Selbstorganisation: Fahrplan für eure To-do-Liste

Habt ihr im Angesicht des täglichen Workloads auch mal wieder den Überblick verloren? Was uns morgens noch gut strukturiert durch den Kopf geistert, kann nachmittags schon einen einzigen großen Ball ergeben, den wir mit jeder weiteren Aufgabe munter vor uns her jonglieren. Angesichts von zig Meetings und 60 oder mehr E-Mails täglich ist das keine Seltenheit. Und dennoch muss es ihn doch geben, den richtigen Weg, trotz allem die Oberhand zu behalten.

Gerade im Kommunikations- und Projektmanagement ist eine gute Selbstorganisation als Erfolgsvariable kaum zu überschätzen. Da erscheint sie uns wie der Phönix aus der Asche: Die gute alte (und vor allem sauber geführte) To-do-Liste. Sie gibt uns Halt und unterstützt uns dabei, Aufgaben gezielt und geordnet abzuarbeiten. Wikipedia verrät, worum es sich dabei eigentlich handelt: „Die To-do-Liste […] ist im Aufgabenmanagement oder in der Aufgabenplanung eine Liste, die festlegt, welche Aufgaben anstehen, wer dafür verantwortlich ist und bis wann sie erledigt sein müssen.“ Soweit so gut. Doch der Teufel steckt im Detail beziehungsweise in der Auswahl der Punkte und ihrer Priorisierung.

To-do-Liste: Diese zwei Fallen gilt es zu umgehen

Zwei wesentliche und weitverbreitete Fallen im Umgang mit To-do-Listen lassen sich auf das Belohnungssystem zurückführen, das tief in unserer Persönlichkeitsstruktur verankert ist. Sagen wir auf der einen Seite ist Ben, der seinen Schreibtisch nur mit einem guten Gefühl verlässt, wenn er möglichst viele Punkte seiner Liste abhaken kann. Dieses Belohnungssystem kann ihn dazu verleiten, kleine und weniger wichtige To-dos den Essentials vorzuziehen. Obwohl er jeden Tag viele Aufgaben erfüllt, bleiben wichtige Punkte offen.

Auf der anderen Seite haben wir Mia. Sie fühlt sich nach der Arbeit oft energielos und ineffizient, da sie ihre Aufgabenliste wieder einmal nicht abarbeiten konnte. Anstatt sich auf die für den Tag notwendigen Tasks zu konzentrieren, führt sie kilometerlange Listen, die das Meeting am Nachmittag ebenso beinhalten wie die Vorbereitung des Quartals-Reportings in acht Wochen. Auch hier liegt ein Prioritätsproblem vor, mit dem Ergebnis, dass Mia die stetige Erinnerung an das Nicht-Schaffen aller Punkte und das damit verbundene schlechte Gefühl Energie rauben, die eigentlich in den Arbeitsprozess fließen sollte.

So setzt ihr die To-do-Liste effizient ein

Damit ihr mit eurer To-do-Liste nicht baden geht, haben wir euch nachfolgend ein paar Tipps und Kniffe zusammengestellt:

  1. Der richtige Zeitpunkt: Idealerweise erstellt ihr eure To-do-Listen bereits am Vorabend. Das hat den Vorteil, dass ihr mit freiem Kopf in den Feierabend startet und am nächsten Morgen bereits alle Aufgaben vor Augen habt und keine wertvolle Zeit verschenkt.
  2. Nicht mehr als 10 Punkte: Achtung! Eure To-do-Liste sollte nur die wichtigsten und dringendsten Aufgaben für heute und morgen umfassen. Alles, was länger warten kann, findet in Monats- und Wochenlisten oder eurem Kalender Platz. Zudem nehmen die meisten Aufgaben mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich einkalkuliert. Ihr fahrt also gut damit, nur circa 70 Prozent eures Arbeitsalltags zu verplanen. Der restliche Puffer stellt sicher, dass ihr eure Aufgaben auch schafft.
  3. Die richtige Struktur: Die Abfolge der To-dos sollte bereits eine Priorisierung festlegen. An dieser Stelle bietet sich beispielsweise das Vorgehen nach der 1-3-5 Regel an: Ganz oben steht dabei eine einzige Aufgabe – die mit der höchsten Priorität. Darauf folgen bis zu drei wichtige Aufgaben und darunter bis zu 5 kleine Aufgaben. Der Vorteil: Die Liste ist kompakt, bietet eine sehr gute Übersicht und ist schaffbar.
  4. Aufgaben only: Damit der „Aufgabenzettel“ übersichtlich bleibt, solltet ihr von der Integration von Events und Meetings absehen und stattdessen wirklich nur To-dos aufnehmen.
  5. Große Aufgaben herunterbrechen: Um Fortschritte auch bei unübersichtlichen Projekten greifbar zu machen, ist es sinnvoll, diese in Teilschritte zu zerlegen. Die kleinen Erfolge sorgen für die nötige Motivation. Darüber hinaus ergibt sich aus den Teilaufgaben beinahe automatisch ein Ablaufplan zur Lösung der komplexen Aufgabe.

Next Level: Meistertask und kreatives Austoben

Natürlich sind für eine To-do-Liste nicht zwangsläufig Zettel und Stift notwendig. Neben umfangreichen Projektmanagement- und Kommunikationslösungen, die sich vor allem für Unternehmen und große Teams eignen, gibt es viele pfiffige und teils kostenlos nutzbare Tools, die eine handschriftlich geführte To-do-Liste ersetzen oder diese gar auf das nächste Level heben können. Eines dieser Tools ist Meistertask, das sowohl in Form einer Browser- als auch Smartphone-App (oder im Wechsel) genutzt werden kann. Der Service bietet Raum für verschiedene Projekte und deren Aufgaben, erlaubt das Verschieben der To-dos in die Kategorien Open, In Progress und Done sowie die individuelle Zuteilung von Aufgaben für Personen und verfügt über eine enorm hilfreiche Erinnerungsfunktion per E-Mail. Das Arbeiten mit Meistertask gestaltet sich intuitiv und effizient und sorgt nicht etwa für noch mehr Aufwand.

