Welcher Home-Office-Typ bist du?

Passend zum Jahresabschluss ziehen wir Bilanz: 2020 war ein verrückter Abschnitt in der (Zucker.) Geschichte. Vom einen auf den anderen Tag mussten wir uns im März bis auf Weiteres ins Home-Office verabschieden. Schon merkwürdig, wenn das Team nicht täglich um einen herumschwirrt, Video-Calls die Meetings im Konfi ersetzen und der Small Talk in der Zucker.Küche per Chat stattfinden muss. Eine Umstellung, die wir aber bestmöglich gemeistert haben! Was vorher als Privileg galt, ist seit jeher Standard: Das Home-Office hat sich bei uns als fester Bestandteil des Arbeitsalltags bewährt und wird uns auch in Zukunft glücklich begleiten. Mit der Zeit haben sich verschiedenste Home-Office-Typen herauskristallisiert. Von Jogginghosen-Johanna über Pilates-Paul bis zu Küchenchef-Kalle – welcher Home-Office-Typ bist du?

„Hated it, now love it“ / Skeptiker-Susi

Am Anfang Nay, heute Yay: Eine so kurzfristige Veränderung im Arbeitsalltag bringt bei vielen Kollegen erst einmal Skepsis mit sich. Wie soll das denn funktionieren? Kann ich Privates so überhaupt von Beruflichem trennen? Ich besitze Zuhause ja nicht einmal einen richtigen Arbeitsplatz… Sein wir ehrlich, den einen oder anderen Zweifel hatte jeder von uns, oder? Fakt ist, dass viele Susis sich aber bestens an die neue Routine gewöhnt haben, sogar echte Home-Office-Fans geworden sind. Denn die Realität hat uns gezeigt, dass Produktivität und Motivation im Home-Office tatsächlich funktionieren. Sind die Sorgen also unbegründet, fällt der Blick auf die vielen Vorteile, die die Arbeit zuhause mit sich bringt: Sich morgens nicht mehr in die überfüllte Bahn zu quetschen, im Winter nicht hektisch mit Blick auf die Uhr durch die Kälte zu radeln, generell Zeit zu sparen durch den Entfall von Arbeitswegen, die wir wiederum für Sport, für’s Kochen oder zum Lesen nutzen können…

“Der frühe Vogel fängt den Wurm“ / Morgenmensch-Maxi

Auch in der Arbeitskultur hat sich bei Zucker. seit März einiges verändert. Der allgemeine Arbeitsbeginn um 9:30 Uhr und gemeinsamer Feierabend gegen 18:00 Uhr ist einer flexibleren Variante gewichen: Jeder kann selbst entscheiden, wann er oder sie am besten arbeiten kann – natürlich mit zuverlässiger Team-Absprache als Voraussetzung. Alle Maxis wissen, wie der Hase läuft und fangen lieber schon im sieben Uhr morgens damit an, ihre Mails zu checken, um dafür den Nachmittag für sich nutzen zu können. Taff, ihr Maxis, die ihr euch jetzt angesprochen fühlt, taff…

„Netflix-Marathon ist auch ein Sport“ / Langschläfer-Lily

Bergfest, Vize-Freitag und Co.: Wer kennt sie noch, die Kosenamen der Party-unter-der-Woche-Rechtfertigungen? Clubbing war dieses Jahr kein Thema, doch die Nachteulen haben andere Wege gefunden, ihrem Schlafrhythmus treu zu bleiben: Binge-Watching oder Tik Tok-Suchten bis in die Puppen, fünf Stunden sind so schnell rum! Ist ja kein Problem, dank Home-Office können alle Lilys am nächsten Tag genüsslich ausschlafen. Wer kennt’s?

„Duschen wird überbewertet“ / #wokeuplikethis-Willi

Frisch aus dem Bett gerollt, pünktlich im ersten Meeting am Morgen: In Anbetracht der Zeit und Priorisierung des möglichst langen Schlafes (denn schlafen ist wichtig für die Gesundheit!) können das Duschen, Haare-Kämmen und sogar das Frühstücken getrost ausfallen – riecht und sieht ja eh niemand, oder? Außer, es steht ein Kunden-Call an, dann lässt sich über eine morgendliche Dusche durchaus nachdenken. Guilty…

„Hemd + Jogger“ / Styler-Svenni

Der perfekte Home-Office-Look existiert nicht? Frag Svenni! Oben hui, unten pfui? Absolut legitim, denn auch wenn Karl Lagerfeld einst meinte „wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, können die Svennis unter uns das Gegenteil beweisen. Warum in ungemütliche Hosen zwängen, wenn es uns um Comfy-Look viel besser geht? Ist gute Laune und eine angenehme Arbeitsausstattung nicht wichtiger als jede Spießer-Etikette, die schlechte Stimmung verbreitet und uns an unserer Bestleistung hindert? So jedenfalls der Gedanke…

„Der spontane Videocall ist meine neue Kaffeepause“ / Plausch-Peter

Manche Peters benötigen den Small-Talk und Austausch unter Kollegen wie Wasser und frische Luft, um anschließend umso konzentrierter weiterzuarbeiten. Schade, dass der kurze Treff in der Zucker.Küche die letzten Wochen kaum eine Option war. Doch die Plausch-Peters wissen sich zu helfen – Video-Call heißt ihr Zauberwort. Gern starten sie am Vor- oder Nachmittag einfach mal einen Rundruf, um sich zu erkundigen, wie gerade die Lage bei den Kollegen aussieht und den neuesten Gossip zu erfahren. Immer wieder schön, von euch zu hören, ihr lieben Peters! #hitmeup

