Das Mysterium der Tastaturen – Alltagstechnik Part 1

Ein Blogbeitrag unseres Kollegen Pierre

Für Leute wie uns, die die meiste Arbeitszeit mit dem Tippen von Mails, Pressemitteilungen, Übersetzungen etc. auf der Computertastatur verbringen, ist es extrem wichtig, das passende Peripheriegerät für sich und die eigenen Hände zu finden. Wir meinen das ernst: immerhin kann die Gesundheit unserer Finger und Hände davon abhängen und auch unsere Produktivität könnte durch ungeeignete Tastaturen beeinträchtigt werden! In diesem Sinne können wir stolz behaupten, trotz Lifestyle-Agentur-Image auch ein bisschen geeky und nerdy zu sein: Wir spüren Techniktrends auf uns suchen nach den neusten Geräten auf dem Markt – nicht nur, um immer up to date zu bleiben, sondern auch, um unseren MitarbeiterInnen einen möglichst angenehmen Arbeitsalltag zu verschaffen.

Der neuste Markttrend dreht sich um mechanische Tastaturen. Ein Must-Have für alle Technik-Freaks könnte man meinen, doch zur Wahl der perfekten Ausstattung sollten noch andere Kriterien als allein der Typus berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise die Ergonomie und die Tragbarkeit. Zu Recht kommt dem / der einen oder anderen jetzt die Frage auf: „Wofür ist es denn bitte wichtig, dass ich meine 60 cm lange Tastatur mit mir herumtragen kann?!“ Lasst es uns euch erklären! Gemeinsam finden wir heraus, welche Tastatur am besten zu uns passt. Angefangen mit einer kurzen Vorstellung der mechanischen Tastatur…

Bei uns im Zucker. Office weiß jeder etwas mit diesem neumodischen Begriff anzufangen – hoffen wir zumindest, denn einer unserer Mitarbeiter hat diese Innovation bereits im Büro getestet. Wie das aussah? Besser Frage: Wie sich das angehört hat? Nicht zu überhören. Die relative Lautstärke hat einen Grund: Der Nutzer hört, dass seine Eingabe erfolgreich war und kann so zum Beispiel Rechtschreibfehler durch Buchstabenlücken umgehen. Genau dieses Feature macht die mechanischen Tastaturen so beliebt – insbesondere bei Gamern, die wie immer die Hauptzielgruppe im Bereich der PC-Peripheriegeräte darstellen.

Was sind das für mechanische Tastaturen, über die alle reden?

Doch mechanische Tastaturen haben noch viel mehr Vorteile für jeden, der sich das Tippen zur beruflichen Leidenschaft gemacht hat. Müssten wir uns auf drei Argumente beschränken, wären es die Genauigkeit, der Schreibkomfort und die flinke Tastenrückgabe, die die Tippgeschwindigkeit erhöht.

Worin genau liegt nun der Unterschied zu den good old Basistastaturen, die wir jahrelang genutzt haben und eventuell immer noch nutzen? Um es kurz zu fassen: Bei unserer Tastatur, die der Profi übrigens Folientatstatur nennt, ist jede einzelne Taste mit einer einzigen Folie verkuppelt – so sind letztendlich alle Tasten irgendwie miteinander verbunden und senden Signale über einen einzigen Kanal. Anders bei der mechanischen Tastatur: Jede Taste ist mit einem eigenen Schalter verbunden, der unabhängig von dem, was um sie herum geschieht, sein eigenes Signal sendet. Eben diese Schalter sind es, die den Knackpunkt des Marketingkampes zwischen den Hardware-Herstellern darstellen. Sie können nämlich an die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer angepasst und entsprechend verändert werden – crazy, oder?

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Farbe zum Schalter bekennen

Bei dieser sogenannten Switch-Technologie stehen die Nutzer also im Mittelpunkt, wobei verschiedene Arten von Schaltern auch verschiedene Bedürfnisse erfüllen. Der Übersichtlichkeit halber sind sie deshalb in verschiedene Farbgruppen unterteilt: schwarz, braun, rot… Das sind unsere Favoriten, da sich sich im Büroalltag am besten anwenden lassen.

Schwarze Schalter: besonders beliebt auf Grund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit (60g Druck zur Aktivierung des Schalters erforderlich). Dieser Widerstand verringert das Risiko, versehentlich falsche Buchstaben, Zahlen oder Zeichen einzugeben. Zudem sind Tastaturen mit schwarzen Schaltern verhältnismäßig leise. Einziger Kritikpunkt von unserer Seite: Nach acht Stunden Tipparbeit kommen die Fingerfitness an ihre Grenzen. Gibt es eigentlich Finger-Muskelkater?

Braune Schalter: besonders beliebt auf Grund ihrer Vielseitigkeit. Als „neutralste“ Schalter auf dem Markt eignen sie sich vor allem für Viel-Schreiber. Die Tasten müssen nicht bis zum Anschlag gedrückt werden, was wiederum die Tippgeschwindigkeit erhöht. In der Fachsprache fällt diese Eigenschaft unter die Kategorie „taktil“. Der einzige Nachteil dabei ist das Risiko, aus Versehen eine falsche Taste zu drücken – die Tippgenauigkeit büßt ein. Dafür werden die Finger nicht so schnell müde, denn der Tastenwiderstand ist verhältnismäßig gering (bei Produkten der Firma Cherry sogar weniger als 45g). Außerdem sind Tastaturen mit braunen Schaltern ziemlich leise, da sie nur leicht angetippt werden müssen. Deshalb eignen sie sich besonders in Großraumbüros.

Rote Schalter: besonders beliebt auf Grund ihrer leichten Bedienung. Die roten Schalter benötigen tatsächlich nur eine Kraft von 45 Gramm, um aktiviert zu werden, was das Schreiben im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert. Zudem sind sie äußerst leise und somit sehr angenehm in der Anwendung. Am beliebtesten ist in dieser Hinsicht die Silent Red Variante vom Unternehmen Cherry – try it out!

Wie ihr jetzt vielleicht schon mitbekommen habt, dominieren der Hersteller Cherry sowie die Firma Kailh derzeit den Markt. Mit Blick auf die Farbwelten machen beide Unternehmen gemeinsame Sache: Der Farbcode bleibt kohärent, damit keine Verwirrung beim Nutzer entsteht, wenn die rot bei der einen Firma für weich und leise steht, bei der anderen jedoch für hart und laut.

Wir fassen zusammen: Tastaturen-Schalter werden mit Farben beschrieben und sind in drei Kategorien eingeteilt. Es gibt klickende (Taste zur Aktivierung leicht berühren, bis „Klick“ ertönt), taktile (Taste zur Aktivierung nur leicht berühren, bis ein Widerstand spürbar ist) und lineare (Taste zur Aktivierung ganz durchdrücken) Typen. Es liegt an euch, die richtigen Schalter für individuelle Bedürfnisse zu wählen.

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Der Experten-Tipp

Aber was ist jetzt unsere Empfehlung?! Das ist die Frage…Ihr werdet jetzt vielleicht überrascht sein, aber wir empfehlen nicht unbedingt mechanische Tastaturen. Trotz überzeugender Vorteile und Trend-Faszination erfüllen sie nämlich nicht immer jeden Bedarf, den wir im Büro oder Homeoffice verspüren. Trotz Neuheit und Tech-Revolution haben die Folientastaturen definitiv ihre Daseins-Berechtigung. Es kommt also ganz darauf an, was ihr braucht, wie ihr Tastaturen nutzt, wo ihr arbeitet etc. Dürfen wir präsentieren? Die verschiedenen Tastature-Typen:

Typ 1: Der / Die Produktive

Das Keyboard Model S Professional Soft Tactile MX – Diese Tastatur wird weithin als eine der besten Eingabetastaturen auf dem Markt anerkannt. In vielen Rezensionen wird sie als der wahr gewordene Traum eines Schreibers hervorgehoben. Sie verwendet braune Schalter, um sicherzustellen, dass eure Finger nicht so schnell müde werden und sich eure Kollegen nicht über Lärmbelästigung beschweren. Mit einem Preis um 150 € handelt es sich hierbei um eine High-End-Tastatur, die bei sorgfältiger Pflege jahrelang hält. Wir alle kennen den Moment, wenn eine Taste so stark verblasst, dass wir nicht mehr lesen können, was darauf steht. Bei diesem Keyboard sind die Tastenbeschriftungen mit einem Laser eingraviert, um einem solchen Ärgernis vorzubeugen.

Typ 2: Der / Die Tollpatschige

TOMOKO Mechanische Gaming-Tastatur – Das Interessanteste an dieser Tastatur ist wahrscheinlich ihr Preis; sie ist das perfekte Beispiel für „gut aussehend, effizient, billig“, was sie zum idealen Einsteiger-Modell für mechanische Tastaturen macht. Zudem ist diese Variante wasserfest, was den Kaffee-Verschüttern und Morgenmuffeln unter uns zu Gute kommt – sie hat sogar einen im Gehäuse integrierten Abfluss, um die in die Tastatur verschüttete Flüssigkeit leichter abfließen zu lassen. Allerdings fällt diese Tastatur unter die Kategorie „klickend“ – für tollpatschige Mitarbeiter jedoch das geringere Übel. Schließlich geht sie dafür nicht so schnell kaputt.

Typ 3: Der / Die OptimiererIn

Kinesis Freestyle Pro Leise – Lasst euch von eurer Tastatur vor Augen führen, wie schlecht eure Körperhaltung vor dem Bildschirm ist! Klingt provokant? Ist es auch! Muss aber sein und tut vor allem gut. Die neue „Aufteilung“ er Hände und Finger auf die verschiedenen Tasten mag zunächst gewöhnungsbedürftig sein, führt nach einigen Tagen aber zur Erkenntnis, dass Schulter- und Rückenschmerzen mit der verkrampften Handhabung einer winzigen Tastatur zusammenhängen. Die Freestyle Pro gibt es mit braunen und „Silent Red“ Schaltern für eine möglichst stille Eingabe. Der Preis ist dafür relativ hoch, da die Tastatur mit allem notwendigen Zubehör wie zum Beispiel Handgelenkstützen ausgestattet ist, die der / die OptimiererIn bedarf. Sie kostet über 200 €, doch ist diese Summe auf jeden Fall wert.

Typ 4: Der / Die Bildschirm-Multitasker

Logitech K780 Mehrgeräte – Hierbei handelt es sich um eine Folientastatur, für die wir bisher keine mechanische Alternative finden konnten. Dieses dünne und kleine Modell ermöglicht es, bis zu drei Geräte, darunter einen PC oder Mac, mit drahtlosen Empfängern oder Bluetooth-Geräten zu verbinden. Während ihr Meeting-Protokolle auf dem Tablett verfasst und parallel Mails per Smartphone beantwortet. Der Wechsel von einem Gerät zu einem anderen ist super einfach, da die dafür vorgesehenen Tasten direkt auf der Tastatur implementiert sind. Einziger Nachteil wäre unseres Erachtens die Tatsache, dass es mit Standard-AAA-Batterien betrieben wird, die regelmäßig gewechselt werden müssen, was etwas mehr Abfall erzeugt, als es sollte.