Wer dennoch auf die alte Schule setzt, dessen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, wie die einfache Suche auf Pinterest zeigt. Es kann etwas dauern, bis ihr die für euch passende Form der To-do-Liste gefunden habt. Der Aufwand zahlt sich jedoch aus – und das tagtäglich!

Was sind eure Tipps zur optimalen Aufgabenorganisation? Wir freuen uns über Anregungen im Kommentarfeld.

Bye-bye, Rückenschmerzen: 9 Tipps für mehr Bewegung im Büro

Auf dem Arbeitsweg sitzen wir in Bahn, Bus oder Auto, dann acht Stunden im Büro und abends endlich mit der Lieblingsserie auf dem Sofa. Das macht nicht nur dick und schadet dem Rücken, sondern ist auch sonst gänzlich ungesund. Eine Depression lässt da auch nicht lange auf sich warten – und die dunkle Jahreszeit kommt erst noch.

Dabei ist es so einfach. Mit diesen Tipps bringt ihr auch abseits von Besuchen im Fitness-Studio und Joggingrunden im Park ein wenig Bewegung in den Büroalltag:

  • Im Treppenhaus wartet das erste Fitnessgerät: die Treppe. Stell dir einfach vor der Fahrstuhl fällt mal wieder aus.
  • Warum eine ganze Wasser-Karaffe füllen, wenn man für jedes Glas neu laufen kann?
  • Ein All Hands im Stehen. Why not? Aber warum bis dahin warten? Einfach direkt beim nächsten Meeting stehen bleiben. Mal gucken, was passiert.
  • Shocking Fact: 42 Prozent der Erwerbstätigen bewegen sich täglich weniger als eine halbe Stunde.
  • Benutze nicht deinen Papierkorb. Der Papierkorb des Kollegen am Ende des Raumes sieht viel schöner aus.
  • Häufig die Sitzpositionen zu wechseln, ist gut für den Bewegungsapparat und macht die Kollegen nervös.
  • Nutzt Headsets von Plantronics und telefoniert ab sofort nur noch im Gehen.
  • Und das Trinken nicht vergessen. Es fördert nicht nur die Gänge zur Toilette, unser Gehirn braucht die Flüssigkeit, es besteht zu 80 Prozent aus Wasser.
  • @Harry: Wie wäre es, wenn du uns auf jeden Arbeitsplatz einen „Workout Reminder“ installierst?
  • Parke dein Auto nicht auf dem Zucker.-Parkplatz – in Mitte gibt es genügend freie Parkplätze.
  • Oder entdecke die Stadt: Steige einfach eine Bus- oder Bahnstation früher aus und laufe den Rest der Strecke.

Und zu guter Letzt, ein paar Übungen für den Schreibtisch, wenn die Kollegen nicht hingucken:
9 work-life balance tips for busy parents
Infografik: Creative Bloq

Für ein Lächeln am Morgen: neuer Tag, neuer Spruch

Wie interessant es hier beim Office Management zugeht und wie vielseitig unser Job ist, hat Alex uns ja bereits vor einiger Zeit erklärt, nett und ausführlich. Doch das ist natürlich nicht alles. Eine weitere Aufgabe, neben all dem Orgakram, ist es, den Kollegen und Kolleginnen den Start in den Arbeitstag noch ein bisschen angenehmer und einfacher zu gestalten. So wird, wer die Zucker.-Hallen betritt, nicht nur freundlich begrüßt, sondern selbstverständlich auch auch mit einem einnehmenden Lächeln empfangen. Und auch ein bisschen Small-Talk am Morgen schadet nicht, um gut in den Tag zu starten: “Ja, du kannst dich jetzt einloggen” 😉 oder “Der Kaffee ist fertig” – und der Tag kann glatt starten.

Doch könnte es nicht noch besser gehen? Aber klar! Besonders für die, die am Morgen schon darüber nachzudenken scheinen, wie viel es heute zu tun gibt… Wie wäre es mit einem kleinen Zitat, um sich für den Tag bereit zu machen?

Es gibt natürlich hunderte von Sprüchen und unzählige Zitate von großen Meistern, die gut zu jedem Tag passen. Aber heute möchte ich nur einen Meister, wohl den berühmtesten aller Zeiten, zitieren…

Ja, gut geraten – Meister Yoda!

Here we go:

Montag. Alles beginnt. Man braucht wahrscheinlich einen richtig guten Motivations-Kick. Die passende Weisheit? Bitte:

„Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.“

Dienstag. Ihr wollt wissen, ob wir heute Zeit finden, eine große Bestellung für euch zu organisieren? Aber natürlich helfen wir dabei. Es wäre allerdings lustig, zuerst ein kleines Stückchen Unsicherheit zu verbeiten:

„Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist.“

Mittwoch. „Halbzeit“, „Bergfest“, you name it, heute ist die Hälfte geschafft. Man kann auch schon ein bisschen darüber nachdenken, was diese Woche passiert ist und wie der Rest ablaufen soll…

„Manchmal richtig und falsch nur Bedeutung haben für kurze Zeit. Nach langer Zeit, nach Jahrzehnten, Jahrhunderten, dann wir sehen, was wirklich geschieht. Jede Entscheidung der Ast eines Baumes ist: Was wie Entscheidung aussah, dann ist nur Beginn einer Entwicklung.“

Donnerstag. Ein Meeting ist geplant. Natürlich bereiten wir den Raum vor und erfüllen all eure Wünsche. Ein wichtiger Kunde kommt vorbei? Dann nicht vergessen:

„Größe ist nicht alles. Die kleinere Truppe wir sind, dafür größer im Geist.“

Freitag. Das Wochenende steht vor der Tür, alle freuen sich. Aber Vorsicht! Es gibt noch Einiges zu tun, also:

„Geduld du haben musst, junger Padawan.“

Waren die Zitate bekannt? Nein? Dann…

Bis zum nächsten Mal!