„Ernährung umgestellt – Schoki steht jetzt immer links neben dem Laptop“ / Naschkatze-Nina

Sie können einfach nicht die Finger von den Snacks lassen! Ob Schoki, Chips, Gemüsesticks oder Sudentenfutter: Unser Zucker.süßen Naschkatzen brauchen die Nervennahrung für ihre Konzentration. Fair enough, so hat jeder seine kleinen Alltags-Helferchen…

„Kommunikation wird überbewertet“ / Ghost-Gert

Wie hieß nochmal der Kollege, der vorm März immer am linken Schreibtisch in der Ecke hinter der Küche saß? Kaum bürgern sich flexible Arbeitszeiten ein, verschwinden einige Kollegen von der Bildfläche – oder besser gesagt vom Bildschirm. Heimlich, still und leise erledigen die Gerts ihren Job, ohne, dass jemand etwas mitbekommt. Zum Glück gib es bei Zucker. eine Video-Etikette, damit wir die hübschen Gesichter unserer Kollegen regelmäßig zu sehen bekommen.

„Wischiwaschi – Wäsche waschen while working“ / Multitasking-Michael

Mails schreiben, Medienkontakt am Telefon, Mittag vorbereiten und die Waschmaschine anschmeißen – Multitasking-Michi ist am Start und erledigt seine To Dos am liebsten alle gleichzeitig. In den letzten Monaten hat er den Dreh rausbekommen, wie sich Haushalt und Arbeit parallel schmeißen lassen. Bis jetzt, hat sich niemand beschwert… Go for it, Michi!

Bild Credits: Pixabay / kaboompics

„Better Together“ / Coworking-Carlotta

Home-Office macht einsam? Nicht mit den Carlottas! Ob Familie, MitbewohnerIn, PartnerIn oder Freunde: Carlotta hat das Co-Working für sich entdeckt und verabredet sich mit ihren Liebsten regelmäßig zum Work-Date – Sicherheitsabstände und Hygieneregeln werden natürlich eingehalten (ihr wisst schon). Ablenkungspotenzial? Keineswegs! Die Co-Working Experten gehen effizient mit ihrer Zeit um, aber freuen sich umso mehr auf eine gemeinsame Mittags- oder Kaffeepause.

„Drei Bildschirme für dreifache Power“ / Techi-Tina

Was die technische Ausstattung angeht, spaltet sich die Kollegschaft in zwei Lager: „Laptop reicht“ versus „ohne den zweiten oder dritten Bildschirm geht gar nichts“. Während sich einige Home-Officeler zunächst über das übersichtliche Home-Office beschweren, wissen die Techi-Tinas gar nicht, was eigentlich das Problem ist. An Bildschirmen mangelt es ihnen sicherlich nicht… Die neueste High-Tech Maus und Must-Have-Tastatur sind auch am Start – aus privatem Interesse an Innovation und modernem Equipment, versteht sich. Sehr fortschrittlich!

„Yoga am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“ / Positive-vibes-only-Per

Vom Bett an den Bildschirm? Mag für #wokeuplikethis-Willis eine Option sein, aber nicht für die Pers unter uns. Sie stehen auf eine gesunde Work-Life-Balance – mit Betonung auf Balance. Denn die Pers haben im Home-Office eine neue Routine entwickelt. Vor der Arbeit gönnen sie sich eine Yoga-Session für einen ausgeglichenen Start in den Tag. Mit dieser Energie kann kommen, was will – Pers haben die Ruhe weg!

„Genies beherrschen das Chaos“ / Messi-Melina

Zum Glück gibt es die Option, den Hintergrund im Video-Call zu ändern. Niemand möchte sehen, wie sich hinter Melina die Teller stapeln und Klamottenberge türmen. Tja, so ist das halt, wenn das Wohnzimmer plötzlich zum Büro umfunktioniert werden muss. Aber keine Sorge: Die Melinas wissen schon, wie sie mit ihrem Chaos umzugehen haben. Show must go on: In ihrer Arbeit schränkt sie die Unordnung jedenfalls nicht ein. #masterofdesaster #chaosqueen

„Zu Vino sag ich nie no“ / Irisch-Coffee-Ingo

Prost, Kaffee aka “Let the day be GIN”! Die Ingos unter uns wissen, wie sie die klassische Montagskrise am Nachmittag bewältigen: Ein kleiner Schuss im Tee hat noch jemandem geschadet, oder? Na, dann hoffen wir mal, dass euer/e ChefIn nichts merkt. Sonst gibt’s Ärger… Im Feierabend schmeckt das Bierchen eh viel besser.

„Same same – no difference“ / Experten-Elli

Ob Wohnzimmer oder Büro – für die Experten-Ellis macht das keinen Unterschied. So oder so sitzen sie pünktlich am Morgen perfekt gestylt und in unveränderter Routine am Rechner. Die äußeren Umstände ihres Offices können die Ellis komplett ausblenden. Der Fokus liegt zu 100 % auf der Arbeit. Respekt!

