Konstruktiver Journalismus – Schlüssel zum Erfolg oder Idealismus?

Credits: Unsplash / Amanda Jones

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Journalismus und Public Relations sind von gegenseitiger Beeinflussung geprägt. In unserem Agentur-Alltag sind wir in ständigem Austausch mit Journalisten und wissen idealerweise immer über die neuesten Branchen-Trends Bescheid. Ein großer Trend der letzten Jahre ist der sogenannte konstruktive Journalismus. Doch warum ist das auch für uns in der Öffentlichkeitsarbeit von Wichtigkeit? Dieser Frage und mehr widmen wir uns mit diesem Blogbeitrag.

Ein Geben und Nehmen – ein historischer Anriss

Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen, ein kleiner historischer Ausflug – versprochen, nur ganz kurz. In der wechselseitigen Beziehung ist Journalisten das gegenseitige Geben und Nehmen ebenso bewusst, wie auch die Public-Relations-Akteure über deren Möglichkeiten zur Platzierung ihrer Themen zum richtigen Zeitpunkt Bescheid wissen. Bereits 1927 erkennt der deutsche Kommunikationswissenschaftler Emil Dovifat nach einem längeren Forschungsaufenthalt in den USA (der Geburtsstätte der PR) den Einfluss der Public Relations auf die Medienberichterstattung. Auch die bekannteste deutsche Untersuchung von Barbara Baerns attestiert den Public Relations, dass sie die Themen und das Timing der journalistischen Berichterstattung „unter Kontrolle“ haben.

Ehe die Freude der PRler hier jedoch zu groß wird: Die Kommunikationswissenschaft weiß bereits einiges über die Struktur der Beziehung von Journalismus und Public Relations und auch über deren Wirkungen auf die Medien, doch es fehlt nach wie vor ein durchgängiges, empirisch erforschtes Prognose- oder Erklärungsmodell. Daher ist immer noch unklar wer wen, wie, wann und womit beeinflusst oder steuert. Erschwerend für eine klare Prognose sind zudem die schnellen Veränderungen der Medienwelt, welche die Medientechnik ebenso betreffen, wie Medienmärkte, Medienakteure, Medieninhalte, die Arbeitsabläufe und auch den Einfluss der Medien auf die Gesellschaft. Durch die ständigen Veränderungen ändert sich auch das Verhältnis zwischen Journalismus und Public Relations kontinuierlich, aber das macht das Ganze ja umso spannender!

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Positive Beeinflussung oder verweichlichter Schmusekurs?

Negative Nachrichten verkaufen sich gut, wenn man dem gängigen Journalisten-Credo „Only bad news are good news“, unter anderem der größten Boulevard-Zeitung Europas, glauben mag. Doch besonders in den letzten Jahren entwickelte sich ein Gegentrend und Redaktionen setzen vermehrt auf den konstruktiven Journalismus und lenken in ihrer Berichterstattung den Blick auf potenzielle Lösungen. Was ist eigentlich dran an dem Berichterstattungsmuster, das von einigen als „Zuckerwatten-Journalismus“ geschmäht und von anderen hoffnungsvoll befürwortet wird?

Schauen wir uns mal die genauere Definition an: Ähnlich wie konstruktive Kritik nicht nur aufzählt, was schlecht gelaufen ist, sondern auch Verbesserungsvorschläge macht und positive Aspekte hervorhebt, setzt auch Konstruktiver Journalismus bewusst auf eine Berichterstattung, die nicht nur Probleme thematisiert, sondern helfen soll, Lösungen für eben diese Probleme zu finden. Ein oft geäußerter Anspruch des konstruktiven Journalismus ist die Darstellung eines „realistischen Weltbilds“. Er soll einen „journalistischen Negativ-Bias“ vermeiden und positive Entwicklungen gleichberechtigt mit Problemen thematisieren. Ziel soll eine kritische Berichterstattung ohne gleichzeitige Verzerrung der Realität durch „Einseitigkeit oder Schwarz-Weiß-Malerei“ sein. Kernziele des Journalismus müssen jederzeit weiterhin erfüllt bleiben und die sogenannte Wächterfunktion, um gesellschaftliche Probleme aufzudecken und auf die Behebung mit hinzuwirken, ständig gegeben sein.

Ein interessanter Artikel rund um ein Interview mit Maren Urner, promovierte Kognitions- und Neurowissenschaftlerin in der Süddeutschen Zeitung, befasst sich mit der Kritik und Befürwortung der neuen journalistischen Bewegung. Sie ist klare Verfechterin der neuen Ausrichtung, denn „bei meinen Vorträgen und Workshops mache ich mit den Leuten den Ignoranztest von Rosling, mit dem man messen kann, wie realistisch das eigene Wissen über den Zustand der Welt ist. Und ich merke: Die Menschen haben ein zu negatives Weltbild. Die Mehrheit der Deutschen schätzt zum Beispiel die Alphabetisierungsrate [Anmerkung der Redaktion: den Entwicklungsstand eines Landes und den Bildungsstand dessen Bevölkerung] weltweit zwischen 40 und 60 Prozent ein, sie liegt tatsächlich aber bei 86 Prozent. Ähnlich sieht es bei Fragen nach Kindersterblichkeit oder Toten bei Naturkatastrophen aus.“ Negative Berichterstattung ohne Lösungsorientierung sorgt bei den Lesern dafür, vermehrt die Welt in einem anderen Licht zu sehen, als sie vielleicht tatsächlich ist.

Konstruktiver Journalismus in den deutschen Medien

Das Portal des Mitteldeutschen Rundfunks für Medien namens 360G, hat sich mal genauer angeschaut, ob und wie konstruktiver Journalismus in den deutschen Medien überhaupt umgesetzt wird. ZEIT ONLINE widmet seit Frühjahr 2019 diesem journalistischen Ansatz eine eigene Rubrik: „Die Antwort“. Sie fragen unter anderem, wie Plastikmüll vermieden, Hasskommentare im Netz eingedämmt und der Klimawandel bekämpft werden kann. Die Antwort, „widmet sich Menschen, Erfindungen und Projekten, die Lösungen für die drängenden Probleme unserer Zeit suchen. [Sie] recherchieren, wie die Welt besser werden kann und fragen, welche Ideen wirklich funktionieren.”
Auch bei öffentlich-rechtlichen Sendern blicken Redaktionen auf Erfolgsgeschichten. Die ZDF-Dokumentationsreihe Plan B thematisiert, wie aktuelle Probleme in den Griff bekommen werden können. Im Netz behandelt Perspective Daily hingegen in jedem Artikel Lösungsszenarien. Dass ein Online-Magazin sich so all umfänglich zu diesem journalistischen Ansatz bekennt, ist in Deutschland selten. Die Vorbehalte sind oft groß, aber warum ist das so?