Von Fröschen, Tomaten und einem Monster namens Zeit

Wenn wir ehrlich sind, lernen es die meisten von uns lange vor ihrem Einstieg ins Berufsleben kennen: das Zeitmonster. Es kündigt sich nicht wirklich an, man wacht vielmehr eines Morgens auf und sieht ihm plötzlich tief in seine vereinnahmenden Augen, die nur ein einziges Gefühl in uns hervorrufen: Stress! Das Zeitmonster ist hartnäckig und nicht einfach zu vertreiben, ausweglos ist die Angelegenheit jedoch nicht. Mit diesen zwei einfachen aber smarten Tipps lässt es sich sogar ziemlich gut zähmen.

Die Zweiklassen-To-Dos

Die Aufgaben auf unseren täglichen To-Do-Listen (das gilt sowohl für die beruflichen als auch für die privaten) gliedern sich für gewöhnlich ganz von selbst in zwei Kategorien: die Neutralen, die von Zeit zu Zeit sogar aus Aufgaben bestehen, auf die wir uns richtig freuen, und die Verzichtbaren, auf die wir absolut keine Lust haben und sie deshalb zu gerne vor uns her schieben. Doch genau das ist der große Fehler, auch bekannt als die liebste Nahrung unseres Zeitmonsters.

Mit jedem Hinauszögern, Verschieben und Abschweifen bis der letzte Drücker so fest drückt, dass es keinen anderen Ausweg mehr gibt als die unliebsame Aufgabe endlich anzugehen, binden wir das Zeitmonster immer mehr an uns. Die stressigen, unangenehmen Situationen, in denen wir unter Zeit- und Leistungsdruck geraten und vor Überforderung nicht mehr wissen, womit wir eigentlich anfangen sollen, sind also nicht selten selbsterzeugt.

 

Weg mit dem Frosch!

Die Lösung? Weg mit den verhassten Aufgaben-Fröschen und zwar gleich zu Beginn eines jeden Arbeitstages. Man könnte auch sagen: „Eat that Frog“ – und zwar am besten sofort! Wie? Ganz einfach: Schreibt euch jeden Morgen oder sogar schon am Vorabend auf, was für den nächsten Tag auf dem Programm steht und priorisiert die Aufgaben. Definiert das unliebsamste To Do auf dieser Liste, vor dem es euch am meisten graut. Genau dieses Grauen geht ihr dann am nächsten Tag ohne Umschweife an und ihr werdet sehen: Habt ihr es einmal hinter euch gebracht, erwartet euch ein Tag, an dem die schwerste Hürde längst hinter euch liegt. Somit könnt ihr motiviert und gut gelaunt den Rest eurer gar nicht mehr furchterregenden To Do Liste angehen, die sich dann fast wie von selbst erledigt – versprochen.

 

Tomaten gegen Zeitdruck

Wenn das (Arbeits-) Leben euch mit nicht enden wollenden Aufgabenlisten und daraus resultierendem Zeitdruck drangsaliert, könnten Tomaten eine Lösung sein. Ja, ganz richtig gelesen und zwar in Form der Pomodoro-Technik. Die Methode ist eine spezielle Zeittechnik, die bei ihrem Aufbau ein Element berücksichtigt, das für produktives und effizientes Arbeiten einfach unverzichtbar ist: Pausen. Unser Gehirn ist ein wahnsinnig schneller Hochleistungscomputer, doch auch er benötigt ausreichend Zeit, um neue Energie zu tanken – und zwar am besten bevor es uns das selbst durch Erschöpfungserscheinungen mitteilt.

 

 

Mit der Pomodoro-Technik arbeitet man im 25-minütigen Takt, der durch fünfminütige Pausen gesplittet wird. Nach vier abgearbeiteten Pomodori folgt eine längere Pause von 20-30 Minuten. Die Theorie dieser Methode ist, dass man die 25 minütigen Arbeitsphasen aufgrund ihrer Kürze besonders intensiv nutzt und zugleich motivierter ist, möglichst viel in der verfügbaren Zeitspanne zu schaffen. Man lässt sich nicht so leicht vom Handy ablenken, jagt nicht Gedanken und Tagträumereien hinterher und ist weniger gefährdet in die sozialen Medien abzuschweifen. Schließlich müssen die vorhandenen 25 Minuten effektiv genutzt werden.

 

 

Schafft man es nicht, eine Aufgabe in 25 Minuten abzuarbeiten, weil sie zum Beispiel zu umfangreich ist, arbeitet man einfach so viele Pomodori-Viertel ab, bis sie erledigt ist. Ebenso können mehrere kleinere Aufgaben zu einem Pomodori-Viertel zusammen gefügt werden, wie Mails checken, telefonieren oder den Kalender aktualisieren.

Einer der großen Vorteile der Pomodori-Technik ist wie auch schon wie bei der „Eat that Frog“-Methode, das positive Gefühl, dass man am Ende eines Tages etwas geschafft hat und vorangekommen ist. Durch die Pomodoro-Technik trickst man sein Gehirn im Grunde einfach aus und zwar durch puren Ansporn. Der positive Nebeneffekt: Man arbeitet mit der Zeit und nicht gegen sie.

 

 

Natürlich sind die beiden oben beschriebenen Zeitmanagement-Methoden nur zwei Beispiele aus einem riesigen Pool an Möglichkeiten, die selbstverständlich dem Einen mehr liegen als dem Anderen. Das Allheilmittel, das bei allen gleich gut wirkt, gibt es leider nicht. Probiert also am besten wild drauf los. Mit der Zeit stoßt ihr bestimmt auf die eine Technik oder Methode, die zu eurem persönlichen Nonplusultra gegen das gemeine Zeitmonster wird.

