Das Mysterium der Tastaturen – Alltagstechnik Part 1

Ein Blogbeitrag unseres Kollegen Pierre

Für Leute wie uns, die die meiste Arbeitszeit mit dem Tippen von Mails, Pressemitteilungen, Übersetzungen etc. auf der Computertastatur verbringen, ist es extrem wichtig, das passende Peripheriegerät für sich und die eigenen Hände zu finden. Wir meinen das ernst: immerhin kann die Gesundheit unserer Finger und Hände davon abhängen und auch unsere Produktivität könnte durch ungeeignete Tastaturen beeinträchtigt werden! In diesem Sinne können wir stolz behaupten, trotz Lifestyle-Agentur-Image auch ein bisschen geeky und nerdy zu sein: Wir spüren Techniktrends auf uns suchen nach den neusten Geräten auf dem Markt – nicht nur, um immer up to date zu bleiben, sondern auch, um unseren MitarbeiterInnen einen möglichst angenehmen Arbeitsalltag zu verschaffen.

Der neuste Markttrend dreht sich um mechanische Tastaturen. Ein Must-Have für alle Technik-Freaks könnte man meinen, doch zur Wahl der perfekten Ausstattung sollten noch andere Kriterien als allein der Typus berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise die Ergonomie und die Tragbarkeit. Zu Recht kommt dem / der einen oder anderen jetzt die Frage auf: „Wofür ist es denn bitte wichtig, dass ich meine 60 cm lange Tastatur mit mir herumtragen kann?!“ Lasst es uns euch erklären! Gemeinsam finden wir heraus, welche Tastatur am besten zu uns passt. Angefangen mit einer kurzen Vorstellung der mechanischen Tastatur…

Bei uns im Zucker. Office weiß jeder etwas mit diesem neumodischen Begriff anzufangen – hoffen wir zumindest, denn einer unserer Mitarbeiter hat diese Innovation bereits im Büro getestet. Wie das aussah? Besser Frage: Wie sich das angehört hat? Nicht zu überhören. Die relative Lautstärke hat einen Grund: Der Nutzer hört, dass seine Eingabe erfolgreich war und kann so zum Beispiel Rechtschreibfehler durch Buchstabenlücken umgehen. Genau dieses Feature macht die mechanischen Tastaturen so beliebt – insbesondere bei Gamern, die wie immer die Hauptzielgruppe im Bereich der PC-Peripheriegeräte darstellen.

Was sind das für mechanische Tastaturen, über die alle reden?

Doch mechanische Tastaturen haben noch viel mehr Vorteile für jeden, der sich das Tippen zur beruflichen Leidenschaft gemacht hat. Müssten wir uns auf drei Argumente beschränken, wären es die Genauigkeit, der Schreibkomfort und die flinke Tastenrückgabe, die die Tippgeschwindigkeit erhöht.

Worin genau liegt nun der Unterschied zu den good old Basistastaturen, die wir jahrelang genutzt haben und eventuell immer noch nutzen? Um es kurz zu fassen: Bei unserer Tastatur, die der Profi übrigens Folientatstatur nennt, ist jede einzelne Taste mit einer einzigen Folie verkuppelt – so sind letztendlich alle Tasten irgendwie miteinander verbunden und senden Signale über einen einzigen Kanal. Anders bei der mechanischen Tastatur: Jede Taste ist mit einem eigenen Schalter verbunden, der unabhängig von dem, was um sie herum geschieht, sein eigenes Signal sendet. Eben diese Schalter sind es, die den Knackpunkt des Marketingkampes zwischen den Hardware-Herstellern darstellen. Sie können nämlich an die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer angepasst und entsprechend verändert werden – crazy, oder?

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Farbe zum Schalter bekennen

Bei dieser sogenannten Switch-Technologie stehen die Nutzer also im Mittelpunkt, wobei verschiedene Arten von Schaltern auch verschiedene Bedürfnisse erfüllen. Der Übersichtlichkeit halber sind sie deshalb in verschiedene Farbgruppen unterteilt: schwarz, braun, rot… Das sind unsere Favoriten, da sich sich im Büroalltag am besten anwenden lassen.

Schwarze Schalter: besonders beliebt auf Grund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit (60g Druck zur Aktivierung des Schalters erforderlich). Dieser Widerstand verringert das Risiko, versehentlich falsche Buchstaben, Zahlen oder Zeichen einzugeben. Zudem sind Tastaturen mit schwarzen Schaltern verhältnismäßig leise. Einziger Kritikpunkt von unserer Seite: Nach acht Stunden Tipparbeit kommen die Fingerfitness an ihre Grenzen. Gibt es eigentlich Finger-Muskelkater?

Braune Schalter: besonders beliebt auf Grund ihrer Vielseitigkeit. Als „neutralste“ Schalter auf dem Markt eignen sie sich vor allem für Viel-Schreiber. Die Tasten müssen nicht bis zum Anschlag gedrückt werden, was wiederum die Tippgeschwindigkeit erhöht. In der Fachsprache fällt diese Eigenschaft unter die Kategorie „taktil“. Der einzige Nachteil dabei ist das Risiko, aus Versehen eine falsche Taste zu drücken – die Tippgenauigkeit büßt ein. Dafür werden die Finger nicht so schnell müde, denn der Tastenwiderstand ist verhältnismäßig gering (bei Produkten der Firma Cherry sogar weniger als 45g). Außerdem sind Tastaturen mit braunen Schaltern ziemlich leise, da sie nur leicht angetippt werden müssen. Deshalb eignen sie sich besonders in Großraumbüros.

Rote Schalter: besonders beliebt auf Grund ihrer leichten Bedienung. Die roten Schalter benötigen tatsächlich nur eine Kraft von 45 Gramm, um aktiviert zu werden, was das Schreiben im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert. Zudem sind sie äußerst leise und somit sehr angenehm in der Anwendung. Am beliebtesten ist in dieser Hinsicht die Silent Red Variante vom Unternehmen Cherry – try it out!

Wie ihr jetzt vielleicht schon mitbekommen habt, dominieren der Hersteller Cherry sowie die Firma Kailh derzeit den Markt. Mit Blick auf die Farbwelten machen beide Unternehmen gemeinsame Sache: Der Farbcode bleibt kohärent, damit keine Verwirrung beim Nutzer entsteht, wenn die rot bei der einen Firma für weich und leise steht, bei der anderen jedoch für hart und laut.

Wir fassen zusammen: Tastaturen-Schalter werden mit Farben beschrieben und sind in drei Kategorien eingeteilt. Es gibt klickende (Taste zur Aktivierung leicht berühren, bis „Klick“ ertönt), taktile (Taste zur Aktivierung nur leicht berühren, bis ein Widerstand spürbar ist) und lineare (Taste zur Aktivierung ganz durchdrücken) Typen. Es liegt an euch, die richtigen Schalter für individuelle Bedürfnisse zu wählen.

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Der Experten-Tipp

Aber was ist jetzt unsere Empfehlung?! Das ist die Frage…Ihr werdet jetzt vielleicht überrascht sein, aber wir empfehlen nicht unbedingt mechanische Tastaturen. Trotz überzeugender Vorteile und Trend-Faszination erfüllen sie nämlich nicht immer jeden Bedarf, den wir im Büro oder Homeoffice verspüren. Trotz Neuheit und Tech-Revolution haben die Folientastaturen definitiv ihre Daseins-Berechtigung. Es kommt also ganz darauf an, was ihr braucht, wie ihr Tastaturen nutzt, wo ihr arbeitet etc. Dürfen wir präsentieren? Die verschiedenen Tastature-Typen:

Typ 1: Der / Die Produktive

Das Keyboard Model S Professional Soft Tactile MX – Diese Tastatur wird weithin als eine der besten Eingabetastaturen auf dem Markt anerkannt. In vielen Rezensionen wird sie als der wahr gewordene Traum eines Schreibers hervorgehoben. Sie verwendet braune Schalter, um sicherzustellen, dass eure Finger nicht so schnell müde werden und sich eure Kollegen nicht über Lärmbelästigung beschweren. Mit einem Preis um 150 € handelt es sich hierbei um eine High-End-Tastatur, die bei sorgfältiger Pflege jahrelang hält. Wir alle kennen den Moment, wenn eine Taste so stark verblasst, dass wir nicht mehr lesen können, was darauf steht. Bei diesem Keyboard sind die Tastenbeschriftungen mit einem Laser eingraviert, um einem solchen Ärgernis vorzubeugen.

