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Social Media News: Unsere Highlights im November

Auch im November ist einiges passiert in Sachen Social Media. Vor allem Facebook und Instagram haben ein paar hübsche neue Features angekündigt oder bereits gelauncht. Unsere Social Media Highlights im Überblick:

Instagram Shopping

In den USA wird zurzeit ein Feature getestet, mit dem man User direkt aus Instagram-Posts in Online-Shops leitenn kann. Darin lassen sich zunächst über in den Posts gesetzte Ankerpunkte Produktdetails aufrufen, von denen man dann direkt zum Produkt im Shop verlinkt wird. Das Feature wird aktuell mit 20 Händlern in den USA getestet, ein Termin für einen Deutschlandstart steht noch nicht fest. Und so sieht das dann aus:

Instagram: Boomerang, Taggen und Links in Stories

Instagram hat seine Stories mit einigen neuen Funktionen ausgestattet: So kann man neuerdings direkt aus der App heraus die beliebten Boomerang-Videos erstellen. Dazu wischt man den Feed einfach wie gewohnt nach rechts, neben dem normalen Aufnahmemodus erscheint nun auch der Boomerang-Modus. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, andere User in den Stories zu taggen: Beim Hinzufügen von Texten in die Stories andere User einfach wie gewohnt per @Username adden. Die erwähnten User erhalten eine Notification darüber. Verifizierte Accounts bekommen zudem die Möglichkeit, den Stories „See More“-Links hinzuzufügen, die externe Inhalte direkt in der App öffnen. Den eigenen Account proaktiv verifizieren zu lassen, ist leider immer noch nicht möglich.

Instagram: Live-Videos und sich selbst löschende Inhalte

Damit nicht genug, kündigte Instagram die Einführung von Live Videos an. Der Button dafür befindet sich ebenfalls neben dem normalen Aufnahmemodus für Stories – so er denn bereits verfügbar ist. Der globale Rollout ist für die kommenden Wochen geplant. Ob jemand, dem man folgt, live ist, erkennt man an dem kleinen „Live'“-Icon unter dem Profilbild in der Stories-Leiste. Eine weitere von Snapachat inspirierte Funktion sind die sich selbst löschenden Nachrichten via Instagram Direct. Um diese an ausgewählte Freunde oder Gruppen zu versenden, einfach nach rechts wischen, Foto oder Video erstellen und auf den kleinen Pfeil rechts unten klicken. Dann Empfänger auswählen und absenden. Die Fotos und Videos können zweimal angesehen werden, bevor sie verschwinden. Das zweite Ansehen löst eine Benachrichtigung an den Absender aus.

Zentrales Postfach für Facebook, Instagram und den Messenger

Drei in einem: Künftig wird es für Unternehmen einfacher, mit Usern von Facebook, dem Facebook Messenger und Instagram zu interagieren. Facebook wird allen Nutzern der mobilen Seitenmanager-App in den nächsten Wochen allmählich ein aktualisiertes Postfach zur Verfügung stellen, in dem Facebook-Kommentare, Beiträge von Besuchern, Bewertungen, Nachrichten und Instagram-Kommentare direkt beantwortet werden können.

Facebook: Werbeanzeigen im und in den Messenger

Facebook ermöglicht es Werbetreibenden neuerdings, ihre Ads auch im Messenger auszuspielen. Diese „Sponsored Messages“ können allerdings nur an User ausgeliefert werden, die bereits per Direktnachricht in Kontakt mit einer Seite stehen. Auch der umgekehrte Weg ist nun möglich: Per News Feed Ads können Seitenbetreiber den User nun direkt in den Messenger leiten.

Facebook: Neue Beitragsformen für Seiten

Facebook hat drei weitere Möglichkeiten beim Erstellen von Beiträgen eingeführt: So kann man Posts nun auch mit dem Call to Action „Nachricht senden“ oder „Unternehmen anrufen“ versehen. Auch das Erstellen von Jobanzeigen ist neu. Die Funktionen sind allerdings nur eingeschränkt verfügbar. Hat man keine Telefonnummer hinterlegt, kann man logischerweise nicht angerufen werden. Die Funktion „Jobs“ scheint zudem aktuell nur bei englischer Spracheinstellung – und selbst da nur eingeschränkt – zur Verfügung zu stehen. Der komplette Rollout dürfte wie immer etwas dauern.