Das große Zucker.Casting

Wie alle Agenturen begrüßt auch Zucker. in regelmäßigen Abständen neue Mitarbeiter. Das ist einerseits schade, weil damit zumeist der Abgang eines Teammitglieds einhergeht, andererseits aber auch spannend, weil jeder Neuzugang eigene Talente und Charakterzüge mitbringt, die unser Team bereichern. Auf die Bewerbungen einiger spannender Kandidaten warten wir bei Zucker. aber noch vergebens. Hier eine kleine Auswahl an potenziellen Kollegen, die unsere Agentur womöglich noch besser machen würden:

Frank Underwood

Zugegeben, Mr. Underwood ist nicht der klassische Sympathieträger. Seine Unnachgiebigkeit, seine Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit sind jedoch durchaus nützliche Eigenschaften, auf die man im Agenturalltag immer wieder zurückgreifen muss. Der Kooperationspartner macht gerade mal nicht was er soll? Ruhig bleiben und mit einem gesunden Maß an forderndem Nachdruck weiterarbeiten – bis zur Präsidentschaft oder zumindest einem fetzigen Clipping.

Donald Duck

Manchmal ist in einer Agentur vor allem eins gefragt: Improvisation. Wann immer Zeitdruck herrscht und vielleicht nicht alles exakt nach Plan läuft, muss man auch mal spontan nach Lösungen für Probleme suchen, die vorher so gar nicht zu erwarten waren. Und wer wäre hierfür besser geeignet als der wohl größte Überlebenskünstler überhaupt?

Schlaubi Schlumpf

Klar, Zucker. steht schon jetzt dafür, seinen Kunden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ganz selbstkritisch muss hier aber festgestellt werden: Die Besserwisser-Fähigkeiten eines Schlaubi Schlumpf haben nicht mal wir. Manchmal mag das anstrengend sein, bisweilen kann Sprücheklopferei aber auch durchaus sinnvollen Input mit sich bringen. Verschlumpft und zugenäht nochmal!

Wall-E

Bei Zucker. sind alle Mitarbeiter ordnungsliebende Menschen. Dumm nur, dass wir regelrechte Experten darin sind, das im Büro zu verheimlichen. Und so stapeln sich zu regelmäßigen Stoßzeiten volle Kartons, leere Kartons, Produktsamples aus sämtlichen Kategorien, Kaffeetassen und hin und wieder sogar Kuscheltiere in unseren Büroräumen. Irgendwann ruft dann die Geschäftsführung zum kollektiven Aufräumen – mit durchwachsenem Erfolg. Wäre es da nicht praktisch, wenn uns die Plackerei jemand abnehmen könnte, der das mit voller Leidenschaft schon im ganz großen Stil gemacht hat? Ganz nach dem Motto: Der letzte räumt die Agentur auf.

Minions

Eine wirkliche Arbeitshilfe wären die gelben Racker wohl nicht, aber als Zucker.-süßes Maskottchen allemal geeignet:

Falls sich einer der angesprochenen Kandidaten zufällig auf diesen Blog verirrt hat: Aussagekräftige Bewerbungen können jederzeit an jobs@zucker-kommunikation gesendet werden.

Reclaim the streets: Finale der Cannes Lions PR-Jury-Arbeit

Am Sonntag, 18. Juni 2017, stand der schwerste, aber auch interessanteste Teil der PR-Jury-Arbeit in Cannes bevor. Es ging um die Edelmetalle. Als Jury sorgten wir dafür, dass etliche Kreative einen Löwen als Frucht ihrer Arbeit nach Hause nahmen. Wir sind die Gärtner im Garten Eden der Löwen am Wegesrand einer herausragenden Pilgerfahrt. Doch genug der Pilger-Analogie. Sie hat etwas Symbolik gebracht – doch ab nun stelle ich sie außer Dienst. Zeit für Fakten.

2.300 Einreichungen in der PR-Kategorie

In sechs intensiven Jurytagen wählten wir aus tausenden Einreichungen – 2.300 genauer gesagt – jene 228 Kampagnen aus, die etwas über die PR 2017 aussagen sollen. 44 Prozent der Shortlist erhielten eine Trophäe. Aus 74 deutschen Einreichungen fanden acht einen Weg in die Shortlist. Traditionell waren die USA auch 2017 das stärkste Einreicherland.

Um aus dem Zahlenwerk einen Eindruck der Juryarbeit zu geben, hilft eine schlichte Zeitrechnung: Jede Einreichung ansehen – zwei Minuten. Diskussion, Abstimmung und Ergebnis – zehn Minuten. Das geschah in drei Tagen der Shortlistvorbereitung, bis die Verweildauer je Einreichung explodierte. Zum Ende hin waren es rund 30 Minuten je Kategorie-Sieger.

Am Finaltag hatten wir gegen 15.00 Uhr gerade mal die Hälfte der Nominierten durch und schon zwei Drittel der Trophäen „verbraucht“, die durchschnittlich bei den PR-Lions vergeben werden. Nach 20.00 Uhr waren wir bei den letzten Kategorien angelangt, danach folgte eine weitere Bewertungsrunde der Preisträger. Die Regeln waren recht verbindlich: Keiner darf „heruntergestuft“ werden, allerdings konnte durch ein Plädoyer oder eine Diskussion eine Trophäenklasse verbessert werden. Ab 22.00 Uhr hatte ich aufgegeben an einen geruhsamen Schlaf zu denken. Um 2.30 Uhr waren wir fertig.

Wir waren uns einig

Nach sechs Tagen fühlte sich die Jury sehr nah an. Da ich öfter mal erwähnte, dass ich überraschende Erscheinungen genutzter Medien – wie Klopapier oder Wartenummern – als intelligent befinde, galt ich nunmehr als „Mr. New Media“. I like. Andersherum ahnte ich längst, wie die meisten Juroren dachten: Ich konnte nach einer Wortmeldung die Gegenrede quasi wörtlich „mitdenken“. Harmonie wäre ein zu milder Begriff. Ich würde einfach sagen: Wir waren uns einig.