Typ 2: Der / Die Tollpatschige

TOMOKO Mechanische Gaming-Tastatur – Das Interessanteste an dieser Tastatur ist wahrscheinlich ihr Preis; sie ist das perfekte Beispiel für „gut aussehend, effizient, billig“, was sie zum idealen Einsteiger-Modell für mechanische Tastaturen macht. Zudem ist diese Variante wasserfest, was den Kaffee-Verschüttern und Morgenmuffeln unter uns zu Gute kommt – sie hat sogar einen im Gehäuse integrierten Abfluss, um die in die Tastatur verschüttete Flüssigkeit leichter abfließen zu lassen. Allerdings fällt diese Tastatur unter die Kategorie „klickend“ – für tollpatschige Mitarbeiter jedoch das geringere Übel. Schließlich geht sie dafür nicht so schnell kaputt.

Typ 3: Der / Die OptimiererIn

Kinesis Freestyle Pro Leise – Lasst euch von eurer Tastatur vor Augen führen, wie schlecht eure Körperhaltung vor dem Bildschirm ist! Klingt provokant? Ist es auch! Muss aber sein und tut vor allem gut. Die neue „Aufteilung“ er Hände und Finger auf die verschiedenen Tasten mag zunächst gewöhnungsbedürftig sein, führt nach einigen Tagen aber zur Erkenntnis, dass Schulter- und Rückenschmerzen mit der verkrampften Handhabung einer winzigen Tastatur zusammenhängen. Die Freestyle Pro gibt es mit braunen und „Silent Red“ Schaltern für eine möglichst stille Eingabe. Der Preis ist dafür relativ hoch, da die Tastatur mit allem notwendigen Zubehör wie zum Beispiel Handgelenkstützen ausgestattet ist, die der / die OptimiererIn bedarf. Sie kostet über 200 €, doch ist diese Summe auf jeden Fall wert.

Typ 4: Der / Die Bildschirm-Multitasker

Logitech K780 Mehrgeräte – Hierbei handelt es sich um eine Folientastatur, für die wir bisher keine mechanische Alternative finden konnten. Dieses dünne und kleine Modell ermöglicht es, bis zu drei Geräte, darunter einen PC oder Mac, mit drahtlosen Empfängern oder Bluetooth-Geräten zu verbinden. Während ihr Meeting-Protokolle auf dem Tablett verfasst und parallel Mails per Smartphone beantwortet. Der Wechsel von einem Gerät zu einem anderen ist super einfach, da die dafür vorgesehenen Tasten direkt auf der Tastatur implementiert sind. Einziger Nachteil wäre unseres Erachtens die Tatsache, dass es mit Standard-AAA-Batterien betrieben wird, die regelmäßig gewechselt werden müssen, was etwas mehr Abfall erzeugt, als es sollte.

Typ 5: Der / Die Nomade / Nomadin

Microsoft Universal-FalttastaturUnsere persönliche Favoritin, die mit uns bereits um die Welt gereist ist und hoffentlich noch viele Jahre ein treuer Begleiter bleibt. Sie ist der Logitech sehr ähnlich, nur kann sie nicht an einen richtigen PC oder Mac angeschlossen werden. Die Verbindung erfolgt mit einem Bluetooth-Peripheriegerät wie Smartphone oder Tablet. Diese Tastatur ist dafür gedacht, überall hin mitgenommen zu werden. Sie passt problemlos in jeden Rucksack und wird schnell zu eurem neuen besten Freund. Mit ihr könnt ihr euch unterwegs zum Beispiel längere Notizen machen, egal, ob auf der Parkbank, im Flugzeug oder während der Zugfahrt. Dank ihr können wir unterwegs auf den Laptop verzichten und stattdessen auf das Smartphone ausweichen. Die Folientastatur hat es in sich und ist auch nach Jahren immer noch top fit – wir sprechen aus persönlicher Erfahrung!

Typ 6: Der / Die Nachhaltige

Cherry Stream Tastatur – Peripheriegeräte sind hinsichtlich der Nachhaltigkeit nicht ganz ohne. Zugegebenermaßen sind sie ressourcenfressend, aus Kunststoff, teilweise extrem zerbrechlich und ein Ersatz von Einzelteilen ist oft unmöglich. Einige Hersteller sind gerade dabei, einen anderen Ansatz zu entwickeln und die Art und Weise, wie sie ihre Produkte herstellen und handhaben, neu anzugehen. Wir hätten zum Beispiel ZSA erwähnen können, eine auf ergonomische Tastaturen spezialisierte amerikanische Firma, die die Produktion nicht an Subunternehmer vergibt, sondern ihre Tastaturen von eigenen Mitarbeitern mit Sitz in Taiwan zusammenbauen lässt. Doch wir haben auch etwas „Einheimischeres“ gefunden, der Name sollte euch mittlerweile schon bekannt vorkommen:

Cherry – ein deutsches Unternehmen, das mit mehreren auf Nachhaltigkeit spezialisierten Firmen zusammengearbeitet hat, um einen bewussteren Umgang mit dem Design und der Lebensdauer ihrer Produkte zu entwickeln. Einige der Peripheriegeräte haben sogar das Siegel des Blauen Engels erhalten, ein Beweis dafür, dass Cherry aktiv dabei ist, die Dinge zum Besseren zu verändern – von der umweltfreundlichen Beschaffung über eine umweltgerechte und energieeffiziente Produktion bis hin zum nahezu vollständigen Recycling der Produkte am Ende ihres Lebenszyklus. Eine dieser Tastaturen ist das sogenannte Stream: Zwar ohne mechanische Schalter, für die der Hersteller bekannt ist, erfüllt sie dennoch die Anforderungen des Büroalltags und verlockt mit einem attraktiven Preis von 20 bis 30 €.  

Abschlussworte

Wir hoffen, ihr konntet etwas lernen und wisst jetzt Bescheid über das Peripheriegerät-Universum mit seiner Tastatur-Galaxie. Zu welchem Tasten-Typ gehört ihr? Jede/r von uns hat Anspruch auf eine ideale Tastatur – denn wenn die Basis stimmt, kann umso mehr in die Tasten gehauen und produktiv gearbeitet werden. Vielleicht hilft euch dieser Beitrag, eben diesen Anspruch mit den beruflichen Bedürfnissen, körperlichen Notwendigkeiten und persönlichen Meinungen vor dem IT-Manager geltend zu machen. Dabei haben wir euch nur eine kleine Auswahl von Sternchen aus der Tastatur-Galaxie präsentiert. Unser Tipp: Begebt euch auf die Suche nach der Tastatur eurer Träume!

Dies war nur der erste Beitrag einer Reihe von technischen Artikeln, die den Status quo 2020 in Bezug auf Büro-Peripheriegeräte darstellen. Seid gespannt, als nächstes stehen Mäuse und Bildschirme auf dem Programm…

Anzeigebild Credits: Pixabay / bogitw

Attention, please: Zucker. setzt auf Visual Relations

 

Wir haben was Neues im Repertoire: Visual Relations. Darunter verstehen wir XXL-Werbeflächen auf Häusern, Wänden oder Gerüsten, die anders als Werbeformen in Online, Print, TV oder Radio buchstäblich unübersehbar sind.

Mehr Aufmerksamkeit dank Visual Relations

Bestätigt wird das von einer aktuellen Trendanalyse des Fachverbands Außenwerbung e.V., die sagt, dass die Werbewirksamkeit von Plakaten eine signifikante Steigerung gegenüber dem Ersterhebungszeitraum im Jahr 2013 erfuhr. Entscheidend für die Beachtung von Plakatwerbung sind gemäß dieser Analyse Größe und Gestaltung, sie erregen die meiste Aufmerksamkeit und sind maßgeblich für das Informations- und Kaufverhalten nach Plakatkontakt verantwortlich. So haben aktuell 62 Prozent der PlakatseherInnen schon mindestens einmal mit Erkundigungen nach dem beworbenen Produkt oder dessen Erwerb auf klassische Plakatwerbung reagiert (ggb. 49 Prozent in 2013). Grund für die deutlich höhere Wahrnehmung und Wirkung von Plakaten ist der Megatrend Mobilität sowie die hohe Verbreitung von Smartphones und Tablets, die sofort zu Anschlusshandlungen auf den digitalen Devices führt.

