wurden – beispielsweise Arbeitslosenstatistiken, Umfragezahlen oder Grafiken, die bestimmte Entwicklungen belegen – jetzt häufig angezweifelt werden und zusätzlich bewiesen oder hinterlegt werden müssen.

„PR-Profis müssen Material vorlegen, das kein Marketing-Fachjargon ist, das klar erklären kann, wie etwas funktioniert und warum es für Journalisten relevant ist.“ – Globaler State of the Media Report 2018

Das heißt insgesamt für die Kommunikation, dass es notwendiger denn je ist, noch gründlicher zu recherchieren und auf saubere, solide Fakten und Argumentationslinien zu setzen. Demzufolge ist anzunehmen, dass die etablierten (Qualitäts-)Medien – Radio, TV, Print und auch Online – immer wichtiger werden. In Phasen der Verunsicherung, wie wir sie momentan erleben, steigt das Verlangen nach einer Art Leitplanke, an der man sich orientieren kann. Deswegen gibt es einen großen Bedarf an Erklärung, Recherche und wirklich nachvollziehbaren Fakten.

„Weltweit sagen 75% der Medien, dass die Sicherstellung einer 100-prozentigen Genauigkeit der Inhalte für ihre Organisation am wichtigsten ist.“ – Globaler State of the Media Report 2018

Denn welche Bedeutung ein starker, der Aufklärung und Wahrheit verpflichteter Journalismus hat, zeigten jüngst Ereignisse wie die #MeToo- und #TimesUp-Bewegungen, die losgetreten wurden, nachdem Reporter Fälle sexueller Belästigung in Hollywood und in den eigenen Reihen aufgedeckt hatten.

Anhaltender Bedarf an der PR 

Trotz  aller (oder gerade wegen der) Veränderungen der Journalismusbranche ergab die State-of-the-Media-Umfrage, dass die Abhängigkeit der Berichterstattung von PR-Fachleuten nach wie vor groß ist. Die befragten Medienleute gaben mit einer Zustimmung von knapp 70 Prozent an, dass ihre Beziehung zu den PR-Profis weiterhin sehr wertvoll ist. 20 Prozent hielten diese sogar für wertvoller als in der Vergangenheit. Und auch wenn bereits manch ein Abgesang auf die Pressemitteilung erfolgt ist, so bleibt dieses klassische Tool der Pressearbeit in puncto Vertrauen und Informationswert auch heute unverzichtbar.

Journalisten aus aller Welt beschreiben die Pressemitteilung als ihre vertrauenswürdigste Markenquelle.

Der Prozentsatz der befragten Journalisten, die angaben, dass für sie Pressemitteilungen die beste Informationsquelle seien, ist in Deutschland mit 78 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 64 Prozent und den USA mit 63 Prozent am höchsten. Journalisten erwarten von den PR-Profis in erster Linie Pressemitteilungen, originelle und vielschichtige Forschungsberichte sowie die Präsentation von neuen Social-Media-Trends.