Facebook: Safety Check ausgeweitet

Facebook leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Mit dem Tool Community Help, das aufpoppt, wenn das Feature Safety Check aktiviert wurde, sollen Facebook-Nutzer, die sich dort im Katastrophenfall selbst als „In Sicherheit“ markiert haben, auf eine Seite umgeleitet werden, auf der sie Hilfe suchen oder anbieten können. Die Hilfe wird in Kategorien wie „Food & Water“, „Transportation“ oder „Shelter“ unterteilt, in denen man sein Hilfsangebot oder -gesuch als Post konkretisieren kann. Das Tool soll im Dezember getestet und im Januar 2017 gelauncht werden und ist in einen Dreistufenplan zur Verbesserung der Sicherheit eingebettet, wie Mark Zuckerberg in einem Video erklärt:

Endlich GIFs bei WhatsApp

In WhatsApp bietet nun endlich die Möglichkeit, GIFs zu versenden. Dazu könnt ihr wahlweise vorhandene GIFs – etwa via Giphy – teilen oder eigene Videos auf eurem Smartphone in GIFs umwandeln. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier.

WhatsApp launcht Videoanrufe

Und noch ein Bewegtbildfeature bei WhatsApp: Seit Mitte November sind neben den klassischen Nachrichten und Sprachanrufen nun auch Videoanrufe möglich. Entweder wählt man dazu unter „Anrufe“ einen Kontakt aus und entscheidet sich dann, ob man mit oder ohne Bild durchklingeln möchte, oder man tippt im „Chat“ mit einer Person auf das Kamera-Icon rechts oben.

Und sonst?

Ihr wisst mehr? Lasst uns daran in den Kommentaren teilhaben.

Social Media News: Unsere Highlights im Oktober

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Was gibt’s Neues in der Welt der Social Media? Wir haben für euch ein paar Highlights des vergangenen Monats zusammengestellt. Wie immer sehr subjektiv und bei weitem nicht umfassend. Ihr habt den neuesten heißen Scheiß entdeckt, von dem wir noch nie gehört haben? Teil ihn mit uns in den Kommentaren.

Facebook at Work kommt – jetzt aber wirklich

Im letzten September für das Ende des Jahres angekündigt, ist Facebook at Work nun tatsächlich für alle offen. Am 10. Oktober wurde Workplace by Facebook, wie das Collaborations-Tool für Unternehmen mittlerweile heißt, offiziell vorgestellt. Der Vorteil gegenüber anderen Intranet-Lösungen ist offenkundig: Die meisten Kollegen dürften schnell mit dem Tool vertraut sein, da es prinzipiell wie Facebook funktionieren soll. Freundschaftsanfragen werden aber nicht nötig sein: Einmal installiert, sind alle Kollegen verfügbar. Dank eigenständiger Workplace-Accounts lässt sich zudem die private Facebook-Nutzung gut von der beruflichen trennen. Workplace by Facebook gibt es darüber hinaus, ebenso wie einen zugehörigen Messenger namens Work Chat, als App für iOS und Android. Nach einem dreimonatigen Free Trial kostet Workplace by Facebook zwischen einem und drei Dollar pro Nutzer und Monat, je nach Unternehmensgröße.

YouTube erzielt Einigung mit GEMA

Schluss mit einer der nervigsten Fehlermeldungen des Internets! YouTubes „Not available in Germany“-Meldung soll nun – nach sieben Jahren! – endlich der Vergangenheit angehören. YouTube und die GEMA haben sich nach langem Streit auf einen Lizenzvertrag geeinigt, das Videoportal zahlt ab sofort eine Abgabe an die Rechteverwertungsgesellschaft. Von dem Deal profitieren sowohl Musiker in aller Welt als auch YouTube User in Deutschland.
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Und natürlich heißt YouTube explizit deutsche Artists willkommen:

From AnnenMayKantereit to Rolf Zuckowski, we heartily welcome German artists and songwriters from A-to-Z to YouTube.