Halb im Scherz, halb ernst kann sich bestimmt jeder von uns mit mindestens einem der vorgestellten Home-Office-Typen identifizieren. Vielleicht gibt’s auch noch andere Charaktere? Oder gar Mischungen aus verschiedenen Eigenschaften? So oder so hat sich nach einer gewissen Zeit jeder bei Zucker. mit dem Home-Office arrangieren können und seine eigenen Learning aus dieser neuen Arbeitsweise gezogen. Also: Auf geht’s, an die Arbeit!

Bildcredits des Anzeigebildes: Pixabay / JoshuaWoroniecki

Wichtelgeschenke für echte PRler

Weihnachten kommt mit großen Schritten näher und damit auch fettiges Essen, die große Familienzusammenkunft und natürlich der beliebte Brauch des Wichtelns. Festlich gestimmte Menschen werfen leidlich angemessene Geschenke in einen großen Sack und freuen sich auf das beschämte Gesicht des Freundes, Verwandten oder Kollegen, der das zweifelhafte Fundstück letztlich auspacken darf. Happy Xmas! Da auch bei Zucker. alljährlich fleißig gewichtelt wird, haben wir hier die idealen Wichtelgeschenke für PRler zusammengestellt. Ein kleines Augenzwinkern inklusive, versteht sich.

Bullshit Bingo

Ein Muss für jeden PR-Anfänger und -Veteranen gleichermaßen. Ein Werk, das eindrucksvoll unter Beweis stellt, wie plump doch die meisten Werbetexte formuliert sind und somit unterschwellig Argumente dafür liefert, dass PR doch eigentlich viel effektiver und sinnvoller ist. Ein Buch gegen Werbung also, das nebenbei Werbung für die PR macht. Wunderbar.

Büroklammern in hippem Look

Die Büroklammer. Der kleine Helfer, der noch jeden wüsten Papierberg in den Griff bekommen hat. Für die hippe Agentur in Berlin Mitte darf es natürlich auch gerne einen Tick kreativer sein: Dieses Modell in frechem Bunt sorgt nicht nur für Ordnung im alltäglichen Dokumenten-Wahnsinn, sondern ist darüber hinaus auch als optisches Schmankerl am sonst so farbarmen Arbeitsplatz allerbestens geeignet.

Baldrian-Tee

Die ruhige und besinnliche Zeit des Jahres gibt auch PRlern die Chance, runterzukommen und den arbeitsintensiven Alltag unter dem Deckmantel von familiärer Besinnlichkeit für einige Tage hinten über fallen zu lassen. Auf Kommando runterkommen ist dabei gar nicht so einfach. Mit diesem beruhigenden Gebräu aus echter Baldrianwurzel könnten die Feiertage auch für dauerkreative Stressabhängige entspannter nicht sein.

Yogamatte

Zugegeben, ein wenig groß für das klassische Wichteln im kleinen Kreis und dennoch: Yoga ist Trend – zumindest im fancy Berlin. Da das anstehende Neujahr ohnehin wieder zu übertriebenen Vorsätzen hinsichtlich Nikotinentzug oder Sportsucht verleitet, kann so ein frühzeitiger Wink mit dem Zaunpfahl nicht schaden. 2018 werden wir unserer Work-Life-Balance was Gutes tun, indem wir alle wieder regelmäßig Sport treiben. Und bei Übungen wie dem „Verletzten Pfau“ oder dem „Herabschauenden Hund“ kommt man doch gerne ins Schwitzen.

In diesem Sinne wünscht Zucker. allen Wichteln ein geschenkereiches Weihnachtsfest!

Influencer Marketing: Wenn’s furchtbar schief geht

In der Lifestyle-PR freuen wir uns immer wieder, mit den kreativen Ideen von Bloggern, Instagrammern und Influencern unsere Kunden perfekt präsentieren zu können. Dabei pflegen wir einen engen Kontakt zu unseren Markenbotschaftern. Dass hier auch mal etwas nicht unseren Erwartungen entspricht, kommt zum Glück nur sehr selten vor. In der Regel können wir uns, was Qualität und Kreativität betrifft, auf unsere Kooperationspartner verlassen.

Influencer Marketing

Foto: Tollwasblumenmachen.de

Doch auch wir müssen manchmal über einige Ergebnisse im Dschungel der Markenkooperationen schmunzeln. Deshalb wollen wir heute die Gelegenheit nutzen, euch die Perlen des Influencer-Marketings vorzustellen. Hier werden Promo-Highlights aus aller Welt gesammelt und interessierten Lesern zur Versüßung des Alltags präsentiert. Wir haben uns das mal ein wenig genauer angesehen und unsere Top 3 gekürt.

1. Die sportliche Zahnbürste

Nichts geht über ein kleines aber feines Workout zu Hause. Doch woher kommt die Zahnbürste?

2. #thestruggleisreal


Hier soll es eigentlich um leckere Abnehmwaffeln gehen. Die wahre Botschaft ist allerdings, dass die liebe Sarah zu krank ist, um die tollen Waffeln zu probieren. Und eigentlich doch viel lieber Knoppers möchte. Und auch über die Qualität des Bildes möchten wir an dieser Stelle einfach nur schweigen.

3. Für ein makelloses Lächeln


Wer würde sich nicht gern in einem derartig hippen Infinity Pool räkeln und die Seele mal so richtig baumeln lassen? Dank dieser Kooperationsperle wissen wir jetzt auch, dass zur vollkommenen Entspannung definitiv das Zähneputzen gehört.