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Kritik an der neuen Methode

Wie bereits zu Beginn erwähnt, haben PR und Journalismus eine besondere Verbindung. Warum ist die journalistische Berichterstattung so interessant für die Public Relations? Kurz gesagt: Dem Journalismus geht es im Gegensatz zur Öffentlichkeitsarbeit um Fremddarstellung, weswegen Journalisten im Allgemeinen ein größeres Vertrauen entgegengebracht wird. Gerade dies macht Journalisten und Medien mit ihrer Gatekeeper-Funktion interessant für die PR-Agenturen, da sie Informationen und Standpunkte in den Medien positionieren und aufwerten können.

Der Widerspruch zwischen der geforderten Unabhängigkeit und dem engen Verhältnis zwischen Journalismus und Public Relations führt zu der Frage nach der Glaubwürdigkeit und der Qualität im Journalismus. Neben dem Drängen der Public Relations in die Medien wird diese Frage zusätzlich durch den wirtschaftlichen Druck verstärkt. Zudem sinkt die Zahl der hauptberuflich tätigen Journalisten, wodurch auch der Zeitdruck auf jeden einzelnen Journalisten steigt. Dieser Zeitdruck senkt vor allem die zeitlichen Ressourcen der Journalisten für die Recherche eigener Themen sowie die Nachrecherche von eingehendem Pressematerial.

Nun größten Hürde: Kritiker bemängeln laut eines Artikels des Deutschlandfunks, dass bei konstruktivem Journalismus einfache Lösungen für komplexe Probleme vorgeschlagen würden. Vorschläge müssten aber gesellschaftlich ausgehandelt und dürften nicht auf dem Silbertablett serviert werden. Des Weiteren würden beim Konstruktiven Journalismus oft nur die Ideen großer westlicher Unternehmen und Organisationen weitergetragen, was der PR zuzurechnen sei und nicht dem Journalismus. Konstruktiver Journalismus steht deshalb in der Kritik, sich mehr als problemorientierter Journalismus von PR und Werbung vereinnahmen zu lassen. Der Blick auf mögliche Lösungen entbinde JournalistInnen jedoch nicht von der Pflicht, die Interessen der Porträtierten zu hinterfragen, die als Problemlöser auftreten, mahnt auch Uwe Krüger, Medienwissenschaftler der Universität Leipzig. Abstand und einen unverstellten Blick zu bewahren, sei generell eine Herausforderung, egal bei welcher Strömung des Journalismus: Über Titel wie „Wohlfühl-Journalismus“ ärgert er sich dennoch. „Guter konstruktiver Journalismus, der zeigt auch negative Effekte von Lösungsversuchen. Je größer das Problem, desto komplexer müssen die Antworten ausfallen“, sagt er.

Fazit

Konstruktiver Journalismus kann für die PR genutzt, sollte aber von seriösen Agenturen niemals als Instrument für ihre „Machenschaften“ missbraucht werden. Aber warum denn nicht, wenn es so simpel scheint und andere es schon, mit für sich positiven Beispielen, vorgemacht haben? Erstens, die Beziehung zwischen Journalist und PRler beruht auf Vertrauen – wird dieses durch manipulatives Verhalten zerstört, gibt es kein Zurück. Und niemals vergessen: „Networking is key“, unangebrachtes Verhalten verbreitet sich schneller als ein Buschfeuer. Zweitens, eine gute PR-Kampagne sollte immer mit Wahrheitsgehalt trumpfen und überzeugen, ohne zweifelhaftes Framing zu verwenden. Eine gute Kampagne und Strategie ist die, aus denen sich der Journalist bewusst Information für einen Artikel sucht oder sich inspirieren lässt. Drum: Wir sind für mehr qualitative Good News im Daily Business.

Ihr wollt mehr zu diesem sehr umfangreichen Thema wissen – Buchtipp der Zuckers.: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang: Wie wir uns gegen die digitale Vermüllung unserer Gehirne wehren von Maren Urner oder das informative, kostenfrei bei Spotify verfügbare Hörbuch Factfulness von den Roslings.

Ideenfindung leicht gemacht: Hilfreiche Techniken für eure Kreativ-Sessions

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Kreativität ist der Schlüssel zu Ideen, Innovationen und Fortschritt. Doch die Fantasie anzukurbeln, ist manchmal gar nicht so leicht. Wir stellen abwechslungsreicheTechniken vor, die die grauen Gehirnzellen anregen und euch unterstützen können, die Kreativität in Gang zu bringen. Viel Spaß dabei!

Dieser Artikel erschien zuerst (in Vor-Corona-Zeiten) auf  Smartworkers.net  und wurde leicht überarbeitet.

1. „Die Sechs Hüte des Denkens“ oder „Walt-Disney-Methode“

Die Kreativitätstechnik „Sechs Hüte des Denkens“ ist auf den britischen Experten Edward de Bono zurückzuführen. Die sechs Hüte des Denkens beleuchten ein Problem, beziehungsweise einen Ideenansatz, aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf spielerische Weise entsteht so ein Nährboden für die Weiterentwicklung der Idee.

So funktioniert‘s: Jeder Teilnehmer nimmt einen von sechs Standpunkten ein, die durch farbige Hüte unterschieden werden. Rot steht für Emotionen, Weiß für analytisches Denken, der schwarze Hut symbolisiert die Nachteile und Risiken einer Idee, Gelb nimmt hingegen die Chancen und Vorteile ins Visier, Grün symbolisiert Einfallsreichtum und der blaue Hut hat die Aufgabe, den Überblick zu bewahren, die Diskussion zu ordnen und zu moderieren. Ob die Teilnehmer dabei echte Hüte tragen oder anders mit ihrer Farbe gekennzeichnet werden, spielt dabei keine Rolle. Das Problem wird nun der Reihe nach aus den verschiedenen Perspektiven betrachtet und es entsteht eine lebhafte Gruppendiskussion.

2. Die 635-Methode

Methoden, die auf freier Assoziation basieren, sind meist altbekannte Verfahren wie Brainstorming, Mindmapping & Co. Hierbei werden zu einem bestimmten Thema Begriffe oder Schlagwörter gesammelt, die mit dem entsprechenden Themenfeld in Verbindung stehen. Eine weitere Technik dieses Ansatzes ist die „635-Methode“, die sich bestens für spontane Kreativ-Sessions im Team eignet. Der große Vorteil: Mit ihr ist ein großer Output in kurzer Zeit möglich.

Hierfür benötigt ihr sechs Teilnehmer mit je einem Stift und Papier. Darauf werden drei Spalten und sechs Zeilen gezeichnet. Dann beginnt der eigentliche Prozess: Jeder Teilnehmer hat die Aufgabe, innerhalb von fünf Minuten drei Ideen in die erste Zeile zu schreiben, die sich auf das Ausgangsproblem beziehen. Nach Ablauf der Zeit wird der ausgefüllte Zettel an den Nachbarn weitergereicht. Im zweiten Schritt sollen die drei bestehenden Ideen auf dem weitergereichten Papier in der nächsten Zeile fortgesetzt werden. Jede Runde ist auf fünf Minuten beschränkt. Das Blatt Papier wird so lange weitergegeben, bis alle Tabellenfelder ausgefüllt sind und jeder seinen Ausgangszettel wieder vor sich liegen hat. Die Resultate werden im Anschluss in der Gruppe ausgewertet.