Typ 5: Der / Die Nomade / Nomadin

Microsoft Universal-FalttastaturUnsere persönliche Favoritin, die mit uns bereits um die Welt gereist ist und hoffentlich noch viele Jahre ein treuer Begleiter bleibt. Sie ist der Logitech sehr ähnlich, nur kann sie nicht an einen richtigen PC oder Mac angeschlossen werden. Die Verbindung erfolgt mit einem Bluetooth-Peripheriegerät wie Smartphone oder Tablet. Diese Tastatur ist dafür gedacht, überall hin mitgenommen zu werden. Sie passt problemlos in jeden Rucksack und wird schnell zu eurem neuen besten Freund. Mit ihr könnt ihr euch unterwegs zum Beispiel längere Notizen machen, egal, ob auf der Parkbank, im Flugzeug oder während der Zugfahrt. Dank ihr können wir unterwegs auf den Laptop verzichten und stattdessen auf das Smartphone ausweichen. Die Folientastatur hat es in sich und ist auch nach Jahren immer noch top fit – wir sprechen aus persönlicher Erfahrung!

Typ 6: Der / Die Nachhaltige

Cherry Stream Tastatur – Peripheriegeräte sind hinsichtlich der Nachhaltigkeit nicht ganz ohne. Zugegebenermaßen sind sie ressourcenfressend, aus Kunststoff, teilweise extrem zerbrechlich und ein Ersatz von Einzelteilen ist oft unmöglich. Einige Hersteller sind gerade dabei, einen anderen Ansatz zu entwickeln und die Art und Weise, wie sie ihre Produkte herstellen und handhaben, neu anzugehen. Wir hätten zum Beispiel ZSA erwähnen können, eine auf ergonomische Tastaturen spezialisierte amerikanische Firma, die die Produktion nicht an Subunternehmer vergibt, sondern ihre Tastaturen von eigenen Mitarbeitern mit Sitz in Taiwan zusammenbauen lässt. Doch wir haben auch etwas „Einheimischeres“ gefunden, der Name sollte euch mittlerweile schon bekannt vorkommen:

Cherry – ein deutsches Unternehmen, das mit mehreren auf Nachhaltigkeit spezialisierten Firmen zusammengearbeitet hat, um einen bewussteren Umgang mit dem Design und der Lebensdauer ihrer Produkte zu entwickeln. Einige der Peripheriegeräte haben sogar das Siegel des Blauen Engels erhalten, ein Beweis dafür, dass Cherry aktiv dabei ist, die Dinge zum Besseren zu verändern – von der umweltfreundlichen Beschaffung über eine umweltgerechte und energieeffiziente Produktion bis hin zum nahezu vollständigen Recycling der Produkte am Ende ihres Lebenszyklus. Eine dieser Tastaturen ist das sogenannte Stream: Zwar ohne mechanische Schalter, für die der Hersteller bekannt ist, erfüllt sie dennoch die Anforderungen des Büroalltags und verlockt mit einem attraktiven Preis von 20 bis 30 €.  

Abschlussworte

Wir hoffen, ihr konntet etwas lernen und wisst jetzt Bescheid über das Peripheriegerät-Universum mit seiner Tastatur-Galaxie. Zu welchem Tasten-Typ gehört ihr? Jede/r von uns hat Anspruch auf eine ideale Tastatur – denn wenn die Basis stimmt, kann umso mehr in die Tasten gehauen und produktiv gearbeitet werden. Vielleicht hilft euch dieser Beitrag, eben diesen Anspruch mit den beruflichen Bedürfnissen, körperlichen Notwendigkeiten und persönlichen Meinungen vor dem IT-Manager geltend zu machen. Dabei haben wir euch nur eine kleine Auswahl von Sternchen aus der Tastatur-Galaxie präsentiert. Unser Tipp: Begebt euch auf die Suche nach der Tastatur eurer Träume!

Dies war nur der erste Beitrag einer Reihe von technischen Artikeln, die den Status quo 2020 in Bezug auf Büro-Peripheriegeräte darstellen. Seid gespannt, als nächstes stehen Mäuse und Bildschirme auf dem Programm…

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Single-Tasking ist das neue Multi-Tasking? Tipps und Tricks zum effizienten Arbeiten

Wer kennt sie nicht, die Tage, an denen sich alle Kunden auf einmal melden, jeder noch ein neues To Do reinschiebt und die Deadline für alles schon morgen ist?! Wo sollen wir anfangen, wenn alles gleichzeitig gemacht werden muss? Dann kommen auch noch die 135.000 Mails im Posteingang hinzu und das Telefon ringt schon zum dritten Mal – schönen guten Morgen allerseits! Haaaalt, stopp: Bevor sich die Gedanken und der Stress jetzt in den Wahnsinn steigern, heißt es erstmal tief durchatmen, Kaffee holen und jedes To Do sauber untereinander aufschreiben. Hier findet ihr Tipps für eine smarte To Dos Liste. Jetzt wird Ordnung ins Gehirn und Struktur ins Arbeiten gebracht. Eines nach dem anderen: Single-Tasking heißt die neue Zauberformel! #getshitdone

Single-Tasking – Was ist das?

Single-Tasking hat definitiv nichts mit dem Single-Sein zutun – um das schon gleich vorweg zu nehmen. *zwinkerzwinker* Beim Single-Tasking handelt es sich um eine Arbeitsmethode, die sich auf das Abarbeiten einer Aufgabe nach der anderen fokussiert. Die volle Konzentration liegt auf einem To Do. Je länger die To Do Liste, desto wichtiger ist es, einen klaren Kopf zu bewahren. Jetzt geht es um’s Priorisieren von Aufgaben… Was, wenn alles gleich wichtig ist? Tja, dann liegt die Wahl bei uns: Für welche Aufgabe sind wir gerade am meisten motiviert? Im Zweifelsfall hilft die Absprache mit den Kollegen oder dem Chef – wie schätzen sie die Priorität verschiedener Aufgaben ein?

Eines nach dem anderen…

Angenommen, wir nehmen uns gezielt 20 Minuten Zeit am Stück für eine Aufgabe, die ganz oben auf unserer To Do Liste steht und konzentrieren uns einzig und allein auf dieses Thema, dann ist die Qualität des Ergebnisses wahrscheinlich sehr hoch, allein dadurch, dass unsere Arbeitsweise maximal aufmerksam und fokussiert war. Wir sind gedanklich bei einem Thema, bei einem Kunden. Wir laufen somit auch keiner Gefahr aus, beispielsweise Kunden und Ansprechpartner zu verwechseln oder Ideen zu vermischen. Da die Effizienz auch auf die Zeit einspielt und wir uns beim Single-Tasking nicht von anderen To Dos beeinflussen, stressen oder ablenken lassen, ist es außerdem gut möglich, dass wir gar keine vollen 20 Minuten für diese erste Aufgabe benötigen. Umso mehr Zeit haben wir also für die zweite Aufgabe – mit Betonung auf „erstens“ und „zweitens“, eines nach dem anderen (können wir gar nicht oft genug wiederholen).

Mit dem aufmerksamen Erledigen von nur einer Aufgabe zurzeit beugen wir Flüchtigkeitsfehlern vor und erzielen ein gewissenhaft erarbeitetes und tiefgreifendes Ergebnis. Dank hoher Konzentration und wenig Ablenkung durch Vermischung verschiedener Aufgaben, Kunden etc. steigert sich auch unsere Leistungsfähigkeit. Wir gehen Stress aus dem Weg, indem wir mit unserer To Do Liste einen klaren Kopf bewahren und die anstehenden Aufgaben in priorisierter Reihenfolge stets vor Augen haben. Weniger Stress bedeutet ebenfalls weniger Fehlerpotenzial. Zu guter Letzt: Das Abhaken eines To Dos nach dem anderen ist einfach ein schönes Gefühl!  Soweit das Konzept…

Do it, but do it now – Schritt für Schritt zum Single-Tasker

Der Weg zum Profi-Single-Tasker ist weder weit noch holperig noch bergauf. Auch hier gilt: Ein Schritt nach dem anderen.

1. Die To Do Liste

Der Key zum erfolgreichen Single-Tasking ist eine strukturierte To Do Liste. (Auch hier nochmal der Verweis auf unsere Tipps zum Erstellen einer solchen.) Schreibt die Liste Stichpunkt unter Stichpunkt in überlegter Reihenfolge: Was ist am wichtigsten? Was geht am schnellsten? Wozu bin ich am meisten motiviert? Das Überlegen einer sinnvollen Logik ist euch überlassen. Hilfreiches Stichwort in diesem Zusammenhang ist aber bestimmt die Motivation: Super wichtig, um eine Aufgabe effizient zu erledigen.

2. Vermeidung von Störungen

Wer kennt’s: Da sind wir grad so richtig drin in einem Thema, erleben den totalen Produktivitätsschub und dann kommt irgendjemand um die Ecke und will Small Talk machen. Total nett gemeint, aber leider sehr störend für unsere Konzentration und Effizienz beim Single-Tasking. Wie lässt sich das vermeiden? Erstens: Homeoffice. Da kann kein Kollege einfach ins Zimmer platzen (Mitbewohner werden bitte vorher gewarnt und gebeten, nicht zu stören). Da Homeoffice aber nicht jedem immer möglich ist, gebt euren Kollegen vor dem Beginn des Arbeitens an einem To Do Bescheid, dass ihr für die nächste halbe Stunde nicht gestört werden möchtet. Da hat sicherlich Jeder Verständnis für. Vielleicht gibt es in eurem Büro auch eine Art „Ruheraum“ für leises, ungestörtes Arbeiten? Eingehende Mails, Video-Anrufe etc. können ebenfalls störend sein. Deshalb, zweitens: Stellt euch einen Blocker in eurem digitalen Kalender (zum Beispiel über Outlook) ein. So kann jeder sehen, dass ihr aktuell nicht verfügbar seid, wobei der Blocker gleichzeitig auch bei eurer persönlichen Terminplanung hilft. Schließt außerdem alle Programme, die ihr zum Erledigen der bevorstehenden Aufgabe nicht benötigt. Drittens: Kopfhörer aufsetzen, den Lärm um euch herum ausblenden. Die Kopfhörer lassen nicht nur die Büro-Geräuschkulisse verstummen, sondern signalisieren auch optisch: Ich will jetzt nicht gestört werden!

3. Konzi-, Moti-, Prodi-Pusher

Manchmal bedarf es kleinen Helferchen, um die Konzentration, Motivation und damit Produktivität anzukurbeln. Wie diese Helferchen aussehen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir wissen am besten, was uns beim Konzentrieren hilft und wie wir gut arbeiten können. Einige Beispiele: Klassische Musik, leckerer Kaffee, ganz viel Wasser trinken, vorher ausreichend gegessen haben, Handy bei Seite legen… Falls es wirklich gar nicht klappen will mit der Konzentration, dann schreibt auf, was euch beschäftigt. Auch wenn es private Dinge sind – das Aufschreiben hilft, den Gedanken erst einmal abzulegen. Hier findet ihr außerdem weitere Tipps zum produktiven Arbeiten mit Fokus auf dem Homeoffice.

4. Aufgabe abhaken

Das Wichtigste beim Single-Tasking ist das tatsächliche Abschließen eines To Dos. Beendet die Aufgabe und hakt sie dann in eurer To Dos Liste ab. Ihr werdet sehen, das Abhaken sorgt für Erleichterung. Damit ist das To Do auch gedanklich erledigt – out of sight out of mind. Jetzt ist im Kopf mehr Platz für die nächste Aufgabe. Kurze Pause und dann weitermachen!

