Gut kommuniziert: Reden ist Silber, Zuhören ist Gold

Kommunikation will gelernt sein. Diese Ansätze helfen, das nächste Gespräch bewusster zu führen.

Hör zu! Aufmerksame Zuhörer sind gefragte Gesprächspartner. / Foto: Rawpixel

Ob im Beruf, in der Beziehung oder im Alltag: Ständig kommunizieren wir mit anderen. Kommunikation ist das Mittel, um Botschaften, Wünsche, Erwartungen und Gefühle auszutauschen. Doch drücken wir uns wirklich immer deutlich aus? In vielen Lebenssituationen kommunizieren wir einfach nur noch beiläufig, nicht zuletzt liegt das, meiner Meinung nach, an der starken Präsenz moderner Kommunikationsmedien. Aber was macht eine gute Konversation aus und wie kommunizieren wir richtig?

Diese und weitere Fragen durften wir am vergangenen Wochenende bei einem Kommunikationsworkshop diskutieren und spätestens jetzt ist uns Teilnehmern von Zucker. klar, dass nicht jeder, der gut reden kann, ein Kommunikationsass ist – richtige Kommunikation will gelernt sein. Die folgenden fünf Ansätze können dabei helfen, das nächste Gespräch bewusster zu führen und Oberflächengekratze zu vermeiden:

1. Das A+O–Prinzip

Grundlegend für jede Form der Kommunikation meint dieses Prinzip „Anerkennung und Orientierung“. Beides erwartet unser Gegenüber in jeder Begegnung von uns. Vor allem Anerkennung kommt für gewöhnlich zu kurz. Wie wäre es z.B. damit, die nette Bäckersfrau am Morgen mit Namen zu begrüßen? Wertschätzung kann so einfach sein und wird dem Gegenüber garantiert ein Lächeln auf die Lippen zaubern, denn jeder Mensch möchte als Person wahr- und ernstgenommen werden. Orientierung bezieht sich auf eine zielgerichtete Kommunikation und bringt mich zum nächsten Punkt.

2. Das Ziel vor Augen haben

…ist in den meisten Fällen leichter gesagt als getan. In Bezug auf eine gute Gesprächsführung ist es empfehlenswert, das persönliche Ziel deutlich zu formulieren und dabei gleichzeitig nicht das Ziel des Anderen aus den Augen zu verlieren. Eine gute Vorbereitung und das Erstellen einer Struktur können dabei äußerst hilfreich sein und beugen missverständliche Aussagen vor. Was ist meine Kernaussage, wohin soll das Gespräch führen und wie möchte ich dahinführen?

3. Wissen, wann und wie man zuhört

Aufrichtiges und aktives Zuhören in Gesprächssituationen hilft uns dabei, wirklich zu verstehen, was die Botschaft hinter der Botschaft ist. Besonders in Konfliktsituationen, in denen die Emotionen brodeln, sollten wir uns daran erinnern. Machen wir uns von unseren eigenen Emotionen frei, können wir uns besser und bewusst in den Gegenüber hineinversetzen. Merke: Aufmerksame Zuhörer sind gefragte Gesprächspartner!

4. Feedback regelmäßig und zeitnah

Meist äußern wir Feedback aus der Situation heraus, dabei gelingen uns nicht immer taktisch kluge Bemerkungen. Auch hier gilt: gezielt formulieren. Wohlwollende Resonanz und konstruktive Kritik können die Produktivität unmittelbar erhöhen, können aber auch in die Hose gehen. Mit Methoden wie dem taktischen Loben (z.B.: Lob, Kritik, Lob) ist niemandem geholfen. Lob sollte regelmäßig und selbstverständlich geäußert werden – ehrliche Äußerungen und anerkennende Rückmeldungen erhellen den Alltag. Kritik anzubringen empfiehlt sich nur, wenn wir gleichzeitig vernünftige, konstruktive Lösungsvorschläge parat haben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Gegenüber die Kunst beherrscht, einfach und gut mit Kritik umzugehen.

5. Den richtigen Ton finden

Ohne unsere Stimme funktioniert zugegebenermaßen gar nichts. Ihr Klang ist ein unverwechselbarer Ausdruck unserer Persönlichkeit und unsere Art zu sprechen entscheidet mit, ob wir gehört werden und ob uns andere sympathisch finden. Durch den Einsatz der Stimme können wir Wichtiges hervorheben und eine überzeugende Wirkung hinterlassen. Hören wir die Stimme eines Menschen, haben wir sofort ein Bild vor Augen. Doch nicht immer liegen wir richtig mit dieser Einschätzung – die Stimme kann uns nämlich ziemlich austricksen. Hättet ihr gedacht, dass dieser Mann die deutsche Synchronstimme von George Clooney ist?

Fun Fact hin oder her – diese und weitere Punkte führen im besten Fall dazu, dass wir Gespräche künftig viel achtsamer wahrnehmen und nicht mehr nur als Austausch von Informationen oder Befindlichkeiten. Das rückt auch die Empathie wieder stärker in den Vordergrund unserer Kommunikation. Wer bewusster mit anderen spricht, kann viel über sie und sich selbst lernen, denn ein tieferes Verständnis füreinander führt auch auf direktem Weg zu einem besseren Miteinander.