3. Die Osborn-Checkliste

Kreativitätstechniken, bei denen eine Checkliste abgearbeitet wird, sind besonders sinnvoll, wenn die Ideenentwicklung nicht im Team, sondern allein erfolgt. Die „Osborn-Checkliste“ von Graham Horton setzt auf Recycling einer bestehenden Idee und Umdenken:

Ersetzen: Was kann an der bestehenden Idee ersetzt werden?
Kombinieren: Wie kann die Idee mit einem weiteren Ansatz kombiniert werden?
Anpassen: Wie kann die Idee für einen bestimmten Zweck oder Anlass angepasst werden?
Verändern: Wie kann die Idee verändert werden?
Vergrößern: Was kann hinzugefügt oder vergrößert werden?
Verkleinern: Was kann entfernt oder verkleinert werden?
Anders verwenden: Wie kann man die Idee für etwas Anderes gebrauchen?
Umstellen: Was kann neu angeordnet werden?
Umkehren: Was kann auf den Kopf gestellt oder vertauscht werden?

Alle Fragen der Osborn-Checkliste werden der Reihe nach abgearbeitet. Der Anwender entwickelt Schritt für Schritt eine neue Sicht auf die Dinge und wird so aus alten Denkmustern herausgeführt.

So funktioniert’s bei Zucker.

Ihr bereitet gerade einen Pitch vor, aber euch fällt partout keine gute Idee hierfür ein? Bei Zucker. heißt es in solchen Situationen Öffnen, Explorieren, Schließen. Die Ideenfindung wird in drei Phasen unterteilt, die ihr idealerweise im Team durcharbeitet. Es handelt sich um Mechaniken zum kreativen Warm werden und zur Strukturierung der kreativen Ergebnisse, die ihr bei in Kombination mit verschiedenen Kreativitätstechniken, wie zum Beispiel den oben aufgeführten, klassischen Brainstormings oder unserer sog. Zucker. Cool Wall (wer wissen möchte, was es damit auf sich hat, meldet sich gerne für eine gemeinsame Session bei uns), anwenden könnt.

Die Öffnungsphase: Lasst euch inspirieren und sammelt Ideenansätze. Hierfür eignet sich eine Runde „Ich-packe-meinen-Koffer“. Ein Teammitglied beginnt und wirft eine spontane Assoziation zum im Raum stehenden Thema ein. Es geht der Reihe nach weiter, wobei sich die Assoziation immer auf das zuletzt genannte Wort beziehungsweise den zuletzt genannten Gedanken bezieht. Alle Wörter werden auf einem Whiteboard gesammelt. Zusätzlich oder alternativ könnt ihr aktuelle News oder Headlines zur Inspiration im Internet durchforsten. Welche Schlagwörter stechen euch ins Auge? Welche aktuellen Themen könnten zum Thema passen? Nehmt diese ebenfalls in der verschriftlichten Sammlung auf. Erzählt euch außerdem persönliche Geschichten zum Thema der Aufgabenstellung und teilt eure Erfahrungen, das motiviert nicht nur die Kollegen zum Mitmachen, sondern liefert individuelle Sichtweisen aus dem Alltag, die den Lösungsfindungsprozess positiv beeinflussen können. Auch hier schreibt ihr die Keywords aus der Geschichte als Word Cloud auf. Das Ergebnis: Viele Wörter, die teilweise nicht mal im Zusammenhang zueinanderstehen. Doch was nicht passt, wird passend gemacht!

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Die Explorationsphase: In dieser Phase werden die gesammelten Keywords begutachtet. Fangt an, die gesammelten Begriffe zu kombinieren, zu drehen und zu verbinden. Hier könnt ihr zum Beispiel die Osborn-Checkliste mit einbeziehen. Welche Begriffe passen zusammen? Aus welchen Begrifflichkeiten lässt sich eine Idee weiterentwickeln? Können  Begriffe und daraus kombinierte Ideenansätze mit alten Ideen verbunden und bereits erprobte Aktivitäten recycelt werden? Versucht, möglichst viele Wörter zu berücksichtigen. Wichtig: Es wird noch nichts bewertet! Bleibt offen! Als Resultat erhaltet ihr verschiedene Ideenansätze, die ihr in der dritten Phase selektieren könnt.

Die Abschlussphase: Jetzt geht’s ans Bewerten! Seid kritisch, aber nur in Bezug auf die Ansätze, nicht miteinander, und verabschiedet euch von schwachen Ideen. Bezieht an dieser Stelle gegebenenfalls Außenstehende mit ein und fragt nach deren Meinung. Wenn ihr beispielsweise gute Kontakte aus der Branche nicht von eurer Idee überzeugen könnt, solltet ihr sie womöglich gar nicht erst weiterverfolgen. In der Abschlussphase könnt ihr auch die „Walt-Disney-Methode“ aufgreifen, um die Ideen abschließend zu würdigen. Am Ende bleiben die stärksten, überzeugendsten Ideen übrig, die ihr für euren Pitch nutzen könnt.

Schluss mit der Mail-Flut – Tipps für den smarten Umgang mit E-Mails

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Könnt ihr auf Anhieb sagen, wie viel Zeit ihr täglich mit dem Checken, Organisieren und Bearbeiten von E-Mails verbringt? So praktisch die digitalen Nachrichten auch sind, sie bergen durchaus Ablenkungs- und Verzettelungspotenzial. Mit unseren Tipps zum effizienteren Umgang mit E-Mails, seid ihr zukünftig organisierter und sorgt dafür, dass keine wichtige Nachricht mehr durchrutscht. Die gesparte Zeit könnt ihr dann entspannt in andere To Dos investieren. Klingt gut? Dann legen wir los!

Dieser Artikel erschien zuerst (in Vor-Corona-Zeiten) auf  Smartworkers.net  und wurde leicht überarbeitet.

1. Feste Zeiten für Mails einplanen

Wir ertappen uns regelmäßig dabei, in Pausen oder während der Bearbeitung von (wichtigen) Aufgaben das Postfach zu checken. Das Problem dabei ist, dass Pausen-Zeiten nicht zur Erholung genutzt werden beziehungsweise das Einsehen der Mails vom eigentlichen Arbeitsprozess ablenkt. Doch wie kann aus dieser Routine ausgebrochen werden? Plant täglich feste Zeitslots für die Organisation eures Postfachs ein! Wie viele das sind, hängt ganz davon ab, wie oft ihr Mails erhaltet, die sofort bearbeitet werden müssen und keinen längeren Aufschub dulden. Sofern ihr nicht im Kundenservice tätig seid, sollten zwei bis vier Einheiten verteilt über den Arbeitstag genügen.