Wenn euch diese Arbeitsmethode anspricht und ihr das Single-Tasking gern selbst ausprobieren möchtet, solltet ihr Folgendes beachten: Seid konsequent, lasst euch nicht „ausnahmsweise“ etwas dazwischenschieben, sondern lernt, „nein“ zu sagen. Erklärt euren Kollegen und auch eurem Chef vorher, wie ihr arbeitet und warum ihr auf Single-Tasking setzt. Vielleicht hilft euch dieser Blogbeitrag bei der Argumentation.

Fazit: Letztendlich muss jeder eine für sich optimale Arbeitsweise finden, da gibt es nicht die eine perfekte Methode oder Strategie. Ob Single-Tasker, Multi-Tasker oder irgendwas dazwischen: Hauptsache, ihr findet einen Rhythmus, in dem ihr eure Aufgaben bestmöglich erledigen könnt. Das Single-Tasking ist in manchen Situationen, zum Beispiel wenn es um wirklich konzentrationsfordernde Aufgaben geht, bestimmt sehr sinnvoll. Genauso hat aber auch das „good old“ Multi-Tasking seine Vorteile. Wir hoffen trotzdem, euch mit diesem Blogbeitrag inspirieren zu können, vielleicht einmal etwas Neues auszuprobieren oder grundsätzlich über eure Arbeitsmethode nachzudenken.

Bild Credits: Pixabay / Free-Photos

Attention, please: Zucker. setzt auf Visual Relations

 

Wir haben was Neues im Repertoire: Visual Relations. Darunter verstehen wir XXL-Werbeflächen auf Häusern, Wänden oder Gerüsten, die anders als Werbeformen in Online, Print, TV oder Radio buchstäblich unübersehbar sind.

Mehr Aufmerksamkeit dank Visual Relations

Bestätigt wird das von einer aktuellen Trendanalyse des Fachverbands Außenwerbung e.V., die sagt, dass die Werbewirksamkeit von Plakaten eine signifikante Steigerung gegenüber dem Ersterhebungszeitraum im Jahr 2013 erfuhr. Entscheidend für die Beachtung von Plakatwerbung sind gemäß dieser Analyse Größe und Gestaltung, sie erregen die meiste Aufmerksamkeit und sind maßgeblich für das Informations- und Kaufverhalten nach Plakatkontakt verantwortlich. So haben aktuell 62 Prozent der PlakatseherInnen schon mindestens einmal mit Erkundigungen nach dem beworbenen Produkt oder dessen Erwerb auf klassische Plakatwerbung reagiert (ggb. 49 Prozent in 2013). Grund für die deutlich höhere Wahrnehmung und Wirkung von Plakaten ist der Megatrend Mobilität sowie die hohe Verbreitung von Smartphones und Tablets, die sofort zu Anschlusshandlungen auf den digitalen Devices führt.

Was Zucker. unter Visual Relations versteht

Unter Visual Relations verstehen wir jedoch keine alltäglich-klassische Plakatkampagnen, sondern kreative XXL-Poster oder gemalte/gesprayte Murals mit Wow-Effekt. Zum Beispiel Motive, die sich durch Sonneneinstrahlung verändern und im Tageslicht anders aussehen als nachts oder sog. hydrographische Motive, die bei trockenem Wetter schwarz erscheinen und erst bei Regen überhaupt sichtbar werden. Auch entwickeln wir zudem interaktive Cross-Channel-Kampagnen, bei denen das Motiv erst durch Mitwirkung der Zielgruppe entsteht oder in Kombination mit Events, Promotions oder Pop-up-Shops an der Fläche eine ganzheitliche Kommunikation ermöglicht.

Eins können wir in jedem Fall versprechen: Jedes Bild wird richtig groß! So wie dieses hier: Für die LEGO® GmbH haben wir im Rahmen der “Rebuild the World”- Kampagne ein gebrochenes Herz mit über 60.000 LEGO® Steinen zusammen mit tausenden Fans in 12 Meter Höhe geflickt.

Neugierig? Dann sprecht uns an!

Blumenbüro Holland x Zucker. – 10 Jahre blühende Zusammenarbeit

10 Jahre florierende Kampagnen, 10tausende von botanischen Clippings, 10 Millionen (wenn nicht mehr) erreichte Pflanzenfreunde und unendlich viele knosp-algieträchtige Erinnerungen – wir wollen es gar nicht durch die Blume sagen, sondern ganz gerade heraus: Es war und ist eine blühende Zusammenarbeit mit dem Blumenbüro Holland! Eine Idee kreativer, als die andere – 10 Kampagnen aus den letzten Jahren möchten wir euch vorstellen – hier kommt unser „Best of Green“!

2010: Meine Pflanze & Ich (aka „Wie alles begann“) 

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der/die BesitzerIn der schönsten Zimmerpflanze im ganzen Land? Auf der Suche nach dem Schneeglöck- äh, Schneewittchen des Pflanzenreiches, starteten wir Ende 2010 die Kampagne „Meine Pflanze & Ich“. Alle Thronanwärter mussten in einem mehrstufigen Wettbewerb ihren grünen Daumen unter Beweis stellen und hervorheben, was ihnen ihre Pflanze gibt: Freude, Macht, Selbstvertrauen? Was ist eine Königin ohne ihre Krone? Was sind wir Menschen ohne unsere Pflanzen? By the way – das Pflanzenreich war bereits 2010 super-modern und im digitalen Zeitalter angekommen: alle Anwärter konnten sich online unter www.pflanzengebenmehr.de bewerben. Die beliebtesten Kandidaten des Publikumsvotings präsentieren im nächsten Schritt ihr eigenes Reich: es folgte eine Homestory samt Fotoshooting – der Adel im Porträt. Wer hier überzeugte, wurde zum Bodypainting-Fotoshooting eingeladen – eine Königin muss sich schließlich in Szene zu setzen wissen! Lange Rede, kurzer Sinn: die florale Jury rund um TV-Moderatorin Nina Ruge ernannte Sternkaktus-Besitzerin Alexandra Migge bei einer feierlichen Zeremonie zur Hüterin der schönsten Zimmerpflanze und damit Thronfolgerin über das Pflanzenreich! Lang lebe die Kaktus-Königin!

2011: Natural Supermodels (aka “Germany’s Next Top-Pflanze”) 

„Denn nur eine kann Germany’s Next Top-Pflanze werden“ – zehn international bekannte Supermodels präsentierten sich im Frühjahr 2011 dem Fashion-Fotografen Kristian Schuller in blühendster Blütenpracht und stellten ihre natürliche Schönheit vor urbaner Kulisse unter Beweis. Mit dabei waren Phalaenopsis Rossini, Cambria Wild Cat und Oncidium Sweet Sugar. Kennt ihr nicht? Gibt’s nicht! Die Topdmodels, alle unter Vertrag bei der Agentur, bzw. Gattung „Orchidee“ erfüllten die populärsten Shooting-Sets der Großstädte Berlin, München und Hamburg mit bunten Farben und guter Laune. Spätestens wenn Celebrity-Magazine über sie berichten, sollten ihre Namen in aller Munde sein. Schullers high-gloss Aufnahmen wurden anschließend in einer exklusiven Outdoor-Gallery am Berliner Hauptbahnhof, in den Münchner Riem Arcaden und den Hamburger Colonnaden präsentiert – „Natural Supermodels – Orchideen beleben Berlin / München / Hamburg“. Da sag‘ nochmal einer, er wisse nicht um die Vielfalt der Orchideen Bescheid…

2012Chrysanthemum Skulls (aka “When Flower meets Runway”) 

Wer erinnert sich noch an DAS Trend-Symbol 2012? Es zierte Jacken, Schals, T-Shirts – ALLES! Die Fashion-Industrie feierte ihn – den Totenkopf. Doch damals noch etwas weniger bekannt, war seine Partnerin – die Chrysantheme. Gegensätze ziehen sich an: dunkel und hell, Gut und Böse, tot und lebendig, Fashion und Flowers, Totenkopf und Chrysantheme! Wenn die zwei Welten aufeinander treffen, entsteht etwas Gigantisches – genauer gesagt, ein dreidimensionaler Chrysanthemum-Skull. Fashion-Designer und Trend-Setter Michael Michalsky entwarf die floralen Totenköpfe und nutzte sie als Eyecatcher seines „StyleNite“ Laufsteges. Renommierte Floristen wie Björn Kroner realisierten das Meisterwerk mit ihrem floristischen Wissen und Können, während Modefotografen und Journalisten dem Chrysanthemum-Skull zum Trend-Topic der Medien verhalfen. Kleinere Ausführungen der Flower-Decors wurden über Fleurop vertrieben. Ein TOTaler Erfolg!

2013: Der Pflanzenberater (aka „Welche Pflanze passt am besten zu mir?“) 

Er kennt sie alle. Er weiß, wie man sie pflegt. Er weiß, wo sie am besten aussehen. Er weiß, was du brauchst –  ähhh, was, bitte? Ladys and Gentlemen, we sproutly present…..Trommelwirbel….DEN PFLANZENBERATER: Plantertainer und Genie. Als interaktive Anwendung beriet er ab 2013 über die Website Pflanzenfreude.de oder auf Facebook zur perfekten Balkon- und Terrassenpflanze. Ihr hattet Fragen? Er hatte die Antworten zu 25 verschiedenen Pflanzen: Wo fühlt sich die Pflanze am wohlsten? Wie muss sie gepflegt werden? Passt sie zu meinem Stil? Der Pflanzenberater ging auf alle Fragen ein und bereitete jedem grünen Freund eine individuelle Design-Idee samt Einkaufsliste vor. Let’s go shopping! Mit seinem grünen Talent, florierender Hingabe und botanischem Wissen wurde er für die Digital Communication Awards nominiert, in den Kategorien „Content Marketing“ und „Microsite“.

2014: Favorite Flowers (aka „BFFs kennen ihre Lieblingsblumen“) 

Was ist das Sternzeichen deiner besten Freundin? Was ist ihre Lieblingsserie? Wer ist ihr Celebrity Crush? Und welche ist ihre Lieblingsblume? Die ersten drei Fragen dürften nicht allzu schwer zu beantworten sein, doch uns geht’s um die letzte Frage! Wer’s wusste, konnte mitmachen und uns die Lieblingsblume der besten Freundin via Tollwasblumenmachen.de oder an POS-Ständen im direkten Gespräch verraten. Richtige Antworten wurden belohnt: Die BFF wurde mit ihrer Favorite Flower im üppigen Strauß überrascht. Auch Promis wollten‘s wissen! Cosma Shiva Hagen und ihre Freundin Nova Meierhenrich wissen mittlerweile Bescheid, was für einen Strauß sie beim nächsten Mädelsabend als Gastgeschenk mitbringen: für Cosma die Gerbera und für Nova die Rose. Womit könnt ihr eurer BFF eine florale Freude bereiten? Blumen verbinden! Blumen binden? Um den Sinn dieses Ausdrucks zu verdeutlichen luden wir Blogger und deren besten Freunde zu einem Flower-Event ein: Kränze flechten, Blumenschmuck basteln und sich gemeinem damit ablichten lassen! Ein Blumen-Moment, der die Freundinnen für immer verbindet…

2015Lookbook (aka „Achtung Fashion – jetzt kommen Plants“) 

Stellt euch folgendes vor: Ein Lookbook. Hochglanz-Format à la Coffee Table Book. 50+ Seiten. Drei Trends. 12 Zimmerpflanzen des Monats. Ästhetisch. Haptisch. Duftend. Glaubt es oder glaubt es nicht, aber genau dieses Lookbook gibt es! Im Rahmen der Vorstellung der drei Design-Trends „Unexpected Wild“, „Eco Deluxe“ und „Happy Life“ präsentierte das Lookbook für Zimmerpflanzen Style-Inspirationen, DIYs und Pflegetipps auf eine besonders kreative Art und Weise: zum Anschauen, zum Riechen und zum Fühlen. Hochwertig Bildaufnahmen zeigten, dass Pflanzen längst ein nicht wegzudenkender Bestandteil des modernen Interieurs sind. Plants und Design gehen Hand in Hand. Doch was dieses Lookbook von anderen unterschied, sind Duftproben und fühlbare Strukturen zum Anregen gleich mehrerer Sinne. (Keine Sorge, Kaktus-Stacheln waren nicht dabei! Dafür der Stamm der Yucca unter anderem.) Damit machte es jedem Fashion-Lookbook Konkurrenz und gewann im Blatt-Umdrehen den PR-Report-Award.

