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Influencer und Künstliche Intelligenz – diese KI-Persönlichkeiten müsst ihr kennen!

Photo Credits: Pixabay / geralt

Influencer Relations sind aus Marketing und PR nicht mehr wegzudenken: Mit Fokus auf Instagram als Social Media Kanal bereichern Influencer unser tägliches Leben mit Posts von appetitanregenden Rezepten, den neusten Fashion-Must-Haves, kreativem Interior Design, Reise-Schnappschüssen oder Sport-Trends. Als Personen des öffentlichen Lebens sind sie zugleich Trendsetter, Meinungsbildner und Vorbilder für ihre Community.

Dabei müssen hinter den Influencern heutzutage nicht einmal mehr reale Personen stecken, denn auch in diesem Bereich des modernen Arbeitens und Lebens nimmt Künstliche Intelligenz vermehrt eine prägende Rolle ein. Virtuell am Computer erschaffene Influencer feiern große Erfolge und stechen mit ihren Follower-Zahlen und namhaften Kooperationen aus der Masse hervor.

Ihr hattet noch gar keine Berührung mit KI-Influencern? Kein Problem, wir stellen euch im Folgenden drei erfolgreiche KI-Content-Creators vor. Was hat es mit den virtuellen Persönlichkeiten auf sich und wer steckt dahinter? Was macht eine Kooperation mit ihnen aus?

  1. Lilmiquela

    Mit ihren 2,4 Millionen Followern ist Miquela Sousa aka Lil Miquela sozusagen die Queen der KI-Influencer. Hinter ihr steht das kalifornische IT-Unternehmen Brud. Seit 2016 ist die in Los Angeles lebende Halbbrasilianerin erfolgreich auf Instagram aktiv und seit 2017 veröffentlicht sie auch Musik. Angefangen als Kunstfigur, hat sie sich bis heute zu einer bedeutenden Influencerin im Fashion- und Lifestyle-Bereich entwickelt, die unter anderem mit High End Marken wie Prada, Balenciaga, Calvin Klein, Porsche und Diesel kooperierte. Sie zierte schon verschiedene Cover von namhaften Modemagazinen wie der ELLE und wurde 2018 vom TIME Magazine unter die 25 einflussreichsten Personen im Internet gewählt. Zudem engagiert sie sich aktuell stark in der Black Lives Matter Bewegung.

    Photo Credits: lilmiquela / Instagram

  2. Noonoouri

    Cute, curious, couture – so beschreibt sich Noonoouri. Diese Attitüde findet sich auch in ihrem Instagram Feed wieder. Die Posts sind ästhetisch, künstlerisch, stilvoll, kreativ und vielseitig. Zwischendrin finden sich immer wieder aktivistische Posts wie aktuell für Black Lives Matter oder den Tier- und Klimaschutz. Die Influencerin hat 360.000 Follower bei Instagram, posierte schon (virtuell) mit Stars wie Kim Kardashian und arbeitet ebenfalls regelmäßig mit High-End-Magazinen wie der ELLE, Vogue oder L’Officiel zusammen. Als Fashion-Influencerin wohnt sie – wie könnte es anders sein – in Paris und kooperiert von hier aus unter anderem mit Louis Vuitton, Fenty und Tom Ford. Ihr Schöpfer, der Grafikdesigner Jörg Zuber, kommt hingegen aus München. Die Kunstfigur ist für ihn ein wahrgewordener Traum. Schon als Kind faszinierte ihn die Kreativität, der Glamour und Glanz der Modebranche. Er verbindet Mode mit Freiheit – genau das ist es, was Noonoouri verkörpern soll.