Vor allem auf Letzteren haben wir hier bei Zucker. lange gewartet.

Heimliches Signal zur Jobwechselbereitschaft bei LinkedIn

Wenn man sich aus einer Anstellung heraus nach einem neuen Job umsieht, möchte man in der Regel nicht, dass der eigene Arbeitgeber das mitbekommt. Ins Xing-Profil „Suche neue Herausforderungen“ zu schreiben, ist da also nicht so schlau. LinkedIn bietet nun ein neues Feature, das Wechselwillige ihre Absicht relativ diskret kundtun lässt. Mit der Funktion Open Candidates können User ein Signal senden, das nur Personaler, die LinkedIns Premium-Service Recruiter nutzen, sehen können. Andersherum erhalten die Personaler durch das Feature Vorschläge für Kandidaten, die ihrem Suchprofil entsprechen.

Facebook launcht “Marketplace”

Über 450 Millionen Menschen sollen monatlich die immer beliebteren „Kaufen und Verkaufen“-Gruppen auf Facebook besuchen. Facebook ist damit längst zu einem Marktplatz geworden. Dem trägt das Unternehmen nun mit dem Launch von Marketplace Rechnung. Darin sollen Facebook User zunächst in der eigenen Umgebung Verkaufsgegenstände finden, kaufen und verkaufen können, ein weiterer, nicht näher beschriebener Ausbau des Features ist geplant. Integriert ist Marketplace in der Facebook App als kleines Shop Icon am unteren Rand des Displays. Aktuell ist Marketplace allerdings nur in den USA, UK, Australien und Neuseeland verfügbar. Weitere Länder und die Integration in die Desktop-Version von Facebook sind geplant, nähere Angaben zum Launch finden sich noch nicht.

Messenger Day: Facebook testet „Stories“ im Messenger

Nach Einführung der Instagram Stories erhält nun wohl auch der Facebook Messenger unter dem Namen Messenger Day seine Story-Funktion. Diese snapchatartigen Stories, die mit allerlei Filter und Schablonen angereichert sind, sollen sowohl für Privataccounts als auch für Unternehmen verfügbar sein. Die Stories sind wahlweise öffentlich oder einem beschränkten Nutzerkreis zugänglich und zerstören sich selbst nach 24 Stunden selbst. Wann das Feature hierzulande verfügbar sein wird, ist noch unklar, bislang wurde von Tests in Polen und Australien berichtet.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Facebook Messenger

Ein Feature, das bereits für (mehr oder weniger) alle Nutzer des Facebook Messengers verfügbar ist, ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Nachrichten. Nachdem man die Funktion „Geheimen Unterhaltungen“ in den Einstellungen des Messengers aktiviert hat, lassen sich neue Nachrichten entweder wie üblich oder „Geheim“ beginnen. Der Nachteil ist, dass diese Unterhaltungen in der Desktop-Browser-Version der Nachrichten nicht erscheinen, sondern eben nur in der Messenger App, gekennzeichnet durch ein kleines schwarzes Schloss. Wem geheim noch nicht geheim genug ist, der kann diese Unterhaltungen in der App mit einem einzigen Klick löschen. Darüber hinaus kann man die Nachrichten mit einem Selbstzerstörungsmechanismus versehen.

Und sonst so?