2016: Rent a Balcony (aka „Herbst and the City“) 

„Goldene Blätter, rote Sonnenuntergänge, milde Temperaturen – was gibt es Schöneres als einen farbenfrohen Indian Summer?“ – Denkt sich Lukas, 25, aus Berlin. Das Problem: Lukas weiß nicht, wie er die Vibes genießen soll. Lukas wohnt in einer Wohnung ohne Balkon. Lukas ist mit diesem Problem nicht allein. Die Lösung: Rent a Balcony! Jeder an Balkonlosigkeit Leidende aus Berlin, Hamburg, München und Köln hatte die Möglichkeit, ein mobiles Paradies zu gewinnen! Von allen Online-Bewerbungen wurden vier „Lukas“ ausgewählt und für einen Tag mit einem Balkon per Hebebühne beglückt! Die Rettung blüht: Ein üppig bepflanzter, herbstlich dekorierter und bestens ausgestatteter Balkon sproß vor dem eigenen Fenster empor. Zwischen Anemonen, Physalis, Lampenputzergras und Gartenchrysanthemen sorgten Singer-Songwriter wie Timothy Auldt, Tom Klose oder Mister Me für eine unvergessliche Herbst-Stimmung. Als Retter in der Not, Heiler der Balkonlosen-Seelen und Vollbringer der Herbstwunder wurden wir mit dieser Kampagne für den Deutschen Preis für Online Kommunikation nominiert.

P.S.: Wir haben gehört, Lukas ist mittlerweile umgezogen – in eine Wohnung mit Balkon. Herzlichen Glückwunsch, Lukas! Der Balkon sei dir gegönnt. 

2017: B(L)OOM!BLN (aka „Flower-Power für mehr Happiness“) 

Ihr betretet nichtsahnend die Mall of Berlin auf der Suche nach neuen Fashion-Inspirationen und einem trendy Look und das erste, was euch ins Auge sticht, ist eine gigantische dreidimensionale Flower-Installation. Da seid ihr erstmal Baff. Der Mund steht euch offen. Ihr fragt euch: Was soll das? Gleichzeitig fangt ihr an zu lächeln und erfreut euch an dem blühenden Kunstwerk. Doch eure Frage soll nicht im Keim erstickt, sondern unverblümt beantwortet werden: Die Flower-Installation „B(L)OOM!BLN“ stellte mit rund 10.000 bunten Blumen das beeindruckende Nervengeflecht des Menschen da – in der Mitte ein riesiges Herz aus Rosen und Nelken, drum herum farbenfrohe Flower-Bündel als Nervenknoten. Wahnsinn! Crazy! Phänofloral! Denn es hat einen Grund, dass euch der Anblick zum Lächeln bringt: Die Lieblingsblume steigert den Happiness-Faktor um bemerkenswerte 200 Prozent – das belegte eine von uns und dem Blumenbüro durchgeführte neurowissenschaftliche Studie, die der Installation zugrunde lag. In der Mall of Berlin konntet ihr diesen Effekt live erleben. Toll, was Blumen machen, nicht?

2018: Día de los Muertos (aka „Flower Fiesta, Fiesta Mexicana”) 

Es gibt Weihnachten, es gibt Ostern, es gibt den Reformationstag – und es gibt den Día de los Muertos, den Tag der Toten. Zugegebenermaßen ist dieser Feiertag noch nicht allzu stark in der deutschen Kultur verankert – eigentlich nur in der mexikanischen – aber genau das wollen wir ändern! Wie besonders ist bitte die Vorstellung, einen Tag im Jahr zusammen mit den Verstorbenen zu feiern, ihre Persönlichkeiten über Geschichten aufleben zu lassen, sie gebührend zu ehren und dabei gemeinsam Spaß zu haben?! Lange Rede, kurzer Sinn: Let the festivities begin! In case, you didn’t get the invitation:

„Liebe Alle, 

hiermit laden wir euch ein, den diesjährigen Día de los Muertos gemeinsam mit uns und Tollwasblumenmachen.de in Hamburg-Altona zu zelebrieren. 

Die gesamte Paul-Roosen-Straße wird zum Schauplatz eines feierlich bunten und geblümten Tanzes mit den Toten – auch das traditionelle Skull-Symbol wird nicht fehlen. In der Affenfaust-Galerie könnt ihr euch auf Blumenkronen-Workshops und Calavera-Make-Up-Sessions freuen. Außerdem erwartet euch eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst zum Thema Gedenkkultur. Eine Blumen-Gedenkwand erlaubt es, persönliche Botschaften für die Verstorbenen zu hinterlassen. 

Für Getränke ist ebenfalls gesorgt – stoßt mit den anderen Gästen in den umliegenden Szenebars zu Ehren der Verstorbenen an. Auf das Leben und den Tod! Mit der Teilnahme am Festtags-Programm, geben wir euch die Getränke aus. 

Wir freuen uns auf euch. 

Feierliche Grüße! 

P.S.: Kommt gerne im Festtagsgewand!“ 

2019: Thank you, plants! (aka „Pflanzen, ihr habt’s einfach drauf“) 

Liebe Pflanzen, ihr seid halt einfach plantastisch! Da nehmen wir auch kein Blatt vor den Mund – es ist, wie es ist. Ihr baut unseren Stress ab, ihr schenkt uns Energie, ihr bereichert unsere grüne Seele – um nur eine Auswahl eurer zahlreichen guten Taten zu benennen. „Danke“ sagen, ist das Mindeste, was wir für euch tun können. Als Zeichen der Wertschätzung und zur Verbreitung der Dankbarkeit starteten wir einen Road-Trip: Spread the love! Spread the Green! Spread the Vibes! In einem zur Feel-Good-Oase umgestalteten Airstream-Wohnanhänger fuhren wir zu den größten Medienhäusern Deutschlands und ließen wahre Wunder wirken: Energie for free und Harmonie for everyone! So lockten wir die Journalisten in ihren Mittagspausen zu uns ins Paradies. Umgeben von grünen Freunden boten wir ihnen Ingwer Shots und Smoothies an – das kom“plant“e Rundum-Sorglos-Paket für den spontanen Inner-Retreat. Die Pflanzenfreude war groß – die Dankbarkeit noch größer!

 

Schön war’s, noch schöner wird’s – davon sind wir pflanzenfest überzeugt und blicken erwartungsvoll  auf die florierende Zukunft mit dem Blumenbüro Holland. Also, wann ist die nächste Brainstorm-Session gleich? Bei all den Erinnerungen an die Vergangenheit brennen bei uns die Kreativitäts-Sicherungen durch: wir wollen mehr! Seid gespannt, was uns und euch noch erwartet…. Auf die nächsten 10 Jahre Flower-Power!

 

Gendern in der PR

Credits: Unsplash / Dainis Graveris

»Sitzen zwei Ärzte abends in einer Kneipe und unterhalten sich. Der eine zum anderen: „Puh, was für eine harte Woche, ich habe drei Herzen transplantiert. Wie war’s bei dir?“ Der andere: „Ach, bei mir war’s ruhig. Ich darf ja nicht mehr operieren, weil ich schwanger bin.“«

Na, gestolpert? Das liegt wohl am generischen Maskulinum.
Dieses war lange weitgehend unangefochtener Standard, Frauen* und non-binäre Personen waren ja „mitgemeint“. Das Prinzip des „Mitmeinens“ scheint jedoch nur in eine Richtung zu gehen: Begriffe wie „Hebamme“ oder „Putzfrau“ stellten offenbar unzumutbare Berufsbezeichnungen für Männer* dar, so wurden natürlich flugs gendergerechte Alternativen gefunden.

Der Ruf nach einer gendersensiblen Sprache wird in den letzten Jahren immer lauter. Die Vorteile sind offenkundig: sie ist inklusiver, repräsentativer und dekonstruiert Machtverhältnisse und Genderstereotypen. Für ungeübte Ohren und Augen mag es befremdlich wirken, doch ist es wie so vieles schlicht Gewöhnungssache – und mit der Sprache öffnet sich auch das Denken. Alle, die noch nicht überzeugt von ihrer Notwendigkeit sind, sollten mal beim Volksverpetzer vorbeischauen, dort werden die gängigsten Gegenargumente kurz und knapp analysiert. Auch das Interview von Edition F mit Dr. Anatol Stefanowitsch („Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen (Duden-Streitschrift)“) ist für einen tieferen Einblick empfehlenswert.

Sprachlicher Wandel in der PR

Doch was bedeutet dieser sprachliche Wandel für uns in der PR? Der gekonnte Umgang mit Sprache ist eines unserer wichtigsten Werkzeuge. Unsere Texte sollen präzise und informativ sein, aber eben auch ansprechend.
In puncto sprachlicher Präzision und Informationsgehalt hat die gendersensible Sprache dem generischen Maskulinum einiges voraus. Ein Beauty-Mailing das verkündet „in dem kuratierten Sortiment findet sich etwas für jedermann“ oder eine Launch-Pressemitteilung die besagt „ab sofort können Kunden von diversen Vorteilen profitieren“ lässt kategorisch viele Menschen außen vor. Es ist unpräzise formuliert und lässt offen, ob tatsächlich nur Männer* angesprochen werden sollen oder ob alle anderen einfach „mitgemeint“ waren. Das zeigt sich auch bei Nachberichten von Events.

Es macht einen erheblichen Unterschied, ob wir schreiben „Beim Launch-Event der neuen Fashionlinie gab es einen Expertentalk mit fünf Rednern, dem 20 Medienvertreter beiwohnten“ oder „Beim Launch-Event der neuen Fashionlinie verfolgten 20 Medienschaffende den Fachtalk mit fünf Referierenden“.
Speziell im Lifestylebereich adressieren wir häufig auf Medien, deren Zielgruppe zum großen Teil weiblich ist, und auch die Redaktionen sind häufig weiblich besetzt. Mit präzisen Formulierungen würden sich vermutlich auch die Leser:innen der Texte angesprochener fühlen, das legen zumindest Studien aus anderen Bereichen nahe (vgl. hier).

Credits: Unsplash / Markus Winkler

Lesbarkeit und Prägnanz

Bleibt die Frage der Lesbarkeit und Prägnanz. Viele tun sich schwer mit Binnen-I (bspw. SpenderInnen), _:* (bspw. Sänger:innen), oder der Doppel-/Paarform (bspw. „Kundinnen und Kunden“). Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Wichtig zu wissen ist folgendes: das Binnen-I sowie die Doppelform nennen lediglich die männliche und weibliche Sprachform, damit zahlen sie auf die Vorstellung eines binären Gendersystems ein und schließen Menschen aus, die sich nicht dem einen oder anderen zuordnen. Unterstrich, Doppelpunkt und Sternchen sind alles Varianten der sogenannten „Gender Gap“. Im Gegensatz zur „Gender Pay Gap“ wird diese als wünschenswert empfunden.