2. Das Postfach smart organisieren

Das klingt zunächst logisch und einfach. Natürlich seid ihr vertraut damit, wie man Ordner anlegt und smarte Filter einsetzt. Allerdings fällt es den Meisten oftmals schwer, eine logische Ordnerstruktur aufzubauen, bei der keine E-Mail verschwindet und die Inbox dennoch sauber bleibt. Prinzipiell lassen sich E-Mails in die folgenden Kategorien einordnen: Newsletter, heute erledigen, zur Wiedervorlage und wichtige Hintergrundinformationen für die Ablage beziehungsweise das Archiv.

Was die Organisation von Newslettern betrifft, bieten sich intelligente Filter an, um die Mail-Flut direkt in einem Ordner verschwinden zu lassen. Diese könnt ihr dann beispielsweise in Leerzeiten lesen. Alles mit dem Label „heute erledigen“, geht ihr innerhalb der dafür vorgesehenen Zeitslots an. Achtet dabei darauf, jede Mail möglichst nur einmal anzufassen und nach Erledigung ins Archiv zu verschieben. Den Wiedervorlage-Ordner kontrolliert ihr ein- bis zweimal pro Woche, um auch zukünftige Aufgaben und Projekte im Blick zu behalten. Die Ablage oder das Archiv lässt sich am besten nach Projekten und/oder Kunden ordnen. Pro-Tipp: Wer viele Unterordner bevorzugt, sollte auf ein E-Mail-Programm mit guter Suchfunktion, wie zum Beispiel Microsoft Outlook, setzten, um auch ältere Konversationen zuverlässig und in kurzer Zeit wiederzufinden.

Wem das Ordner-Prinzip aber gänzlich widerstrebt, kann auch beim Arbeiten im Posteingang glücklich werden. Arbeitet zum Beispiel mit Markierungen oder hakt bearbeitete Mails nach Vollendung des To-Dos direkt ab. Was die Markierungen anbelangt, empfehlen sich verschiedene Farben. Mit Bezug auf die vorher genannten Kategorien könnte das folgendermaßen aussehen: Rot für Newsletter, Blau für heute erledigen, Grün für zur Wiedervorlage und Gelb für wichtige Hintergrundinformationen für die Ablage beziehungsweise das Archiv.

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3. Richtiger Betreff führt zum Ziel

Passiert es euch häufig, dass eure E-Mails nicht beziehungsweise im gewünschten Zeitfenster nicht beantwortet werden? Dann solltet ihr eure Formulierungen überprüfen. Eine aussagekräftige Betreffzeile ist Trumpf. Verfasst diese am besten erst ganz zum Schluss, um darin möglichst knackig das Essentielle der E-Mail herauszustellen. Braucht ihr dringend Feedback, sollte das bereits im Betreff deutlich werden.

Hier ein Beispiel: [Projektname]: [Inhalt] mit der Bitte um Freigabe bis [Zeitpunkt].

Für Kunden, Dienstleister und Kollegen wird so schon auf den ersten Blick deutlich, um was es geht und dass die E-Mail schnell bearbeitet werden muss. Dringende Abstimmungen könnt ihr auch mit Hilfe einer entsprechenden Priorisierung hervorheben. Doch Vorsicht: So eine Priorisierung sollte sparsam eingesetzt werden, denn wenn ihr dauerhaft auch unwichtigere Mails „hoch“ einstellt, werdet ihr vielleicht nicht mehr ernst genommen und bewirkt genau das Gegenteil – eine verzögerte Antwort oder im Worst Case sogar gar keine.

4. In der Kürze liegt die Würze

Mails sollten immer nur so lang wie nötig sein – Umso kürzer und präziser, desto besser!  Versetzt euch in den Empfänger hinein: Wird deutlich, worum es geht oder bedarf es gegebenenfalls weiterer Informationen für ein besseres Verständnis? Ist der Inhalt gut strukturiert? Wenn ihr den Adressaten zwingt, gedanklich zu springen, macht ihr es nicht nur ihm schwer, sondern auch euch, da es die Zeit verlängert, bis ihr eine Antwort erhaltet. Eine gute Struktur endet nicht mit dem Inhalt, sondern sollte durch Absätze, Aufzählungen und sparsam eingesetzte Hervorhebungen optisch unterstützt werden. Ziel ist es, dass der relevante Inhalt schon beim Skimming [Überfliegen] des Textes deutlich wird.

Ein bedeutender Stellenwert der Mail kommt ganz zum Schluss: der Abschlussformel. Die Studie des Software-Anbieters Boomerang zeigt, dass E-Mails, die mit „Danke“, „Danke im Voraus“ und „Ich danke Ihnen“ enden, eine wesentlich höhere Antwort-Quote erzielen als solche, die nur „Liebe Grüßen“ senden.

5. E-Mails reduzieren

Ja, das geht wirklich! Beginnt mit dem Abbestellen (aller) nicht gebrauchten Newsletter. Das erfordert etwas Zeit, doch es gibt Dienste wie unroll.me, die euch dabei unterstützen und die Abmeldung weitgehend automatisieren. Hilfreich kann es auch sein, einfach alle Newsletter abzubestellen und erst nach ein paar Tagen zu entscheiden, was ihr wirklich lesen müsst und wollt.

Ein weiterer Tipp von uns ist, auch eure Antworten auf E-Mail noch einmal gründlich zu lesen, bevor ihr sie abschickt. Fragt euch, ob ihr wirklich auf alle Punkte des Absenders eingegangen seid und ob alle Fragen eurerseits deutlich werden, bevor ihr auf „Senden“ drückt. So provoziert ihr keine unnötigen Antwortschleifen.

Zudem kann das Ausweichen auf andere Medien helfen, den Mailverkehr zu reduzieren. Kann ein Sachverhalt eventuell telefonisch schneller geklärt werden? Für die unternehmensinterne Kommunikation bietet sich auch der Wechsel zu einen Team-Chat beispielsweise über Microsoft Teams oder Slacks an.

Hör‘ dich smart – neun Podcasts zur Erweiterung der Jobskills

Podcasts sind eine unterhaltsame Möglichkeit, um Jobskills effizient zu erweitern.  Photo Credits © Pixabay / kaboompics

Ob in der Bahn, am See oder beim Bügeln: Podcasts sind tolle Zeitvertreiber, die sich auch als Selbstoptimierungs-Tools eignen. Während ihr mit Routinetätigkeiten beschäftigt seid, die zwar die Hände, aber weniger den Geist in Anspruch nehmen, könnt ihr fix nebenbei auch etwas für den Job oder die eigene Persönlichkeitsentwicklung tun.
Wir haben für euch neun Podcasts zusammengestellt, die in unserer Agentur fleißig mitverfolgt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst (in Vor-Corona-Zeiten) auf Smartworkers.net und wurde leicht überarbeitet.

Einfach produktiv – Zeitmanagement leicht gemacht!