Für viel Diskussionsstoff allerdings sorgten immer wieder die Zahlen, mit denen die Einreichungen zu punkten versuchten. Es ging dabei um teils irrsinnige, unbestimmte Metriken wie „Reach“ oder das Gruselwort „Impressions“. Das schmerzte insbesondere, da es in der PR eine besonders wichtige Rolle spielt, welche Ergebnisse erzielt werden. Und zwar in Konsistenz zu den benannten Zielen. Hier könnten die PR-Einreichungen per se zulegen. Hoffentlich ab 2018!

Die PR „zurückgeholt“

Fazit: Was hat nun die PR 2017 aus Cannes mitzunehmen? It’s not the glam, it’s storytelling! Sei es eine Produktvariation, die eine bessere Geschichte als das Hauptprodukt erzählt, ein Prototyp, der nur für die PR geschaffen wurde oder ein neuer Blick auf das eigene Produkt. Das war unter vielen Markeneinreichern der neue Erzählstrang. Etwas anders verhielt es sich bei den sehr zahlreichen Charity-Einreichungen. Doch auch hier gilt: Eine engagierte Kampagne ist noch keine Geschichte! So relevant sie sich für unser Mitgefühl auch auswirkt.
Ich glaube, es ist uns als Jury insbesondere gelungen, aus den tollen Kampagnen jene zu identifizieren, die es nicht nötig haben, PR neu definieren zu müssen. Wir haben die PR schlicht „zurückgeholt“. Storytelling, Branded Content und Content Marketing – all das schwirrt seit Jahren durch jede Hauptkategorie in Cannes. In diesem Jahr, so hoffe ich, konnten wir die Straße zurückerobern.

Und so ist unser gemeinsamer Schlachtruf in der PR-Lions-Jury: Reclaim the streets!

Statistik

  • Gesamtzahl der PR-Einreichungen: 2.300
  • Shortlist: 228 gesamt, 8 Platzierungen aus Deutschland (von 74 deutschen Einreichungen = 4%)
  • 2016 waren es 83 Einreichungen

Trophäen

  • Gesamt: 100 (2016: 83)
  • 50x Bronze (+ 25% im Vergleich zu 2016), 32x Silber (+ 14% im Vergleich zu 2016), 18x Gold (= 2016)
  • Deutschland: 2x Bronze

Es wird härter: Zweite Phase der Cannes Lions PR Jury-Arbeit

Seit drei Tagen arbeiten wir uns in kleinen Gruppen durch hunderte Einreichungen für eine erste Version der Shortlist. Nun beginnt der schwerste Teil unseres Weges. Mit dem heutigen Freitag sitzen 21 PR-Profis zusammen und gehen die besten Kampagnen der ersten Runde erneut durch.

Was bedeutet PR in 2017?

Anders ist vor allem der Umfang: Mehr als das Doppelte gilt es an einem Tag zu bewerten. Und so ist dieser Tag lang. Zunehmend fallen ungeahnte Herausforderungen auf. Insbesondere frage ich mich, wer die einzelnen Subkategorien definiert hat. Neben FMCG gibt es „Durable Consumer Goods“. Die Kategorie „Business Citizenship“ gibt es einmal als Version „CSR“ und einmal als Version „Environmental“. Non-Profit löst sich gefühlt in fünf weiteren Kategorien auf. Die Abgrenzung fällt schwer. Folge ist, dass manch gute Kampagne durch die Kategorie-Eingrenzung nicht mehr passt.

Aber das ist alles kein echtes Problem verglichen mit jenem, was alle hier zu beschäftigen beginnt. Und das ist die Suche nach der Antwort auf die Frage: „Was bedeutet PR in 2017?“

Ich wage eine Zusammenfassung der beiden stärksten Strömungen: Gilt es, die PR heute neu zu definieren? Oder gilt es, den Platz der PR in der Kommunikationswelt zu behaupten?

Quelle der Diskussion sind hunderte Einreichungen, die eindeutig Marketing bzw. Werbung sind und via eingekaufter Multiplikatoren – sprich: Influencer – auf enorme Reichweiten kommen. Dies mündet oft in dem Glauben, Reichweite sei Relevanz. Demgegenüber betonen Case-Filme, sie hätten keinen (!) Influencer einkaufen müssen.

Es ist beruhigend, dass ein sehr großer Anteil der Einreichungen vor allem PR ist und bleibt, das heißt: exzellentes Storytelling aus einer sehr guten, cleveren Idee heraus.

Einige der besten Kampagnenmacher gehen dafür einen Schritt weiter: Nicht das eigentlich zu kommunizierende Produkt oder Unternehmen steht im Themenfokus, sondern es wird ein Produkt dafür geschaffen. Hieraus entwickeln die Kommunikatoren ihre Geschichte. Ein interessanter Ausblick.

Das Pilgern geht weiter

Samstag und Sonntag werden die intensivsten Tage, so erzählen die erfahrenen Juroren. Bevor wir also den heiligen Gral bzw. Grand Slam und Edelmetalle vergeben, steht eine spannende Diskussion an. Zwei Tage ohne Sonne – und mittlerweile verteilte Decken für die engagiert kühlende Klimaanlage (!) – 21 Juroren aus 18 Ländern mit zwei bis 20 Meinungen.

Doch nichts kann einen wahren Pilger schocken.
Was passiert noch so in Cannes? Den ersten Artikel von der Côte d’Azur gibt es hier.

