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Der Lebensmitteleinkauf der Zukunft

Credits: Pixabay / igorovsyannykov

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen und oftmals entstehen unter Druck ganz großartige Dinge! Das kennen wir aus dem Arbeitsalltag, wenn montags mal nicht alles nach Plan läuft oder ein Kunde die Deadline vorverlegt. Aber auch mit Blick auf die vergangenen Monate, die den Alltag komplett umgekrempelt haben, können wir verschiedene Trends erkennen, die nicht nur für uns als PR-Agentur von Consumer Brands wie Amazon spannend sind, sondern auch für uns als Konsumenten selbst! 

Einer dieser bemerkenswerten Trends ist die Revolution des Lebensmitteleinkaufs  angetrieben durch Kontaktbeschränkungenstrenge Hygienemaßnahmen und Ausgangssperren 

Wie heißt es so schön? Not macht erfinderisch! Von dieser Erfindung – oder besser gesagt Entwicklung – profitieren wir alle, auch nach der Corona-Pandemie. Beim Thema Lebensmitteleinkauf denken wir derzeit direkt an überfüllte Supermärkte und lange Schlangen an der Kasse. Doch seit den Einschränkungen durch die Pandemie haben Lebensmittellieferdienste an Fahrt aufgenommen. Wer weiterhin gerne für den Einkauf das Haus verlässt, wird bald schon ein Szenario vorfinden, das sich wohl erst einmal wie Diebstahl anfühlt: Stores, in denen der Kunde aus dem Regal nimmt, was er möchte und dann einfach so wieder rausmarschiert. 

Wie sieht der Einkauf von morgen aus? Liefern lassen, selbst scannen, automatisiertes Bezahlen per App  die Entwicklungen gehen in verschiedene Richtungen. Um den Überblick zu behalten, stellen wir euch die wichtigsten Lebensmittellieferdienste und Shop-and-Go-Stores vor.  

Unsere liebsten Lieferdienste

 

AmazonFresh 

Zugegeben: Wir sind Fans von Amazon.de – und zwar nicht erst seit 2013. So lange gehört Amazon.de nämlich schon zu den ZUCKER.Kunden und seit einiger Zeit gibt es in einigen deutschen Städten vom allseits beliebten Onlineshop auch einen Lebensmittellieferdienst: AmazonFresh.
Bio-Produkte, Getränke, frisches ObstDrogerieartikel und vieles mehr bestellen Prime-Mitglieder einfach bei AmazonFreshAb einem Bestellwert von 80 Euro ist die Lieferung versandkostenfrei, unter 80 Euro liegen die Lieferkosten bei 3,99 Euro und es gibt verschiedene Lieferzeiträume zur Auswahl. AmazonFresh bietet sogar eigene Kategorien für bestimmte Ernährungsweisen an (Veganer*innen, hallo) und wer KochInspo braucht, findet bei AmazonFresh sogar Rezeptideen.  

REWE 

Bei REWE lassen sich Lebensmittel genauso easy online bestellen. Bei der Lieferung habt ihr sogar drei verschiedene Optionen: Lieferung per Paket, Lieferung per REWE-Bringdienst oder Abholung der Onlinebestellung in einem teilnehmenden REWEMarkt. Weitere Vorteile, die wir super finden: Pfandflaschen von REWE könnt ihr (wie auch bei AmazonFresh) ganz einfach den Fahrern mitgeben, wenn eine neue Bestellung geliefert wird. Außerdem zahlt ihr bei der ersten Bestellung keine Lieferkosten. Grund genug, den Service einmal zu testen, oder?  

GORILLAS 

Wer dringend und schnell ausgewählte Lebensmittel benötigt, ist bei GORILLAS richtig. Mit dem Versprechen, dass die Bestellung in zehn Minuten geliefert wirdmacht der Slogan „Schneller als du“ auf jeden Fall Sinn, da allein die Einkaufszettelsuche, das Schuhe-Anziehen und der Fußmarsch zum Supermarkt schon länger dauern. Eine GORILLASLebensmittellieferung kostet 1,80 Euro, ab 40 Euro Warenwert kommt die Bestellung versandkostenfrei. Einfach die App downloaden, Artikel aussuchen und das wars.  

Credits: gorillas.io

Shop and Go – Einkaufen der Zukunft?
 

Amazon Go Store

Wie gerne würden wir von einem Amazon Go Store in Deutschland erzählen – das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Den Convenience Store mit „Just Walk Out“-Technologie gibt es bis dato in Seattle und wir finden, das Konzept klingt am Anfang verrückt: Rein in den Laden, nehmen was wir brauchen und dann einfach wieder rausgehen – what? Natürlich wäre das am Ende Diebstahl. Was aber wirklich stimmt, ist, dass der Bezahlvorgang im Geschäft wegfällt, indem Konsument*innen in der AmazonApp einen Code erhalten, durch den sich beim Scan die Türen des Amazon Go Stores öffnen und die Produkte getrackt werden, die sie aus dem Regal nehmen. Auch wenn ein Artikel wieder zurückgelegt wird, erkennt dies die App. Beim Verlassen des Stores wird der Kassenzettel für den Einkauf per Mail zugestellt und der Betrag über das Amazon-Konto abgebucht. Klingt futuristisch, wird aber bestimmt schneller zum Alltag gehören als gedacht.  

shop.box und collect.box 

Nichtsdestotrotz gibt es in Deutschland bereits kleine Lebensmittelstores ohne Kassen. Die Schwarz-Gruppe hat die shop.box und collect.box entwickelt, beide Stores kommen ohne Kasse aus und befinden sich in HeilbronnDie Bezahlung geht ganz einfach, ohne dass man die Artikel selbst scannen oder den Geldbeutel zücken mussPer automatisierter App gelangen Kund*innen durch die Tür der shop.box, nehmen die gewünschten Artikel aus den Regalen und verlassen den Store ohne Kassenvorgang. Bezahlt wird ganz einfach mit dem Online-Lastschriftverfahren von Klarna. Bei der collect.box wird es sogar noch bequemer: Per App werden die Artikel vorab ausgewählt, und man muss den Einkauf dann nur noch fertig zusammengestellt aus dem Abholfach nehmenSuper praktisch und unkompliziert!  

Ob wir je wieder auf den Luxus verzichten wollen, dass der Einkauf direkt vor die Haustür geliefert wird? Da sind wir uns noch nicht ganz sicher und sobald ein Convenience Store mit „Just-Walk-Out“-Technologie nach Berlin kommt, werden wir die Ersten sein, die den Shop ausprobieren. Schon von Berufs wegen wollen wir ja wissen, wie der Hase ohne Geldbörse zu zücken aus dem Laden läuft. 

(Ein Blogbeitrag von Loretta Käch)

Quellen und weiterführende Links:

 https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/karotten-per-klick-wie-lebensmittel-lieferdienste-von-corona-profitieren-li.132198 

https://www.backwelt.de/newsview/ganz-ohne-kassen-schwarz-gruppe-testet-die-shop-box.html