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Marketing vs. PR: Ein und dasselbe oder von Grund auf verschieden?

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Die Aufgaben, Arten und Ziele der PR haben wir euch in unserem letzten Blogpost schon erklärt. Was jetzt allerdings noch für Verwirrung sorgen könnte, sind grundlegende Begrifflichkeiten: Die Ausdrücke Marketing und PR werden häufig in einem Satz verwendet, manchmal sogar synonym. Aber ist das überhaupt korrekt? Handelt es bei beidem um das gleiche? Fakten auf den Tisch: Wir erklären euch, was genau eigentlich Marketing und was PR bedeutet, damit ihr mitreden könnt.

Um das Ganze ein bisschen anschaulich zu gestalten, stellen wir uns vor, wir haben die coole neue Brand „ZUCKER.Schnute“ gegründet – eine Marke für super kreative, außerordentlich süße und absolut einzigartige ZUCKER.Würfel. Schade nur, dass niemand außer uns diese ZUCKER.Würfel kennt. Was nun? Zauberwort Marketing: Aktiv werden und die Bekanntheit sowie den Erfolg durch gezielte Maßnahmen steigern und steuern.

Die vier Säulen des Marketings

Mit diesem Begriff assoziieren wir direkt ein paar weitere Begriffe: Werbung, Public Relations, Kampagne, Anzeige, Artikel, Online, Social Media und und und… Good News: Das Wörter-Wirrwarr lässt sich unter der Teil-Disziplin Kommunikation beziehungsweise der Kommunikationspolitik festhalten. Bad News: Das Marketing umfasst noch drei weitere Teil-Disziplinen, nämlich Produkt-, Preis- und Distributionspolitik. Diese insgesamt vier Bereiche (auf English sind das die vier P’s: price, product, place, promotion) kennzeichnen den sogenannten Marketing-Mix – DAS Werkzeug, wenn es um die Vermarktung (Positionierung im Markt zum Erreichen der Brand-Ziele) von Produkten, Dienstleistungen etc. geht.

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Paid, Owned, Earned – wait, what?

Preis, Produkt und Distribution wollen wir an dieser Stelle ignorieren, um uns näher mit der Kommunikation auseinanderzusetzen. Denn auch dieser Begriff ist wieder breit gefächert – lässt sich jedoch auf drei Säulen vereinfacht herunterbrechen: Paid Media, Earned Media und Owned Media. Wie die englischen Namen schon sagen, verstehen wir unter Paid Media alle bezahlten Kommunikationsmaßnahmen wie zum Beispiel Werbeanzeigen in einem Magazin, unter Earned Media, alles, was wir uns durch Relevanz, Innovation oder Überzeugungskraft an Kommunikation mit z.B. Medienvertretern „verdient“ haben und unter Owned Media alle Maßnahmen, die wir selbst bedienen wie unsere Website oder Social-Media-Kanäle, aber auch Newsletter, die wir verschicken könnten.  Unser persönlicher Fokus in der Kommunikation liegt größtenteils auf den Earned Media, genauer gesagt auf der PR.

Tue Gutes und lass‘ andere darüber reden

Was genau bedeutet es, sich Kommunikation „verdient“ zu haben? Mal angenommen unsere ZUCKER.Würfel besitzen eine Art Super-Power und sind so gesund und reichhaltig, dass einer von ihnen am Tag ausreicht, um den kompletten Nahrungsbedarf abzudecken. Dann kann es sehr gut passieren, dass diese Nachricht so interessant ist, dass sie in der BILD, im Spiegel, in diversen Tageszeitungen und Zeitschriften sowie auf sämtlichen großen Instagram-Accounts verbreitet wird. Die Nachricht ist es „wert“ geteilt zu werden. Dieser Verdienst sollte aus unserer Sicht als Erfinder und Vertreiber des ZUCKER.Würfels möglichst positiv, auf jedem Fall in unserem Sinne sein. Deshalb versuchen wir, die Verbreitung der Message so gut es geht zu lenken. Wir kommunizieren sie den Medien. Das Ziel: Verdeutlichung der Relevanz und Überzeugung der Journalisten und Influencer. Diese Arbeit, also die Kommunikation mit Medienvertretern und der Öffentlichkeit, ist Gegenstand der PR. Es geht ums Netzwerken (Stichwort: Media Relations), es geht um die Entwicklung relevanter Botschaften und es geht um die Beobachtung der Verbreitung dieser Botschaften. Der Unterschied zur Werbung ist, dass wir die Präsenz beziehungsweise Darstellung unserer Message nicht einkaufen, sondern Interesse bei Multiplikatoren (Verbreitern der Nachricht) schaffen. Zusammengefasst: Tue Gutes und lass‘ andere darüber reden!