Berliner ÖPNV: 7 Tipps, die du kennen solltest

Viele nutzen ihn und sind mehr oder weniger auf ihn angewiesen: den ÖPNV! Die Mehrheit der Zuckers. kommt morgens mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Büro und weiß deshalb genau, was es dabei alles zu beachten gibt. Unsere sieben Tipps für den Berliner ÖPNV:

1. Die Bahn hat frei bei schlechtem Wetter
Heute kann es regnen, stürmen oder schneien… Alles Gründe, warum deine Bahn ausfallen könnte. Bevor du dich morgens also auf den Weg zur Arbeit begibst: Schau aus dem Fenster! Schau genau hin! Gibt es auch nur das geringste Anzeichen dafür, dass etwas wie eine kleine Schneeflocke aussieht, sollten deine Alarmglocken läuten. Herzlichen Glückwunsch: Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Bahn entweder ausfällt oder Verspätung hat ist soeben um 99,99% gestiegen. Spätestens jetzt solltest du schleunigst deine Verbindung mit der Bahn-App checken.

2. No ticket? – Don’t risk it!
Zu spät dran und keine Zeit mehr ein Ticket zu kaufen? Oder einfach kein Bock für vier U-Bahn-Stationen 2,80 Euro zu bezahlen? Mach es einfach! Kauf dir das blöde Ticket (es sei denn…)! Auch wenn du dir denkst: Ach in letzter Zeit wurde ich nie kontrolliert. Sei dir sicher: Genau dann, wenn du einmal ohne Fahrschein fährst, wirst du auf alle Fälle kontrolliert! Also gehe lieber nicht das Risiko ein, 60 Euro für Schwarzfahren zahlen zu müssen.

3. Anzeigegtafeln leben in einer anderen Zeitzone
Auch wenn die elektronischen Anzeigen der öffentlichen Verkehrsmittel oft hilfreich sind, solltest du dich nicht auf sie verlassen. Du kannst dich nämlich darauf gefasst machen, dass deine Bahn nicht wie eigentlich angezeigt in fünf Minuten da sein wird. Fünf „ÖPNV-Minuten“ entsprechen schnell zehn realen Minuten. Außerdem solltest du während du auf deine Bahn wartest nie zu laut Musik hören. Ansonsten läufst du nämlich Gefahr, Bahnansagen zu Verspätungen und Ausfällen zu überhören.

4. Traue keinem leeren Wagon
Bevor du in deine Bahn einsteigst, solltest du stets wachsam sein. Auch wenn die Verlockung eines leeren Wagons groß ist, gehe nicht da rein! Wenn Menschen an Bahnhöfen den Wagon wechseln, folge ihnen! Alles hat einen Grund und in den meisten Fällen hat es mit unangenehmen Gerüchen zu tun.

5. Gleichgewicht ist das A und O
Der Fahrstil mancher Bus- und Bahnfahrer kann fragwürdig sein und Bremsungen treffen dich oft unerwartet. Such dir also einen Platz, an dem du einen festen Stand hast oder dich bestenfalls irgendwo anlehnen kannst. Festhalten ist keine Option! Die Haltestangen und Handschlaufen haben vor dir Millionen andere Menschen angefasst – und das sicherlich nicht immer mit sauberen Händen.

6. We don’t love to be entertained by you
Eine Bahnfahrt ist langweilig, vor allem wenn es immer der gleiche Weg zur Arbeit ist. Viele Musikliebhaber stöpseln sich deshalb Musik in die Ohren. Alles kein Problem, solange du deine Lieblingshits von Helene Fischer auf normaler Lautstärke hörst und nicht das ganze Bahnabteil zum Mithören nötigst. Genau das gleiche gilt bei Telefonaten. Telefonieren ist erlaubt, solange du nicht das ganze Abteil am Gespräch teilhaben lässt. Wir möchten nun wirklich nicht wissen, welche Farbe und Konsistenz die Exkremente deines Babys hatten!

7. Hunger Games à la ÖPNV
Du hast Hunger und hast dir gerade noch schnell einen Döner gekauft? Wage es nicht, ihn in der Bahn zu essen! Tust du es doch, dann verabschiede dich schon mal von deinem Leben. Denn du kannst dich darauf gefasst machen, dass dich deine Mitmenschen mit ihren Blicken töten werden. Gerüche jeder Art, und dazu gehören nun mal auch Essensgerüche, werden in öffentlichen Verkehrsmitteln gehasst.

Hyggelige Weihnacht: 7 Tipps für mehr Entspannung zum Fest

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Die Adventszeit sollte eigentlich eine besinnliche, gemütliche und fröhliche Zeit sein. Das Jahresende naht und man freut sich auf die kommenden freien Tage mit den Liebsten. Aber meist ist das Gegenteil wahr: Vorweihnachtszeit ist Stress.

Die Geschenkejagd ist bereits in vollem Gange – doch halt, Weihnachten geht auch ohne Stress. Hier sind sieben Tipps und Tricks für mehr Entspannung und Entschleunigung an den Weihnachtstagen.

1. Rechtzeitige Vorbereitung ist alles

Zwei Wochen vor Weihnachten:

  • Überlege dir ein Weihnachtsmenü und schreibe eine Einkaufsliste
  • Gönne dir neue Festtagskleidung oder peppe deine Klassiker mit schönen Accessoires auf
  • Bestelle den Weihnachtsbraten beim Metzger deines Vertrauens vor

Eine Woche vorher:

  • Erledige letzte Einkäufe
  • Besorge einen Weihnachtsbaum
  • Packe die Geschenke ein und beschrifte sie sicherheitshalber
  • Bringe die Weihnachtspost an Freunde und Verwandte zur Post

Einen Tag vorher:

  • Mach deine Wohnung schick
  • Schmücke den Weihnachtsbaum
  • Kaufe die Lebensmittel, die du für dein Menü brauchst
  • Koche eventuell schon vor, damit du an Heiligabend keinen allzu großen Stress hast

2. Selbstgemachtes für die Liebsten
An alle, die keine Lust mehr haben auf teure, stressige Shopping-Touren: Weihnachten geht auch ohne viel Geld auszugeben. Den Menschen, denen du wirklich gerne etwas schenken möchtest, machst du auch mit selbstgemachten, persönlichen Kleinigkeiten eine große Freude.