Ein Pilgerweg durch das Heilige Land der weltweiten PR-Champions

Eigentlich wollte ich in diesen Wochen auf dem Jakobsweg pilgern. Eigentlich. Stattdessen wird mir die große Ehre zuteil, als Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Zucker. in der PR-Jury der diesjährigen Cannes Lions zu sitzen. So die Zeit es erlaubt, werde ich zwischen stundenlangen Sitzungen in klimatisierten Meetingräumen auf unseren Agentur-Socials berichten. Auch davon, weshalb meine Jurytätigkeit an der Côte d’Azur zu einer Pilgerreise der anderen Art mutiert.

Jury-Arbeit für die Cannes Lions beginnt

Begegnet man der Juryarbeit in Cannes wie einer Pilgerreise, so ist das anfangs wichtigste Gelübde, jene Kampagnen zu finden, die es verdienen, als die heilige Reliquie des diesjährigen Festivals verehrt zu werden. Zeichen dieser Wallfahrt sind die Trophäen. Als Wegbegleiter sind wir Juroren dazu da, den Pfad zu gehen, die relevanten Sehenswürdigkeiten zu kartografieren und später den heiligen Schrein mit all seinen Gold-, Silber- und Bronze-Heiligtümern zu öffnen.

Ab Sonntag dann strömen die Wallfahrer ins verträumte Cannes und machen aus der Croisette einen Laufsteg der Kreativen. Aktuell, an den ersten Tagen der Vorbereitung, ist die Croisette geradezu leer. Ein paar Ferntouristen und die üblichen Sommergäste sitzen in den Cafés, am Strand oder auf einer der Yachten, die man sicher eher nicht mit PR-Arbeit finanziert bekommt.

Wir Juroren dürfen derweil in kleinen Gruppen und stark klimatisierten Meetingräumen unsere selig machende Arbeit verrichten. Nach rund 100 Filmen gestern und 180 Einreichungen heute fällt der Gang zum Meer nicht so leicht. Acht Stunden Kunstlicht verderben einem die erste Stunde in der Sommerhitze von Cannes. Doch wer pilgert, darf nicht klagen.

Erste Eindrücke aus Cannes

Was die 21-köpfige Gruppe erwartet, lässt sich aus Vertraulichkeitsgründen nur in relativen Zahlen ausdrücken: In der PR fanden fünf Prozent aller Einreichungen Eingang. In etwa so viele, wie im letzten Jahr. Diese Menge galt es, schon vor der Cannes-Jury-Woche in einer Vorbewertung online zu reduzieren. Das hat halbwegs gut geklappt, auf uns wartet noch immer eine vierstellige Zahl an Filmen. Diese sehen wir teilweise fünf- bis sechsmal in dieser Zeit. Je näher zum Wochenende, desto hitziger werden Ansatz, Sinn und Wirkung diskutiert.

Am Ende der Woche, am Samstag, sollten maximal zehn Prozent übrig sein, die dann aus einer ersten Shortlist erstmals in die Nähe der Reliquie rücken. Von da an wird es anstrengender, denn bis Sonntag wird die gesamte PR-Jury die begehrten Platzierungen – Bronze, Silber und Gold – auswählen.

Mein erster Eindruck: Diese Wallfahrt ist eine Herausforderung erster Güte. Der Grund ist, dass sich die verschiedenen Religionen nicht ganz einig sind, wie die heilige Disziplin der PR denn nun zuzuordnen ist. Das mag daran liegen, dass die PR erst seit acht Jahren Teil des Cannes Lions-Festivals ist. Die DNA der Cannes Lions ist die Werbung, und so spielt auch die PR mit ihren 42 Subkategorien mit im Chor der werblichen Kommunikation.

Die Pilgerreise findet an anderer Stelle eine nette Analogie: Wir reisen als Fremde durch 77 teils unbekannte (PR-/Werbe-)Länder, die starke Einreichungen präsentieren. Vorneweg warten Lateinamerika mit Peru, Ecuador, Kolumbien sowie auch Indien und der asiatische Raum – einschließlich des noch nicht ganz von der Staatskultur befreiten Vietnam – mit vielen Kampagnen auf.

Was waren Printmedien noch gleich?

Die Machart der Einreichungen ist in einem Punkt sehr eindeutig: Paid Media und Digital sind fester, wenn nicht Kernbestandteil und finden überall in verschiedenen Rollen statt. Quelle großer Reichweiten sind überwiegend die sozialen, nicht die klassischen PR-Medien. Kennt Cannes 2017 überhaupt noch Tageszeitungen und Publikumsmedien? Und so fliegen in jedem dritten Casefilm eine Menge Emojis und Snippets aus Facebook- und Twitterposts über den Screen. „Awesome“, „overwhelming“, „massive sales increasing“ gehören zu den meist verwendeten Begriffen. Alle Kampagnenreichweiten zusammengezählt – es wird sich hier vor allem auf unbestimmte Größen wie „1.2 billion“ (weitere Detaillierung fehlt häufig) oder Impressions bezogen – müsste die Erdbevölkerung im letzten Jahr etwa 2.000 Mal vollständig erreicht worden sein.

Für einen Neuling auf dem Pfad ist die schiere Menge an Einreichungen nur die einer der Nachteile. Der andere ist, dass einem in jeder Kategorie – sei es FMCG, Food, Audience Targeted/Engagement oder Citizenship – reichlich bekannte Grundmuster entgegengeworfen werden. Nicht selten die gleichen Ausschnitte aus der Weltlage des vergangenen Jahres, die als Ausgangspunkt der Kampagnen dienen. Vorneweg: Trump und seine Wahlslogans. Danach folgen über alle Subkategorien hinweg Cannes-relevante Anlässe, wie die Olympischen Spiele (von allen Seiten als Challenge genutzt) und sämtliche Events rund um LGBT. Evergreens, wie Müll – ob im Meer, an Land oder der Luft – sowie Diversity, Hunde und Kinder sind weitere Sujets, aus denen auch wirklich gute Kampagnen zusammengestellt sind. Und Kunst. Überhaupt ist Kunst häufig ein Bindeglied zwischen den benannten Events und Stereotypen.