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Exkurs: Die komplizierte Dreiecks-Beziehung zwischen Journalismus, PR und Werbung

Es war einmal der Journalismus – allseits beliebt, begehrenswert, der große Schwarm, um dessen Aufmerksamkeit jeder rang. Er war laut, er war präsent, ihm wurde zugehört. Er war Trendsetter und er war Meinungsmacher. Jeder wollte mit ihm befreundet sein, um ebenso als „cool“ zu gelten oder zumindest bekannt zu werden. Der Journalismus hatte mit der PR aber schon eine beste Freundin – oder sollen wir lieber sagen, die beiden führten eine Liebesbeziehung? Sie verstanden sich ausgezeichnet, hatten ähnliche Interessen und konnten beide etwas voneinander lernen. Sie bereicherten und unterstützten sich gegenseitig. Soweit, so gut… Wäre da nicht die Werbung. Die Werbung hat es in sich: Sie ist taff, sie ist provokant, sie weiß genau, wie sie bekommt, was sie will. Nun fügte sich das Schicksal so, dass der Journalismus zwar glücklich vergeben, doch in einer ganz anderen Hinsicht unzufrieden war. Wie wir alle, war auch seine Existenz auf eine gewisse Weise abhängig von Gold, Diamanten und Reichtum. War es ein Zufall, dass gerade die Werbung mit finanziellen Mitteln geradezu um sich warf? Ununterbrochen flirtete sie mit dem Journalismus, lockte ihn mit Scheinen und Münzen und verführte ihn zu einem kontroversen Seitensprung. Doch blieb es nicht bei einer Ausnahme. Der Journalismus gab sich der Versuchung hin. Ihre Beziehung war aufregend, spannend und hatte etwas reizvoll Verbotenes – die Heimlichtuerei war von vornherein vergebens. PR weiß von Werbung, nur kann sie nichts gegen ihre Nebenbuhlerin tun. Journalismus liebt sie beide – jede auf ihre Art und Weise.

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Marketing und PR: Das Tortenstück mit dem Sahnehäubchen aka das leckerste Slice der Pizza

Um noch einmal auf die Eingangsfrage zurückzukommen, ob Marketing und PR das gleiche beschreiben, können wir festhalten, dass Marketing als Überbegriff für alle Kommunikationsmaßnahmen funktioniert und PR ein Bestandteil des Kommunikationsmixes darstellt – unseren persönlichen Lieblings-Bestandteil. PR ist eine Marketingmaßnahme, Marketing umfasst PR. Noch Fragen?

Achtung ansteckend! Finale des Viral Video Awards gestartet

VVA 2014 Collage
 
Es ist wieder so weit: Die Finalisten des Viral Video Awards stellen sich dem Online-Publikum zum Voting. Zusammen mit interfilm Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung haben wir uns auch in diesem Jahr wieder durch fast 400 Einreichungen gewühlt und die 21 besten für die 7. Ausgabe des ersten Awards für Virals auf einem deutschen Filmfestival nominiert.

Die könnt ihr euch noch bis zum 14. November auf www.viralvideoaward.com anschauen und für eure Favoriten abstimmen. Der Audience Award für das beste Viral des Jahres ist mit 1.000 Euro dotiert.

Die Sieger des 7. Viral Video Awards werden in diesem Jahr im Rahmen der großen Preisverleihung des 30. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin am 16. November im Babylon Mitte ausgezeichnet. Dort werden im Anschluss dann die Siegerfilme aller Festival-Kategorien in voller Länge gezeigt. Richtet euch also auf einen langen Kurzfilmabend ein. Karten dafür gibt es an der Abendkasse.

Jetzt aber erstmal „Film ab“ für die Finalisten des 7. Viral Video Awards!