  • Vine vor dem Aus: Wie Twitter mitteilte, wird die zum Unternehmen gehörende Video-App Vine in den kommenden Monaten eingestellt. Twitter kündigte darüber hinaus an, fast jede zehnte Stelle zu streichen.
  • Instagram gegen Suizid: Instagram tut es seinem Mutterkonzern Facebook gleich und launcht ein Suicide-prevention Tool, mit dem User anonym melden können, wenn sie Posts sehen, die eine Selbsttötungsabsicht des Absenders nahelegen. Dieser erhält dann eine Nachricht mit einem Hilfsangebot.
  • Pinterest Promoted Pins: In den USA hat Pinterest drei neue Arten von Promoted Pins vorgestellt. Wichtiger für uns hierzulande ist jedoch, dass Promoted Pins nun auch in UK verfügbar sind und andere Märkte „very soon“ folgen sollen.
  • Facebook testet Anzeigen in Gruppen: Wie Techcrunch berichtet, führt Facebook aktuell Tests zur Auslieferung von Ads an (bislang werbefreie) Facebook-Gruppen durch. Die Auslieferung findet sowohl mobile also auch am Desktop statt. Versuchskaninchen sind Gruppen in Australien, Neuseeland, Kanada und Irland.
  • Instant Articles: Facebook Instant Articles unterstützen ab sofort 360-Grad-Videos und -Fotos.
  • Facebook Campaign Planner – neues Tool zur Planung von Kampagnen: Facebook bietet mit dem Campaign Planner ein neues und vor allem vereinfachtes Tool für die Mediaplanung.
  • Und noch eine Snapchat-Adaption: Facebook hat damit begonnen, für Live-Videos snapchatartige Overlays einzuführen. Die Masken sollen zunächst iOS-Nutzern in den USA, UK und Neuseeland zur Verfügung stehen.
  • Events App: Facebook hat in den USA eine eigenstädnige App für Facebook-Veranstaltungen gelauncht. Wann die App außerhalb der USA verfügbar sein wird, ist noch unklar.

Influencer-Marketing: 1.000 $ für einen Buchstaben

Dass Celebrities, Filmstars und Sportler mittlerweile mit ihrem Tun und Schaffen irrwitzige Summen verdienen, ist uns allen bewusst. Die Grenzen, die jedoch US-Basketballer Lebron James in den vergangenen Monaten niedergerissen hat, lassen uns zugegebenermaßen ein klein wenig sprachlos dastehen. Hier werden nicht nur vom Verein astronomische Summen für seine sportliche Leistung hingeblättert, sondern ebenso von Brands, für die Lebron als gut geölte Werbeikone unter anderem zum Smartphone greift und dann in mageren 140 Zeichen seinen Jüngern essenziellste Weisheiten verlautbart. Werbeverträge auf Lebenszeit von Sportausstattern wie Nike nimmt er übrigens so im Vorbeigehen mit. Handelt es sich hier um eine irrwitzige Entwicklung, die aktuell allein in den kapitalistischen Staaten von Amerika stattfindet oder können wir auch Rückschlüsse auf den Kosmos der deutschen Testimonials, Blogger, Vlogger und Influencer ziehen?

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Social Media News: Der September im Rückblick


Auch im vergangenen Monat gab es in der Welt der Social Media wieder einige größere und kleinere Änderungen und Neuigkeiten. Wir haben die wichtigsten für euch zusammengefasst.

Facebook führt Dislike Button ein – vielleicht

Ein Raunen ging durchs Netz, als Mark Zuckerberg Mitte des Monats in einem Q&A verkündete, dass Facebook endlich am Dislike-Button arbeite:

People have asked about the dislike button for many years, […] and today is a special day because today is the day that I actually get to say we are working on it […]

Ein klares Bekenntnis zum Dislike-Button war das aber nicht, wie die weiteren Ausführungen zeigten:

We don’t want to turn Facebook into a forum where people are voting up or down on people’s posts.

Immerhin sei es

important to give people more options than just like as a quick way to emote and share their feelings on a post.

Warten wir’s mal ab. Hier könnt ihr noch mal genau hinhören, was Zuckerberg gesagt hat:

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Das fanden wir interessant: Der August im Rückblick

GIFs auf Facebook-Seiten, Planen und Bewerben von Instagram-Posts, WhatsApp am Desktoprechner und ein persönlicher Assistent namens M, der von künstlicher Intelligenz angetrieben wird: Im August gab es eine ganze Menge Neuigkeiten in der Welt der Social Media. Wir haben für euch die unserer Meinung nach interessantesten News des vergangenen Monats zusammengestellt.
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Fußball-Bundesliga: Die Social Media Rankings 2015

Vor zwei Jahren haben wir uns an dieser Stelle angesehen, wie es um die Facebook–Seiten der Erstligaklubs bestellt ist – genaugenommen um deren Fanzahlen. Da uns in diesem, wie in jedem ungeraden Jahr, kein großes Turnier die Sommerpause versüßt, haben wir das einfach mal wiederholt.