Was Zucker. unter Visual Relations versteht

Unter Visual Relations verstehen wir jedoch keine alltäglich-klassische Plakatkampagnen, sondern kreative XXL-Poster oder gemalte/gesprayte Murals mit Wow-Effekt. Zum Beispiel Motive, die sich durch Sonneneinstrahlung verändern und im Tageslicht anders aussehen als nachts oder sog. hydrographische Motive, die bei trockenem Wetter schwarz erscheinen und erst bei Regen überhaupt sichtbar werden. Auch entwickeln wir zudem interaktive Cross-Channel-Kampagnen, bei denen das Motiv erst durch Mitwirkung der Zielgruppe entsteht oder in Kombination mit Events, Promotions oder Pop-up-Shops an der Fläche eine ganzheitliche Kommunikation ermöglicht.

Eins können wir in jedem Fall versprechen: Jedes Bild wird richtig groß! So wie dieses hier: Für die LEGO® GmbH haben wir im Rahmen der “Rebuild the World”- Kampagne ein gebrochenes Herz mit über 60.000 LEGO® Steinen zusammen mit tausenden Fans in 12 Meter Höhe geflickt.

Neugierig? Dann sprecht uns an!

Augmentierte Realität in der PR – Storytelling & Medienkontakt von heute!

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Der Begriff Augmentierte Realität (im Folgenden mit AR abgekürzt) beschreibt eine computergestützte Erweiterung der Realität um bestimmte Elemente oder Informationen. So wird keine neue virtuelle Welt geschaffen, die man zum Beispiel nur mit bestimmten Brillen erleben kann, sondern die Wirklichkeit sinnvoll ergänzt. Ein ziemlich bekanntes Beispiel hierfür ist der vergangene Pokémon-Go-Trend. Spieler können bestimmte Pokémon-Figuren und Elemente über eine App in ihrer Umgebung suchen, finden und sammeln. Die Figuren und Elemente sind dabei nicht echt, sondern virtuell und nur über die App sichtbar.

Ein zweites, sehr bekanntes Beispiel sind die von der Google Bildersuche angezeigten Tiere in Lebensgröße. Jeder, der ein Smartphone besitzt, kann sich die 3D Tiere über die Google Suche virtuell in Lebensgröße anschauen. Voraussetzung: Google ist in den Einstellungen auf die Region USA und Sprache Englisch festgelegt. Wenn ihr zum Beispiel nach einem Kaiserpinguin sucht, wird euch neben den Bildern in der Infobox ein skalierbares, animiertes Modell des Tieres angezeigt. Das könnt ihr euch wiederum in 3D abrufen, sodass der Pinguin mit Hilfe der AR-Technologie lebensgroß im Raum platziert wird. Wahnsinn! Wer wollte nicht schon immer mal einen Kaiserpinguin zu Gast im Wohnzimmer haben?!

Doch AR sorgt nicht nur in der Freizeit für Spaß und Vergnügen, sondern ist auch auf professioneller Ebene sehr interessant. Wir stellen euch vor, wie sie auch die Marketing- und PR-Branche sinnvoll bereichern kann und was mit AR im Storytelling, Branding und Medienkontakt möglich ist!

Use Cases von gekonnter AR-Inszenierung im Alltag (Auswahl)

Egal, ob aus dem Beauty-, Fashion-, Technik-, Lifestyle-, Interior- oder Tourismusbereich – AR kann von und für (fast) jedes Produkt oder Angebot zum Einsatz kommen. Der Brillenhändler Mister Spex beispielsweise nutzt die erweiterte Realität in seinem Online Shop: die Brillen lassen sich online “anprobieren”, bevor der Kunde sie bestellt, um Fehlkäufe zu vermeiden. Adidas hat bereits 2018 digitale Anproben des damals neuen Modells Ultraboost 19 running über einen Snapchat-Filter ermöglicht. Das Beauty-Unternehmen L’Oreal entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Modiface eine eigene App, in der neue Make-Up Trends und Frisuren virtuell ausprobiert werden können, um vor dem Einkauf heraufzufinden, was gefällt. Modiface hat zuvor bereits für die Marken Estée Lauder und Sephora gearbeitet, wurde dann aber von L’Oreal übernommen, so dass die AR-Spezialisten nun inhouse arbeiten. Der Kosmetikhersteller hat das Potenzial von AR definitiv schnell erkannt und die Chance für sich ergriffen. Auch das Möbelimperium IKEA hat bereits 2017 die kostenlose App “IKEA Place” ins Leben gerufen, mit der Möbelstücke virtuell in den eigenen vier Wänden platziert werden können – so werden wir quasi selbst zum Interior-Stylisten. Diese Auswahl an erfolgreiche AR-Unternehmensbeispielen zeigt bereits die extrem vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Essenziell sollte bei der Anwendung sein, dass die Technologie an sich nicht im Vordergrund steht, sondern immer noch das Erlebnis des Kunden mit dem Produkt oder dem Angebot.

AR-Ansätze in der PR

Besonders in den Live Relations überzeugen AR-Lösungen und bleiben in den Köpfen der Zielgruppe. Sei es ein Produktlaunch oder ein Event: Die AR erweckt Produkte und Brands zum Leben, sorgt für ein besonderes Erlebnis und bleibende Erinnerungen, zum Beispiel durch Fotos mit bestimmten Filtern und Hintergründen, die extra für den Kunden, das Produkt oder Event inszeniert wurden und interaktiv reagieren. Ebenso kann das Produkt selbst durch AR-Technologie live visualisiert und individuell von der Zielgruppe bzw. den Medienpartnern in Szene gesetzt werden. Eine Geschichte wird nicht mehr erzählt, sondern zusammen mit der Zielgruppe geschaffen! Aus Storytelling wird Storydoing und aus Zuhörer wird Akteur! Neben Filtern finden auch QR-Codes oder spezielle Apps ihre Anwendung im Marketing. In der Tourismusbranche könnten Pressereisen mit interessanten Infos und Elementen bereichert werden, die über QR-Codes, Apps oder sogar AR-Brillen jederzeit und an jedem Ort visuell abrufbar sind. So lernen die Medienpartner das Reiseziel auf spielerische und individuelle Weise kennen, zum Beispiel in Form einer Rallye – angelehnt an die Pokemón Go Suche.

Auch in den Social Media finden sich diverse Anwendungsmöglichkeiten von AR. Das offensichtlichste Beispiel wäre hier wieder ein Foto-Filter für Instagram oder Snapchat, zugeschnitten auf bestimmte Themen, Produkte oder Marken. Dieser Filter würde vor allem bei Influencer-Kooperationen in der Instagram Story Gebrauch finden und Emotionen sowie Aufmerksamkeit bei den Followern erzeugen.

Doch die AR hilft nicht nur bei der emotionalen Ansprache der Zielgruppe. Speziell für Brands und Produkte mit Erklärungsbedarf oder beispielsweise technischen Hintergründen sind AR-Konzepte sehr hilfreich und eine dankbare Möglichkeit, sie den Medienpartnern auf kreative Weise zu demonstrieren bzw. erfahren zu lassen.

In diesem Sinne können QR-Codes in Pressemitteilungen eingebaut werden, bei deren Abruf das behandelte Produkt mittels AR-Technologie visualisiert wird und vom Journalisten angewendet und inszeniert werden kann. Besonders interessant ist das zu einem Produktlaunch, wodurch Redakteuren das virtuelle Produkt bereits vor offiziellem Start zur Verfügung gestellt werden kann. Die Interaktion ist letztendlich aber auch für die Leser der Medien interessant, so dass auch der Journalismus durch AR revolutioniert wurde und wird. Mehrere deutsche Medien, wie zum Beispiel die Welt nutzten in der Vergangenheit bereits AR-Lösungen. Der Artikel wurde beim Lesen über das Smartphone lebendig, sodass Infografiken plötzlich in 3D erschienen.