Die glorreiche(n) Sieben: Viral Video Award gestartet

Wusstet ihr, dass die Sieben eine ganz besondere Zahl ist? Ob Schöpfungsmythos, Weltwunder oder Schneewittchens Zwerge: Der Sieben kam schon immer eine besondere Bedeutung zu. In der christlichen Zahlensymbolik etwa gilt sie als Verbindung von Geist und Seele mit dem Körper. Die Verhaltensforschung fand zudem heraus, dass „Sieben“ die häufigste Antwort auf die Frage nach der Lieblingszahl ist. In Verbindung mit der häufigsten Lieblingsfarbe Blau spricht man hier gar vom Blue-Seven-Phänomen.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir zusammen mit interfilm Berlin bereits zum siebten Mal den internationalen Viral Video Award vergeben. Weiterlesen

Wer die Wahl hat…

Viral Video Award 2013 - Online-Voting gestartet
 
…hat die Qual: Mehr als 400 Filme. Mehr als 50 Länder. Weiß Gott wie viele Minuten vor dem Monitor. Das ist die grobe Bilanz der Einreich- und Nominierungsphase des diesjährigen Viral Video Awards. Aber wir haben es auch im sechsten Anlauf geschafft, die 21 besten herauszupicken und sie Publikum und Jury zum Fraß vorzuwerfen zur Wahl zu stellen. Zumindest hoffen wir das. Denn auch 2013 waren wieder einige echte Web-Perlen dabei, die ihr ab heute auf www.viralvideoaward.com bestaunen und bewerten könnt. Weiterlesen

Coole Busfahrer, verstörende Schminktipps und Nahrungsmittelspekulationen: Sieger des Viral Video Award 2012 stehen fest

Der fünfte Viral Video Award ist Geschichte: Am Freitagabend wurden im Rahmen des 28. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin die Preise vergeben.

Als bestes Viral des Jahres zeichnete die Jury „Epic Bus Ad“ des dänischen Verkerhrsunternehmens Midttrafik aus. Die Begründung der Jury: „Noch nie hat es ein öffentliches Verkehrsunternehmen geschafft, so sympathisch rüberzukommen.“ Das Video appelliere „überraschend, visuell rasant, komisch und erfrischend an den Zuschauer, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.“

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Trendreport 2012: Facebook trotz sinkender Interaktion für Markenkommunikation äußerst attraktiv

Markenpages auf Facebook können enorme Fanzuwächse verbuchen, dennoch (oder deswegen) sinkt das relative Engagement der Community. Gleichzeitig besteht ein großes Informationsbedürfnis auf Seiten der Markenfans. Zudem macht Facebook Marken sympathischer, vertrauenswürdiger und moderner. Das sind einige der Ergebnisse des dritten „Trendreport Facebook“.

In Zusammenarbeit mit pilot Hamburg und unterstützt von buddybrand haben wir erneut die Fanpages der Top 150 TV-Werbetreibenden des ersten Quartals analysiert. Ergänzt wurde die Untersuchung erstmals um eine Konsumentenbefragung.

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Das Ende …

Seit dem gestrigen Abend herrscht Trauerstimmung in Deutschland. Und da fällt’s uns auch gleich wieder ein: Es sind nur noch 175 Tage bis zum Ende der Welt. Der ideale Zeitpunkt also, um mal tief in uns zu gehen und uns ein paar Gedanken zum Weltuntergang zu machen. AXE setzt ja bereits seit Beginn des Jahres auf die solide Variante: Arche Noah.

General Motors zeigt uns – ganz zum Ärger von Konkurrent Ford – eher die technische Variante: die eigene Flotte. Weiterlesen

Trend Report Facebook – english version

Wow! Mit so viel Interesse und positivem Feedback haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet: Über 10.000 Views in nur zwei Monaten verzeichnet unser Trendreport Facebook aktuell allein auf Slideshare. Das freut uns sehr und wir haben das große Interesse zum Anlass genommen, nun auch eine englische Version zu veröffentlichen, auf die wir hier hinweisen möchten.