Angesichts einer immer mal wieder konstatierten Facebook-Müdigkeit hierzulande finden wir gerade den Aspekt der Entwicklung dieser Zahlen ganz spannend. Und was soll man sagen: Von einem Social-Media-Verdruss ist zumindest unter Fußballfans ganz und gar nichts zu spüren. Allein die Gesamtzahl der Fans von Erstligavereinen hat sich um sage und schreibe 276 % gesteigert, von knapp 14 Mio. auf über 53 Mio. Fans. Das Bild ändert sich übrigens nur marginal, wenn man die Auf- und Absteiger aus der Statistik herausnimmt.

Bundesliga-Tabelle – Facebook Edition:

Wenig geändert hat sich auch am Ranking. Wie schon 2013 spielt der FC Bayern München nicht nur im „Real Life“, sondern auch auf Facebook in einer eigenen Liga. Der Abstand zur Konkurrenz ist allerdings noch mal erheblich größer geworden, auch der BVB, der selbst deutlich zulegte, kommt hier immer weniger hinterher. Immerhin haben mit dem FC Schalke 04 und Bayer Leverkusen zwei weitere Clubs die Millionen-Fan-Marke gerissen.

Bundesliga 2015/16: Facebook Likes der Vereine
 
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Vertwittern? Fair twittern!

Anlässlich des World Fair Trade Days am Samstag hat sich meine Lieblingseismarke „Ben & Jerry’s“ eine nette Twitter-Kampagne ausgedacht: Fair Tweets. Das Prinzip ist einfach: Werden in einem Tweet die möglichen 140 Zeichen nicht vollständig ausgenutzt, ergänzt Fair Tweets diesen um einen Hinweis auf den Fair Trade Day inklusive Link zu einem Artikel, der das Konzept des fairen Handels unterstützt. Vollautomatisch. Wie das genau aussieht, könnt ihr hier sehen:

Auch wenn die sympathische „Ben & Jerry’s Homemade Inc.“ im Jahr 2000 von Unilever geschluckt wurde (der Konzern hat angeblich immerhin die „Social Mission“ des Unternehmens ohne Abstriche übernommen): Ich hab mich entschieden, weiterhin an das Gute im Eis zu glauben. Schließlich stellen die Eisvisionäre aus Vermont in diesem Jahr nach eigener Aussage ihr Produktportfolio Schritt für Schritt auf Fair-Trade-Zutaten um. Deswegen werde ich die Aktion gleich mal unterstützen und diesen Beitrag über Fair Tweets twittern – und es mir heute Abend mit einem Becher Caramel Chew Chew auf der Couch gemütlich machen.

Klimaschonend zwitschern mit EcoTweet

Manchmal flattert einem eine interessante Anfrage ins Haus, die man aufgrund eines allzu sportlichen Timings leider ablehnen muss. So geschehen vor einiger Zeit mit der Kampagne „The Global Voice“, deren Initiatoren auf der Suche nach einer PR-Agentur auch bei uns anklopften. Da uns das Projekt aber so sympathisch ist, wollen wir es euch trotzdem ans Herz legen.

EcoTweet COP16 UN-Klimakonferenz TwitterDer Hintergrund: Vom 29.11. bis 10.12.2010 findet im mexikanischen Cancún die 16. UN-Klimakonferenz, die jährliche Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention, statt. Ziel der diesjährigen Konferenz ist es, den in Kopenhagen gescheiterten Versuch fortzusetzen, ein rechtlich verbindliches Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu beschließen.

Worum geht es bei „The Global Voice“? Die Kampagne versucht zum einen, Menschen weltweit auf die schädlichen Auswirkungen von Treibhausgasen aufmerksam zu machen. Interessierten soll zudem ein Instrument zur Verfügung gestellt werden, ihrer Forderung nach Reduzierung der Gas-Emissionen während der Klimakonferenz Gehör zu verschaffen, um so Einfluss auf die Konferenzteilnehmer zu nehmen. Auf der anderen Seite unterstützt die Kampagne Projekte, die sich für eine Reduzierung von Treibhausgasen einsetzen.