Der Podcast mit dem Schweizer Akzent. Schon seit 2013 teilt der Produktivitäts-Coach Ivan Blatter sein Wissen via Podcast mit seinen Hörer. Dabei ist mittlerweile ein wahrer Schatz an hilfreichen Lektionen entstanden, in leicht verdaulichen Häppchen zwischen zehn und 30 Minuten. Thematisch dreht sich alles um effizientes und produktives Arbeiten ganz nach Ivans Motto „Arbeite klüger, nicht härter – jetzt!“ – sei es im Büro, unterwegs oder im Home Office. Die einzelnen Folgen sind – ergänzt um Shownotes – auf der Webseite oder bekannten Streamingdiensten wie Spotify abrufbar.

I Love Mondays

Wäre es nicht schön, wenn man den Titel dieses Podcasts bedingungslos unterschreiben könnte? Nun, Tim Chimoy und seine Gäste versuchen zumindest, die Hörer mit ihren Querdenker-Perspektiven auf den Weg dahin zu schicken. In dem circa zweiwöchentlich erscheinenden Podcast dreht sich alles um Selbstständigkeit, ortsunabhängiges Arbeiten und persönliche Weiterentwicklung. Zu seinen Gesprächspartnern zählen Selbstständige, Lifestyle Business Unternehmer und Kreative, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Ziel ist es, dem Hörer aufzuzeigen, welch ungeahnte Möglichkeiten hinter dem Tellerrand liegen. Raus aus der Komfortzone, rein in ein zufriedenstellendes, selbstbestimmtes Leben und Arbeiten. Abrufbar zum Beispiel bei Spotify.

Photo Credits © Pixabay / StartupStockPhotos

Arbeitsphilosophen

Frank Eilers ist neben seiner Rolle als Moderator und Stand-up Comedian vor allem als Speaker zu den Themen „Zukunft der Arbeit“ und „Generation Y“ aktiv. Über diese spricht er in seinem Podcast mit Unternehmern, Führungskräften und Menschen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft. Ein Podcast, „der die Realität in seiner Dramatik abbildet und gleichzeitig den Horizont erweitert! Für alle Querdenker, Visionäre und Zuhörer des guten Geschmacks.“ Die Folgen sind im Blog der Arbeitsphilosophen und bei Spotify abrufbar.

Life Hackz

Der Titel „Life Hackz“ führt zwar ein wenig in die Irre, denn Marcus Meurer, Gründer der DNX, fokussiert sich in seinem Podcast nicht allein auf Tipps für alle Lebenslagen, sondern auf das Leben und Arbeiten als Digitaler Nomade und lädt in Interview-Formaten Entrepreneure, Influencer und Selbstständige vor sein Skype-Mikro. Insgesamt bekommen Hörer in jedem Fall einen sehr authentischen Podcast geboten – von und für Menschen, die das Digitale Nomadentum wirklich leben. Abzurufen auf der Webseite und bei Soundcloud.

Rhetorik, die im Kopf bleibt!

Ob Pitch-Präsentation, Workshop oder Vortrag – moderne Digital- und Wissensarbeit kommt kaum noch ohne Reden vor größeren oder kleineren Gruppen aus. Birgit Schürmann möchte mit ihrem Podcast helfen, die Wirkung von Reden und Präsentationen zu optimieren. Dabei geht es vor allem darum, die Emotionen des Publikums zu wecken und mit Storytelling und bildhafter Sprache im Gedächtnis der Zuhörer zu bleiben. Die Folgen erscheinen alle zwei Wochen und sind etwa zehn bis 30 Minuten lang. Verfügbar auf der Webseite und bei Spotify.

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Sidepreneur

Wer nicht gleich alles auf eine Karte setzen oder einfach neben der Festanstellung noch ein Seitenprojekt betreiben möchte, ist bei Sidepreneur richtig. Juliane Benad und Peter Lutsch behandeln verschiedene Themen rund um den Start in eine nebenberufliche Selbstständigkeit, von der ersten Geschäftsidee bis hin zum Aufbau und Wachstum eines kleinen Unternehmens inklusive Social Media, Marketing und Vertriebs-Strategien. Neue Folgen gibt es im Schnitt zwei Mal wöchentlich. Erfahrungen und Tipps teilt das Team und die Community auf der Webseite und bei Spotify.

Fritze-Blitz

Motivationsprobleme kennt wohl jeder gelegentlich. In ihrem Podcast vermittelt Nicola Fritze motivationspsychologische Hintergründe und konkrete Tipps, wie man sich selbst dauerhaft motivieren kann. Neben Anregungen zur aktiven Stimmungsbeeinflussung erfahren die Hörer, wie sie der Frustfalle entkommen und aus ungewollten Routinen ausbrechen. Zu finden bei Spotify oder auf der Webseite, auf der auch weitere Podcasts, Keynote Präsentationen und Artikel rund um die Arbeitswelt erhältlich sind.

Baby got Business

Ein Blick hinter die Kulissen des modernen Social Media Business: Ann-Katrin Schmitz thematisiert in ihrem Podcast die unterschiedlichen Berufsmöglichkeiten, Strategien und Ideen in der Social Media Welt. Hierfür lädt sie namhafte Gesprächspartner wie Influencer oder erfolgreiche GründerInnen, die die Zuhörer an ihren spannenden Karrierewegen teilhaben lassen. Das Social Media Business boomt und der „behind the scenes“ Podcast gibt interessante Inspirationen und Denkanstöße, um es zu verstehen. Zu hören bei Spotify.

Braintalk

Frauenpower im Doppelpack: Die jungen Gründerinnen und Entrepreneurs Moni und Shari teilen coole Hacks und spannende Inspirationen zu den Themen Business, Karriere, Persönlichkeitsentwicklung und Bildung. In knackigen 20 bis 30 Minuten könnt ihr euch die geballte Portion Wissen „to go“ mitnehmen. Die Freundinnen laden regelmäßig Gäste ein, die ihre Gedanken und Erfahrungen mit den „Brainies“ teilen.  Die Braintalk-Webseite stellt zudem eine zentrale Plattform für angehende und bestehende Podcaster dar, die dem Wissenstransfer und Austausch dient. Vielleicht ist das auch für den einen oder anderen von euch interessant?

Influencer-Marketing in Zeiten von Corona

Foto Credit: Unsplash / @Laura Chouette

Die aktuelle und außergewöhnliche Lage der letzten Wochen zeigt Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens, sowohl privat als auch beruflich. Da überrascht es nicht, dass auch das Influencer Marketing mit einer veränderten Realität kämpft: Veranstaltungen, Eröffnungen und Produkt-Events werden notgedrungen leider abgesagt oder verschoben. Folglich werden viele der meist lange im Voraus geplanten Kooperationen auf‘s Eis gelegt. Die Auftragslage ist derzeit bescheiden, aber nicht komplett hoffnungslos.

Wir haben uns gefragt: Wie funktioniert eigentlich gutes Influencer Marketing in Zeiten von Corona?