Die „Gender Gap“ soll auch Menschen einschließen, die sich nicht als männlich oder weiblich definieren. Das Gendersternchen ist – spätestens seit seinem Einzug in den Duden – die verbreitetste Methode, ist jedoch nicht barrierefrei, da derart Geschriebenes vom Computer als „SängerSternchenInnen“ vorgelesen wird, wohingegen der Doppelpunkt als Pause gesprochen wird. Geschickt Gendern bietet einen guten Überblick über die Vor- und Nachteile gängiger Schreibweisen. Auch Einhorn hat sich kürzlich in einer Story mit der Form des Genderns beschäftigt und teilt auch Feedback aus der Community.

Die wohl eleganteste Lösung für die PR ist die genderneutrale Sprache: Mitarbeiter werden zu Beschäftigten, die Mannschaft verwandelt sich in das Team, aus dem Lehrer wird die Lehrkraft und Hobby-Bastler werden zu handwerklich Begabten.

Vorher-Nachher-Beispiel aus dem Journalismus

Original Genderneutral
Experten-Gruppe für ganz neuen Umgang mit Corona

Unter den Länderchefs herrscht Unsicherheit: Auf der einen Seite warnen Virologen und Ärzte die Ministerpräsidenten vor einer neuen Infektionswelle, auf der anderen Seite fordert eine interdisziplinäre Expertengruppe aus renommierten Wissenschaftlern, Psychologen, Universitäts-Professoren und Ärzten einen viel flexibleren Umgang mit dem Coronavirus.

 

Wie kann ein ganz neuer Umgang mit Corona aussehen?

Unter den Regierungsvorsitzenden der Bundesländer herrscht Unsicherheit: Auf der einen Seite warnen ausgewiesene Virologie- und Medizinkoryphäen vor einer neuen Infektionswelle, auf der anderen Seite fordert eine interdisziplinäre Gruppe renommierter Fachleute aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Wirtschaft und Recht einen viel flexibleren Umgang mit dem Coronavirus.

Mai 2020, Quelle: überregionale Wochenzeitschrift (Online-Teaser) Quelle: https://www.genderleicht.de/

Auch Relativsätze eignen sich, um genderneutral zu bleiben: „Das Brotbackset ist perfekt für alle, die den heimischen Ofen für gewagte Teigexperimente nutzen wollen“ oder „Wer in München wohnt, profitiert ab sofort von diversen Vorteilen“.
Eine kürzlich von news aktuell durchgeführte Studie unter PR-Leuten zeigt, dass knapp die Hälfte der Befragten keine einheitlichen Regelungen zur gendersensiblen Sprache befolgen. Die populärsten Schreibformen sind genderneutralen Formulierungen sowie die Paarform. Beinah ein Fünftel der Befragten gab jedoch an, dass ihnen gendergerechte Sprache völlig unwichtig ist.

Spannend ist hier, dass nur jede zehnte Frau* diese Antwort gab, während jeder dritte Mann* dieser Aussage zustimmte. Als sehr wichtig wird das gendersensible Sprechen/Schreiben von 22 Prozent der Frauen* und 6 Prozent der Männer* empfunden.
Das gendergerechte und, idealerweise inklusive, Schreiben braucht ein wenig Übung, bringt aber sogar sprachliche Varianz mit sich. Eine gute Stütze für Wortsuchen oder Formulierungsideen sind dabei Seiten wie genderleicht.de oder geschicktgendern.de. Erstere ist von Medienschaffende für Medienschaffende und hat speziell ästhetische Aspekte im Blick. Letztere verfügt über ein Wörterbuch mit gendergerechten Alternativen zu gängigen Formulierungen und ist dabei eine hilfreiche Stütze beim Texten.

Weiterführende Links für Interessierte

Was bringt gendersensible Sprache?

https://www.volksverpetzer.de/analyse/gendergerechte-sprache/

https://editionf.com/anatol-stefanowitsch-eine-frage-der-moral-politsch-korrekte-gendergerechte-sprache/

Wie lässt sich das konkret umsetzen?

https://www.genderleicht.de/

https://geschicktgendern.de/

Vor- und Nachteile gängiger Schreibweisen:

https://geschicktgendern.de/schreibweisen/

https://www.instagram.com/stories/highlights/17875731922754654/

Konstruktiver Journalismus – Schlüssel zum Erfolg oder Idealismus?

Credits: Unsplash / Amanda Jones

Credits: Unsplash / Amanda Jones

Journalismus und Public Relations sind von gegenseitiger Beeinflussung geprägt. In unserem Agentur-Alltag sind wir in ständigem Austausch mit Journalisten und wissen idealerweise immer über die neuesten Branchen-Trends Bescheid. Ein großer Trend der letzten Jahre ist der sogenannte konstruktive Journalismus. Doch warum ist das auch für uns in der Öffentlichkeitsarbeit von Wichtigkeit? Dieser Frage und mehr widmen wir uns mit diesem Blogbeitrag.

Ein Geben und Nehmen – ein historischer Anriss

Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen, ein kleiner historischer Ausflug – versprochen, nur ganz kurz. In der wechselseitigen Beziehung ist Journalisten das gegenseitige Geben und Nehmen ebenso bewusst, wie auch die Public-Relations-Akteure über deren Möglichkeiten zur Platzierung ihrer Themen zum richtigen Zeitpunkt Bescheid wissen. Bereits 1927 erkennt der deutsche Kommunikationswissenschaftler Emil Dovifat nach einem längeren Forschungsaufenthalt in den USA (der Geburtsstätte der PR) den Einfluss der Public Relations auf die Medienberichterstattung. Auch die bekannteste deutsche Untersuchung von Barbara Baerns attestiert den Public Relations, dass sie die Themen und das Timing der journalistischen Berichterstattung „unter Kontrolle“ haben.

Ehe die Freude der PRler hier jedoch zu groß wird: Die Kommunikationswissenschaft weiß bereits einiges über die Struktur der Beziehung von Journalismus und Public Relations und auch über deren Wirkungen auf die Medien, doch es fehlt nach wie vor ein durchgängiges, empirisch erforschtes Prognose- oder Erklärungsmodell. Daher ist immer noch unklar wer wen, wie, wann und womit beeinflusst oder steuert. Erschwerend für eine klare Prognose sind zudem die schnellen Veränderungen der Medienwelt, welche die Medientechnik ebenso betreffen, wie Medienmärkte, Medienakteure, Medieninhalte, die Arbeitsabläufe und auch den Einfluss der Medien auf die Gesellschaft. Durch die ständigen Veränderungen ändert sich auch das Verhältnis zwischen Journalismus und Public Relations kontinuierlich, aber das macht das Ganze ja umso spannender!

Credits: Unsplash / Susan Yin

Positive Beeinflussung oder verweichlichter Schmusekurs?

Negative Nachrichten verkaufen sich gut, wenn man dem gängigen Journalisten-Credo „Only bad news are good news“, unter anderem der größten Boulevard-Zeitung Europas, glauben mag. Doch besonders in den letzten Jahren entwickelte sich ein Gegentrend und Redaktionen setzen vermehrt auf den konstruktiven Journalismus und lenken in ihrer Berichterstattung den Blick auf potenzielle Lösungen. Was ist eigentlich dran an dem Berichterstattungsmuster, das von einigen als „Zuckerwatten-Journalismus“ geschmäht und von anderen hoffnungsvoll befürwortet wird?

Schauen wir uns mal die genauere Definition an: Ähnlich wie konstruktive Kritik nicht nur aufzählt, was schlecht gelaufen ist, sondern auch Verbesserungsvorschläge macht und positive Aspekte hervorhebt, setzt auch Konstruktiver Journalismus bewusst auf eine Berichterstattung, die nicht nur Probleme thematisiert, sondern helfen soll, Lösungen für eben diese Probleme zu finden. Ein oft geäußerter Anspruch des konstruktiven Journalismus ist die Darstellung eines „realistischen Weltbilds“. Er soll einen „journalistischen Negativ-Bias“ vermeiden und positive Entwicklungen gleichberechtigt mit Problemen thematisieren. Ziel soll eine kritische Berichterstattung ohne gleichzeitige Verzerrung der Realität durch „Einseitigkeit oder Schwarz-Weiß-Malerei“ sein. Kernziele des Journalismus müssen jederzeit weiterhin erfüllt bleiben und die sogenannte Wächterfunktion, um gesellschaftliche Probleme aufzudecken und auf die Behebung mit hinzuwirken, ständig gegeben sein.

Ein interessanter Artikel rund um ein Interview mit Maren Urner, promovierte Kognitions- und Neurowissenschaftlerin in der Süddeutschen Zeitung, befasst sich mit der Kritik und Befürwortung der neuen journalistischen Bewegung. Sie ist klare Verfechterin der neuen Ausrichtung, denn „bei meinen Vorträgen und Workshops mache ich mit den Leuten den Ignoranztest von Rosling, mit dem man messen kann, wie realistisch das eigene Wissen über den Zustand der Welt ist. Und ich merke: Die Menschen haben ein zu negatives Weltbild. Die Mehrheit der Deutschen schätzt zum Beispiel die Alphabetisierungsrate [Anmerkung der Redaktion: den Entwicklungsstand eines Landes und den Bildungsstand dessen Bevölkerung] weltweit zwischen 40 und 60 Prozent ein, sie liegt tatsächlich aber bei 86 Prozent. Ähnlich sieht es bei Fragen nach Kindersterblichkeit oder Toten bei Naturkatastrophen aus.“ Negative Berichterstattung ohne Lösungsorientierung sorgt bei den Lesern dafür, vermehrt die Welt in einem anderen Licht zu sehen, als sie vielleicht tatsächlich ist.

Konstruktiver Journalismus in den deutschen Medien

Das Portal des Mitteldeutschen Rundfunks für Medien namens 360G, hat sich mal genauer angeschaut, ob und wie konstruktiver Journalismus in den deutschen Medien überhaupt umgesetzt wird. ZEIT ONLINE widmet seit Frühjahr 2019 diesem journalistischen Ansatz eine eigene Rubrik: „Die Antwort“. Sie fragen unter anderem, wie Plastikmüll vermieden, Hasskommentare im Netz eingedämmt und der Klimawandel bekämpft werden kann. Die Antwort, „widmet sich Menschen, Erfindungen und Projekten, die Lösungen für die drängenden Probleme unserer Zeit suchen. [Sie] recherchieren, wie die Welt besser werden kann und fragen, welche Ideen wirklich funktionieren.”
Auch bei öffentlich-rechtlichen Sendern blicken Redaktionen auf Erfolgsgeschichten. Die ZDF-Dokumentationsreihe Plan B thematisiert, wie aktuelle Probleme in den Griff bekommen werden können. Im Netz behandelt Perspective Daily hingegen in jedem Artikel Lösungsszenarien. Dass ein Online-Magazin sich so all umfänglich zu diesem journalistischen Ansatz bekennt, ist in Deutschland selten. Die Vorbehalte sind oft groß, aber warum ist das so?