Darüber hinaus wollen wir uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die sich mit unserer kleinen Studie auseinandergesetzt haben – sei es im persönlichen Gespräch mit uns, in Kommentaren oder interessanten Artikeln. Eine kleine (Online-)Presseschau in eigener Sache haben wir hier mal zusammengestellt:

Trendreport Facebook 2011: Mehr Fans, weniger Interaktion

Die durchschnittliche Facebook-Fanzahl deutscher Unternehmen hat sich im vergangenen Jahr versiebenfacht. Allerdings sank der Anteil derjenigen Fans, die sich aktiv mit einer Marke auseinandersetzen, deutlich. Das sind zwei der zentralen Ergebnisse der Analyse 75 ausgewählter deutschsprachiger Markenpages, die wir zusammen mit Pilot und buddybrand im „Trendreport Juli 2011: Facebook, Marken und TV in Deutschland“ veröffentlicht haben.

Gut 25.000 Facebook-User bekennen sich im Schnitt zu einer der untersuchten Marken, allerdings interagiert nur ein sehr kleiner Teil der Fans mit dieser: Nur 1,5 % der Fans setzen sich durch Likes, Kommentare oder Postings aktiv mit der Marke auseinander – gegenüber 4,3% im Vorjahr.

Erstaunlicherweise geschieht dies vor dem Hintergrund einer zunehmenden Dialogorientierung der Marken. Nutzte im Vorjahr noch jede zweite Marke ihre Fanpage vor allem zur Distribution von vornehmlich unternehmensrelevanten News und Infos – also als Push-Kanal und zur Einwegkommunikation ohne dialogische Elemente -, so setzen 2011 drei von vier Marken auf den Austausch mit ihren Fans. Der Lohn dafür: höhere Interaktionsraten im Vergleich zu nicht-dialogorientierten Pages (die jedoch dennoch weit unter dem Vorjahresschnitt bleiben). Den höchsten Anteil aktiver Fans (2,0%) konnten Marken erzielen, die ihre Facebookpage in erster Line als Service-Kanal nutzen (z.B. Telekom hilft).

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Neben den Kommunikationsinhalten haben auch die Fanzahl sowie die Branche des Unternehmens Einfluss auf das Engagement der Fans. Die besten Interaktionsraten konnten Pages mit bis zu 10.000 Fans erzielen. Danach gilt: Je mehr Fans, desto kleiner die Interaktionsrate.

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In der Betrachtung der Branchen konnten Automobilhersteller relativ die meisten Fans aktivieren, am wenigsten Enaggement zeigten Fans von Fast Moving Conusmer Goods (FMCG).

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Immerhin vernetzen Marken in 2011 ihre Kommunikationskanäle besser als noch im Vorjahr: Drei Viertel verweisen in ihren TV-Spots auf die Website (+7%). Drei Marken verweisen bereits im TV-Spot direkt auf die Fanpage, eine solche Angabe war im Vorjahr in keinem Werbespot zu finden. Auf der Website wiederum verweisen ebenfalls drei Viertel der Marken – zumeist bereits auf der Startseite- auf die Facebook-Präsenz (+18%). Auf jeder zweiten Marken-Website finden sich zudem Funktionen zum Teilen der Inhalte auf Facebook (Like und Share Button.)

Den kompletten Trendreport könnt ihr euch hier ansehen:

Viral Video Award: Online-Voting gestartet

viren_schwarmHeute startet die Voting-Phase für den Publikumspreis des Viral Video Awards 2010. Aus fast 500 Einreichungen aus 38 Ländern haben wir zusammen mit interfilm Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung 21 Filme für das finale Voting nominiert.

Herausgekommen ist dabei eine bunte Mischung aus witzigen Commercials, künstlerisch ambitionierten Kurzfilmen und aufrüttelnden Polit-Virals. Letztere bilden in diesem Jahr einen Schwerpunkt: Erstmals wird von der Heinrich-Böll-Stiftung der Preis für das beste politische Viral vergeben.

Für den Preis der Jury konnten wir neben dem Journalisten und Netzkultur-Experten Mario Sixtus noch die TV-Moderatorin und Autorin Petra Gute sowie den Schauspieler Daniel Zillmann gewinnen. Mario Sixtus zum Thema Virals: „In keinem anderen Genre sind Filmproduzenten derart von ihrem Publikum abhängig wie bei Web-Videos, denn die Nutzer übernehmen Marketing und Vertrieb der Filme – oder eben auch nicht, ganz wie es ihnen gefällt. Virals sind Videos plus Demokratie.“

Die nominierten Clips stehen bis zum 18. November unter www.viralvideoaward.com zur Wahl.

Und jetzt: Viel Spaß beim Viral-Gucken.