Eins ist gewiss: Die Aufmerksamkeit für diese gestellten Bilder und Videohighlights, bei denen wir zweimal hinschauen müssen, sind garantiert. Wir freuen uns also weiterhin auf die Schätze dieser Seite aus dem Influencer Marketing und sind heilfroh, dass „unsere“ Influencer wissen, wie man Marken und Produkte gekonnt in Szene setzt.

Best of Küchenmails: Wenn’s mal wieder keiner gewesen sein will

Büroküchenmails. Es ist mir ein Rätsel, warum es dazu noch keinen Tumblr, Instagram-Account oder trending Hashtag gibt. Bei uns jedenfalls sind Mails rund um Küche, Kühlschrank und Kaffeekochen sozusagen das Salz in der Suppe und Quell steter Freude – zumindest für alle Unbeteiligten. Zeit also, euch ebenfalls daran teilhaben zu lassen: Unser Best of Küchenmails der letzten Jahre.

Kapitel 1: Vom Forscherdrang und Lebensmittelexperimenten

Immer wieder stellen die Zucker.s Forscherdrang und Experimentierfreude unter Beweis. Wie lange dauert es, bis Soya-Joghurt im Vergleich zur Vollmilch-Variante schimmelt? Welche Stadien durchlaufen Obst, Käse, Fleisch und zubereitete Speisen, bis sie nicht mehr als solche zu erkennen sind? Und welche Formen des Pilzes gedeihen unter Kühlschrank-Bedingungen besonders gut? Fragen, die beantwortet werden wollen, aber nicht immer auf Gegenliebe treffen. Meist bleibt es dann auch nicht bei nüchternen Hinweisen wie oben. Gerne wird auf drastischere Visualisierungen zurückgegriffen – und deutlich gemacht, was man von der Sache hält. Mit drei Ausrufezeichen.

Pfui Teufel!!!

Natürlich wird auch das Potenzial eines verbalen Drohszenarios genutzt:

Hi all,
ich habe gerade mal wieder einige Lebensmittel in unterschiedlichsten Verrottungszuständen aus dem Kühlschrank entsorgt. Da es scheinbar schwer fällt, seine eigenen Lebensmittel im Blick zu haben, wird jetzt wöchentlich alles entsorgt, was nicht mit einem Kürzel markiert ist oder fragwürdig aussieht. Gleiches gilt für die Tupperparty auf der Fensterbank, einmal die Woche wird jetzt hier weggeschmissen. Save your Tupper!

BAM! Heißt natürlich nicht, dass es funktioniert. Regelmäßige Reminder bleiben obligatorisch.

Und auch noch einmal der Entsorgungsreminder: Alles ohne Kürzel drauf, offene Lebensmittel ohne Tellerchen oder liegen gelassene Tupperware fliegt ohne Ankündigung in die Tonne.

To be continued…

Kapitel 2: Der Geschirrspüler

Seit der Einführung eines täglich wechselnden Küchendienstes sollte eigentlich Ordnung in der Küche herrschen. Sollte. Denn wie immer, scheint auch hier die Verantwortlichkeit Einzelner unmittelbar zum Sich-nicht-verantwortlich-fühlen Vieler zu führen.

Huhu, ich wieder
Es zeichnet sich seit geraumer Zeit ein Trend dahingehend ab, dass einige denken, wenn sie KEINEN Küchendienst haben, müssen sie ihr Geschirr auch nicht in den Geschirrspüler räumen. Doch weit gefehlt! …

Wehrhafte CvKs (Chefs vonner Küche) greifen natürlich auch mal selbst zur Tastatur. Zum Beispiel mit einem Vorher-Nachher-Vergleich, der zeigt, dass das dreckige Geschirr etwas vorschnell in die Spüle – und eben nicht in die vermeintlich volle Maschine – gestellt wurde. Ordentlich beladen, ergeben sich meist noch (für einige) überraschende Räume im Geschirrspüler:

Interessanterweise schadet es auch nicht, regelmäßig darauf hinzuweisen, dass man sauberes und dreckiges Geschirr nicht miteinander mischt. Eigentlich selbstverständlich. Eigentlich.

Liebe Zuckers., es wäre ganz toll, wenn wir immer nach folgendem Prinzip verfahren: Ist sauberes Geschirr in der Spülmaschine, wird diese ERST leer geräumt und dann mit dreckigem Geschirr bestückt. Dann ist das Fassungsvermögen auch direkt höher.

Klingt logisch. Aber Logik ist, wie wir wissen, nicht immer der Weg zum Erfolg.

Und manchmal ist eine E-Mail vielleicht einfach nicht plastisch genug. Ein guter alter Post-it kann da für bleibendere Eindrücke beim Kaffeeholen sorgen.

Kapitel 3: Kaffee. Oh mein Gott, ja, Kaffee!

Apropos Kaffeeholen. Kaum etwas ist schlimmer als sich nach einem Muntermacher sehnend auf den Weg in die Küche zu machen, nur um dann dort beim Druck auf die Pumpkanne dieses Geräusch aus der Hölle vernehmen zu müssen. Dieses Krchkrchkrch einer Kanne, die vergeblich versucht, noch ein paar Tropfen Kaffee aus sich herauszupressen. Was zum Geier ist so schwierig daran, neuen Kaffee zu brühen, wenn man den letzten Schluck verbraucht hat? Eine Frage, die wohl nie beantwortet werden wird. Allein zu diesem Thema finden sich unzählige Mails in unseren Posteingängen. Die schönste von allen sei euch nicht vorenthalten:

Betreff: Imagine there’s no coffee
An: Alle

Stellt euch eine Agentur vor, in der jede_r DANN neuen Kaffee macht, wenn er oder sie bemerkt, dass die Kaffeekanne BALD alle wird – und nicht erst, wenn sie schon leer ist.