Marken, seid nicht so schüchtern!

Seit Anfang der Corona-Krise hat die Influencer-Branche mit einem Rückgang an Werbebuchungen zu kämpfen. Doch gleichzeitig steigen Reichweite und Impressionen in der Krise sogar leicht an. T3n hat sich dies genauer angeschaut. Achtung: Jetzt wird es faktisch! Während in der Woche vom 9. bis zum 15. März 2020 noch 3.886 Werbebeiträge geteilt wurde, waren es in der darauffolgenden Woche nur noch 2.727 werbende Influencer-Beiträge. Die Werbeumsätze fielen demnach um 39 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der auf Influencer-Marketing spezialisierten Agentur Intermate hervor, die dafür Daten von 20.000 Influencern ausgewertet hat. Auch die Gesamtzahl der Beiträge ging laut Intermate in dem untersuchten Zeitraum zurück. Sie sank von 29.650 Beiträgen auf den sozialen Netzen auf nur noch 22.150 in der Folgewoche, was einem Rückgang von 25 Prozent entspricht. Bei den KonsumentInnen sieht das Bild indes anders aus: Die sozialen Netze werden weiterhin stark frequentiert. Laut Intermate stiegen Reichweite und Impressionen der von den Influencern verbreiteten Werbebeiträge sogar um drei Prozent innerhalb des Untersuchungszeitraums.

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Ein schmaler Grat zwischen Likes und Shitstorm

Erfolgreiches Storytelling funktioniert in Zeiten von Corona einfach anders. Es wird deutlich, dass sich Unternehmen und Instagrammer, Blogger sowie Content Creators mehr denn je mit ihren Inhalten auseinandersetzen und genau überlegen, was und wie sie mit ihren Followern kommunizieren.
Umfragen haben gezeigt, dass die Akzeptanz für „Sponsored Postings“ generell hoch ist. Für Influencer gilt, ihre Kreativität zu nutzen. Sie haben den Vorteil, dass sie mit wenig Equipment hochwertigen Content von zu Hause aus produzieren können. Während ganze Betriebe stillgelegt sind, sind Influencer weiterhin gefragt und eine gute Unterstützung für die Unternehmens- bzw. Markenkommunikation.

Neue Wege bestreiten

Doch wie belebt man das Instagram Profil, wenn man statt auf den angesagtesten Events im Homeoffice auf der eigenen Couch sitzt? Die Antwort: In dem man neue Plattformen ausprobiert. Die aktuelle Entwicklung bringt nicht nur Risiken und Umsatzeinbußen mit sich, sondern auch neue Themenfelder und Chancen. So interessierten sich innerhalb kürzester Zeit viele Menschen für die Plattform TikTok.

TikTok, ehemals Musical.ly, war bisher vor allem eine Gute-Laune-App für Jugendliche: Tanzen, wild gestikulieren, zu bekannten Songs die Lippen bewegen – fertig ist der TikTok Clip. Die Corona-Krise hat die Short-Video-Plattform des chinesischen Start-up-Giganten ByteDance beflügelt: 315 Millionen Downloads weltweit von Januar bis März – so oft wurde innerhalb eines Quartals noch keine Anwendung im App-Store und im Google-Play-Store heruntergeladen, so der Branchendienst Sensor Tower. Mit der Krise kam auch die Zeit, sich vermehrt mit der App auseinander zu setzen und viele Content Creator haben diese Möglichkeit ergriffen, um auch eine jüngere Zielgruppe mit relevanten Themen erreichen zu können.

Foto Credit: Unsplash / @Hans M

Möglichkeiten, Follower in der Krise zu entertainen

Die FAZ hat sich humoristisch dem Thema gewidmet und zeigt die unterschiedlichen Strategien von Influencern auf:

1. Namedropping von bekannten Marken und ehemaligen Kooperationen
2. Ab an den Herd – Kochen kann scheinbar jeder!
3. Zeit für Sport
4. Kinder herzeigen
5. Tier-Content – wem geht bei süßen Tiervideos denn nicht das Herz auf?
6. Throwback Thursday – alte Bilder rauskramen
7. Haltung bewahren und nur Kooperation mit Marken eingehen, die man auch vor Corona in Betracht gezogen hätte
8. Corona betrifft uns alle – einfach real bleiben!

Es fällt auf, egal ob Ottonormalo oder Social Media Star, wir haben eins gemeinsam: Langweilig ist uns allen, aber lasst uns doch die Chancen beim Schopfe packen und neue, kreative Wege bestreiten!

Gewappnet für die kalte Jahreszeit: Mit Sipsmiths Hot Gin Kreationen

Stilecht auf dem Dach des Soho House Berlin feierten wir am Freitag gemeinsam mit Sipsmith und über 150 geladenen Gästen die innovativen Kreationen des klassischen London Dry Gin. Anspruchsvolle Genießer und Gin-Liebhaber kamen bei der Präsentation neu interpretierter Klassiker wie „Hot Negroni“ mit heißen roten Früchten oder dem auf Apfel und Schlehe basierenden „Hot Milled Sloe Gin“ auf ihre Kosten. Dabei ließ der eigens aus London angereiste Master Distiller und Cocktailhistoriker Jared Brown keine Gelegenheit aus, mit seinen Gästen in die lange Tradition des Hot Gin einzutauchen. Denn auf den sogenannten „Frostjahrmärkten“ auf der im Winter zugefrorenen Themse wurden Besuchern schon im 18. Jahrhundert Food Pairings, etwa in Form von Gin und passenden Lebkuchen, angeboten.

Als Verfechter des traditionellen Handwerks eröffnete Sipsmith 2009 nach fast 200 Jahren die erste Kupfer-Distillerie für Gin seit 1820 im Londoner Stadtgebiet. Noch heute gibt es bei der Produktion keine strikten Zeitpläne und jede Flasche wird in kleinen Chargen von Hand gefertigt. Für „Ginthusiasten“, die sich dieses Jahr der Tradition des Hot Gin annehmen wollen, haben wir das Rezept für einen Klassiker im neuen Gewandt:

Hot G&T
Glas: Hitzebeständiges Sour Glas oder Tasse
50 ml Sipsmith London Dry Gin
20 ml Tonic Sirup (z.B. Jack Rudy)
10 ml Zuckersirup
Heißes Wasser
Orangenscheibe als Garnitur

Kombiniert hierfür die ersten drei Zutaten in einer Tasse oder in einem hitzebeständigen Glas und verrührt diese gut. Fügt heißes Wasser hinzu und dekoriert den Drink abschließend mit einer Orangenscheibe.

Grund zu feiern: Willkommen im Stokke Summer House!

Es ist ein Herzensprojekt, das uns in den vergangenen Wochen viel Schweiß abverlangt hat, aber nun ist es endlich soweit: Das Stokke Summer House at Wunderhaus Berlin eröffnet im Prenzlauer Berg! Der Community Hub für Schwangere, frisch gebackene Eltern und ihre Freunde bietet bis zum 15. September ein wöchentlich wechselndes Programm, das sich schwerpunktmäßig den Wünschen und Bedürfnissen werdender Eltern widmet.