Credits: Unsplash / Markus Winkler

Kritik an der neuen Methode

Wie bereits zu Beginn erwähnt, haben PR und Journalismus eine besondere Verbindung. Warum ist die journalistische Berichterstattung so interessant für die Public Relations? Kurz gesagt: Dem Journalismus geht es im Gegensatz zur Öffentlichkeitsarbeit um Fremddarstellung, weswegen Journalisten im Allgemeinen ein größeres Vertrauen entgegengebracht wird. Gerade dies macht Journalisten und Medien mit ihrer Gatekeeper-Funktion interessant für die PR-Agenturen, da sie Informationen und Standpunkte in den Medien positionieren und aufwerten können.

Der Widerspruch zwischen der geforderten Unabhängigkeit und dem engen Verhältnis zwischen Journalismus und Public Relations führt zu der Frage nach der Glaubwürdigkeit und der Qualität im Journalismus. Neben dem Drängen der Public Relations in die Medien wird diese Frage zusätzlich durch den wirtschaftlichen Druck verstärkt. Zudem sinkt die Zahl der hauptberuflich tätigen Journalisten, wodurch auch der Zeitdruck auf jeden einzelnen Journalisten steigt. Dieser Zeitdruck senkt vor allem die zeitlichen Ressourcen der Journalisten für die Recherche eigener Themen sowie die Nachrecherche von eingehendem Pressematerial.

Nun größten Hürde: Kritiker bemängeln laut eines Artikels des Deutschlandfunks, dass bei konstruktivem Journalismus einfache Lösungen für komplexe Probleme vorgeschlagen würden. Vorschläge müssten aber gesellschaftlich ausgehandelt und dürften nicht auf dem Silbertablett serviert werden. Des Weiteren würden beim Konstruktiven Journalismus oft nur die Ideen großer westlicher Unternehmen und Organisationen weitergetragen, was der PR zuzurechnen sei und nicht dem Journalismus. Konstruktiver Journalismus steht deshalb in der Kritik, sich mehr als problemorientierter Journalismus von PR und Werbung vereinnahmen zu lassen. Der Blick auf mögliche Lösungen entbinde JournalistInnen jedoch nicht von der Pflicht, die Interessen der Porträtierten zu hinterfragen, die als Problemlöser auftreten, mahnt auch Uwe Krüger, Medienwissenschaftler der Universität Leipzig. Abstand und einen unverstellten Blick zu bewahren, sei generell eine Herausforderung, egal bei welcher Strömung des Journalismus: Über Titel wie „Wohlfühl-Journalismus“ ärgert er sich dennoch. „Guter konstruktiver Journalismus, der zeigt auch negative Effekte von Lösungsversuchen. Je größer das Problem, desto komplexer müssen die Antworten ausfallen“, sagt er.

Fazit

Konstruktiver Journalismus kann für die PR genutzt, sollte aber von seriösen Agenturen niemals als Instrument für ihre „Machenschaften“ missbraucht werden. Aber warum denn nicht, wenn es so simpel scheint und andere es schon, mit für sich positiven Beispielen, vorgemacht haben? Erstens, die Beziehung zwischen Journalist und PRler beruht auf Vertrauen – wird dieses durch manipulatives Verhalten zerstört, gibt es kein Zurück. Und niemals vergessen: „Networking is key“, unangebrachtes Verhalten verbreitet sich schneller als ein Buschfeuer. Zweitens, eine gute PR-Kampagne sollte immer mit Wahrheitsgehalt trumpfen und überzeugen, ohne zweifelhaftes Framing zu verwenden. Eine gute Kampagne und Strategie ist die, aus denen sich der Journalist bewusst Information für einen Artikel sucht oder sich inspirieren lässt. Drum: Wir sind für mehr qualitative Good News im Daily Business.

Ihr wollt mehr zu diesem sehr umfangreichen Thema wissen – Buchtipp der Zuckers.: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang: Wie wir uns gegen die digitale Vermüllung unserer Gehirne wehren von Maren Urner oder das informative, kostenfrei bei Spotify verfügbare Hörbuch Factfulness von den Roslings.

Augmentierte Realität in der PR – Storytelling & Medienkontakt von heute!

Credits: Pixabay / Mimzy

Der Begriff Augmentierte Realität (im Folgenden mit AR abgekürzt) beschreibt eine computergestützte Erweiterung der Realität um bestimmte Elemente oder Informationen. So wird keine neue virtuelle Welt geschaffen, die man zum Beispiel nur mit bestimmten Brillen erleben kann, sondern die Wirklichkeit sinnvoll ergänzt. Ein ziemlich bekanntes Beispiel hierfür ist der vergangene Pokémon-Go-Trend. Spieler können bestimmte Pokémon-Figuren und Elemente über eine App in ihrer Umgebung suchen, finden und sammeln. Die Figuren und Elemente sind dabei nicht echt, sondern virtuell und nur über die App sichtbar.

Ein zweites, sehr bekanntes Beispiel sind die von der Google Bildersuche angezeigten Tiere in Lebensgröße. Jeder, der ein Smartphone besitzt, kann sich die 3D Tiere über die Google Suche virtuell in Lebensgröße anschauen. Voraussetzung: Google ist in den Einstellungen auf die Region USA und Sprache Englisch festgelegt. Wenn ihr zum Beispiel nach einem Kaiserpinguin sucht, wird euch neben den Bildern in der Infobox ein skalierbares, animiertes Modell des Tieres angezeigt. Das könnt ihr euch wiederum in 3D abrufen, sodass der Pinguin mit Hilfe der AR-Technologie lebensgroß im Raum platziert wird. Wahnsinn! Wer wollte nicht schon immer mal einen Kaiserpinguin zu Gast im Wohnzimmer haben?!

Doch AR sorgt nicht nur in der Freizeit für Spaß und Vergnügen, sondern ist auch auf professioneller Ebene sehr interessant. Wir stellen euch vor, wie sie auch die Marketing- und PR-Branche sinnvoll bereichern kann und was mit AR im Storytelling, Branding und Medienkontakt möglich ist!

Use Cases von gekonnter AR-Inszenierung im Alltag (Auswahl)

Egal, ob aus dem Beauty-, Fashion-, Technik-, Lifestyle-, Interior- oder Tourismusbereich – AR kann von und für (fast) jedes Produkt oder Angebot zum Einsatz kommen. Der Brillenhändler Mister Spex beispielsweise nutzt die erweiterte Realität in seinem Online Shop: die Brillen lassen sich online “anprobieren”, bevor der Kunde sie bestellt, um Fehlkäufe zu vermeiden. Adidas hat bereits 2018 digitale Anproben des damals neuen Modells Ultraboost 19 running über einen Snapchat-Filter ermöglicht. Das Beauty-Unternehmen L’Oreal entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Modiface eine eigene App, in der neue Make-Up Trends und Frisuren virtuell ausprobiert werden können, um vor dem Einkauf heraufzufinden, was gefällt. Modiface hat zuvor bereits für die Marken Estée Lauder und Sephora gearbeitet, wurde dann aber von L’Oreal übernommen, so dass die AR-Spezialisten nun inhouse arbeiten. Der Kosmetikhersteller hat das Potenzial von AR definitiv schnell erkannt und die Chance für sich ergriffen. Auch das Möbelimperium IKEA hat bereits 2017 die kostenlose App “IKEA Place” ins Leben gerufen, mit der Möbelstücke virtuell in den eigenen vier Wänden platziert werden können – so werden wir quasi selbst zum Interior-Stylisten. Diese Auswahl an erfolgreiche AR-Unternehmensbeispielen zeigt bereits die extrem vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Essenziell sollte bei der Anwendung sein, dass die Technologie an sich nicht im Vordergrund steht, sondern immer noch das Erlebnis des Kunden mit dem Produkt oder dem Angebot.

AR-Ansätze in der PR

Besonders in den Live Relations überzeugen AR-Lösungen und bleiben in den Köpfen der Zielgruppe. Sei es ein Produktlaunch oder ein Event: Die AR erweckt Produkte und Brands zum Leben, sorgt für ein besonderes Erlebnis und bleibende Erinnerungen, zum Beispiel durch Fotos mit bestimmten Filtern und Hintergründen, die extra für den Kunden, das Produkt oder Event inszeniert wurden und interaktiv reagieren. Ebenso kann das Produkt selbst durch AR-Technologie live visualisiert und individuell von der Zielgruppe bzw. den Medienpartnern in Szene gesetzt werden. Eine Geschichte wird nicht mehr erzählt, sondern zusammen mit der Zielgruppe geschaffen! Aus Storytelling wird Storydoing und aus Zuhörer wird Akteur! Neben Filtern finden auch QR-Codes oder spezielle Apps ihre Anwendung im Marketing. In der Tourismusbranche könnten Pressereisen mit interessanten Infos und Elementen bereichert werden, die über QR-Codes, Apps oder sogar AR-Brillen jederzeit und an jedem Ort visuell abrufbar sind. So lernen die Medienpartner das Reiseziel auf spielerische und individuelle Weise kennen, zum Beispiel in Form einer Rallye – angelehnt an die Pokemón Go Suche.

Auch in den Social Media finden sich diverse Anwendungsmöglichkeiten von AR. Das offensichtlichste Beispiel wäre hier wieder ein Foto-Filter für Instagram oder Snapchat, zugeschnitten auf bestimmte Themen, Produkte oder Marken. Dieser Filter würde vor allem bei Influencer-Kooperationen in der Instagram Story Gebrauch finden und Emotionen sowie Aufmerksamkeit bei den Followern erzeugen.

Doch die AR hilft nicht nur bei der emotionalen Ansprache der Zielgruppe. Speziell für Brands und Produkte mit Erklärungsbedarf oder beispielsweise technischen Hintergründen sind AR-Konzepte sehr hilfreich und eine dankbare Möglichkeit, sie den Medienpartnern auf kreative Weise zu demonstrieren bzw. erfahren zu lassen.

In diesem Sinne können QR-Codes in Pressemitteilungen eingebaut werden, bei deren Abruf das behandelte Produkt mittels AR-Technologie visualisiert wird und vom Journalisten angewendet und inszeniert werden kann. Besonders interessant ist das zu einem Produktlaunch, wodurch Redakteuren das virtuelle Produkt bereits vor offiziellem Start zur Verfügung gestellt werden kann. Die Interaktion ist letztendlich aber auch für die Leser der Medien interessant, so dass auch der Journalismus durch AR revolutioniert wurde und wird. Mehrere deutsche Medien, wie zum Beispiel die Welt nutzten in der Vergangenheit bereits AR-Lösungen. Der Artikel wurde beim Lesen über das Smartphone lebendig, sodass Infografiken plötzlich in 3D erschienen.

Wir fassen zusammen: Die Erweiterung der Realität und digitale Interaktion erwecken Emotionen, sorgen für Spaß und haben einen nachhaltigen Erinnerungswert. Mit dieser Wirkung ist die AR in der PR, im Marketing und im Journalismus äußerst interessant. Auch wir sind von den unbegrenzten Möglichkeiten der AR-Lösungen inspiriert…Seid gespannt, wir haben einige Ideen im Petto!

Influencer und Künstliche Intelligenz – diese KI-Persönlichkeiten müsst ihr kennen!

Photo Credits: Pixabay / geralt

Influencer Relations sind aus Marketing und PR nicht mehr wegzudenken: Mit Fokus auf Instagram als Social Media Kanal bereichern Influencer unser tägliches Leben mit Posts von appetitanregenden Rezepten, den neusten Fashion-Must-Haves, kreativem Interior Design, Reise-Schnappschüssen oder Sport-Trends. Als Personen des öffentlichen Lebens sind sie zugleich Trendsetter, Meinungsbildner und Vorbilder für ihre Community.