Die leidige Wahrscheinlichkeit, neuen Kaffee machen müssen, ist in beiden Fällen gleich hoch. Und doch wäre es ein Beitrag von uns allen, die Welt ein kleines bisschen friedlicher zu machen.

IMAGINE!

Kapitel 4: Mundraub

Auch Abwandlungen von „Kein Kaffee“ gibt es natürlich zu Hauf. Kein Müsli, kein Joghurt, kein Salat – oder keine Zitrone. Denn immer wieder kommen Lebensmittel, die nicht der Allgemeinheit gehören, unter mysteriösen Umständen abhanden. Auch wenn die Aufklärungsquote erfreulich hoch ist (Verwechslungen; Rückgabe geliehener Lebensmittel verschwitzt; entsorgt, weil verschimmelt…), hilft eine fragende Mail nicht immer. Manchmal bleibt das Leckerli leider für immer verschollen.

Betreff: An den Zitronendieb…
An: Alle
Ich hoffe, sie hat geschmeckt!
Hatte sie in das 2. Kühlschrankfach gelegt. Ohne war mein Tee leider nur halb so geil…

Kapitel 5: There’s hope

Bei all den Küchenreibereien muss man eines festhalten: Nicht nur sorgen sie immer wieder für Erheiterung im Agenturalltag, mittlerweile haben wir durch sie auch eine wahre Fülle an nützlichen Tipps erhalten. Ob es das Vorbeugen von Schädlingen betrifft, den optimalen Umgang mit Spülmaschinen oder schlichtweg das Gespür für das Miteinander von Menschen. Ich persönlich kann mich nur der Reaktion einer Kollegin auf eine der Mails anschließen.

Denn eines ist doch auch klar: Am Ende haben wir uns hier bei Zucker. trotz allem ganz doll lieb – auch wenn der Ton in den Küchenmails zuweilen etwas ruppig ist. Und: In welcher WG läuft in der Küche immer alles rund?

In diesem Sinne: Keep on mailing!

U don’t say? – Die Abgründe der Influencer Relations

Favorite_Flower_Gallery_Vernissage
Keine Frage, Blogger und Influencer sind für uns PRler eine wichtige Ergänzung zu den tradierten Medien. Oft sind ihre Kooperationsbeiträge schöner und innovativer als die Advertorials der bekannten Verlage, bei manchem Blogger werden Stylisten, Fotografen wie Trendwatcher ganz grün vor Neid und bekannte Blogs mausern sich zu Blogazines, die schnell relevanter sind als ihre alteingesessenen Konkurrenten. Doch es gibt auch die andere Medaillenseite: Influencer, die zwar content- und reichweitenmäßig ganz vorne dabei sind, mit dem „daily business“ aber nicht hinterher kommen. Oder auch Neu-Instagrammer und Blogger, die vom Leben ihrer erfolgreichen Kollegen träumen, jedoch nicht einsehen, dass ihre Preise nicht dieselben sein können. Wir könnten die Beschreibungen ewig weiterspinnen, teilen mit euch aber lieber ein paar Auszüge aus nervenaufreibenden Influencer-Konversationen. „Zitate sagen mehr als tausend Worte“… oder so.

Influencer Relations Bullshit Bingo – Agentur Edition

„Eine Steuernummer habe ich bisher noch nie gebraucht.“ (Was steht denn auf deinen anderen 300 Rechnungen?)

Annoyed GIF - Find & Share on GIPHY

„Ich mache nur Kooperationen, die ich persönlich vertreten kann.“ (Besonders gerne mit konkurrierenden Firmen direkt hintereinander.)

„Ich kennzeichne alle meine Kooperationen.“ (Und was ist mit der Schleichwerbung auf Snapchat?)

„Mein Blog ist noch im Aufbau.“ (Hat keine Reichweite.)

Mean Girls GIF - Find & Share on GIPHY

„Wann sollte der Beitrag nochmal online gehen?“ (Heute!)

„Stimmt, die Instagram-Verlinkung hab ich vergessen, aber kann ich ja jetzt noch hinzufügen.“ (7 Stunden später)

„Das Briefing habe ich nicht erhalten.“ (Doch, zweimal.)

„Vorabansichten schränken mich zu sehr ein.“ (Stellt Beitrag einfach online.)

„Schick es doch mit den Fehlern schon mal zum Kunden, dann muss ich es nicht zweimal ändern.“ (Klar, deswegen kriegt der unsere Pressemitteilungen auch immer ohne Lektorat.)

„Es würde mich freuen, wenn Sie an einer Kooperation o. Ä. interessiert wären.“ (O.Ä.? Schlüpper, Eis, Babyelefanten?)

„Mir wurde empfohlen, mich an Agenturen zu wenden, um Influencer zu werden.“ (Ja, wir machen aus dir einen Star!)