ECoTweet Twitter UN-Klimakonferenz COP16Das Mittel zum Zweck ist dabei der Microblogging-Dienst Twitter. Mit EcoTweet können Twitterer ihre Kurzmitteilungen klimaschonend versenden. Die Handhabung ist denkbar einfach: Nachdem man sich mit dem Twitter-Account bei EcoTweet eingeloggt hat, findet man sich auf einer Oberfläche wieder, die in etwa dem gewohnten Loock&Feel von Twitter entspricht. Alle Tweets, Follower und Accounts, denen man selbst folgt, werden mit Twitter synchronisiert, es geht also gegenüber der Nutzung von Twitter.com nichts verloren. Für jeden Tweet via EcoTweet spenden Sponsoren einen gewissen Betrag an treibhausgasreduzierende Projekte. Auf einem virtuellen CO2-Counter erfährt der Nutzer, wie viel kg CO2 er mit seinen Tweets „neutralisiert“ hat. Zudem können über fünf verschieden Icons vorgefertigte Hashtags, die jeweils eine bestimmte Message repräsentieren, getwittert werden. Je nachdem, für welches Icon man sich entscheidet, spricht man sich zum Beispiel für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen, für eine bessere Aufklärung zum Thema oder für die Finanzierung sauberer Energien aus. Alle Aktivitäten via EcoTweet werden statistisch aufbereitet und den Teilnehmern der Klimakonferenz am Ende der Tagung als formale Petitionen überreicht.

„The Global Voice“ ist vom Organisationskommittee der Konferenz und dem mexikanischen Secretaría de Relaciones Exteriores autorisiert.

Neben der (leider nur spanischsprachigen) Browser-Version kann man EcoTweet auch per iPhone-App und BlackBerry nutzen.

Happy Birthday, Twitter!

Muffin

Unglaublich, Twitter ist 4! Vor vier Jahren gründeten Evan Williams und Biz Stone den Microblog und starteten damit ein Phänomen. Im Februar knackte Twitter bereits die Grenze von 50 Millionen Tweets pro Tag. Anfang diesen Monats konnte Twitter sogar 10 Milliarden Tweets seit Bestehensbeginn verzeichnen und ist so neben Facebook das am häufigsten genutzte Social Network auf Handys und Smartphones. Eine beispielhafte Karriere. Geburtstagsgrüße schon getwittert?

Foto: cc by Theresa Thompson

Wir dürfen vorstellen: Den Twitter-Städteführer…

Das University College London hat ein interessantes Projekt ins Leben gerufen: das Tweet-o-Meter. Dieses zählt die Tweets pro Minute der Metropolregionen New York, London, Paris, München, San Francisco, Barcelona, Oslo, Tokyo, Toronto, Rom, Moskau und Sydney.

Tweet-o-Meter
Quelle: casa.ucl.ac.uk

Tweet-technisch befindet sich die Bayern-Metropole München eher auf den hinteren Rängen… mit ca. 20 Millionen Einwohnern weniger als Tokyo verwundert dies dennoch nicht. Bin ja mal gespannt, wann es den ersten „Twitter-City Battle“ geben wird….

Eine Location verzeichnet das Tweet-O-Meter allerdings (noch) nicht: das Weltall. Ja, richtig gehört. Unter dem Namen Astro_Soichi twittert der japanische Astronaut Soichi Noguchi von Bord der Internationalen Raumstation ISS. Dank eines Software-Updates hat die Besatzung der Station direkten Zugang zum Internet und kann somit per Tweets die Menschheit live an ihren Erlebnissen teilhaben lassen. Mit dem Zusatzdienst Twitpic sendet Soichi sogar regelmäßig beeindruckende Bilder von seiner Expedition.

Soichi Noguchi Twit Pic
Quelle: twitter.com/Astro_Soichi

Soichi Noguchi Twit Pic
Quelle: twitter.com/Astro_Soichi