Dabei müssen hinter den Influencern heutzutage nicht einmal mehr reale Personen stecken, denn auch in diesem Bereich des modernen Arbeitens und Lebens nimmt Künstliche Intelligenz vermehrt eine prägende Rolle ein. Virtuell am Computer erschaffene Influencer feiern große Erfolge und stechen mit ihren Follower-Zahlen und namhaften Kooperationen aus der Masse hervor.

Ihr hattet noch gar keine Berührung mit KI-Influencern? Kein Problem, wir stellen euch im Folgenden drei erfolgreiche KI-Content-Creators vor. Was hat es mit den virtuellen Persönlichkeiten auf sich und wer steckt dahinter? Was macht eine Kooperation mit ihnen aus?

  1. Lilmiquela

    Mit ihren 2,4 Millionen Followern ist Miquela Sousa aka Lil Miquela sozusagen die Queen der KI-Influencer. Hinter ihr steht das kalifornische IT-Unternehmen Brud. Seit 2016 ist die in Los Angeles lebende Halbbrasilianerin erfolgreich auf Instagram aktiv und seit 2017 veröffentlicht sie auch Musik. Angefangen als Kunstfigur, hat sie sich bis heute zu einer bedeutenden Influencerin im Fashion- und Lifestyle-Bereich entwickelt, die unter anderem mit High End Marken wie Prada, Balenciaga, Calvin Klein, Porsche und Diesel kooperierte. Sie zierte schon verschiedene Cover von namhaften Modemagazinen wie der ELLE und wurde 2018 vom TIME Magazine unter die 25 einflussreichsten Personen im Internet gewählt. Zudem engagiert sie sich aktuell stark in der Black Lives Matter Bewegung.

    Photo Credits: lilmiquela / Instagram

  2. Noonoouri

    Cute, curious, couture – so beschreibt sich Noonoouri. Diese Attitüde findet sich auch in ihrem Instagram Feed wieder. Die Posts sind ästhetisch, künstlerisch, stilvoll, kreativ und vielseitig. Zwischendrin finden sich immer wieder aktivistische Posts wie aktuell für Black Lives Matter oder den Tier- und Klimaschutz. Die Influencerin hat 360.000 Follower bei Instagram, posierte schon (virtuell) mit Stars wie Kim Kardashian und arbeitet ebenfalls regelmäßig mit High-End-Magazinen wie der ELLE, Vogue oder L’Officiel zusammen. Als Fashion-Influencerin wohnt sie – wie könnte es anders sein – in Paris und kooperiert von hier aus unter anderem mit Louis Vuitton, Fenty und Tom Ford. Ihr Schöpfer, der Grafikdesigner Jörg Zuber, kommt hingegen aus München. Die Kunstfigur ist für ihn ein wahrgewordener Traum. Schon als Kind faszinierte ihn die Kreativität, der Glamour und Glanz der Modebranche. Er verbindet Mode mit Freiheit – genau das ist es, was Noonoouri verkörpern soll.

    Photo Credits: noonoouri / Instagram

  3. Bermudaisbae

    Wer es nicht besser weiß, könnte auf den ersten Blick denken, Bermuda sei eine echte Person und womöglich Teil der Topmodel-Clique rund um Gigi Hadid, Kendall Jenner & Co., so authentisch ist ihr Auftritt bei Instagram. Tatsächlich ist die hübsche Blondine mit Lil Miquela befreundet und teilt regelmäßig gemeinsame Posts mit ihr oder dem gemeinsamen Kumpel Roland Blawk – auch er ist eine namhafte virtuelle Persönlichkeit mit 156.000 Followern auf Instagram. Sowohl Bermuda, als auch Blawk wurden ebenfalls vom Start-Up Brud erschaffen. Die rund 256.000 Follower von Bermuda freuen sich über knallige, teilweise kontroverse Lifestyle-, Beauty- und Fashion-Bilder. Bermuda’s Auftritt ist selbstbewusst, sexy und provokant. Zudem stieg die „Robot Queen“ auch ins Musik-Business ein. Neben gemeinsamen Musik-Projekten mit ihrer BFF hat sie erfolgreich ein Cover von „Under the Bridge“ (Red Hot Chili Peppers) veröffentlicht.

    Photo Credits: bermudaisbae / Instagram

Wer steckt dahinter?

Hinter den virtuellen Persönlichkeiten stehen meist  innovative Tech-Unternehmen, Visionäre und Kreative. Sie sahen die Schöpfung von 3D-Avataren als persönliche Herausforderung, Zeichen von Toleranz und Freiheit in unserer modernen Welt. Doch es gibt mittlerweile auch KI-Influencer, die eigens von Unternehmen kreiert wurden, um als Markenbotschafter beziehungsweise Kampagnengesicht zu wirken. Einer davon ist Colonel Sanders, erschaffen von und für KFC in Zusammenarbeit mit der Agentur Wieden + Kennedy für die #secretrecipeforsuccess Kampagne aus 2019. Dabei dient er nicht als plakatives Werbegesicht, sondern als authentischer Influencer für die eigenen Social Media Kanäle. Seine Person ist übrigens nur halbwegs erfunden – „Colonel“ Harland David Sanders ist der Gründer von Kentucky Fried Chicken, der allerdings schon 1980 im beachtlichen Alter von 100 Jahren starb.

Kooperation mit KI-Influencern

Wie auch die menschlichen Influencer, sind die virtuellen Avatare begehrte Kooperationspartner. Nicht nur das Phänomen der künstlichen Persönlichkeit macht die Zusammenarbeit so spannend und attraktiv, sondern auch die vielen Inszenierungsmöglichkeiten und Steuerbarkeit zur Vermarktung eines bestimmten Produkts sind reizvoll für Unternehmen. Szenen und Hintergründe ihrer Präsenzen lassen sich beliebig montieren und anpassen – ganz nach den Wünschen des Kooperationspartners. Natürlich beansprucht die Vorbereitung und Produktion der gewünschten Posts einige Zeit und Arbeit, doch das ist es vielen Firmen wert – die  Neugierde auf eine Zusammenarbeit mit computergesteuerten Influencern siegt. Auch deutsche Unternehmen setzen schon auf virtuelle Models: Die Automarke Smart arbeitete bereits mit dem Plus-Size-Model Brenn zusammen, geschaffen von der Agentur Diigitals, die auf virtuelle Models spezialisiert ist. So soll das technische Thema der Elektromobilität „lifestyliger“ und zugänglicher werden. Auch die französische Luxusmodemarke Balmain hat sich von Diigitals KI-Models für die #balmainarmy erschaffen lassen – eines davon ist Shudu. Diese Kooperationen sorgen definitiv für Aufsehen.

Die Avatare finden große Akzeptanz und Sympathie in der Community. Ihre Follower und Fans wissen natürlich, dass es sich um Kunstfiguren handelt. Trotzdem haben Miquela, Noonoouri und Co. es geschafft, einen Charakter zu entwickeln, der echt, authentisch, interessant und glaubwürdig wirkt – eine gute Basis für eine

Wir sind gespannt, wie sich das Influencer Marketing in der Zukunft weiterentwickelt. Eines sei gewiss: Von den künstlichen Influencern werden wir bestimmt noch mehr hören.

Ideenfindung leicht gemacht: Hilfreiche Techniken für eure Kreativ-Sessions

Bild Credits: Pixabay / StartUpStockPhotos

Kreativität ist der Schlüssel zu Ideen, Innovationen und Fortschritt. Doch die Fantasie anzukurbeln, ist manchmal gar nicht so leicht. Wir stellen abwechslungsreicheTechniken vor, die die grauen Gehirnzellen anregen und euch unterstützen können, die Kreativität in Gang zu bringen. Viel Spaß dabei!

Dieser Artikel erschien zuerst (in Vor-Corona-Zeiten) auf  Smartworkers.net  und wurde leicht überarbeitet.

1. „Die Sechs Hüte des Denkens“ oder „Walt-Disney-Methode“

Die Kreativitätstechnik „Sechs Hüte des Denkens“ ist auf den britischen Experten Edward de Bono zurückzuführen. Die sechs Hüte des Denkens beleuchten ein Problem, beziehungsweise einen Ideenansatz, aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf spielerische Weise entsteht so ein Nährboden für die Weiterentwicklung der Idee.

So funktioniert‘s: Jeder Teilnehmer nimmt einen von sechs Standpunkten ein, die durch farbige Hüte unterschieden werden. Rot steht für Emotionen, Weiß für analytisches Denken, der schwarze Hut symbolisiert die Nachteile und Risiken einer Idee, Gelb nimmt hingegen die Chancen und Vorteile ins Visier, Grün symbolisiert Einfallsreichtum und der blaue Hut hat die Aufgabe, den Überblick zu bewahren, die Diskussion zu ordnen und zu moderieren. Ob die Teilnehmer dabei echte Hüte tragen oder anders mit ihrer Farbe gekennzeichnet werden, spielt dabei keine Rolle. Das Problem wird nun der Reihe nach aus den verschiedenen Perspektiven betrachtet und es entsteht eine lebhafte Gruppendiskussion.

2. Die 635-Methode

Methoden, die auf freier Assoziation basieren, sind meist altbekannte Verfahren wie Brainstorming, Mindmapping & Co. Hierbei werden zu einem bestimmten Thema Begriffe oder Schlagwörter gesammelt, die mit dem entsprechenden Themenfeld in Verbindung stehen. Eine weitere Technik dieses Ansatzes ist die „635-Methode“, die sich bestens für spontane Kreativ-Sessions im Team eignet. Der große Vorteil: Mit ihr ist ein großer Output in kurzer Zeit möglich.

Hierfür benötigt ihr sechs Teilnehmer mit je einem Stift und Papier. Darauf werden drei Spalten und sechs Zeilen gezeichnet. Dann beginnt der eigentliche Prozess: Jeder Teilnehmer hat die Aufgabe, innerhalb von fünf Minuten drei Ideen in die erste Zeile zu schreiben, die sich auf das Ausgangsproblem beziehen. Nach Ablauf der Zeit wird der ausgefüllte Zettel an den Nachbarn weitergereicht. Im zweiten Schritt sollen die drei bestehenden Ideen auf dem weitergereichten Papier in der nächsten Zeile fortgesetzt werden. Jede Runde ist auf fünf Minuten beschränkt. Das Blatt Papier wird so lange weitergegeben, bis alle Tabellenfelder ausgefüllt sind und jeder seinen Ausgangszettel wieder vor sich liegen hat. Die Resultate werden im Anschluss in der Gruppe ausgewertet.

3. Die Osborn-Checkliste

Kreativitätstechniken, bei denen eine Checkliste abgearbeitet wird, sind besonders sinnvoll, wenn die Ideenentwicklung nicht im Team, sondern allein erfolgt. Die „Osborn-Checkliste“ von Graham Horton setzt auf Recycling einer bestehenden Idee und Umdenken:

Ersetzen: Was kann an der bestehenden Idee ersetzt werden?
Kombinieren: Wie kann die Idee mit einem weiteren Ansatz kombiniert werden?
Anpassen: Wie kann die Idee für einen bestimmten Zweck oder Anlass angepasst werden?
Verändern: Wie kann die Idee verändert werden?
Vergrößern: Was kann hinzugefügt oder vergrößert werden?
Verkleinern: Was kann entfernt oder verkleinert werden?
Anders verwenden: Wie kann man die Idee für etwas Anderes gebrauchen?
Umstellen: Was kann neu angeordnet werden?
Umkehren: Was kann auf den Kopf gestellt oder vertauscht werden?