Zwei Dinge vermisse ich bei den in drei Tagen bewerteten Einreichungen: Echte, reine PR-Stunts, die ohne die genannten Anlässe oder Cannes-Stereotypen auskommen. Und: Die geringe Beteiligung deutscher Agenturen oder Kampagnen. Selbst Peru ist stärker vertreten.

Aber trotz der kleinen benannten Kritik ist Cannes vor allem eine sehr lebendige Plattform einiger herausragender Ideen, denen ich nahezu verehrend meine Votes gebe. Diese sind in neun Punkte geteilt, wir benennen sie als „lines“: rot = „kein Shortlist-Kandidat“, gelb = „könnte diskutiert werden“, grün = „eine Siegerkampagne“.

Und hinter mir liegt erst der Anfang des Pilgerwegs.

Zucker. goes ITB: Smarte Helme, karibische Köstlichkeiten und ein heiliger Sachse

Wenn Reiseblogger innerhalb von zehn Minuten von Curaçao nach Sachsen sprinten und als gesunder Snack für zwischendurch nur eine fettige Salamipizza bleibt, dann ist ITB-Zeit am Berliner Messedamm. Für Zucker. und unsere Tourismuskunden bedeutet dies Jahr für Jahr dutzende Termine mit Journalisten, Bloggern, Partnern. Immer wieder entwickelten wir in den vergangenen Jahren auch kuriose Ideen, um unsere Kunden ins rechte Reiselicht zu rücken. Ein Rückblick.

Expedia: Per Gehirnstrommessung zum Reiseglück

Wenn wir türkisblaues Wasser, funkelnde Skylines oder malerische Gebirgslandschaften sehen, schlagen nicht nur unsere Herzen höher. Per Gehirnstrommessung ist nachvollziehbar, bei welchem dieser Anblicke unsere Emotionen besonders hoch kochen. Unser Expedia Vacationizer Helmet machte sich genau das zunutze: Auf der ITB 2015 präsentierten wir Besuchern des Messestands Bilder verschiedener Destinationen. Je nachdem, ob die Gehirnwellen bei Sydney, Bayern oder New York den höchsten Ausschlag zeigten, konnten wir so das Traumreiseziel unserer Testpersonen bestimmen. Dieses Prinzip begeisterte auch unsere Kollegen von der WELT, die den Vacationizer Helmet in einem Video würdigten, siehe hier

Curaçao: Köstlichkeiten und eine Strandpartnerschaft

Dushi as always präsentiert sich unser Kunde Curaçao Jahr für Jahr in der Karibikhalle der ITB. 2013 war nicht nur der Stand an sich als Replik auf die weltberühmte Handelskade ein Hingucker: Das UNESCO-Weltkulturerbe in Willemstad konnten sich die Besucher damals auf der Zunge zergehen lassen. Eine riesige Torte in Form der Handelskade mit viel Liebe zu Detail und Extrakalorien sorgte dafür, dass sich alle Curaçao-Fans ein Stückchen ihrer Lieblingsinsel abschneiden konnten. Auch wenn das bei diesem Kunstwerk natürlich schwer fiel.

Ein weiterer Höhepunkt folgte im Jahr darauf, als wir auf der ITB unsere Strandpartnerschaft zwischen dem Cas Abao Beach auf Curaçao und dem Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein bekanntgaben. Die deutschlandweit erste Kooperation dieses Art erreichte nicht nur das Finale der PR Report Awards, sondern auch der European Excellence Awards. 

Schlösserland Sachsen: Starke Frauen und ein Heiliger

Natürlich können wir nicht nur ausgefallen: Für unseren langjährigen Kunden Schlösserland Sachsen veranstalteten wir auf der ITB 2013 ein Panel zur Ausstellung »eine STARKE FRAUENgeschichte – 500 Jahre Reformation« auf Schloss Rochlitz. Teil der Runde war auch die prominente Schirmherrin der Ausstellung, Margot Käßmann.

In diesem Jahr schließlich unterstützen wir das Schlösserland Sachsen bei der bundesweiten Kommunikation zur groß angelegten Ausstellung »EIN SCHATZ NICHT VON GOLD. Benno von Meißen – Sachsens erster Heiliger« auf der Albrechtsburg Meissen. Der kinowürdige Trailer zur großen Bennoschau erhielt auf der ITB auf einer großer Leinwand eine weitere Bühne. Genauso wie übrigens eine menschliche Orange auf Stelzen, die in Bezug auf die Tradition von August dem Starken von der Rückkehr der Orangenbäume in den Dresdner Zwinger kündete. 

Neben all den Aktionen rund um die Messestände unserer Kunden freuen wir uns vor allem auch, Jahr für Jahr alte und neue Freunde aus der Blogosphäre zu treffen und ins Gespräch mit Journalisten aus den Reiseredaktionen der Republik zu kommen. Viele von ihnen tummeln sich auf der ITB, wo die Welt im Kleinen zusammentrifft. Und Curaçao und das Schlösserland Sachsen plötzlich nur noch wenige hundert Meter trennen. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Ostern mal anders: Zucker. und Curaçao machen dich dushi

© Ricarda Rausch, Reisedepeschen 2014

© Ricarda Rausch, Reisedepeschen 2014

Zucker. ist dushi – und das nun schon seit vier Jahren! Seit 2012 vertreten wir das Curaçao Tourist Board Europe als PR-Agentur auf dem deutschsprachigen Markt. In dieser Zeit hat uns die Insel ganz schön „dushi“ gemacht. Was das bedeutet und wie du das bevorstehende Osterfest ebenfalls dushi gestalten kannst, verrät dir dieser Artikel.