3. Herzenswünsche
Der vorherige Tipp gilt auch umgekehrt: Informiere dich bei den Leuten, denen du etwas zu Weihnachten schenken möchtest, ob es etwas gibt, das sie wirklich brauchen oder wollen. So vermeidest du Geschenke, die gleich nach den Feiertagen anfangen Staub zu sammeln. Alternative: Verschenke Dinge, die sich verbrauchen, anstatt anzuhäufen, zum Beispiel selbstgemachte Lebensmittel oder Kosmetika oder Tickets für Veranstaltungen.

4. Zeit – ein kostbares Gut
Noch minimalistischer als selbstgemachte Geschenke ist es, gemeinsame Erlebnisse zu verschenken. Denn Zeit ist für die meisten von uns das Wertvollste, was wir besitzen. Lade zu einem selbstgekochten Essen ein, verschenke eine private Stadtführung, deine Hilfe im Haushalt, Tickets für ein Konzert.

5. Home is where the heart is
Weihnachtsmärkte können wunderschön sein. Sie können aber auch überfüllt und kitschig sein  – ein Glühweinabend zu Hause mit Freunden ist dabei deutlich entspannter, als im Gedränge überteuerten Glühwein zu trinken und zu frieren.

6. Dinner for All
Verabschiede dich vom Ehrgeiz, ganz allein das perfekte Festmahl oder die perfekten Plätzchen hinbekommen zu müssen. Du brauchst nicht stundenlang einsam in der Küche stehen, während zum 100. Mal „Last Christmas“ aus dem Radio dudelt. Nimm auch ruhig selbst Hilfe an, wenn du Gastgeber bist, anstatt in Stress zu geraten – so können alle das Zusammensein genießen. Koche oder backe doch dieses Jahr mal gemeinsam mit deinen Freunden, deiner Familie oder deinen Gästen. Zusammen macht das mehr Spaß und alle werden das Ergebnis der gemeinschaftlichen Mühe hinterher sichtlich genießen.

7. Spenden als Geschenke
Hier ist noch eine Geschenk-Idee: Anstatt Gegenständen kannst du auch Spenden verschenken. Viele gemeinnützige Organisationen bieten Spendenurkunden oder Grußkarten als Geschenke an: So spendest du sozusagen im Namen des Beschenkten.

In diesem Sinne: Hyggelige Weihnachten wünscht euch euer Team Zucker.!

Glühwein und Nebel: Berlin-Tipps für den Winter

Die Tage sind inzwischen bereits wieder so kurz, dunkel und grau, dass man das Tageslicht zumeist nur durch die Bürofenster erblickt. Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich zu Hause einsperren muss, um alle verfügbare Zeit unter der Decke/vor dem Kamin/an der Heizung/im Bett zu verbringen, bis wieder mehr Licht und Wärme von draußen hereinströmt. Berlin bietet auch im Winter zahlreiche Attraktionen, von denen wir euch ein paar ans Herz legen wollen.

Glühwein?

Denn langsam nähert sich auch schon wieder die Zeit der Weihnachtsmärkte, die im eher konfessionslosen Osten schon deutlich vor dem ersten Advent öffnen, in diesem Jahr zumeist am 27. November.
Dabei werden diese Märkte in Berlin häufig weit weniger traditionsbewusst gepflegt, als in den christlicheren Regionen Deutschlands. Wer sich also Sauerkraut- und Pommesgeruch, Volksfestfahrgeschäfte, gröhlende Junggesellenabschiede und drängelnde Touristenmassen sparen möchte, dem sei von den zentralen Weihnachtsmärkten wie am Potsdamer Platz oder dem Alexa-Einkaufszentrum ähnlich dringend abgeraten wie vom Ballermann im Sommer. Ruhigere Alternativen sind etwa der Weihnachtsmarkt Schloss Charlottenburg vor der Kulisse des illuminierten Schlosses oder der Weihnachtsmarkt in Spandau. Tolle Alternativen, die jedoch nicht durchgängig geöffnet haben, sind etwa der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt (nur am 2. Adventswochenende), die Späth‘schen Baumschulen (nur Wochenende, Treptow) und der Lichtenrader Lichtermarkt am dortigen Dorfteich (nur 3.12.).

Nicht ganz Weihnachtsmarkt aber trotzdem einen Ausflug wert ist außerdem das Weihnachtssingen des 1.FC Union Berlin im Stadion an der alten Försterei. Glühwein gibt’s hier am 23.12. natürlich auch – und wann hat man schon einmal die Gelegenheit, mit knapp 30.000 Menschen gemeinsam „O Tannenbaum“ zu singen?
Weitere Ausflugsziele sind natürlich der Grunewald (wo es auch einige Adventsveranstaltungen und Märkte gibt, die sich im Fall von frühem Schneefall perfekt mit einem Winterspaziergang kombinieren lassen), gleiches gilt für Potsdam, die Spandauer Altstadt oder den Weihnachtmarkt auf der Köpenicker Altstadtinsel ebenso.
Eine praktischer Übersicht aller Berliner Weihnachtsmärkte findet sich übrigens unter www.weihnachteninberlin.de.

Sport?