Wir fassen zusammen: Die Erweiterung der Realität und digitale Interaktion erwecken Emotionen, sorgen für Spaß und haben einen nachhaltigen Erinnerungswert. Mit dieser Wirkung ist die AR in der PR, im Marketing und im Journalismus äußerst interessant. Auch wir sind von den unbegrenzten Möglichkeiten der AR-Lösungen inspiriert…Seid gespannt, wir haben einige Ideen im Petto!

Influencer und Künstliche Intelligenz – diese KI-Persönlichkeiten müsst ihr kennen!

Photo Credits: Pixabay / geralt

Influencer Relations sind aus Marketing und PR nicht mehr wegzudenken: Mit Fokus auf Instagram als Social Media Kanal bereichern Influencer unser tägliches Leben mit Posts von appetitanregenden Rezepten, den neusten Fashion-Must-Haves, kreativem Interior Design, Reise-Schnappschüssen oder Sport-Trends. Als Personen des öffentlichen Lebens sind sie zugleich Trendsetter, Meinungsbildner und Vorbilder für ihre Community.

Dabei müssen hinter den Influencern heutzutage nicht einmal mehr reale Personen stecken, denn auch in diesem Bereich des modernen Arbeitens und Lebens nimmt Künstliche Intelligenz vermehrt eine prägende Rolle ein. Virtuell am Computer erschaffene Influencer feiern große Erfolge und stechen mit ihren Follower-Zahlen und namhaften Kooperationen aus der Masse hervor.

Ihr hattet noch gar keine Berührung mit KI-Influencern? Kein Problem, wir stellen euch im Folgenden drei erfolgreiche KI-Content-Creators vor. Was hat es mit den virtuellen Persönlichkeiten auf sich und wer steckt dahinter? Was macht eine Kooperation mit ihnen aus?

  1. Lilmiquela

    Mit ihren 2,4 Millionen Followern ist Miquela Sousa aka Lil Miquela sozusagen die Queen der KI-Influencer. Hinter ihr steht das kalifornische IT-Unternehmen Brud. Seit 2016 ist die in Los Angeles lebende Halbbrasilianerin erfolgreich auf Instagram aktiv und seit 2017 veröffentlicht sie auch Musik. Angefangen als Kunstfigur, hat sie sich bis heute zu einer bedeutenden Influencerin im Fashion- und Lifestyle-Bereich entwickelt, die unter anderem mit High End Marken wie Prada, Balenciaga, Calvin Klein, Porsche und Diesel kooperierte. Sie zierte schon verschiedene Cover von namhaften Modemagazinen wie der ELLE und wurde 2018 vom TIME Magazine unter die 25 einflussreichsten Personen im Internet gewählt. Zudem engagiert sie sich aktuell stark in der Black Lives Matter Bewegung.

    Photo Credits: lilmiquela / Instagram

  2. Noonoouri

    Cute, curious, couture – so beschreibt sich Noonoouri. Diese Attitüde findet sich auch in ihrem Instagram Feed wieder. Die Posts sind ästhetisch, künstlerisch, stilvoll, kreativ und vielseitig. Zwischendrin finden sich immer wieder aktivistische Posts wie aktuell für Black Lives Matter oder den Tier- und Klimaschutz. Die Influencerin hat 360.000 Follower bei Instagram, posierte schon (virtuell) mit Stars wie Kim Kardashian und arbeitet ebenfalls regelmäßig mit High-End-Magazinen wie der ELLE, Vogue oder L’Officiel zusammen. Als Fashion-Influencerin wohnt sie – wie könnte es anders sein – in Paris und kooperiert von hier aus unter anderem mit Louis Vuitton, Fenty und Tom Ford. Ihr Schöpfer, der Grafikdesigner Jörg Zuber, kommt hingegen aus München. Die Kunstfigur ist für ihn ein wahrgewordener Traum. Schon als Kind faszinierte ihn die Kreativität, der Glamour und Glanz der Modebranche. Er verbindet Mode mit Freiheit – genau das ist es, was Noonoouri verkörpern soll.

    Photo Credits: noonoouri / Instagram

  3. Bermudaisbae

    Wer es nicht besser weiß, könnte auf den ersten Blick denken, Bermuda sei eine echte Person und womöglich Teil der Topmodel-Clique rund um Gigi Hadid, Kendall Jenner & Co., so authentisch ist ihr Auftritt bei Instagram. Tatsächlich ist die hübsche Blondine mit Lil Miquela befreundet und teilt regelmäßig gemeinsame Posts mit ihr oder dem gemeinsamen Kumpel Roland Blawk – auch er ist eine namhafte virtuelle Persönlichkeit mit 156.000 Followern auf Instagram. Sowohl Bermuda, als auch Blawk wurden ebenfalls vom Start-Up Brud erschaffen. Die rund 256.000 Follower von Bermuda freuen sich über knallige, teilweise kontroverse Lifestyle-, Beauty- und Fashion-Bilder. Bermuda’s Auftritt ist selbstbewusst, sexy und provokant. Zudem stieg die „Robot Queen“ auch ins Musik-Business ein. Neben gemeinsamen Musik-Projekten mit ihrer BFF hat sie erfolgreich ein Cover von „Under the Bridge“ (Red Hot Chili Peppers) veröffentlicht.

    Photo Credits: bermudaisbae / Instagram

Wer steckt dahinter?

Hinter den virtuellen Persönlichkeiten stehen meist  innovative Tech-Unternehmen, Visionäre und Kreative. Sie sahen die Schöpfung von 3D-Avataren als persönliche Herausforderung, Zeichen von Toleranz und Freiheit in unserer modernen Welt. Doch es gibt mittlerweile auch KI-Influencer, die eigens von Unternehmen kreiert wurden, um als Markenbotschafter beziehungsweise Kampagnengesicht zu wirken. Einer davon ist Colonel Sanders, erschaffen von und für KFC in Zusammenarbeit mit der Agentur Wieden + Kennedy für die #secretrecipeforsuccess Kampagne aus 2019. Dabei dient er nicht als plakatives Werbegesicht, sondern als authentischer Influencer für die eigenen Social Media Kanäle. Seine Person ist übrigens nur halbwegs erfunden – „Colonel“ Harland David Sanders ist der Gründer von Kentucky Fried Chicken, der allerdings schon 1980 im beachtlichen Alter von 100 Jahren starb.

Kooperation mit KI-Influencern

Wie auch die menschlichen Influencer, sind die virtuellen Avatare begehrte Kooperationspartner. Nicht nur das Phänomen der künstlichen Persönlichkeit macht die Zusammenarbeit so spannend und attraktiv, sondern auch die vielen Inszenierungsmöglichkeiten und Steuerbarkeit zur Vermarktung eines bestimmten Produkts sind reizvoll für Unternehmen. Szenen und Hintergründe ihrer Präsenzen lassen sich beliebig montieren und anpassen – ganz nach den Wünschen des Kooperationspartners. Natürlich beansprucht die Vorbereitung und Produktion der gewünschten Posts einige Zeit und Arbeit, doch das ist es vielen Firmen wert – die  Neugierde auf eine Zusammenarbeit mit computergesteuerten Influencern siegt. Auch deutsche Unternehmen setzen schon auf virtuelle Models: Die Automarke Smart arbeitete bereits mit dem Plus-Size-Model Brenn zusammen, geschaffen von der Agentur Diigitals, die auf virtuelle Models spezialisiert ist. So soll das technische Thema der Elektromobilität „lifestyliger“ und zugänglicher werden. Auch die französische Luxusmodemarke Balmain hat sich von Diigitals KI-Models für die #balmainarmy erschaffen lassen – eines davon ist Shudu. Diese Kooperationen sorgen definitiv für Aufsehen.

Die Avatare finden große Akzeptanz und Sympathie in der Community. Ihre Follower und Fans wissen natürlich, dass es sich um Kunstfiguren handelt. Trotzdem haben Miquela, Noonoouri und Co. es geschafft, einen Charakter zu entwickeln, der echt, authentisch, interessant und glaubwürdig wirkt – eine gute Basis für eine

Wir sind gespannt, wie sich das Influencer Marketing in der Zukunft weiterentwickelt. Eines sei gewiss: Von den künstlichen Influencern werden wir bestimmt noch mehr hören.