Curaçao – viel, viel mehr als ein blauer Likör

Was macht Zucker. eigentlich für Curaçao? Diese Frage ist simpel beantwortet, denn seit 2012 sind wir unserer ganz persönlichen Curaçao-Mission schon sehr nahe gekommen. Sie besteht darin, dass du beim Namen Curaçao nicht mehr an den blauen Likör und süffige Jugendabende auf „grüner Wiese“ denkst, sondern allen voran an die Trauminsel im Süden des Karibischen Meeres.

Auch nach vier Jahren gibt es glücklicherweise noch immer jede Menge über das blaue Herz der Karibik zu berichten, wie Curaçao auch genannt wird. Denn trotz seiner nur 444 Quadratkilometer hat das Land, das übrigens ein autonomer Teil des niederländischen Königreiches ist, allerhand zu bieten. Nach den wilden Karnevalsfeiern zu Beginn des Jahres steht nun zum Beispiel das Osterfest mit der Seú-Parade vor der Tür.

Wer auf Curaçao ein Gläschen des gleichnamigen Likörs bestellt, wird vielleicht überrascht sein, nicht den altbekannten blauen Trunk zu bekommen. Der von der Insel stammende Bitter konnte aufgrund des generischen Namens nicht patentiert werden, weshalb auch europäische Hersteller ihre Liköre „Curaçao“ taufen durften. Den auf dem Karibik-Eiland produzierten „Curaçao of Curaçao“ kann man jedoch nicht nur in Blau, sondern auch in Orange, Rot und weiteren Farben genießen.

Wer auf Curaçao ein Gläschen des gleichnamigen Likörs bestellt, wird vielleicht überrascht sein, nicht den altbekannten blauen Trunk zu bekommen. Der von der Insel stammende Bitter konnte aufgrund des generischen Namens nicht patentiert werden, weshalb auch europäische Hersteller ihre Liköre „Curaçao“ taufen durften. Den auf dem Karibik-Eiland produzierten „Curaçao of Curaçao“ kann man jedoch nicht nur in Blau, sondern auch in Orange, Rot und weiteren Farben genießen.

Ostern auf Curaçao

Da rund 80 Prozent der Bewohner Curaçaos katholisch sind, wird das Osterfest auch auf der Karibikinsel groß gefeiert. Während der freien Tage sind nicht nur die weißen Puderzuckerstrände Curaçaos von den Bewohnern gut besucht, sondern besonders zum Ostersonntag auch die Hauptstadt Willemstad. Im Rahmen der Seú-Parade ziehen Jahr für Jahr 5.000 Teilnehmer in farbenfrohen Kostümen zu ansteckenden Rhythmen durch die Stadt, um traditionell das Erntefest zu zelebrieren.

Großveranstaltungen wie diese, genauso aber auch die kleinen, besonderen Reisemomente machen Curaçao zu einem ganzjährigen Traumreiseziel. Egal ob der Tauchgang an einem der 66 ausgewiesenen Tauchspots, eine laue Nacht im Willemstader Szenebezirk Pietermaai oder ein kulinarischer Besuch auf einem der Märkte der Hauptstadt – Curaçao bietet Aktivitäten für jeden Geschmack.

34CT1239

Auf Curaçao findet man noch immer einsame Traumstrände, um unter karibischer Sonne die Seele baumeln zusammen.

Folkore-Tanzgruppe-Seu-Curacao

Jedes Jahr zum Ostersonntag zieht die Seú-Parade durch Curaçaos Hauptstadt Willemstad.

Dushi Curaçao!

Und weil das nicht nur ein ausgelutschter PR-Spruch ist, bezeichnen die Bewohner und wir den Inselstaat auch als „Dushi Curaçao“. Das kleine Wörtchen dushi stammt aus der Landessprache Papiamentu und meint so ziemlich alles, was positiv ist: Alle guten Dinge sind dushi! Der Begriff gehört zu den meist gesprochenen Wörtern der Insel und heißt so viel wie „nett“, „lieb“, „süß“ oder auch „Schatz“.

Auch du bist dushi und willst dein Osterfest natürlich möglichst dushi verbringen? Dann haben wir einen Last-Minute-Tipp für dich und deine dushi Ostertafel: Keshi Yena! Keshi Yena ist ein traditionelles Gericht aus Curaçao und bedeutet sinngemäß „gefüllter Käse“. Typisch für die kreolische Küche verbinden sich hier europäische Einflüsse (der holländische Käse) mit exotischen Gewürzen und Geschmäckern. Auf diese Art und Weise holst du dir ein leckeres Stück Karibik direkt nach Hause.

Mit dem nachstehenden Rezept wünschen wir dir ein wundervolles Osterfest! Und wenn du bei der Eiersuche leer ausgehen solltest, dann immer dran denken: Eigentlich ist doch alles ganz dushi… 

Keshi Yena: Die Zutaten für vier Personen

200g Edamer-Käse (in Scheiben), 1 Pfund gekochtes Hühnerfleisch, 1 große Zwiebel (gewürfelt), 2 Knoblauchzehen (gehackt), 3 Eier, 1 Esslöffel Butter, 1 Esslöffel Tomatenpüree, 2 Esslöffel Worcester-Sauce, 2 Teelöffel Kapern, 2 Teelöffel eingelegtes Gemüse nach Wahl, 1 Tasse Hühnerbrühe, ½ Tasse Stangensellerie (fein gehackt), ½ Tasse Oliven (ohne Steine), ½ Tasse Rosinen, 1 Bund Schnittlauch (fein gehackt), 1 Bund Petersilie (fein gehackt).

Alle Zutaten – bis auf den Käse – in einer Schüssel vermengen. Eier aufschlagen und zur Mischung geben. Sechs kleine, ofenfeste Formen mit Käsescheiben auskleiden, die Mischung hineingeben und mit einer Käsescheibe bedecken. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für 30 Minuten backen. Zum Servieren die Förmchen vorsichtig stürzen.

Keshi-Yena

Keshi Yena, eines der Nationalgerichte von Curaçao, serviert vor dem Hintergrund der berühmten Willemstader Handelskade.