Stokke läutet den Berliner Sommer ein

Zwei Tage vor der großen Eröffnungsparty feierten wir gemeinsam mit über 70 Influencern, Journalisten und KOLs das Pre-Opening zum diesjährigen Stokke Summer House. Gemeinsam mit dem Wunderhaus-Team und geladenen Gästen brachten wir uns bei 25 Grad und Sonnenschein schon im April in Sommerstimmung. Auch an das richtige Wetter soll bei solch einem Event schließlich gedacht sein. Im neu gestalteten Outdoor-Bereich lud Foodie Nicole Klauß zum gemeinsamen Mocktail-Mixen, während der Maxi Tripp Trapp nebenan sich beinahe pausenlos auf  den Weg in die Instagram Stories Berlins machte und der neu designte Stokke Xplory Kinderwagen zur Testfahrt im Kiez rief. Im Café-Bereich lud ein „pregant approved“ Buffet zum ausgiebigen Schlemmen für alle und sorgte drinnen wie draußen für zufriedene Gesichter unter blauem Frühlingshimmel.

Auch zum Public Opening am 21. April kommt jeder auf seine Kosten, der die wohl spannendste Phase des Lebens, das Eltern-Werden, gemeinsam mit seinen Liebsten verbringen möchte. Das Berliner Podcast-Duo Beste Vaterfreuden spricht in seinem ersten Live-Podcast überhaupt über die Ängste und Freuden von Vätern in spe. Wer kreativ werden möchte, bastelt mit DIY-Bloggerin Laetitia von monochrome DIY eine Mini-Piñata. Im Spa-Bereich können sich Schwangere und ihre Freundinnen ihre Nägeln verschönern lassen. Wir freuen uns darauf, bei Live-Musik und Frühlingsgefühlen die folgenden fünf Monate einzuläuten, in denen das Stokke Summer House den Berliner Sommer versüßt. Über aktuelle Events informieren wir laufend auf Stokke.com. und im Facebook-Event.

Die Details

Stokke Summer House at Wunderhaus Berlin
Belforter Straße 8
10405 Berlin
Public Opening am 21. April, 14:00 Uhr

Stillstand war gestern: Hinter den Kulissen der KPM Berlin

Rote Backsteinbauten weisen uns den Weg. Unsere Fußabdrücke hinterlassen Spuren in der feinen, weißen Staubschicht auf dem Boden. Es ist eine erhabene Ruhe, die uns gleich im ersten Raum auffällt. Drei Blogger, ein Fotograf und ich. Wir sind angekommen: in den Schatzkammern der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin.

Bei unserer Führung hinter die Kulissen der KPM Berlin beobachten wir wie Manufakturisten konzentriert vor großen Fenstern ihrer Arbeit nachgehen. Sie füllen Mauke in dicke Formen, lösen schließlich die fragile Porzellanmasse aus ihrem Mantel, bringen zarte Porzellantassen in Form und fixieren die Henkel. Tassen, Teller, Figuren und Vasen aus „weißem Gold“, so beschrieb Friedrich der Große, König von Preußen und Brandenburg, seine geliebten Porzellanstücke. Gegründet vor über 250 Jahren wird das Wissen um das Porzellanhandwerk seit Jahren und Jahrzehnten geteilt, die Tradition um diese feine Kunst weitergegeben. Hoch zerbrechlich wirken die matten Kurland-Teller in den hölzernen Regalen, während wir mit unseren Winterstiefeln an ihnen vorbeilaufen.

| KPM KÖNIGLICHE PORZELLAN MANUFAKTUR BERLIN @kpmberlin

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Durch die Hallen der Manufaktur schlendernd und den Erzählungen um die KPM Berlin lauschend, wird ein Foto nach dem anderen geschossen. Die eingeladenen Influencer Berlins sind begeistert von der präzisen Arbeit der Modelleure, Formgießer, Manufakturisten, die ruhig ihrem Handwerk nachgehen und sich vom Blitzlichtgewitter von @herrglueck, @newniqberlin und @monochromediy so gar nicht beeindrucken lassen. Sie atmen ein, aus, streichen das Porzellan glatt und beginnen von vorne. Ruhe. Man könnte meinen, die Geschichte sei an dieser Stelle zu Ende. Die Porzellan-Klassiker schaffen es nach Brennen, Glasur, Brennen, Kontrolle 1, Kontrolle 2 in die Verkaufsgalerien. Wir könnten – Kaffee aus feinsten Kurland-Tassen schlürfend – in der Runde sitzen. Doch die Geschichte der KPM Berlin ist auch nach 250 Jahren nicht fertig geschrieben.

Sieben Könige und Kaiser hielten schon das Zepter über die Manufaktur geschwungen. Die Ära der Monarchie ist hierzulande längst vergangen, doch die königlichen Qualitätsansprüche sind geblieben: Manch einer spricht von Stillstand: verstaubte Korridoren, ruhige Werkhallen. Doch der Boden ist mit weißem Porzellanpulver bedeckt, die Manufakturisten konzentriert bei der Arbeit. 250 Jahre später schreibt die KPM weiter Designgeschichte – und verliert auch den Anschluss an die aktuelle Zeit nicht. Mit Chef-Designer Thomas Wenzel bringt die KPM Berlin jetzt Cocktail-Sets in die Galerien, entwirft Vasen mit Mops und polarisiert mit progressiven Porzellanmalereien, die in den Kommentarzeilen der Social Media schon zu manch einer Debatte geführt haben.

Der Künstler hinter solch polarisierenden Malereien kümmert sich allerdings wenig um den Wirbel. Vor rankendem Efeu sitzt der Hamburger Stefan Marx und malte Hunde auf glänzenden URBINO Tassen. Seine „Sundaayyyssss“-Zeichnungen eines trägen Hundes, der Sonntage hasst, sind auf Instagram legendär. Sie symbolisieren Marx persönliche Aversion gegen das Nichts eines Sonntages. Wenn Hunde-Skizzen auf Social Media, Designe für Plattencover und T-Shirts, Tattoo-Entwürfe und Zeichnungen für Skateboards zum Alltag geworden sind, sucht der Künstler sich neue Herausforderungen.

Heute ist es eine glatte, porzellanweiße Leinwand, die nur darauf wartet unter dem Label KPM+ in das 21. Jahrhundert transportiert zu werden. Trude Petry gewann 1937 schon Designpreise für die zeitlose URBINO Kollektion, Stefan Marx bemalt die cleane Oberfläche der URBINO Tasse nun mit Hunden, die im Regen stehen. Das klingt falsch? Nein. Das ist Kunst. Und wird so schnell nicht wegkommen. Designklassiker in neuem Anstrich schmücken nun den Bürotisch des urbanen Digital Natives, statt zum Talk-Gespräch von Kunsthistorikern zu verstauben. Wir dürfen gespannt bleiben, was bei der KPM Berlin als nächstes passiert. Eines wird mit Sicherheit nicht geschehen: Stillstand war gestern, KPM+ ist heute.