Sobald die Temperaturen dann wirklich unter den Gefrierpunkt fallen, gibt es natürlich Alternativen. Neben den über zehn dauerhaften Eislaufbahnen in den Bezirken, auf denen man seine Schlittschuhkünste präsentieren kann, gibt es im Tiergarten ab 17.11. die Bahn des Café am Neuen See, auf der man sich im Eisstockschießen (Quasi die Wintervariante von Boule) üben kann – denn so tief, dass diese Aktivitäten auf Natureisbahnen stattfinden könnten, sinken die Temperaturen ja kaum noch. Alternative für die Unsportlicheren unter euch: Im Palmenhaus des Botanischen Garten in Dahlem kann man auch im Winter bei hoher Luftfeuchtigkeit schwitzen, täglich von 16:30 bis 22:00 Uhr lockt unter dem Motto „Christmas Garden“ bis Januar eine besondere Lichtschau mit Illuminationen der Gewächshäuser und des Parks.

Bar!

Prost! #berlindairies #reisereise

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Immer noch nichts dabei? Vielleicht ja von innen wärmen, denn das lebendige Berliner Nachtleben ist immer im Umbruch, und wenn man sich für zwei bis neun Drinks mal eine kleine Auszeit nehmen möchte, gibt es zu den etwas exklusiveren und hochpreisigeren Klassikern, wie etwa der Lebensstern Bar, dem Rum Trader in Charlottenburg oder dem Galander in Kreuzberg tollerweise auch immer frische und jüngere Alternativen, die einen Besuch lohnen, etwa das George R.  in Moabit, die Küche Bar am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg oder die nicht mehr ganz so neue Schwarze Traube in der Wrangelstraße.

Ihr habt weitere Tipps, wie man dem Herbstblues entkommen kann? Teilt sie mit uns in den Kommentaren.

Selbstorganisation: Fahrplan für eure To-do-Liste

Habt ihr im Angesicht des täglichen Workloads auch mal wieder den Überblick verloren? Was uns morgens noch gut strukturiert durch den Kopf geistert, kann nachmittags schon einen einzigen großen Ball ergeben, den wir mit jeder weiteren Aufgabe munter vor uns her jonglieren. Angesichts von zig Meetings und 60 oder mehr E-Mails täglich ist das keine Seltenheit. Und dennoch muss es ihn doch geben, den richtigen Weg, trotz allem die Oberhand zu behalten.

Gerade im Kommunikations- und Projektmanagement ist eine gute Selbstorganisation als Erfolgsvariable kaum zu überschätzen. Da erscheint sie uns wie der Phönix aus der Asche: Die gute alte (und vor allem sauber geführte) To-do-Liste. Sie gibt uns Halt und unterstützt uns dabei, Aufgaben gezielt und geordnet abzuarbeiten. Wikipedia verrät, worum es sich dabei eigentlich handelt: „Die To-do-Liste […] ist im Aufgabenmanagement oder in der Aufgabenplanung eine Liste, die festlegt, welche Aufgaben anstehen, wer dafür verantwortlich ist und bis wann sie erledigt sein müssen.“ Soweit so gut. Doch der Teufel steckt im Detail beziehungsweise in der Auswahl der Punkte und ihrer Priorisierung.

To-do-Liste: Diese zwei Fallen gilt es zu umgehen

Zwei wesentliche und weitverbreitete Fallen im Umgang mit To-do-Listen lassen sich auf das Belohnungssystem zurückführen, das tief in unserer Persönlichkeitsstruktur verankert ist. Sagen wir auf der einen Seite ist Ben, der seinen Schreibtisch nur mit einem guten Gefühl verlässt, wenn er möglichst viele Punkte seiner Liste abhaken kann. Dieses Belohnungssystem kann ihn dazu verleiten, kleine und weniger wichtige To-dos den Essentials vorzuziehen. Obwohl er jeden Tag viele Aufgaben erfüllt, bleiben wichtige Punkte offen.

Auf der anderen Seite haben wir Mia. Sie fühlt sich nach der Arbeit oft energielos und ineffizient, da sie ihre Aufgabenliste wieder einmal nicht abarbeiten konnte. Anstatt sich auf die für den Tag notwendigen Tasks zu konzentrieren, führt sie kilometerlange Listen, die das Meeting am Nachmittag ebenso beinhalten wie die Vorbereitung des Quartals-Reportings in acht Wochen. Auch hier liegt ein Prioritätsproblem vor, mit dem Ergebnis, dass Mia die stetige Erinnerung an das Nicht-Schaffen aller Punkte und das damit verbundene schlechte Gefühl Energie rauben, die eigentlich in den Arbeitsprozess fließen sollte.

So setzt ihr die To-do-Liste effizient ein

Damit ihr mit eurer To-do-Liste nicht baden geht, haben wir euch nachfolgend ein paar Tipps und Kniffe zusammengestellt:

  1. Der richtige Zeitpunkt: Idealerweise erstellt ihr eure To-do-Listen bereits am Vorabend. Das hat den Vorteil, dass ihr mit freiem Kopf in den Feierabend startet und am nächsten Morgen bereits alle Aufgaben vor Augen habt und keine wertvolle Zeit verschenkt.
  2. Nicht mehr als 10 Punkte: Achtung! Eure To-do-Liste sollte nur die wichtigsten und dringendsten Aufgaben für heute und morgen umfassen. Alles, was länger warten kann, findet in Monats- und Wochenlisten oder eurem Kalender Platz. Zudem nehmen die meisten Aufgaben mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich einkalkuliert. Ihr fahrt also gut damit, nur circa 70 Prozent eures Arbeitsalltags zu verplanen. Der restliche Puffer stellt sicher, dass ihr eure Aufgaben auch schafft.
  3. Die richtige Struktur: Die Abfolge der To-dos sollte bereits eine Priorisierung festlegen. An dieser Stelle bietet sich beispielsweise das Vorgehen nach der 1-3-5 Regel an: Ganz oben steht dabei eine einzige Aufgabe – die mit der höchsten Priorität. Darauf folgen bis zu drei wichtige Aufgaben und darunter bis zu 5 kleine Aufgaben. Der Vorteil: Die Liste ist kompakt, bietet eine sehr gute Übersicht und ist schaffbar.
  4. Aufgaben only: Damit der „Aufgabenzettel“ übersichtlich bleibt, solltet ihr von der Integration von Events und Meetings absehen und stattdessen wirklich nur To-dos aufnehmen.
  5. Große Aufgaben herunterbrechen: Um Fortschritte auch bei unübersichtlichen Projekten greifbar zu machen, ist es sinnvoll, diese in Teilschritte zu zerlegen. Die kleinen Erfolge sorgen für die nötige Motivation. Darüber hinaus ergibt sich aus den Teilaufgaben beinahe automatisch ein Ablaufplan zur Lösung der komplexen Aufgabe.

Next Level: Meistertask und kreatives Austoben

Natürlich sind für eine To-do-Liste nicht zwangsläufig Zettel und Stift notwendig. Neben umfangreichen Projektmanagement- und Kommunikationslösungen, die sich vor allem für Unternehmen und große Teams eignen, gibt es viele pfiffige und teils kostenlos nutzbare Tools, die eine handschriftlich geführte To-do-Liste ersetzen oder diese gar auf das nächste Level heben können. Eines dieser Tools ist Meistertask, das sowohl in Form einer Browser- als auch Smartphone-App (oder im Wechsel) genutzt werden kann. Der Service bietet Raum für verschiedene Projekte und deren Aufgaben, erlaubt das Verschieben der To-dos in die Kategorien Open, In Progress und Done sowie die individuelle Zuteilung von Aufgaben für Personen und verfügt über eine enorm hilfreiche Erinnerungsfunktion per E-Mail. Das Arbeiten mit Meistertask gestaltet sich intuitiv und effizient und sorgt nicht etwa für noch mehr Aufwand.

Wer dennoch auf die alte Schule setzt, dessen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, wie die einfache Suche auf Pinterest zeigt. Es kann etwas dauern, bis ihr die für euch passende Form der To-do-Liste gefunden habt. Der Aufwand zahlt sich jedoch aus – und das tagtäglich!

Was sind eure Tipps zur optimalen Aufgabenorganisation? Wir freuen uns über Anregungen im Kommentarfeld.

Bye-bye, Rückenschmerzen: 9 Tipps für mehr Bewegung im Büro

Auf dem Arbeitsweg sitzen wir in Bahn, Bus oder Auto, dann acht Stunden im Büro und abends endlich mit der Lieblingsserie auf dem Sofa. Das macht nicht nur dick und schadet dem Rücken, sondern ist auch sonst gänzlich ungesund. Eine Depression lässt da auch nicht lange auf sich warten – und die dunkle Jahreszeit kommt erst noch.

Dabei ist es so einfach. Mit diesen Tipps bringt ihr auch abseits von Besuchen im Fitness-Studio und Joggingrunden im Park ein wenig Bewegung in den Büroalltag:

  • Im Treppenhaus wartet das erste Fitnessgerät: die Treppe. Stell dir einfach vor der Fahrstuhl fällt mal wieder aus.
  • Warum eine ganze Wasser-Karaffe füllen, wenn man für jedes Glas neu laufen kann?
  • Ein All Hands im Stehen. Why not? Aber warum bis dahin warten? Einfach direkt beim nächsten Meeting stehen bleiben. Mal gucken, was passiert.
  • Shocking Fact: 42 Prozent der Erwerbstätigen bewegen sich täglich weniger als eine halbe Stunde.
  • Benutze nicht deinen Papierkorb. Der Papierkorb des Kollegen am Ende des Raumes sieht viel schöner aus.
  • Häufig die Sitzpositionen zu wechseln, ist gut für den Bewegungsapparat und macht die Kollegen nervös.
  • Nutzt Headsets von Plantronics und telefoniert ab sofort nur noch im Gehen.
  • Und das Trinken nicht vergessen. Es fördert nicht nur die Gänge zur Toilette, unser Gehirn braucht die Flüssigkeit, es besteht zu 80 Prozent aus Wasser.
  • @Harry: Wie wäre es, wenn du uns auf jeden Arbeitsplatz einen „Workout Reminder“ installierst?
  • Parke dein Auto nicht auf dem Zucker.-Parkplatz – in Mitte gibt es genügend freie Parkplätze.
  • Oder entdecke die Stadt: Steige einfach eine Bus- oder Bahnstation früher aus und laufe den Rest der Strecke.

Und zu guter Letzt, ein paar Übungen für den Schreibtisch, wenn die Kollegen nicht hingucken:
9 work-life balance tips for busy parents
Infografik: Creative Bloq

Für ein Lächeln am Morgen: neuer Tag, neuer Spruch

Wie interessant es hier beim Office Management zugeht und wie vielseitig unser Job ist, hat Alex uns ja bereits vor einiger Zeit erklärt, nett und ausführlich. Doch das ist natürlich nicht alles. Eine weitere Aufgabe, neben all dem Orgakram, ist es, den Kollegen und Kolleginnen den Start in den Arbeitstag noch ein bisschen angenehmer und einfacher zu gestalten. So wird, wer die Zucker.-Hallen betritt, nicht nur freundlich begrüßt, sondern selbstverständlich auch auch mit einem einnehmenden Lächeln empfangen. Und auch ein bisschen Small-Talk am Morgen schadet nicht, um gut in den Tag zu starten: “Ja, du kannst dich jetzt einloggen” 😉 oder “Der Kaffee ist fertig” – und der Tag kann glatt starten.