    Photo Credits: noonoouri / Instagram

  3. Bermudaisbae

    Wer es nicht besser weiß, könnte auf den ersten Blick denken, Bermuda sei eine echte Person und womöglich Teil der Topmodel-Clique rund um Gigi Hadid, Kendall Jenner & Co., so authentisch ist ihr Auftritt bei Instagram. Tatsächlich ist die hübsche Blondine mit Lil Miquela befreundet und teilt regelmäßig gemeinsame Posts mit ihr oder dem gemeinsamen Kumpel Roland Blawk – auch er ist eine namhafte virtuelle Persönlichkeit mit 156.000 Followern auf Instagram. Sowohl Bermuda, als auch Blawk wurden ebenfalls vom Start-Up Brud erschaffen. Die rund 256.000 Follower von Bermuda freuen sich über knallige, teilweise kontroverse Lifestyle-, Beauty- und Fashion-Bilder. Bermuda’s Auftritt ist selbstbewusst, sexy und provokant. Zudem stieg die „Robot Queen“ auch ins Musik-Business ein. Neben gemeinsamen Musik-Projekten mit ihrer BFF hat sie erfolgreich ein Cover von „Under the Bridge“ (Red Hot Chili Peppers) veröffentlicht.

    Photo Credits: bermudaisbae / Instagram

Wer steckt dahinter?

Hinter den virtuellen Persönlichkeiten stehen meist  innovative Tech-Unternehmen, Visionäre und Kreative. Sie sahen die Schöpfung von 3D-Avataren als persönliche Herausforderung, Zeichen von Toleranz und Freiheit in unserer modernen Welt. Doch es gibt mittlerweile auch KI-Influencer, die eigens von Unternehmen kreiert wurden, um als Markenbotschafter beziehungsweise Kampagnengesicht zu wirken. Einer davon ist Colonel Sanders, erschaffen von und für KFC in Zusammenarbeit mit der Agentur Wieden + Kennedy für die #secretrecipeforsuccess Kampagne aus 2019. Dabei dient er nicht als plakatives Werbegesicht, sondern als authentischer Influencer für die eigenen Social Media Kanäle. Seine Person ist übrigens nur halbwegs erfunden – „Colonel“ Harland David Sanders ist der Gründer von Kentucky Fried Chicken, der allerdings schon 1980 im beachtlichen Alter von 100 Jahren starb.

Kooperation mit KI-Influencern

Wie auch die menschlichen Influencer, sind die virtuellen Avatare begehrte Kooperationspartner. Nicht nur das Phänomen der künstlichen Persönlichkeit macht die Zusammenarbeit so spannend und attraktiv, sondern auch die vielen Inszenierungsmöglichkeiten und Steuerbarkeit zur Vermarktung eines bestimmten Produkts sind reizvoll für Unternehmen. Szenen und Hintergründe ihrer Präsenzen lassen sich beliebig montieren und anpassen – ganz nach den Wünschen des Kooperationspartners. Natürlich beansprucht die Vorbereitung und Produktion der gewünschten Posts einige Zeit und Arbeit, doch das ist es vielen Firmen wert – die  Neugierde auf eine Zusammenarbeit mit computergesteuerten Influencern siegt. Auch deutsche Unternehmen setzen schon auf virtuelle Models: Die Automarke Smart arbeitete bereits mit dem Plus-Size-Model Brenn zusammen, geschaffen von der Agentur Diigitals, die auf virtuelle Models spezialisiert ist. So soll das technische Thema der Elektromobilität „lifestyliger“ und zugänglicher werden. Auch die französische Luxusmodemarke Balmain hat sich von Diigitals KI-Models für die #balmainarmy erschaffen lassen – eines davon ist Shudu. Diese Kooperationen sorgen definitiv für Aufsehen.

Die Avatare finden große Akzeptanz und Sympathie in der Community. Ihre Follower und Fans wissen natürlich, dass es sich um Kunstfiguren handelt. Trotzdem haben Miquela, Noonoouri und Co. es geschafft, einen Charakter zu entwickeln, der echt, authentisch, interessant und glaubwürdig wirkt – eine gute Basis für eine

Wir sind gespannt, wie sich das Influencer Marketing in der Zukunft weiterentwickelt. Eines sei gewiss: Von den künstlichen Influencern werden wir bestimmt noch mehr hören.