B[L]OOM!BLN: Blumiges Kunstspektakel mit Tollwasblumenmachen.de

Pünktlich zur goldenen Jahreszeit eröffneten wir für unseren Kunden Tollwasblumenmachen.de am 5. Oktober die spektakuläre Blumeninstallation „B(L)OOM!BLN“ in der Mall of Berlin, dem beliebten Shopping-Hotspot im Herzen Berlins. Bis zum 11. Oktober konnten Besucher, Blumenliebhaber, Kunstinteressierte, Touristen und Berliner dem Herbstwetter entfliehen und in ein farbenfrohes Blütenmeer eintauchen. Auf einer Fläche von sechs mal acht Metern und fünf Metern Höhe sorgten rund 10.000 Blumen wie Lilien, Rosen, Chrysanthemen, Strelitzien, Hortensien und viele andere Lieblingsblumen dafür, dass die Betrachter für einen Moment ihren Alltagstrubel und die grauen Wolken über der Stadt vergessen konnten.

Lieblingsblumen machen 200 Prozent glücklicher

Hintergrund des floralen Must-sees ist eine neurowissenschaftliche Studie, die im Auftrag von Tolllwasblumenmachen.de durchgeführt wurde. Ergebnis: Blumen schenken Freude und Lieblingsblumen noch viel mehr, denn diese erhöhen den Happiness-Faktor des Betrachters um ganze 200 Prozent. Auf der Piazza der Mall of Berlin konnten sich alle Besucher von dieser positiven Wirkung der Blumen überzeugen und im Kunstwerk auf die Suche nach der eigenen Lieblingsblume gehen – so wie beispielsweise auch Riccardo Simonetti, Desi und Nisi von Teetharejade, Eileen von Bilderzimmer, Dosvitos und Karstenkimble, die sich von dem Glück des floralen Kunstwerks anstecken ließen, mit den Blumen um die Wette und dem Herbstgrau entgegen strahlten.

Inspiriert von der positiven Kraft der Blumen

In Zusammenarbeit mit der Blumenkünstlerin Jil Berner, Maximilian Hansen und den Visualisierungsexperten von Xi-Design wurde aus der Idee ein Design und später eine ganze Installation. Die Blume wurde dabei genau dort gezeigt, wo ihre Glückswirkung zu beobachten ist: Inspiration und Ursprung der Idee waren die neuronalen Netze im Gehirn des Menschen, die die beim Betrachten der Lieblingsblume entstehenden Glücksgefühle übertragen und so dafür sorgen, dass wir durch und durch glücklich werden – toll, was Blumen machen, oder?

Das waren unsere Feel-Good-Hits des Sommers

Hiermit ist’s amtlich: Der (kalendarische) Sommer ist vorüber. Wie immer hat das Zucker.-Team auch in diesem Jahr wieder die halbe Woche sonniger Tage intensiv genossen und macht sich nun auf, die sexy Moonboots und fancy Regenmäntel aus dem Schrank zu kramen. Doch bevor der letzte Rest Sonnenteint verblasst und unsere Gesichtsfarbe wieder von Pfirsichfrisch zu Rettichweiß mutiert, haben wir eine kleine Umfrage gestartet, mit der es vielleicht sogar gelingen kann, den einen oder anderen Sommersonnenstrahl in den Herbst zu retten – zumindest im Herzen.

Broken record

Als erstes wollten wir wissen, ob es 2017 einen Sommerhit gab, den die KollegInnen so oft gehört haben, dass sie ihn – obwohl zunächst für toll befunden – beim besten Willen nicht mehr hören können. Wir hatten bereits beim Stellen der Frage so eine Ahnung – und wurden nicht enttäuscht.

Despacito ist der große Gewinner in dieser Kategorie. Der Hit von Luis Fonsi featuring Daddy Yankee ist in diesem Sommer geradezu explodiert und hat es mit drei Milliarden (!) Views in weniger als sieben Monaten geschafft, Gangnam Style als das YouTube-Video mit den meisten Views aller Zeiten abzulösen. Von unzähligen Künstlern gecovert (allen voran Justin Bieber und seinem Burrito), sei es als Metal-, Reggae- oder Gospel-Version, wurde der Hit immer und immer wieder in jeder Bar und in jedem Club gespielt. Den ganzen Sommer lang. Wir. Können. Ihn. Nicht. Mehr. Hören.

Eine ehrenvolle Erwwähnung in dieser Kategorie erhält übrigens Ed Sheeran – nicht für sein Game-of-Thrones-Cameo, sondern für seinen Hit Shape of You.

Shake that *ss for me

Auch wenn in diesem Jahr genau genommen lediglich Gene Kellys Singing in the Rain oder Rihannas Umbrella angemessen gewesen wären, bleibt doch traditionell diese eine Sommer-Choreografie hängen, die noch in zehn oder zwanzig Jahren auf keiner Hochzeit oder Party fehlen darf. War es in unserer Kindheit der Lambada, wurden wir später von Macarena erwischt und schafften es gerade so durch den Sommer von Las Ketchup. Leider scheint die Zucker.-Crew nicht wirklich zu den Summer Dance Fans zu gehören. Diese Kategorie hat lediglich eine Nominierung zu verzeichnen: Imagine Dragons und ihr Thunder, ein Song über Unangepasstheit – mit einem Clip der zeigt, dass jeder Beat zu ganz unterschiedlichen Moves und Styles passen kann.

But it sounds like gibberish

Sommerhits sind zumeist voller Exotik, gerne in Sprachen, die uns hierzulande nicht geläufig sind. Spanisch, Portugiesisch, Italienisch oder sogar Zulu, Zucker. ist musikalisch viel gereist in diesem Jahr! Die meistgehörte Sprache war dabei klar Spanisch. Trotz einer Nominierung gewinnt in dieser Kategorie allerdings nicht Despacito, die Trophäe geht an das kolumbianische Duett Shakira und Maluma in Chantaje.

Boomerang

Es gibt immer diesen einen Sommerhit, den du einfach nicht aus dem Kopf bekommst. Entweder, weil er besonders albern ist, weil du ihn mit einem besonderen Moment verbindest oder einfach weil du diesen Song so sehr liebst, dass er dich noch eine ganze Weile länger verfolgt. Und dir vielleicht sogar hilft, durch den harten Winter zu kommen.

Auch auf der Zucker.-Playlist gibt es davon einige. Vielleicht ist ja auch etwas für deine eigene Playlist dabei. Arcade Fire mit Everything Now scheint eine sichere Sache zu sein – und ist klarer Gewinner in dieser Kategorie.

Dein Sommerhit 2017 ist nicht dabei? Teile ihn mit uns!