Doch könnte es nicht noch besser gehen? Aber klar! Besonders für die, die am Morgen schon darüber nachzudenken scheinen, wie viel es heute zu tun gibt… Wie wäre es mit einem kleinen Zitat, um sich für den Tag bereit zu machen?

Es gibt natürlich hunderte von Sprüchen und unzählige Zitate von großen Meistern, die gut zu jedem Tag passen. Aber heute möchte ich nur einen Meister, wohl den berühmtesten aller Zeiten, zitieren…

Ja, gut geraten – Meister Yoda!

Here we go:

Montag. Alles beginnt. Man braucht wahrscheinlich einen richtig guten Motivations-Kick. Die passende Weisheit? Bitte:

„Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.“

Dienstag. Ihr wollt wissen, ob wir heute Zeit finden, eine große Bestellung für euch zu organisieren? Aber natürlich helfen wir dabei. Es wäre allerdings lustig, zuerst ein kleines Stückchen Unsicherheit zu verbeiten:

„Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist.“

Mittwoch. „Halbzeit“, „Bergfest“, you name it, heute ist die Hälfte geschafft. Man kann auch schon ein bisschen darüber nachdenken, was diese Woche passiert ist und wie der Rest ablaufen soll…

„Manchmal richtig und falsch nur Bedeutung haben für kurze Zeit. Nach langer Zeit, nach Jahrzehnten, Jahrhunderten, dann wir sehen, was wirklich geschieht. Jede Entscheidung der Ast eines Baumes ist: Was wie Entscheidung aussah, dann ist nur Beginn einer Entwicklung.“

Donnerstag. Ein Meeting ist geplant. Natürlich bereiten wir den Raum vor und erfüllen all eure Wünsche. Ein wichtiger Kunde kommt vorbei? Dann nicht vergessen:

„Größe ist nicht alles. Die kleinere Truppe wir sind, dafür größer im Geist.“

Freitag. Das Wochenende steht vor der Tür, alle freuen sich. Aber Vorsicht! Es gibt noch Einiges zu tun, also:

„Geduld du haben musst, junger Padawan.“

Waren die Zitate bekannt? Nein? Dann…

Bis zum nächsten Mal!

Von Fröschen, Tomaten und einem Monster namens Zeit

Wenn wir ehrlich sind, lernen es die meisten von uns lange vor ihrem Einstieg ins Berufsleben kennen: das Zeitmonster. Es kündigt sich nicht wirklich an, man wacht vielmehr eines Morgens auf und sieht ihm plötzlich tief in seine vereinnahmenden Augen, die nur ein einziges Gefühl in uns hervorrufen: Stress! Das Zeitmonster ist hartnäckig und nicht einfach zu vertreiben, ausweglos ist die Angelegenheit jedoch nicht. Mit diesen zwei einfachen aber smarten Tipps lässt es sich sogar ziemlich gut zähmen.

Die Zweiklassen-To-Dos

Die Aufgaben auf unseren täglichen To-Do-Listen (das gilt sowohl für die beruflichen als auch für die privaten) gliedern sich für gewöhnlich ganz von selbst in zwei Kategorien: die Neutralen, die von Zeit zu Zeit sogar aus Aufgaben bestehen, auf die wir uns richtig freuen, und die Verzichtbaren, auf die wir absolut keine Lust haben und sie deshalb zu gerne vor uns her schieben. Doch genau das ist der große Fehler, auch bekannt als die liebste Nahrung unseres Zeitmonsters.

Mit jedem Hinauszögern, Verschieben und Abschweifen bis der letzte Drücker so fest drückt, dass es keinen anderen Ausweg mehr gibt als die unliebsame Aufgabe endlich anzugehen, binden wir das Zeitmonster immer mehr an uns. Die stressigen, unangenehmen Situationen, in denen wir unter Zeit- und Leistungsdruck geraten und vor Überforderung nicht mehr wissen, womit wir eigentlich anfangen sollen, sind also nicht selten selbsterzeugt.

 

Weg mit dem Frosch!

Die Lösung? Weg mit den verhassten Aufgaben-Fröschen und zwar gleich zu Beginn eines jeden Arbeitstages. Man könnte auch sagen: „Eat that Frog“ – und zwar am besten sofort! Wie? Ganz einfach: Schreibt euch jeden Morgen oder sogar schon am Vorabend auf, was für den nächsten Tag auf dem Programm steht und priorisiert die Aufgaben. Definiert das unliebsamste To Do auf dieser Liste, vor dem es euch am meisten graut. Genau dieses Grauen geht ihr dann am nächsten Tag ohne Umschweife an und ihr werdet sehen: Habt ihr es einmal hinter euch gebracht, erwartet euch ein Tag, an dem die schwerste Hürde längst hinter euch liegt. Somit könnt ihr motiviert und gut gelaunt den Rest eurer gar nicht mehr furchterregenden To Do Liste angehen, die sich dann fast wie von selbst erledigt – versprochen.