Alle Fragen der Osborn-Checkliste werden der Reihe nach abgearbeitet. Der Anwender entwickelt Schritt für Schritt eine neue Sicht auf die Dinge und wird so aus alten Denkmustern herausgeführt.

So funktioniert’s bei Zucker.

Ihr bereitet gerade einen Pitch vor, aber euch fällt partout keine gute Idee hierfür ein? Bei Zucker. heißt es in solchen Situationen Öffnen, Explorieren, Schließen. Die Ideenfindung wird in drei Phasen unterteilt, die ihr idealerweise im Team durcharbeitet. Es handelt sich um Mechaniken zum kreativen Warm werden und zur Strukturierung der kreativen Ergebnisse, die ihr bei in Kombination mit verschiedenen Kreativitätstechniken, wie zum Beispiel den oben aufgeführten, klassischen Brainstormings oder unserer sog. Zucker. Cool Wall (wer wissen möchte, was es damit auf sich hat, meldet sich gerne für eine gemeinsame Session bei uns), anwenden könnt.

Die Öffnungsphase: Lasst euch inspirieren und sammelt Ideenansätze. Hierfür eignet sich eine Runde „Ich-packe-meinen-Koffer“. Ein Teammitglied beginnt und wirft eine spontane Assoziation zum im Raum stehenden Thema ein. Es geht der Reihe nach weiter, wobei sich die Assoziation immer auf das zuletzt genannte Wort beziehungsweise den zuletzt genannten Gedanken bezieht. Alle Wörter werden auf einem Whiteboard gesammelt. Zusätzlich oder alternativ könnt ihr aktuelle News oder Headlines zur Inspiration im Internet durchforsten. Welche Schlagwörter stechen euch ins Auge? Welche aktuellen Themen könnten zum Thema passen? Nehmt diese ebenfalls in der verschriftlichten Sammlung auf. Erzählt euch außerdem persönliche Geschichten zum Thema der Aufgabenstellung und teilt eure Erfahrungen, das motiviert nicht nur die Kollegen zum Mitmachen, sondern liefert individuelle Sichtweisen aus dem Alltag, die den Lösungsfindungsprozess positiv beeinflussen können. Auch hier schreibt ihr die Keywords aus der Geschichte als Word Cloud auf. Das Ergebnis: Viele Wörter, die teilweise nicht mal im Zusammenhang zueinanderstehen. Doch was nicht passt, wird passend gemacht!

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Die Explorationsphase: In dieser Phase werden die gesammelten Keywords begutachtet. Fangt an, die gesammelten Begriffe zu kombinieren, zu drehen und zu verbinden. Hier könnt ihr zum Beispiel die Osborn-Checkliste mit einbeziehen. Welche Begriffe passen zusammen? Aus welchen Begrifflichkeiten lässt sich eine Idee weiterentwickeln? Können  Begriffe und daraus kombinierte Ideenansätze mit alten Ideen verbunden und bereits erprobte Aktivitäten recycelt werden? Versucht, möglichst viele Wörter zu berücksichtigen. Wichtig: Es wird noch nichts bewertet! Bleibt offen! Als Resultat erhaltet ihr verschiedene Ideenansätze, die ihr in der dritten Phase selektieren könnt.

Die Abschlussphase: Jetzt geht’s ans Bewerten! Seid kritisch, aber nur in Bezug auf die Ansätze, nicht miteinander, und verabschiedet euch von schwachen Ideen. Bezieht an dieser Stelle gegebenenfalls Außenstehende mit ein und fragt nach deren Meinung. Wenn ihr beispielsweise gute Kontakte aus der Branche nicht von eurer Idee überzeugen könnt, solltet ihr sie womöglich gar nicht erst weiterverfolgen. In der Abschlussphase könnt ihr auch die „Walt-Disney-Methode“ aufgreifen, um die Ideen abschließend zu würdigen. Am Ende bleiben die stärksten, überzeugendsten Ideen übrig, die ihr für euren Pitch nutzen könnt.

Schluss mit der Mail-Flut – Tipps für den smarten Umgang mit E-Mails

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Könnt ihr auf Anhieb sagen, wie viel Zeit ihr täglich mit dem Checken, Organisieren und Bearbeiten von E-Mails verbringt? So praktisch die digitalen Nachrichten auch sind, sie bergen durchaus Ablenkungs- und Verzettelungspotenzial. Mit unseren Tipps zum effizienteren Umgang mit E-Mails, seid ihr zukünftig organisierter und sorgt dafür, dass keine wichtige Nachricht mehr durchrutscht. Die gesparte Zeit könnt ihr dann entspannt in andere To Dos investieren. Klingt gut? Dann legen wir los!

Dieser Artikel erschien zuerst (in Vor-Corona-Zeiten) auf  Smartworkers.net  und wurde leicht überarbeitet.

1. Feste Zeiten für Mails einplanen

Wir ertappen uns regelmäßig dabei, in Pausen oder während der Bearbeitung von (wichtigen) Aufgaben das Postfach zu checken. Das Problem dabei ist, dass Pausen-Zeiten nicht zur Erholung genutzt werden beziehungsweise das Einsehen der Mails vom eigentlichen Arbeitsprozess ablenkt. Doch wie kann aus dieser Routine ausgebrochen werden? Plant täglich feste Zeitslots für die Organisation eures Postfachs ein! Wie viele das sind, hängt ganz davon ab, wie oft ihr Mails erhaltet, die sofort bearbeitet werden müssen und keinen längeren Aufschub dulden. Sofern ihr nicht im Kundenservice tätig seid, sollten zwei bis vier Einheiten verteilt über den Arbeitstag genügen.

2. Das Postfach smart organisieren

Das klingt zunächst logisch und einfach. Natürlich seid ihr vertraut damit, wie man Ordner anlegt und smarte Filter einsetzt. Allerdings fällt es den Meisten oftmals schwer, eine logische Ordnerstruktur aufzubauen, bei der keine E-Mail verschwindet und die Inbox dennoch sauber bleibt. Prinzipiell lassen sich E-Mails in die folgenden Kategorien einordnen: Newsletter, heute erledigen, zur Wiedervorlage und wichtige Hintergrundinformationen für die Ablage beziehungsweise das Archiv.

Was die Organisation von Newslettern betrifft, bieten sich intelligente Filter an, um die Mail-Flut direkt in einem Ordner verschwinden zu lassen. Diese könnt ihr dann beispielsweise in Leerzeiten lesen. Alles mit dem Label „heute erledigen“, geht ihr innerhalb der dafür vorgesehenen Zeitslots an. Achtet dabei darauf, jede Mail möglichst nur einmal anzufassen und nach Erledigung ins Archiv zu verschieben. Den Wiedervorlage-Ordner kontrolliert ihr ein- bis zweimal pro Woche, um auch zukünftige Aufgaben und Projekte im Blick zu behalten. Die Ablage oder das Archiv lässt sich am besten nach Projekten und/oder Kunden ordnen. Pro-Tipp: Wer viele Unterordner bevorzugt, sollte auf ein E-Mail-Programm mit guter Suchfunktion, wie zum Beispiel Microsoft Outlook, setzten, um auch ältere Konversationen zuverlässig und in kurzer Zeit wiederzufinden.

Wem das Ordner-Prinzip aber gänzlich widerstrebt, kann auch beim Arbeiten im Posteingang glücklich werden. Arbeitet zum Beispiel mit Markierungen oder hakt bearbeitete Mails nach Vollendung des To-Dos direkt ab. Was die Markierungen anbelangt, empfehlen sich verschiedene Farben. Mit Bezug auf die vorher genannten Kategorien könnte das folgendermaßen aussehen: Rot für Newsletter, Blau für heute erledigen, Grün für zur Wiedervorlage und Gelb für wichtige Hintergrundinformationen für die Ablage beziehungsweise das Archiv.

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3. Richtiger Betreff führt zum Ziel

Passiert es euch häufig, dass eure E-Mails nicht beziehungsweise im gewünschten Zeitfenster nicht beantwortet werden? Dann solltet ihr eure Formulierungen überprüfen. Eine aussagekräftige Betreffzeile ist Trumpf. Verfasst diese am besten erst ganz zum Schluss, um darin möglichst knackig das Essentielle der E-Mail herauszustellen. Braucht ihr dringend Feedback, sollte das bereits im Betreff deutlich werden.

Hier ein Beispiel: [Projektname]: [Inhalt] mit der Bitte um Freigabe bis [Zeitpunkt].

Für Kunden, Dienstleister und Kollegen wird so schon auf den ersten Blick deutlich, um was es geht und dass die E-Mail schnell bearbeitet werden muss. Dringende Abstimmungen könnt ihr auch mit Hilfe einer entsprechenden Priorisierung hervorheben. Doch Vorsicht: So eine Priorisierung sollte sparsam eingesetzt werden, denn wenn ihr dauerhaft auch unwichtigere Mails „hoch“ einstellt, werdet ihr vielleicht nicht mehr ernst genommen und bewirkt genau das Gegenteil – eine verzögerte Antwort oder im Worst Case sogar gar keine.

4. In der Kürze liegt die Würze

Mails sollten immer nur so lang wie nötig sein – Umso kürzer und präziser, desto besser!  Versetzt euch in den Empfänger hinein: Wird deutlich, worum es geht oder bedarf es gegebenenfalls weiterer Informationen für ein besseres Verständnis? Ist der Inhalt gut strukturiert? Wenn ihr den Adressaten zwingt, gedanklich zu springen, macht ihr es nicht nur ihm schwer, sondern auch euch, da es die Zeit verlängert, bis ihr eine Antwort erhaltet. Eine gute Struktur endet nicht mit dem Inhalt, sondern sollte durch Absätze, Aufzählungen und sparsam eingesetzte Hervorhebungen optisch unterstützt werden. Ziel ist es, dass der relevante Inhalt schon beim Skimming [Überfliegen] des Textes deutlich wird.

Ein bedeutender Stellenwert der Mail kommt ganz zum Schluss: der Abschlussformel. Die Studie des Software-Anbieters Boomerang zeigt, dass E-Mails, die mit „Danke“, „Danke im Voraus“ und „Ich danke Ihnen“ enden, eine wesentlich höhere Antwort-Quote erzielen als solche, die nur „Liebe Grüßen“ senden.

5. E-Mails reduzieren

Ja, das geht wirklich! Beginnt mit dem Abbestellen (aller) nicht gebrauchten Newsletter. Das erfordert etwas Zeit, doch es gibt Dienste wie unroll.me, die euch dabei unterstützen und die Abmeldung weitgehend automatisieren. Hilfreich kann es auch sein, einfach alle Newsletter abzubestellen und erst nach ein paar Tagen zu entscheiden, was ihr wirklich lesen müsst und wollt.

Ein weiterer Tipp von uns ist, auch eure Antworten auf E-Mail noch einmal gründlich zu lesen, bevor ihr sie abschickt. Fragt euch, ob ihr wirklich auf alle Punkte des Absenders eingegangen seid und ob alle Fragen eurerseits deutlich werden, bevor ihr auf „Senden“ drückt. So provoziert ihr keine unnötigen Antwortschleifen.

Zudem kann das Ausweichen auf andere Medien helfen, den Mailverkehr zu reduzieren. Kann ein Sachverhalt eventuell telefonisch schneller geklärt werden? Für die unternehmensinterne Kommunikation bietet sich auch der Wechsel zu einen Team-Chat beispielsweise über Microsoft Teams oder Slacks an.