Schitt'S Creek GIF - Find & Share on GIPHY

Wer sich an das Influencer Relations Bullshit Bingo von den Blogrebellen erinnert fühlt: Ja, vielleicht ist das ein kleiner Agentur-Gegenschlag für eure miesepetrigen Kästchen. Eigentlich haben wir uns damals aber gar nicht angesprochen gefühlt: Wir arbeiten schließlich seit Jahren erfolgreich mit Bloggern bzw. „Influencern“ zusammen. Und natürlich ist es nicht immer so wie oben beschrieben. Viele von euch sind uns sehr ans Herz gewachsen ❤

Friends GIF - Find & Share on GIPHY

Zum Darwin-Tag: Dumb Ways To Die

Impending Doom (Explored) - CC BY pasukaru76 https://www.flickr.com/photos/pasukaru76/Er gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler aller Zeiten und wurde von den Zuschauern der BBC gar auf Platz vier der „100 Greatest Britons“ gewählt: Charles Darwin, Begründer der Evolutionstheorie und Namensgeber des Darwinfinken. Heute vor 206 Jahren wurde er geboren, seit 20 Jahren wird aus diesem Anlass am 12. Februar der internationale Darwin-Tag begangen.

Aus dem Genpool eliminiert: die Darwin Awards

Auch wir wollen den verdienten Forscher heute würdigen, nicht nur weil es ohne ihn den absurden Kampf zwischen den so genannten Kreationisten und ungefähr allen anderen um die Lehrpläne an US-amerikanischen Schulen nicht gäbe, sondern auch weil er uns einen der schönsten Awards dieser Erde beschert hat: den Darwin Award. Bereits seit gut 20 Jahren werden mit ihm Menschen (meist posthum) ausgezeichnet, die den Genpool der Menschheit dadurch verbessert haben, dass sie sich selbst aus eben diesem eliminiert haben, indem sie sich auf herausragend dümmliche Art selbst um die Ecke gebracht oder doch zumindest ihre Reproduktion auf kreative Weise verhindert haben.

Doch genug der Worte. Hier sind die Top 9 der Darwin Award Nominees aller Zeiten nach User-Wertung. Happy Darwin Day – und seid vorsichtig.