 

Tomaten gegen Zeitdruck

Wenn das (Arbeits-) Leben euch mit nicht enden wollenden Aufgabenlisten und daraus resultierendem Zeitdruck drangsaliert, könnten Tomaten eine Lösung sein. Ja, ganz richtig gelesen und zwar in Form der Pomodoro-Technik. Die Methode ist eine spezielle Zeittechnik, die bei ihrem Aufbau ein Element berücksichtigt, das für produktives und effizientes Arbeiten einfach unverzichtbar ist: Pausen. Unser Gehirn ist ein wahnsinnig schneller Hochleistungscomputer, doch auch er benötigt ausreichend Zeit, um neue Energie zu tanken – und zwar am besten bevor es uns das selbst durch Erschöpfungserscheinungen mitteilt.

 

 

Mit der Pomodoro-Technik arbeitet man im 25-minütigen Takt, der durch fünfminütige Pausen gesplittet wird. Nach vier abgearbeiteten Pomodori folgt eine längere Pause von 20-30 Minuten. Die Theorie dieser Methode ist, dass man die 25 minütigen Arbeitsphasen aufgrund ihrer Kürze besonders intensiv nutzt und zugleich motivierter ist, möglichst viel in der verfügbaren Zeitspanne zu schaffen. Man lässt sich nicht so leicht vom Handy ablenken, jagt nicht Gedanken und Tagträumereien hinterher und ist weniger gefährdet in die sozialen Medien abzuschweifen. Schließlich müssen die vorhandenen 25 Minuten effektiv genutzt werden.

 

 

Schafft man es nicht, eine Aufgabe in 25 Minuten abzuarbeiten, weil sie zum Beispiel zu umfangreich ist, arbeitet man einfach so viele Pomodori-Viertel ab, bis sie erledigt ist. Ebenso können mehrere kleinere Aufgaben zu einem Pomodori-Viertel zusammen gefügt werden, wie Mails checken, telefonieren oder den Kalender aktualisieren.

Einer der großen Vorteile der Pomodori-Technik ist wie auch schon wie bei der „Eat that Frog“-Methode, das positive Gefühl, dass man am Ende eines Tages etwas geschafft hat und vorangekommen ist. Durch die Pomodoro-Technik trickst man sein Gehirn im Grunde einfach aus und zwar durch puren Ansporn. Der positive Nebeneffekt: Man arbeitet mit der Zeit und nicht gegen sie.

 

 

Natürlich sind die beiden oben beschriebenen Zeitmanagement-Methoden nur zwei Beispiele aus einem riesigen Pool an Möglichkeiten, die selbstverständlich dem Einen mehr liegen als dem Anderen. Das Allheilmittel, das bei allen gleich gut wirkt, gibt es leider nicht. Probiert also am besten wild drauf los. Mit der Zeit stoßt ihr bestimmt auf die eine Technik oder Methode, die zu eurem persönlichen Nonplusultra gegen das gemeine Zeitmonster wird.

Das große Zucker.Casting

Wie alle Agenturen begrüßt auch Zucker. in regelmäßigen Abständen neue Mitarbeiter. Das ist einerseits schade, weil damit zumeist der Abgang eines Teammitglieds einhergeht, andererseits aber auch spannend, weil jeder Neuzugang eigene Talente und Charakterzüge mitbringt, die unser Team bereichern. Auf die Bewerbungen einiger spannender Kandidaten warten wir bei Zucker. aber noch vergebens. Hier eine kleine Auswahl an potenziellen Kollegen, die unsere Agentur womöglich noch besser machen würden:

Frank Underwood

Zugegeben, Mr. Underwood ist nicht der klassische Sympathieträger. Seine Unnachgiebigkeit, seine Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit sind jedoch durchaus nützliche Eigenschaften, auf die man im Agenturalltag immer wieder zurückgreifen muss. Der Kooperationspartner macht gerade mal nicht was er soll? Ruhig bleiben und mit einem gesunden Maß an forderndem Nachdruck weiterarbeiten – bis zur Präsidentschaft oder zumindest einem fetzigen Clipping.

Donald Duck

Manchmal ist in einer Agentur vor allem eins gefragt: Improvisation. Wann immer Zeitdruck herrscht und vielleicht nicht alles exakt nach Plan läuft, muss man auch mal spontan nach Lösungen für Probleme suchen, die vorher so gar nicht zu erwarten waren. Und wer wäre hierfür besser geeignet als der wohl größte Überlebenskünstler überhaupt?

Schlaubi Schlumpf

Klar, Zucker. steht schon jetzt dafür, seinen Kunden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ganz selbstkritisch muss hier aber festgestellt werden: Die Besserwisser-Fähigkeiten eines Schlaubi Schlumpf haben nicht mal wir. Manchmal mag das anstrengend sein, bisweilen kann Sprücheklopferei aber auch durchaus sinnvollen Input mit sich bringen. Verschlumpft und zugenäht nochmal!

Wall-E

Bei Zucker. sind alle Mitarbeiter ordnungsliebende Menschen. Dumm nur, dass wir regelrechte Experten darin sind, das im Büro zu verheimlichen. Und so stapeln sich zu regelmäßigen Stoßzeiten volle Kartons, leere Kartons, Produktsamples aus sämtlichen Kategorien, Kaffeetassen und hin und wieder sogar Kuscheltiere in unseren Büroräumen. Irgendwann ruft dann die Geschäftsführung zum kollektiven Aufräumen – mit durchwachsenem Erfolg. Wäre es da nicht praktisch, wenn uns die Plackerei jemand abnehmen könnte, der das mit voller Leidenschaft schon im ganz großen Stil gemacht hat? Ganz nach dem Motto: Der letzte räumt die Agentur auf.