Hör‘ dich smart – neun Podcasts zur Erweiterung der Jobskills

Podcasts sind eine unterhaltsame Möglichkeit, um Jobskills effizient zu erweitern.  Photo Credits © Pixabay / kaboompics

Ob in der Bahn, am See oder beim Bügeln: Podcasts sind tolle Zeitvertreiber, die sich auch als Selbstoptimierungs-Tools eignen. Während ihr mit Routinetätigkeiten beschäftigt seid, die zwar die Hände, aber weniger den Geist in Anspruch nehmen, könnt ihr fix nebenbei auch etwas für den Job oder die eigene Persönlichkeitsentwicklung tun.
Wir haben für euch neun Podcasts zusammengestellt, die in unserer Agentur fleißig mitverfolgt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst (in Vor-Corona-Zeiten) auf Smartworkers.net und wurde leicht überarbeitet.

Einfach produktiv – Zeitmanagement leicht gemacht!

Der Podcast mit dem Schweizer Akzent. Schon seit 2013 teilt der Produktivitäts-Coach Ivan Blatter sein Wissen via Podcast mit seinen Hörer. Dabei ist mittlerweile ein wahrer Schatz an hilfreichen Lektionen entstanden, in leicht verdaulichen Häppchen zwischen zehn und 30 Minuten. Thematisch dreht sich alles um effizientes und produktives Arbeiten ganz nach Ivans Motto „Arbeite klüger, nicht härter – jetzt!“ – sei es im Büro, unterwegs oder im Home Office. Die einzelnen Folgen sind – ergänzt um Shownotes – auf der Webseite oder bekannten Streamingdiensten wie Spotify abrufbar.

I Love Mondays

Wäre es nicht schön, wenn man den Titel dieses Podcasts bedingungslos unterschreiben könnte? Nun, Tim Chimoy und seine Gäste versuchen zumindest, die Hörer mit ihren Querdenker-Perspektiven auf den Weg dahin zu schicken. In dem circa zweiwöchentlich erscheinenden Podcast dreht sich alles um Selbstständigkeit, ortsunabhängiges Arbeiten und persönliche Weiterentwicklung. Zu seinen Gesprächspartnern zählen Selbstständige, Lifestyle Business Unternehmer und Kreative, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Ziel ist es, dem Hörer aufzuzeigen, welch ungeahnte Möglichkeiten hinter dem Tellerrand liegen. Raus aus der Komfortzone, rein in ein zufriedenstellendes, selbstbestimmtes Leben und Arbeiten. Abrufbar zum Beispiel bei Spotify.

Photo Credits © Pixabay / StartupStockPhotos

Arbeitsphilosophen

Frank Eilers ist neben seiner Rolle als Moderator und Stand-up Comedian vor allem als Speaker zu den Themen „Zukunft der Arbeit“ und „Generation Y“ aktiv. Über diese spricht er in seinem Podcast mit Unternehmern, Führungskräften und Menschen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft. Ein Podcast, „der die Realität in seiner Dramatik abbildet und gleichzeitig den Horizont erweitert! Für alle Querdenker, Visionäre und Zuhörer des guten Geschmacks.“ Die Folgen sind im Blog der Arbeitsphilosophen und bei Spotify abrufbar.

Life Hackz

Der Titel „Life Hackz“ führt zwar ein wenig in die Irre, denn Marcus Meurer, Gründer der DNX, fokussiert sich in seinem Podcast nicht allein auf Tipps für alle Lebenslagen, sondern auf das Leben und Arbeiten als Digitaler Nomade und lädt in Interview-Formaten Entrepreneure, Influencer und Selbstständige vor sein Skype-Mikro. Insgesamt bekommen Hörer in jedem Fall einen sehr authentischen Podcast geboten – von und für Menschen, die das Digitale Nomadentum wirklich leben. Abzurufen auf der Webseite und bei Soundcloud.

Rhetorik, die im Kopf bleibt!

Ob Pitch-Präsentation, Workshop oder Vortrag – moderne Digital- und Wissensarbeit kommt kaum noch ohne Reden vor größeren oder kleineren Gruppen aus. Birgit Schürmann möchte mit ihrem Podcast helfen, die Wirkung von Reden und Präsentationen zu optimieren. Dabei geht es vor allem darum, die Emotionen des Publikums zu wecken und mit Storytelling und bildhafter Sprache im Gedächtnis der Zuhörer zu bleiben. Die Folgen erscheinen alle zwei Wochen und sind etwa zehn bis 30 Minuten lang. Verfügbar auf der Webseite und bei Spotify.

Photo Credits © Pixabay / lograstudio

Sidepreneur

Wer nicht gleich alles auf eine Karte setzen oder einfach neben der Festanstellung noch ein Seitenprojekt betreiben möchte, ist bei Sidepreneur richtig. Juliane Benad und Peter Lutsch behandeln verschiedene Themen rund um den Start in eine nebenberufliche Selbstständigkeit, von der ersten Geschäftsidee bis hin zum Aufbau und Wachstum eines kleinen Unternehmens inklusive Social Media, Marketing und Vertriebs-Strategien. Neue Folgen gibt es im Schnitt zwei Mal wöchentlich. Erfahrungen und Tipps teilt das Team und die Community auf der Webseite und bei Spotify.

Fritze-Blitz

Motivationsprobleme kennt wohl jeder gelegentlich. In ihrem Podcast vermittelt Nicola Fritze motivationspsychologische Hintergründe und konkrete Tipps, wie man sich selbst dauerhaft motivieren kann. Neben Anregungen zur aktiven Stimmungsbeeinflussung erfahren die Hörer, wie sie der Frustfalle entkommen und aus ungewollten Routinen ausbrechen. Zu finden bei Spotify oder auf der Webseite, auf der auch weitere Podcasts, Keynote Präsentationen und Artikel rund um die Arbeitswelt erhältlich sind.

Baby got Business

Ein Blick hinter die Kulissen des modernen Social Media Business: Ann-Katrin Schmitz thematisiert in ihrem Podcast die unterschiedlichen Berufsmöglichkeiten, Strategien und Ideen in der Social Media Welt. Hierfür lädt sie namhafte Gesprächspartner wie Influencer oder erfolgreiche GründerInnen, die die Zuhörer an ihren spannenden Karrierewegen teilhaben lassen. Das Social Media Business boomt und der „behind the scenes“ Podcast gibt interessante Inspirationen und Denkanstöße, um es zu verstehen. Zu hören bei Spotify.

Braintalk

Frauenpower im Doppelpack: Die jungen Gründerinnen und Entrepreneurs Moni und Shari teilen coole Hacks und spannende Inspirationen zu den Themen Business, Karriere, Persönlichkeitsentwicklung und Bildung. In knackigen 20 bis 30 Minuten könnt ihr euch die geballte Portion Wissen „to go“ mitnehmen. Die Freundinnen laden regelmäßig Gäste ein, die ihre Gedanken und Erfahrungen mit den „Brainies“ teilen.  Die Braintalk-Webseite stellt zudem eine zentrale Plattform für angehende und bestehende Podcaster dar, die dem Wissenstransfer und Austausch dient. Vielleicht ist das auch für den einen oder anderen von euch interessant?

Coworking mit Kind: ein Selbstversuch im juggleHUB

In unserem letzten Blogpost haben wir die Mamas und Papas bei Zucker. dazu zu Wort kommen lassen, wie sie den Spagat zwischen Beruf und Familie hinbekommen. Teilzeit und Homeoffice helfen viel, wenn es um eine Work-Life-Integration geht. Doch was, wenn die Kita mal zu hat, kein Babysitter zur Hand ist und die Schließtage ausgerechnet auf das Datum des Projektabschlusses fallen oder andere Gründe es nötig machen, zumindest ein paar Stunden konzentriert zu arbeiten?

Wer sich am Homeoffice mit Kleinkind versucht, wird schnell feststellen, dass es quasi unmöglich ist, Kind und Job in dieser Konstellation gerecht zu werden. Deshalb stellen wir euch heute ein Coworking Space mit Kinderbetreuung als gute Alternative zur Arbeit am heimischen Schreibtisch vor.

Allein in Berlin finden sich mit Coworking Toddler, les boxes oder Easy Busy eine steigende Anzahl dieser Büros auf Zeit, in denen Eltern und Kinder gleichermaßen gut unterkommen. Wir haben das juggleHUB im Herzen des Winsviertels in Berlin-Prenzlauer Berg für euch getestet und neben dem Erfahrungsbericht ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen ihr den Arbeitsausflug mit Zwerg zum Erfolg macht.