CC BY barkbud
Platz 9: Faulty Aim Fatal (8,5 Punkte)
Als Gerald in einem gestohlenen Auto von der Polizei angehalten wird, hält er es für klüger, sich den Gesetzeshütern zu entziehen, und flüchtet in ein Feld. Der ersten folgte ziemlich schnell die zweite schlechte Idee: Im Versuch, die Cops abzuschütteln, feuert der junge Mann mit einer 9mm auf über die eigene Schulter auf seine Verfolger. Dummerweise gehört(e) Gerald wohl zu jener Sorte Mensch, die nicht gleichzeitig gehen und Kaugummi kauen kann. Und so kam es, dass er es fertig brachte, sich mit der eigenen Pistole in den Kopf zu schießen. Was der Verfolgungsjagd ein jähes Ende bereitete.
CC BY Keith
Platz 8: Man Drowns in Kitchen (8,8 Punkte)
Die Überraschung war groß, als ein Vermieter den Beinen, die aus dem Küchenfenster hingen, auf den Grund ging: In der Wohnung fand er den Mieter ertrunken in der eigenen Spüle. Der Tote hatte offenbar betrunken und unter Drogeneinfluss versucht, durch das Fenster in die Wohnung zu gelangen, blieb dabei stecken und drehte bei seinem Befreiungsversuch dummerweise auch noch den Wasserhahn auf. Warum der Mann den Hahn nicht wieder zudrehte oder den Stöpsel zog, bleibt unklar – ebenso, warum er nicht einfach den Haustürschlüssel zum Betreten der Wohnung nutzte, der in seiner Hosentasche gefunden wurde.
CC BY Edmund Yeo
Platz 7: Shoot em Off (8,6 Punkte)
Eine ungewöhnliche Sexpraktik (wenn man das so nennen kann) ist einem Mann namens Lantern zum Verhängnis geworden. Aus nicht näher bekannten Gründen gefiel es ihm, wenn seine Frau eine ungeladene Schrotflinte an sein bestes Stück hielt und abdrückte. Bis zu dem Tag, an dem das Gewehr dann doch mal geladen war. Nun ja, er hat es überlebt, kleine Lanterns dürfen wir aber nicht mehr erwarten. Immerhin hat sich der Waffennarr damit den seltenen „Living Darwin Award“ verdient.
CC BY Rob
Platz 6: Unsafe and Insane (8,6 Punkte)
Ebenfalls einen „Living Darwin Award“ gesichert hat sich ein 26-jähriger Australier, der sich die Hoden wegsprengte und damit verhinderte, dass seine Gene weitergegeben werden. Der junge Mann kam auf die nicht wirklich schlaue Idee, einen zwischen den Arschbacken eingeklemmten Böller explodieren zu lassen. An sich schon ziemlich blöd, dummerweise stolperte er dabei und die Explosion fand an einer noch empfindlicheren Stelle statt. Die Wunde soll nach Aussagen des behandelnden Arztes wie eine Kriegsverletzung ausgesehen haben.
CC BY Boston Public Library
Platz 5: Spy vs. Self (8,6 Punkte)
Der 28-jährige Fabio, eigentlich Straußen-Farmer, träumte offenbar vom aufregenden Leben eines Geheimagenten. Eines Abends demonstrierte er jedenfalls Freunden seine neueste Errungenschaft, einen Kugelschreiber a la James Bond, der in Wirklichkeit eine einschüssige Pistole war. Was Fabio seinen Freunden auch bereitwillig demonstrierte, indem er sich das vermeintliche Schreibutensil an den Kopf hielt und abdrückte. Das Gadget funktionierte einwandfrei und jagte ein .22-Kaliber-Geschoss durch den Kopf des Möchtegernspions.
CC BY Hans Watson
Platz 4: Rutting Contest (8,7 Punkte)
Man kennt das aus dem Tierreich: Zwei Männchen, sagen wir mal Dickhornschafe, rennen aufeinander zu und rammen sich die Hörner gegeneinander, um das Weibchen ihrer Wahl zu beeindrucken. Ein ähnliches Verhalten zeigten zwei taiwanesische Studenten, die mit ihren Motorrädern aufeinander zurasten. Derjenige, der ausweicht, so der Plan, verliert das Duell, der andere bekommt das Mädchen. Leider zeigten sich beide als gleichermaßen wagemutig, die Motorräder kollidierten frontal, beide Streithähne starben noch am Unfallort. Tragisch: In einem Kommentar verriet die Angebetete, dass sie an keinem der beiden jungen Männer interessiert war.
CC BY Rebel Gique
Platz 3: Crutch, Meet Crotch (8,8 Punkte)
Platz 3 geht wieder unter die Gürtellinie. Als ein Einbrecher nachts in die Wohnung eines gehbehinderten Mannes einstieg, lief zunächst alles nach Plan: Der Mann schlief, der Einbrecher konnte ungestört die Beute einpacken. Als der Schlafende jedoch plötzlich erwachte, griff der Einbrecher an und schlug auf den vermeintlich Wehrlosen ein. Dieser erwies sich allerdings als durchaus wehrhaft und drosch dem Eindringlich mit seiner Krücke zwischen die Beine. Nach der Flucht des Einbrechers bemerkte der Mann einen seltsamen Gegenstand auf dem Boden, der sich schnell als menschlicher Hoden herausstellte. Der Einbrecher wurde später blutüberströmt auf dem Gehweg gefunden, im Krankenhaus mussten ihm schließlich die Geschlechtsorgane komplett abgenommen werden, es drohte Wundbrand.
CC BZ Nacho Rascón
Platz 2: Textbook Double Double Darwin (8,8 Punkte)
Silber geht an ein Pärchen aus Brasilien, dem es zum Verhängnis wurde, dass sie im ungünstigsten Moment die Finger nicht voneinander lassen konnten. Als die beiden im Nebel auf der Autobahn die Lust überkam, schafften sie es nicht mal mehr bis zum nächsten Parkplatz und hielten ihr Schäferstündchen auf der rechten Spur ab. Ja gut, man hätte zumindest mal auf den Standstreifen fahren können, aber auch dafür reichte das vernebelte Hirn der beiden offenbar nicht mehr aus. Ironie des Schicksals, dass der Truck, der das Auto samt Insassen kurz darauf in einen Schrotthaufen verwandelte, dies just in dem Moment tat, in dem die Opfer dabei waren, sich zu reproduzieren.
Platz 1: Angry Wheelchair Man (9,0 Punkte)
Dass man nicht mit Wut fahren soll, ist eine alte Weisheit. Die gilt auch für Rollstuhlfahrer, wie der Fall des Koreaners zeigt, der zum Winner des „Darwin Award of the Century“ gewählt wurde. Anstatt auf die Rückkehr des Fahrstuhls, der ihm gerade vor der Nase weggefahren war, zu warten, entschied sich der 40-Jährige dafür, seinen elektrischen Rollstuhl als Rammbock zu nutzen, die Tür zum Schacht aufzubrechen und dem abwärts fahrenden Lift einfach, nun ja, hinterherzufahren. Das Video dazu findet ihr übrigens nach Klick auf das Foto.

Diese und viele weitere Nominierungen aus gut 20 Jahren findet ihr auf der offiziellen Webseite der Darwin Awards.

Das Grauen hat einen Namen: WM-Song

Grauen WM-Song_Header
 
Bald geht’s los: Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Als Fußballfan saugt man jetzt jede noch so kleine Meldung aus den Trainingslagern der WM-Fahrer auf. Schließlich wollen nicht nur die Profi-Kicker gut vorbereitet sein, wenn das Turnier am kommenden Donnerstag in São Paulo angepfiffen wird.

Im Falle der deutschen Elf hat das zwar hohen Unterhaltungswert, stimmt aber nicht gerade optimistisch: Verletzte und angeschlagene Spieler, wohin man sieht. Dortmunder, die mit Dönern werfen und in Hotels pinkeln. Ein Bundestrainer, der kurz vor einem PR-Termin seine Pappe abgeben muss. Und als tragischer Tiefpunkt der Autounfall bei eben jenem Sponsoren-Termin. Da sehnt man sich nach etwas Entspannung. Nach Musik zum Beispiel, Musik ist toll zum Entspannen. Denkt man sich so. Bis man mal schaut, was der Soundtrack zum Sport-Spektakel so zu bieten hat. Dann, ja dann, nimmt das Grauen Gestalt an.

Aber seht selbst: unser Worst of WM-Songs (in keiner besonderen Reihenfolge): Weiterlesen

11 Uhr 11 im Zucker.Check

Bald ist der 3. März. Dieser ist nicht nur der Tag nach den Oscars. Er bietet mit dem Rosenmontag auch den Höhepunkt der diesjährigen Karnevalssaison. In Berlin kann das feuchtfröhliche Feiern mit Leichtigkeit umgangen werden, doch der ein oder andere Zucker. Mitarbeiter hat das närrische Treiben schon aus nächster Nähe erlebt. Eine interne Kurzumfrage über die Vor- und Nachteile von Karneval.