Minions

Eine wirkliche Arbeitshilfe wären die gelben Racker wohl nicht, aber als Zucker.-süßes Maskottchen allemal geeignet:

Falls sich einer der angesprochenen Kandidaten zufällig auf diesen Blog verirrt hat: Aussagekräftige Bewerbungen können jederzeit an jobs@zucker-kommunikation gesendet werden.

Reclaim the streets: Finale der Cannes Lions PR-Jury-Arbeit

Am Sonntag, 18. Juni 2017, stand der schwerste, aber auch interessanteste Teil der PR-Jury-Arbeit in Cannes bevor. Es ging um die Edelmetalle. Als Jury sorgten wir dafür, dass etliche Kreative einen Löwen als Frucht ihrer Arbeit nach Hause nahmen. Wir sind die Gärtner im Garten Eden der Löwen am Wegesrand einer herausragenden Pilgerfahrt. Doch genug der Pilger-Analogie. Sie hat etwas Symbolik gebracht – doch ab nun stelle ich sie außer Dienst. Zeit für Fakten.

2.300 Einreichungen in der PR-Kategorie

In sechs intensiven Jurytagen wählten wir aus tausenden Einreichungen – 2.300 genauer gesagt – jene 228 Kampagnen aus, die etwas über die PR 2017 aussagen sollen. 44 Prozent der Shortlist erhielten eine Trophäe. Aus 74 deutschen Einreichungen fanden acht einen Weg in die Shortlist. Traditionell waren die USA auch 2017 das stärkste Einreicherland.

Um aus dem Zahlenwerk einen Eindruck der Juryarbeit zu geben, hilft eine schlichte Zeitrechnung: Jede Einreichung ansehen – zwei Minuten. Diskussion, Abstimmung und Ergebnis – zehn Minuten. Das geschah in drei Tagen der Shortlistvorbereitung, bis die Verweildauer je Einreichung explodierte. Zum Ende hin waren es rund 30 Minuten je Kategorie-Sieger.

Am Finaltag hatten wir gegen 15.00 Uhr gerade mal die Hälfte der Nominierten durch und schon zwei Drittel der Trophäen „verbraucht“, die durchschnittlich bei den PR-Lions vergeben werden. Nach 20.00 Uhr waren wir bei den letzten Kategorien angelangt, danach folgte eine weitere Bewertungsrunde der Preisträger. Die Regeln waren recht verbindlich: Keiner darf „heruntergestuft“ werden, allerdings konnte durch ein Plädoyer oder eine Diskussion eine Trophäenklasse verbessert werden. Ab 22.00 Uhr hatte ich aufgegeben an einen geruhsamen Schlaf zu denken. Um 2.30 Uhr waren wir fertig.

Wir waren uns einig

Nach sechs Tagen fühlte sich die Jury sehr nah an. Da ich öfter mal erwähnte, dass ich überraschende Erscheinungen genutzter Medien – wie Klopapier oder Wartenummern – als intelligent befinde, galt ich nunmehr als „Mr. New Media“. I like. Andersherum ahnte ich längst, wie die meisten Juroren dachten: Ich konnte nach einer Wortmeldung die Gegenrede quasi wörtlich „mitdenken“. Harmonie wäre ein zu milder Begriff. Ich würde einfach sagen: Wir waren uns einig.

Für viel Diskussionsstoff allerdings sorgten immer wieder die Zahlen, mit denen die Einreichungen zu punkten versuchten. Es ging dabei um teils irrsinnige, unbestimmte Metriken wie „Reach“ oder das Gruselwort „Impressions“. Das schmerzte insbesondere, da es in der PR eine besonders wichtige Rolle spielt, welche Ergebnisse erzielt werden. Und zwar in Konsistenz zu den benannten Zielen. Hier könnten die PR-Einreichungen per se zulegen. Hoffentlich ab 2018!

Die PR „zurückgeholt“

Fazit: Was hat nun die PR 2017 aus Cannes mitzunehmen? It’s not the glam, it’s storytelling! Sei es eine Produktvariation, die eine bessere Geschichte als das Hauptprodukt erzählt, ein Prototyp, der nur für die PR geschaffen wurde oder ein neuer Blick auf das eigene Produkt. Das war unter vielen Markeneinreichern der neue Erzählstrang. Etwas anders verhielt es sich bei den sehr zahlreichen Charity-Einreichungen. Doch auch hier gilt: Eine engagierte Kampagne ist noch keine Geschichte! So relevant sie sich für unser Mitgefühl auch auswirkt.
Ich glaube, es ist uns als Jury insbesondere gelungen, aus den tollen Kampagnen jene zu identifizieren, die es nicht nötig haben, PR neu definieren zu müssen. Wir haben die PR schlicht „zurückgeholt“. Storytelling, Branded Content und Content Marketing – all das schwirrt seit Jahren durch jede Hauptkategorie in Cannes. In diesem Jahr, so hoffe ich, konnten wir die Straße zurückerobern.

Und so ist unser gemeinsamer Schlachtruf in der PR-Lions-Jury: Reclaim the streets!

Statistik

  • Gesamtzahl der PR-Einreichungen: 2.300
  • Shortlist: 228 gesamt, 8 Platzierungen aus Deutschland (von 74 deutschen Einreichungen = 4%)
  • 2016 waren es 83 Einreichungen

Trophäen

  • Gesamt: 100 (2016: 83)
  • 50x Bronze (+ 25% im Vergleich zu 2016), 32x Silber (+ 14% im Vergleich zu 2016), 18x Gold (= 2016)
  • Deutschland: 2x Bronze