Vor dem Start

Die Vorbereitungen auf den Besuch im juggleHUB starten mit der Online-Anmeldung. Auf der Website haben Mitglieder und Interessierte die Möglichkeit, sich zwischen verschiedenen Angeboten zu entscheiden, die von einem kostenlosen Guest-Trial bis hin zu flexiblen Stunden- und Monatspaketen reichen. Das Angebot richtet sich sowohl an Menschen mit und ohne Kinder. Dementsprechend gibt es reine Coworking-Pakete genauso wie solche, die die Kinderbetreuung bereits einschließen.

Einzeln zugebucht kostet die Kinderbetreuung übrigens 10 Euro pro Stunde. Ein recht moderater Preis, unter dem in der Regel auch kein Babysitter aktiv wird. Die komplette Preisübersicht gibt es hier. Bezahlen kann man bequem per Kreditkarte oder PayPal. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern den regelmäßigen Aufenthalt im juggleHUB ermöglichen, kommen darüber hinaus in den Genuss von Spezialkonditionen.

Der Erste Eindruck

Coworking mit Kind: ein Selbstversuch im juggleHUB

Auf geht’s: Schnell noch einen Platz für den Kinderwagen finden und dann ab ins juggleHUB!

Ein unauffälliges Holz-Logo ziert den Eingang des Altbaus in der Christburger Straße 23, in dem sich das juggleHUB befindet. Nach dem Eintreten muss ich nicht lange suchen, um einen Kinderwagenstellplatz zu finden, der es anderen Bewohnern des Hauses noch erlaubt, gefahrenfrei den Flur zu durchqueren. Das Coworking Space befindet sich im ersten Obergeschoss. Als wir eintreten, durchströmt der leckere Duft frischen Kaffees der juggleHUB-Kaffeebar meine Nase. Ich fühle mich augenblicklich wohl. Begrüßt werden mein Sohn und ich von Katja, einer der Gründerinnen des juggleHUB. Sie führt uns durch die Räume und verrät, was hinter der Idee steckt, einen Ort der Arbeit mit Kinderbetreuung zu verbinden:

„Es gibt leider immer noch zwei Welten, die sich gegenüberstehen: die Lebenswelt Arbeit und die Lebenswelt Familie. Gerade wenn man im Unternehmenskontext unterwegs ist, sind Themen wie Kinder, Familienplanung und -gründung oft mit vielen Konflikten, Unsicherheiten und einem schlechten Gefühl verbunden. Unsere Erfahrung hat einfach gezeigt, dass gerade Frauen mit Kindern relativ schnell in einer Sackgasse stecken, und dem wollen wir etwas entgegensetzen. Das tun wir, indem wir einen Ort schaffen, wo diese beiden vermeintlich einander entgegenstehenden Welten Arbeit und Familie zusammengeführt werden und die Verbindung dessen sich ganz natürlich und gut anfühlt.“

WELCOME to the JUGGLE: Gründerin Katja an der Kaffeebar des juggleHUB

WELCOME to the JUGGLE: Gründerin Katja an der Kaffeebar des juggleHUB

Kinderbetreuung

Den nächsten Stopp legen wir im Spielzimmer ein, in dem sich bereits zwei Kinder und eine Betreuerin befinden. Nachdem mein Sohn sich direkt auf das Feuerwehrauto stürzt, kann ich das zweite Mal durchatmen: Auch er findet Gefallen an der neuen Situation. Als nächstes fülle ich einen zweiseitigen Bogen zu meinem Sohn aus, auf dem chronische Krankheiten und Allergien ebenso Platz finden wie der Status der Kranken- und Unfallversicherung und allgemeine Angaben zu Eltern und Wohnort. Ein Tränchen fließt dann doch noch, als ich mich auf (kurze) Zeit von dem kleinen Kerl verabschiede. Die Erzieherin, die gerade noch Unterstützung von einer Kollegin erhalten hat, kann ihn jedoch schnell ablenken.

Zur Betreuung im juggleHUB werden Kinder ab einem Alter von acht Wochen angenommen. Idealerweise melden Eltern den Bedarf bis spätestens 16 Uhr des Vortags an. Bei spontanen Arbeitseinsätzen bittet das Team von juggleHUB um einen Anruf vorab, um die Kapazitäten zu klären.

Neben dem Spielraum inkl. Rutsche, Bällebad, riesiger Maltafel und dutzenden Spielzeugen, bietet das juggleHUB einen Bade- und Wickel- sowie einen Schlafraum, in den sich Eltern mit müden Abenteurern zurückziehen können. Für kleine Snacks vor Ort ist gesorgt – alles darüber hinaus ist von den Eltern mitzubringen. Kühlprodukte können problemlos im Gemeinschaftskühlschrank der juggleHUB-Küche untergebracht werden, die darüber hinaus ein Kochfeld, eine Geschirrspülmaschine und umfassende Küchengrundausstattung bietet. Natürlich steht die Nutzung auch Coworkern ohne Kindern offen.

Räume und Ausstattung

Das Coworking Space bietet neben einer Vielzahl an Einzelarbeitsplätzen in offenen Räumen, Möglichkeiten für konzentrierte Arbeit oder Telefonate sowie buchbare Meeting-Räume. Bei meinem Probebesuch im juggleHUB stehen vor allem Anrufe und Mails auf meiner To-do-Liste, die ich bequem in einem der Meeting-Räume abarbeiten kann. Auch diese können von den Coworkern genutzt werden, wenn keine Veranstaltungen gebucht sind. Natürlich ist auch für WLAN, Drucker und Telefone gesorgt. Für den Kurzbesuch von zwei Stunden reichen mir eine gute Internetverbindung, mein Laptop und das Handy jedoch völlig aus.

Alles am Start: Sandsack zum Dampfablassen und Headset von Plantronics zum Lärmhintersichlassen.

Alles am Start: Sandsack zum Dampfablassen und Headset zum Lärmhintersichlassen.

Die Arbeitsatmosphäre gefällt mir, da sie mich einerseits an meine heimisch vertraute Umgebung erinnert und mich dennoch anregt, konzentriert und effizient vorzugehen. Das sehe ich nicht zuletzt daran, dass sich meine To-do-Liste für den Aufenthalt im juggleHUB zusehends leert und ich trotzdem das Gefühl habe, meinem Sohn nah zu sein und für seine Unterhaltung gesorgt zu haben. Zwischendurch meldet sich eine der Betreuerinnen bei mir und fragt, ob sie dem Kleinen etwas zu essen anbieten kann, da er hungrig wirkt. Das gibt natürlich einen Pluspunkt.

Fazit

Ich bin etwas überrascht, dass der Besuch im juggleHUB so reibungslos gelaufen ist, da mein Sohn neuen Situationen nicht bedingungslos optimistisch gegenübersteht. Mein positiver erster Eindruck hat sich jedoch bestätigt: Im juggleHUB sind Smartworkers mit und ohne Kind herzlich willkommen und gut betreut. Wer also mit einem guten Gefühl ein paar Stunden arbeiten will, findet hier eine tolle Alternative zum Homeoffice.