Pro
An Karneval kann jeder in andere Rollen schlüpfen. Schüchterne Frauen werden zu Teufeln, Männer brüllen als Löwen durch die Gegend. Bei Mottoparties kommen Kostüme gut an, auch die Mottowoche im Abitur war ein Knaller. Und an Karneval soll Verkleiden plötzlich uncool sein? Mitnichten! Ein bisschen Spaß muss sein. Wir erinnern uns schließlich mit Freude an unsere glücklichen Kindheitstage als Prinzessin und Indianer. Und wer sich selbst zu schön ist, der hat wenigstens endlich mal eine Ausrede, für die Verkleidung seines Haustiers.

Wann ist es sonst legitim, um 8 Uhr morgens mit dem Trinken anzufangen? Der Regel „Kein Bier vor vier“ wird selten weniger Beachtung geschenkt. Das muntert selbst die stärksten Morgenmuffel auf. Die Folge: Jecke Leute sind offen und fröhlich. So viele neue Menschen lernt man sonst nicht an einem Tag kennen! Und wer weiß, wen man auf den Straßen trifft: Es hat tatsächlich schon so manche Romanze beim Karneval begonnen…

Wem die Schnäpse um 8 Uhr morgens noch nicht so leicht die Kehle runterrutschen, der kann die Funktion des Beobachters einnehmen. Derart viele ausgelassene Menschen an einem Ort tummeln sich nicht mal im neuen Szeneclub. Was sind die neuesten Frisurentrends? Welches Getränk findet die meisten Abnehmer? Der geneigte Beobachter könnte mit Leichtigkeit eine Feldstudie starten.

Kontra

keinenarrenDie Krux mit dem Kostüm: Was ist draußen im Februar warm genug, lässt sich aber drinnen schnell zur sexy Katze umgestalten und funktioniert auch für den schnellen Gang zum Dixie-Klo? Heiß-kalt-heiß-kalt ist nicht nur eine Taktik im Dating-Game. Zusätzlich zur Funktionalität gesellt sich der Wunsch nach einer individuellen Verkleidung. Nähen ist eher schwierig? Dann weg mit dem Geld! Natürlich ist das erst der teure Auftakt. Oder wie finanzieren sich Getränke, Eintritt, Verpflegung und Co.?

Der Zwang, um 8 Uhr morgens mit dem Trinken anzufangen, um die furchtbare Karnevalsmusik zu ertragen. Und die Menschen, die ihr Limit nicht kennen. Und den Dreck auf den Straßen. Und das Gedränge in jedem Laden, den man betritt.

Der ÖPNV in Karnevalsstädten. Gnadenlos überfüllt und an diesen Tagen gespickt mit panischen Gesichtern von Nicht-Karnevalisten. Noch schlimmer: Hauptbahnhöfe, die Sammelstellen für betrunkene Bienen in zerrissenen Strumpfhosen und lallende Super Marios mit heruntergezogener Latzhose.

Die negativen Punkte wiegen schwerer. Bei Zucker. ist man sich da relativ einig: „Karneval? Ick bin Berliner, ick kann keen Karneval.“

(Bilder: Hazelares [CC BY-SA 3.0] / 8minutesold.com)

Knoten in der Korrekturschleife

Vor ein paar Tagen machte eine Panne im Wahlkampf des US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney die Runde durchs Web: In die iPhone-App „With Mitt“, in der man vorgefertigte Fotoschablonen nutzen und so eigene Schnappschüsse mit Wahlkampf-Botschaften erstellen und unter anderem auf Twitter und Facebook teilen konnte, hatte sich ein peinlicher Fehler eingeschlichen. Eine der Schablonen hatte den Slogan „A better Amercia“. „Amercia?“ fragte sich der geneigte Nutzer. Hat Romney bereits aufgegeben und tritt nun als Kandidat in einer uns bis dato unbekannten Bananenrepublik an? Wohl kaum. Eher wurde da mal wieder die letzte Korrekturschleife vor Veröffentlichung ein wenig zu schlampig gedreht. Der Spott von Romney-Gegnern war dem Detroiter Multimillionär sicher. Eines hat die App immerhin erreicht: Sie verbreitete sich viral durch die sozialen Netzwerke und Blogs.

Doch die Romney-App ist nicht der einzige Fauxpas, wenn es um Kommunikation im eher technischen Bereich geht. Weiterlesen

Moncler Grenoble – der Gähnrilla Flashmob

Welche traurigen Auswüchse die Idee „lasst uns doch mal einen Flashmob machen“ haben kann, seht ihr hier:

Moncler Grenoble from Hintmag.com on Vimeo.

Maximal eine alberne Kollektionspräsentation mit Photo-Op ist der „Guerilla Flashmob“ von Moncler in der Grand Central Station. Das unnötig neun Minuten lange Video sorgt für den Rest der grenzenlosen Langeweile. Es zeigt sich wieder, Traditionshäuser tun sich mit innovativen Ideen ein bisschen schwer, manchmal schadet es auch nicht, etwas altmodischer und stilsicherer zu sein. Oder man fragt halt die richtigen Leute, just sayin‘ …

via hypesRus