Damit ihr euren Arbeitsausflug mit Kind so effizient und angenehm wie möglich gestaltet, haben wir hier noch ein paar Tipps für euch:

  1. Rechtzeitig anmelden: Natürlich eignen sich Coworking Spaces mit Kinderbetreuung auch mal für den spontanen Besuch. Wer außer den eigenen Arbeitsmitteln jedoch auf Materialien des Coworking Space oder einen eigenen Raum angewiesen ist, tut gut daran, seinen Besuch mindestens einen Tag vorher anzumelden. Auch die Buchung von Veranstaltungen für Kollegen, Partner oder Kunden ist unter Beachtung der geltenden Vorlaufzeiten möglich.
  2. Gute-Laune-Snacks: Snacks helfen sowohl eurem Nachwuchs als auch euch beim Durchhalten. Wie gut das funktioniert, hängt nicht zuletzt von der Qualität ab. Während Beeren, Äpfel, Nüsse und Joghurt ohne Zuckerzusatz langfristig für Energie sorgen und Produktivität wie Konzentration fördern, eignen sich einfache Kohlenhydrate eher für ein kurzes Hoch, das meist genauso schnell nachlässt, wie es eingetreten ist. Wenn ihr einen längeren Aufenthalt plant, sollte auch eine Hauptmahlzeit einkalkuliert werden. Dank der juggleHUB Küche kein Problem. Diese bietet Coworkern alles, um mitgebrachtes Essen aufzubewahren und zu verarbeiten.
  3. Ausreichend trinken: Neben Lebensmitteln solltet ihr euch und den Zwergen auch genug Getränke mitnehmen. Für Kinder bis vier Jahre gilt – abhängig von Körpergröße und Gewicht – die Empfehlung am Tag etwa 820 ml Flüssigkeit zuzuführen. Ein Erwachsener liegt mit 2,5 Litern richtig. Studien belegen, dass bereits zwei Prozent Flüssigkeitsverlust eine um 20 Prozent verminderte Leistungsfähigkeit nach sich zieht. Das gilt für Groß und Klein.
  4. Headset mit Active-Noise-Cancelling: Ihr seid spontan im Coworking Space oder habt euch für einen Platz im offenen Arbeitsbereich entschieden? Ein Headset mit Active-Noise-Cancelling hilft euch dabei, überall zu maximaler Konzentration zu finden. Sowieso ist ein gutes Business-Headset für Smartworkers kaum zu überschätzen. Aktuelle Modelle wie das Voyager 8200 UC von Plantronics sorgen nicht nur für die nötige Ruhe, sondern in jeder Umgebung auch für Telefonate in Business-Qualität. Darüber hinaus lässt es sich einfach per Bluetooth-Adapter mit Windows- und Mac-Computern sowie weiteren IP-Telefonen oder direkt mit mobilen iOS- und Android-Geräten verbinden. Natürlich könnt ihr damit auch eure Lieblingsplaylist genießen. Inspirationen zur Musikauswahl für Smartworkers findet ihr z.B. hier oder hier.
  5. Klare Zielvorgaben für mehr Effizienz: Definiert vor eurem Besuch, was ihr während des Aufenthalts im Coworking Space erledigen wollt. Gerade, weil ihr Arbeitsplatz und Kinderbetreuung für bestimmte Zeit bucht, ist es sinnvoll, eine To-do-Liste anzufertigen, um eure Aufgaben gezielt abzuarbeiten. Tipps für den optimalen Aufgabenzettel findet ihr hier.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf smartworkers – blog über die zukunft von arbeit und kommunikation.

Mach mal Pause: unsere Top 5 Lunch-Spots am Rosi

Um auch am Nachmittag noch voll Energie zu sein, ist eine gute Mittagspause unverzichtbar. Die Lage direkt am Rosenthaler Platz verschafft Zucker. die luxuriöse Position, im vielfältigen Lunch-Angebot zu versinken. Ob polnische Pierogi, mexikanische Quesadillas oder gutbürgerliche deutsche Küche – der Rosi hat einiges zu bieten. Unsere aktuellen Lieblings-Lunch-Spots:

 

NETA – Mexican Street Food
Mit typisch mexikanischen Köstlichkeiten wartet das Neta im Weinbergsweg auf. Burritos, Quesadillas, Tacos und weitere Gaumenfreuden stehen auf der Karte. Allerhand Füllungen und Salsas stehen zur Wahl, so kommen Veggies und Schärfeliebende gleichermaßen auf ihre Kosten. Wer’s lieber einfach mag, kann auch nur eine Quesadilla bestellen. Mit hausgemachter Guacamole gibt’s die schon für 6,50 Euro.

Wo: Weinbergsweg 5, 10119 Berlin

 

Gorki Park
Mit einem schnellen 4-Gang-Menü lässt das Gorki Park keine Wünsche offen. Die Speisekarte überrascht täglich mit einem Mittagsmenü bestehend aus Suppe, Salat, Hauptgang und Dessert mit einem deutsch-russischen Einschlag. Die einzelnen Gerichte werden zeitgleich in vier kleinen Schälchen auf einem großen Teller serviert. Die ganze Leckerei gibt es für 8 Euro, inklusive Getränk.
Wo: Weinbergsweg 25, 10119 Berlin


 

Zur Rose
In der Rose diniert es sich ganz gemütlich. Auch hier gibt es täglich wechselnde Mittagsangebote, die um die 7 Euro kosten. Ein besonderer Geheimtipp ist das Kinderschnitzel – es steht nicht auf der Karte und wird nur für die im Herzen jung Gebliebenen bereitet. Für unter 10 Euro gibt es das Schnitzel im perfekten Mittagsformat.
Wo: Weinbergsweg 26, 10119 Berlin

 

Schmeckerei/Pierogi
Die osteuropäische Spezialität erfreut sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Ähnlich wie Maultaschen gibt es auch Pieroggen mit den verschiedensten Füllungen – von Kürbis, über Fleisch bis hin zu Linsen, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein besonderes Schmankerl zur Mittagszeit ist das Lunch-Angebot: Tagessuppe und Pierogi für 6,50 Euro.
Wo: Brunnenstraße 182, 10119 Berlin


 

La Cantina
Auch wenn die Cantina nicht zu den unbekannten Größen am Rosenthaler Platz zählt, darf sie in dieser Liste doch nicht fehlen. Jedes Gericht auf der Karte kostet 4 Euro, im Mittagsangebot mit Getränk 5 Euro. Bei der großen Auswahl von Pizza, Pasta und Salaten findet jeder etwas Passendes und vor allem am Ende des Monats freut sich der Geldbeutel über das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wo: Torstraße 124, 10119 Berlin


 

In diesem Sinne, viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch schmecken!

Im Podcast-Fieber: Wenn du was zu erzählen hast, hör ich dir gerne zu

Ob zum Einschlafen, zum Überbrücken langweiliger U-Bahn-Fahrten oder zum Erweitern des Horizonts – Podcasts etablieren sich für viele zum immer festeren Bestandteil der alltäglichen Mediennutzung. Die Audiodateien können über Apps oder Musik-Streamingdienste angehört werden; so mischt seit neuestem zum Beispiel auch Audible beim Podcast-Trend mit. Um sich in der ganzen Podcast-Flut ein wenig zurechtzufinden, wollen wir euch heute ein paar Perlen empfehlen.

Laber-Rhabarber

Sogenannte Laber-Podcasts sind in der Öffentlichkeit nicht immer leicht zu hören. Viel zu oft muss man sich zusammenreißen, nicht laut loszulachen oder zumindest doof zu grinsen und komische Blicke von den unwissenden Mitmenschen zu ernten. Der wohl bekannteste Podcast aus dieser Kategorie dürfte „Fest & Flauschig“ sein und bedarf deswegen keiner näheren Erläuterung. Ähnlich wie das Dreamteam Schulz & Böhmermann unterhalten sich auch Oliver Polak und Micky Beisenherz über dies und das und jenes. Wer die beiden aus dem WDR-Format „Das Lachen der anderen“ kennt, weiß, dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen und derbe Sprüche zur Tagesordnung gehören. Aber dass dabei dennoch – oder gerade deswegen – authentische und manchmal tiefsinnige Gespräche herauskommen, könnt ihr in ihrem Podcast „Juwelen im Morast der Langeweile“ nachhören.

Dass solche Laber-Podcasts nicht immer von zwei Männern geführt werden müssen, beweist „Herrengedeck“, der Podcast von den beiden Berlinerinnen Ariane und Laura. Wie der Name vermuten lässt, erzählen sie bei Bier und Korn über die kleinen Dinge des Alltags, zum Beispiel  Ängste vor dem Alleine-Fahrstuhlfahren oder alte Brillen- und Kontaktlinsengeschichten. Gemischt mit viel Humor kommen dabei interessante und witzige Gespräche heraus, bei denen man nie müde wird zuzuhören.

Ronja von Rönne und Tilman Rammstedt hingegen, wollen mit ihrem Podcast …uns fragt ja keiner“ den ungeklärten Fragen des Internets auf den Grund gehen. In Internetforen wie gutefrage.de suchen Menschen täglich Ratschläge, doch erhalten nicht immer Antworten. Aus diesem Grund beantworten von Rönne und Rammstedt genau die Fragen, die bisher unbeantwortet blieben. In Hinblick auf das unerschöpfliche Archiv „Internet“ dürften dabei unzählige Fragen und somit unzählige Folgen zustande kommen. Wir sind gespannt und warten wissbegierig.

Wissen to go

Apropos Wissen. Viele Podcasts widmen sich objektiv einem bestimmten Themengebiet und eignen sich somit hervorragend als kleine Weiterbildung für zwischendurch. Deutschlandfunk Nova zum Beispiel umreißt in „Eine Stunde History“ ein weltgeschichtliches Ereignis pro Folge. Von dem Hambacher Fest 1832 über die OktoberrevoIution 1917 bis hin zur Hungerkatastrophe in Ungarn 1932 werden die unterschiedlichsten Begebenheiten beleuchtet.

Im Gegensatz dazu bleibt das Thema in dem Podcast „Mind the gap“ durchgehend gleich. Susanne Klingner beschreibt dabei die Stellung der Frau in der Wirtschaft und berichtet über verschiedene Ereignisse und Umstände, in denen Frauen unfair behandelt werden oder Großartiges bewegt haben. Wie etwa, als 1975 neun von zehn Frauen in Island in den Streik traten und damit die Wirtschaft des Landes für einen Tag lahmlegten.

Abschalten

Vielen Menschen hilft es, beim Einschlafen jemandem zuzuhören. Hörspiele und Hörbücher sind da ein beliebtes Mittel der Wahl, aber auch Podcasts eignen sich prima als Einschlafhilfe. Das weiß auch Tobias Baier, der in seinem „Einschlafen Podcast“ regelmäßig über alltägliche Dinge aus seinem Leben schwadroniert. Dabei geht es um Kant, Buchvorstellungen, Urlaubsberichte, Kant, Erläuterungen, wie genau HTTP funktioniert und Kant. Mag manchmal etwas langweilig klingen, aber schließlich soll man sich auch weniger unterhalten fühlen, sondern viel eher langsam wegschlummern.

Dasselbe Ziel verfolgt der  Podcast „Träumende Tiere“, der von der Tierfilmerin Rosie Koch stammt. Sie erklärt anfangs, dass sich Tiere manchmal so sehr an die Anwesenheit eines Filmteams gewöhnen, dass sie einschlafen. Für die Kamera sind schlafende Tiere uninteressant, aber das Schnarchen, Schmatzen und Grummeln, das die Tiere dabei machen, sind so beruhigend, dass sich diese Geräusche wunderbar als Einschlafhilfe eignen. So kann man mit jeder Folge zu dem Sound eines schlafenden beziehungsweise träumenden Tieres einschlafen. In diesem Sinne: Gute Nacht!

Reclaim the streets: Finale der Cannes Lions PR-Jury-Arbeit

Am Sonntag, 18. Juni 2017, stand der schwerste, aber auch interessanteste Teil der PR-Jury-Arbeit in Cannes bevor. Es ging um die Edelmetalle. Als Jury sorgten wir dafür, dass etliche Kreative einen Löwen als Frucht ihrer Arbeit nach Hause nahmen. Wir sind die Gärtner im Garten Eden der Löwen am Wegesrand einer herausragenden Pilgerfahrt. Doch genug der Pilger-Analogie. Sie hat etwas Symbolik gebracht – doch ab nun stelle ich sie außer Dienst. Zeit für Fakten.

2.300 Einreichungen in der PR-Kategorie

In sechs intensiven Jurytagen wählten wir aus tausenden Einreichungen – 2.300 genauer gesagt – jene 228 Kampagnen aus, die etwas über die PR 2017 aussagen sollen. 44 Prozent der Shortlist erhielten eine Trophäe. Aus 74 deutschen Einreichungen fanden acht einen Weg in die Shortlist. Traditionell waren die USA auch 2017 das stärkste Einreicherland.

Um aus dem Zahlenwerk einen Eindruck der Juryarbeit zu geben, hilft eine schlichte Zeitrechnung: Jede Einreichung ansehen – zwei Minuten. Diskussion, Abstimmung und Ergebnis – zehn Minuten. Das geschah in drei Tagen der Shortlistvorbereitung, bis die Verweildauer je Einreichung explodierte. Zum Ende hin waren es rund 30 Minuten je Kategorie-Sieger.

Am Finaltag hatten wir gegen 15.00 Uhr gerade mal die Hälfte der Nominierten durch und schon zwei Drittel der Trophäen „verbraucht“, die durchschnittlich bei den PR-Lions vergeben werden. Nach 20.00 Uhr waren wir bei den letzten Kategorien angelangt, danach folgte eine weitere Bewertungsrunde der Preisträger. Die Regeln waren recht verbindlich: Keiner darf „heruntergestuft“ werden, allerdings konnte durch ein Plädoyer oder eine Diskussion eine Trophäenklasse verbessert werden. Ab 22.00 Uhr hatte ich aufgegeben an einen geruhsamen Schlaf zu denken. Um 2.30 Uhr waren wir fertig.

Wir waren uns einig

Nach sechs Tagen fühlte sich die Jury sehr nah an. Da ich öfter mal erwähnte, dass ich überraschende Erscheinungen genutzter Medien – wie Klopapier oder Wartenummern – als intelligent befinde, galt ich nunmehr als „Mr. New Media“. I like. Andersherum ahnte ich längst, wie die meisten Juroren dachten: Ich konnte nach einer Wortmeldung die Gegenrede quasi wörtlich „mitdenken“. Harmonie wäre ein zu milder Begriff. Ich würde einfach sagen: Wir waren uns einig.

Für viel Diskussionsstoff allerdings sorgten immer wieder die Zahlen, mit denen die Einreichungen zu punkten versuchten. Es ging dabei um teils irrsinnige, unbestimmte Metriken wie „Reach“ oder das Gruselwort „Impressions“. Das schmerzte insbesondere, da es in der PR eine besonders wichtige Rolle spielt, welche Ergebnisse erzielt werden. Und zwar in Konsistenz zu den benannten Zielen. Hier könnten die PR-Einreichungen per se zulegen. Hoffentlich ab 2018!

Die PR „zurückgeholt“

Fazit: Was hat nun die PR 2017 aus Cannes mitzunehmen? It’s not the glam, it’s storytelling! Sei es eine Produktvariation, die eine bessere Geschichte als das Hauptprodukt erzählt, ein Prototyp, der nur für die PR geschaffen wurde oder ein neuer Blick auf das eigene Produkt. Das war unter vielen Markeneinreichern der neue Erzählstrang. Etwas anders verhielt es sich bei den sehr zahlreichen Charity-Einreichungen. Doch auch hier gilt: Eine engagierte Kampagne ist noch keine Geschichte! So relevant sie sich für unser Mitgefühl auch auswirkt.
Ich glaube, es ist uns als Jury insbesondere gelungen, aus den tollen Kampagnen jene zu identifizieren, die es nicht nötig haben, PR neu definieren zu müssen. Wir haben die PR schlicht „zurückgeholt“. Storytelling, Branded Content und Content Marketing – all das schwirrt seit Jahren durch jede Hauptkategorie in Cannes. In diesem Jahr, so hoffe ich, konnten wir die Straße zurückerobern.

Und so ist unser gemeinsamer Schlachtruf in der PR-Lions-Jury: Reclaim the streets!

Statistik

  • Gesamtzahl der PR-Einreichungen: 2.300
  • Shortlist: 228 gesamt, 8 Platzierungen aus Deutschland (von 74 deutschen Einreichungen = 4%)
  • 2016 waren es 83 Einreichungen

Trophäen

  • Gesamt: 100 (2016: 83)
  • 50x Bronze (+ 25% im Vergleich zu 2016), 32x Silber (+ 14% im Vergleich zu 2016), 18x Gold (= 2016)
  • Deutschland: 2x Bronze

Zucker. ist… back!

Nachdem unser „Zucker. ist“-Fragebogen sage und schreibe fünf Jahre nicht mehr ausgefüllt wurde, ist es an der Zeit, mal wieder ein paar Zucker.Schnuten vorzustellen.

Unsere langjährigen Zucker.Kolleginnen Jennifer, Kathy und Jelka sind dem täglichen Agentur-Wahnsinn seither treu geblieben. Doch natürlich gibt es mittlerweile zahlreiche „neue“ fleißige Bienchen, die unseren Server täglich zum Brummen bringen. Den Anfang macht Christina – Weltenbummlerin und Indie-Fan.